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EURASIL

EURASIL (European Union Network for asylum practitioners) wurde als neues Netzwerk nach Auflösung von CIREA (Centre for Information, Reflection and Exchange on Asylum) Ende Juni 2002 unter Übertragung seiner Aufgaben auf die Europäische Kommission ins Leben gerufen und nahm im Sommer 2002 seine Tätigkeit auf. EURASIL tagt sechs bis acht Mal im Jahr jeweils zweitägig bei der Europäischen Kommission in Brüssel.

Zu den Sitzungen werden Vertreter der national zuständigen Ministerien und Asylbehörden der 27 Mitgliedstaaten sowie der Schweiz, Norwegens und Islands eingeladen. Die deutsche Delegation besteht aus Vertretern des Bundesamtes und einem Vertreter des Bundesrates. Abhängig von den Sitzungsthemen lädt die Kommission auch Vertreter aus den USA und Kanada ein.

Internationale Organisationen wie UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen), IOM (Internationale Organisation für Migration) und IKRK (Internationales Komitee vom Roten Kreuz) werden abhängig von den Sitzungsthemen eingeladen. Vertreter aus den USA und Kanada nehmen an einer Sitzung pro Halbjahr teil.

EURASIL pflegt und intensiviert die Arbeitsbeziehungen zwischen den Praktikern mit dem Ziel größerer Konvergenz auf EU-Ebene. Der Informations- und Erfahrungsaustausch über die Asylsituation in den Herkunfts- und Transitländern, praxisbezogene Fallstudien, der Vergleich der Spruchpraxis zu ausgewählten Herkunftsländern und praktische Erfahrungen (z.B. Einsatz von Gutachtern und Dolmetschern, Umgang mit Traumatisierten, Herkunftsländerinformationen etc.) stehen hierbei im Vordergrund. Arbeitspapiere hierzu stellt die Kommission den Mitgliedstaaten über die elektronische Plattform CIRCA (Communication and Information Resource Centre Administrator) zur Verfügung.

Die Kommission legt Wert auf die Unterstützung des Bundesamtes als größte Asylbehörde der EU durch regelmäßige Übernahme von fachlichen Beiträgen in den Sitzungen.

EURASIL will die Informationskapazitäten auch der Beitrittsstaaten stärken und diese im Hinblick auf eine effizientere Behandlung von Einzelfällen unterstützen.

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