DIK - Deutsche Islam Konferenz - 11. Arbeitsausschuss - Kinder- und Jugendhilfe sowie Altenhilfe

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Kinder- und Jugendhilfe sowie Altenhilfe

Nachdem bei der zweiten Sitzung des Arbeitsausschusses der Deutschen Islam Konferenz (DIK) das System der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland im Vordergrund stand, wurden bei der dritten Sitzung am 16. und 17. September die Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe sowie Altenhilfe vertieft. Geleitet wurde die Sitzung vom Abteilungsleiter Migration im Bundesministerium des Innern, Herrn Norbert Seitz.

1. Tag: Kinder- und Jugendhilfe

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Kinder- und Jugendhilfe. Einen Überblick zur Rechtslage, grundlegenden Prinzipien und Tätigkeitsfeldern auf Bundesebene bot das zuständige Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Ein Referent der Geschäftsstelle des Deutschen Bundesjugendrings, Herr Christian Weis, erläuterte die Aufgaben und Funktionsweisen der Jugendringe, die eigenständige Jugendorganisationen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene bei ihrer Arbeit begleiten und fördern.

Aus kommunaler Sicht lieferte Herr Dr. Jens Hildebrandt für die Stadt Mannheim ein Beispiel aus der Praxis: Er schilderte den Hergang  des Zulassungsverfahrens des Kindergartens „Lalezar“, der sich in muslimischer Trägerschaft befindet. Einen wissenschaftlichen Blick auf muslimische Jugendarbeit in Deutschland steuerte Herr Hussein Hamdan bei. Von besonderem Interesse waren die Präsentationen der an der DIK teilnehmenden muslimischen Verbände zu ihren Tätigkeiten, Strukturen und Vorhaben auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendhilfe. Es zeigte sich, dass von den Verbänden bereits einiges geleistet wird, um Jugendliche zu unterstützen und zu fördern, der überwiegende Teil davon in ehrenamtlicher Arbeit.

2. Tag: Altenhilfe – Einigkeit, dass Pflege zu Haus vorzuziehen ist

Am Folgetag lag der Fokus auf Altenhilfe und Altenpflege. Die zuständigen Bundes- und Landesressorts veranschaulichten die Rechtslage und wichtigsten Handlungsfelder. So ging das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) auf die offene Altenhilfe ein. Diese besteht aus einer Vielzahl von niederschwelligen Maßnahmen und soll die selbstständige Lebensführung im eigenen Quartier ermöglichen. Der Bereich Altenpflege und Pflegeversicherung wiederum ist rechtlich stärker normiert. Hierfür zeigte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf, dass aus staatlicher Sicht die häusliche Pflege den Vorrang vor stationärer Pflege genießt. Diese grundlegende Position wurde von den Vertretern der muslimischen Verbände begrüßt. Die Beiträge aus kommunaler Perspektive (Stadt Nürnberg, Frau Ries) und derjenige eines Bundeslandes (Nordrhein-Westfalen, Herr Burkert) eröffneten verschiedene Möglichkeiten der Teilhabe und Mitgestaltung muslimischer Organisationen am System der Altenhilfe. Herr Carrier (Diakonisches Werk) umriss stellvertretend für die Wohlfahrtsverbände die Grundlagen der interkulturellen Öffnung der Altenhilfe. Abschließend gaben die muslimischen Verbände einen Aus- und Einblick in Grundlagen ihrer Tätigkeiten für ältere Menschen.

Lesen Sie mehr zum Thema in den rechts zum Download bereitstehenden Vorträgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer erster Tag (16.09.2014)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer zweiter Tag (17.09.2014)

Datum 24.10.2014

Zusatzinformationen

Die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände und Landesjugendringe

Vortrag des Bundesjugendringes zur Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände und Landesjugendringe

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Bericht: Kooperationskinderhaus Kleestraße

Ein interkulturelles Pilotprojekt zwischen muslimischem Kindergarten und städtischer Krippe hilft dabei die Ziele der Stadt Mannheim im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe umzusetzen.

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Offene Altenhilfe in Deutschland

Präsentation des BMFSFJ: Offene Altenhilfe in Deutschland

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Die Pflegeversicherung in Deutschland

Kurzvortrag des BMG auf der Sitzung des Arbeitsausschusses der Deutschen Islam Konferenz

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Altenhilfe und –pflege in den Ländern am Beispiel NRW

Mehr Menschen leben länger, zugleich stellt der Geburtenrückgang auch NRW vor Herausforderungen. Die Population der Menschen mit Migrationshintergrund ist zwar im Schnitt jünger, dennoch muss Pflegepolitik sich bemühen diese mit ihren Angeboten zu erreichen.

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"Weniger, älter, bunter." Altenhilfe und –pflege in den Kommunen

Präsentation der Stadt Nürnberg: Altenhilfe und –pflege in den Kommunen am Beispiel der Stadt Nürnberg

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