DIK - Deutsche Islam Konferenz - Janbernd Oebbecke

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Prof. Dr. Janbernd Oebbecke

Prof. Dr. Janbernd Oebbecke ist Professor für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und war Teilnehmer der Deutschen Islam Konferenz.

DIK-Redaktion: Was sind für Sie die wichtigsten Ergebnisse der DIK nach drei Jahren?

Prof. Dr. Janbernd Oebbecke: Die religionspolitischen Fragen, die der Islam in Deutschland aufwirft werden jetzt von den integrationspolitischen unterschieden und nicht mehr so oft wie früher vermischt. Der Islam ist endgültig und unumkehrbar ein Thema der deutschen Politik geworden.

DIK-Redaktion: Welche Auswirkungen hat Ihrer Meinung nach die Arbeit der DIK für den gesellschaftlichen Diskurs mit und über Muslime in Deutschland?

Prof. Dr. Janbernd Oebbecke: In vielen Sachfragen hat es Klärungen gegeben, auch die Einsicht, dass man in manchen Fragen gar nicht so weit von einander entfernt ist. Es hat sich aber auch gezeigt, dass politisch relevante Absprachen nur mit Organisationen, nicht mit Einzelpersonen möglich sind.

DIK-Redaktion: Inwiefern hat Ihre Mitarbeit in der DIK Ihre eigene Arbeit (außerhalb der DIK) beeinflusst?

Prof. Dr. Janbernd Oebbecke: Ich habe Erfahrungen zu den Möglichkeiten der Politik gewonnen, die für meine rechtswissenschaftliche Arbeit wichtig sind. Zum Thema des rechtlichen Umgangs mit dem Islam sehe ich jetzt noch stärker, wie komplex viele Fragen sind.

DIK-Redaktion: Warum ist Ihrer Meinung nach die DIK auch in den nächsten Jahren wichtig?

Prof. Dr. Janbernd Oebbecke: Nach meiner Einschätzung sind wir in Sachen Islam von einer religionspolitischen Konsolidierung noch entfernt. Ein Forum wie die DIK wird deshalb bis auf weiteres gebraucht.