DIK - Deutsche Islam Konferenz - 2. - 4. Sitzung

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Ergebnisse der zweiten, dritten und vierten Sitzung

Der Vorbereitungsausschuss der Deutschen Islam Konferenz (DIK) hat am 8. November 2010 in Berlin getagt. Auf der Sitzung wurde der Stand der Umsetzung des Arbeitsprogramms, das das Plenum der DIK im Mai 2010 beschlossen hat, überprüft. Die DIK hat drei Themenkomplexe: Die "Förderung der institutionalisierten Kooperation und integrationsbezogenen Projektarbeit" ist Tätigkeitsschwerpunkt der DIK im Jahr 2010 und steht auch im Fokus des Plenums im Frühjahr 2011. Die Themen "Förderung der Geschlechtergerechtigkeit" und "Prävention von Extremismus, Radikalisierung und gesellschaftlicher Polarisierung" sollen in den folgenden Jahren im Vordergrund stehen und Schwerpunkt der entsprechenden Plenarsitzungen sein.

In den ersten beiden Sitzungen des Vorbereitungsausschusses wurde das Arbeitsprogramm der DIK gemeinsam beraten. In der dritten Sitzung erteilte der Ausschuss auf Grundlage des vom Plenum beschlossenen Arbeitsprogramms erste konkrete Aufträge zur Umsetzung, deren Stand in der vierten Sitzung überprüft wurde.

Themenkomplex 1:

Mit dem Ziel der Erarbeitung eines Modellkonzeptes für die sprachliche und gesellschaftskundliche Fortbildung von Imamen und alevitischen Religionsbediensteten wurde die Projektgruppe "Fortbildung von religiösem Personal" eingerichtet, die im September 2010 ihre Arbeit aufnahm. Sie erstellte bis zum Frühjahr 2011 eine Publikation, die praktische Hilfestellung bei der Initiierung und Durchführung von Fortbildungen auf kommunaler Ebene bietet. Geplant wurde ferner eine öffentliche Konferenz zum Stand der Einführung islamischen Religionsunterrichts, die im Februar 2011 stattfand.

Themenkomplex 2:

Zum Themenkomplex "Förderung der Geschlechtergerechtigkeit" hat der Vorbereitungsausschuss eine Auswertung von bestehenden Daten in Auftrag gegeben, die sich mit der Weitergabe von Geschlechterrollen in muslimischen Milieus befasst. Die Auswertung wird durch ein externes Forschungsinstitut im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt. Die Ergebnisse werden den Ausgangspunkt bilden für weitere Projekte, die unter anderem auf die Überwindung von Rollenbildern und Rollenklischees unter Muslimen und Nicht-Muslimen abzielen.

Themenkomplex 3:

Zur gemeinsamen Arbeit gegen Extremismus, Radikalisierung und gesellschaftliche Polarisierung wurde die Arbeitsgruppe "Präventionsarbeit mit Jugendlichen" eingerichtet. Neben dem bereits erörterten Phänomen der Muslimfeindlichkeit in der Mehrheitsgesellschaft wird es ihr auch um Antisemitismus, pauschale Ablehnung des Westens sowie Islamismus gehen. Auf der Grundlage einer gemeinsamen Bestandsaufnahme zu diesen Phänomenen und unter Berücksichtigung bereits vorliegender Erfahrungen im Bereich der Extremismusprävention und Toleranzförderung wird die Arbeitsgruppe konkrete präventive Maßnahmen für die Jugendarbeit initiieren und begleiten.

DIK-Redaktion, 08.11.2011

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Blick in den Sitzungssaal

Fotogalerien

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