DIK - Deutsche Islam Konferenz - Die DIK in ihrer dritten Legislaturperiode

Navigation und Service

Überblick: DIK aktuell

Erneuert in die dritte Legislaturperiode

Neuausrichtung eines bewährten Formats

Die neuen Schwerpunkte der Islamkonferenz sind, gemäß dem Wunsch der muslimischen Verbandsvertreter, die Stärkung der Altenhilfe und -pflege und Seelsorge. Somit werden zwei umfangreiche, wichtige Sachthemen behandelt, die die Kooperation von Staat und Religionsgemeinschaften betreffen – eine Herangehensweise, die in der zurückliegenden Arbeit bereits Früchte trug. Auf diese Weise wurden beispielsweise Modelle zur Einführung eines bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts entwickelt, die islamischen Zentren an vier Hochschulen auf den Weg gebracht oder auch die Fortbildung und Vernetzung von muslimischen und alevitischen Religionsbediensteten unterstützt. Von nun an werden die Themen chronologisch bearbeitet. Der Fokus lag zunächst bis Anfang 2016 auf der islamischen Wohlfahrtspflege und seitdem befasst sich die DIK mit muslimischer Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen.

Neue Schwerpunkte spiegeln Bedürfnisse von Muslimen wieder

Der erste Schwerpunkt zur islamischen Wohlfahrtspflege befasste sich mit Kinder- und Jugendhilfe sowie Altenhilfe. Der Arbeitsausschuss diskutierte den Handlungsbedarf in mehreren Sitzungen. Im Ergebnis legte der Arbeitsausschuss dem Lenkungsausschuss bei seiner Sitzung im Januar 2016 ein Ergebnispapier vor, das auch zahlreiche Maßnahmen für die kommenden Jahre vorsieht.

Ein Überblick über das System der freien Wohlfahrtspflege

Der Lenkungsausschuss nahm auch eine Studie zu sozialen Dienstleistungen von Muslimen an. Die von Teilnehmern der DIK gemeinsam mit dem Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung konzipierte Studie bietet erstmals umfangreiche und belastbare Daten zur Erbringung von sozialen Dienstleistungen in den Moscheegemeinden der islamischen Dachverbände und zeigt deren Engagement. Die Schwerpunkte bildeten Angebote im Bereich Kinder- und Jugendhilfe sowie Altenhilfe. Außerdem legten die Kommunen und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) eigene Erhebungen über Beispiele guter Praxis von religionssensiblen sozialen Dienstleistungen von und für Musliminnen und Muslime in den kommunalen Gebietskörperschaften sowie den Überblick über religionssensible soziale Dienstleistungen für Musliminnen und Muslime in den Organisationen der BAGFW vor. Die Erhebungen beinhalten exemplarische Sammlungen von Beispielen guter Praxis in sechs Kommunen sowie einen Überblick über die Berücksichtigung von Musliminnen und Muslimen in den Angeboten und Strukturen der Spitzenverbände der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW). Der Fokus ist, analog zur Schwerpunktsetzung im DIK Arbeitsprogramm, auf die Bereiche Kinder- und Jugendhilfe sowie Altenhilfe gelegt.

Seelsorge in öffentliche Einrichtungen

Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen ist das neue Schwerpunktthema der Deutschen Islam Konferenz für den Rest der Legislaturperiode mit muslimischer Seelsorge auf den Ebenen des Bundes, der Länder und der Kommunen. Überall dort gibt es staatliche Anstalten, in denen in Kooperation mit religiösen Organisationen Seelsorge erbracht wird – daher auch der Begriff Anstaltsseelsorge. Auf Bundesebene gilt dies für das Militär, in den Ländern für die Justizvollzugsanstalten und im Bereich der Kommunen für die Krankenhäuser. Um zu erörtern, wie muslimische Seelsorge in diesem Kontext etabliert werden kann und welche erfolgreichen Projekte und Modelle es bereits gibt, trat der Arbeitsausschuss in neuer Zusammensetzung erstmalig am 18. Februar 2016 zusammen.

Flexiblere Strukturen und praxisnahe Arbeitsweise

Darüber hinaus bringt die Neuausrichtung der Deutschen Islam Konferenz auch neue Strukturen, Arbeitsweisen und Teilnehmer hervor: Der Arbeitsausschuss kommt alle zwei bis drei Monate zusammen und fokussiert auf ein bestimmtes Thema. Auf der politischen Ebene tagt der Lenkungsausschuss ein- bis zweimal jährlich. Er ist das höchste Gremium der DIK. Auf diesem präsentieren der Minister, die beteiligten Ressorts, Länder und Kommunen sowie die Vertreter der islamischen Verbände die Ergebnisse aus der Arbeitsebene. Öffentlichkeitswirksame Konferenzen werden weiterhin veranstaltet. Sie sollen dem Austausch mit dem geeigneten Fachpublikum und Praktikern dienen. Die erste Konferenz zu muslimischer Wohlfahrt fand am 13. und 14. Januar 2015 in Berlin statt. Die nächste Konferenz zu dem aktuellen Thema der muslimischen Seelsorge findet am 7. November 2016 in Berlin statt.

Die Dachverbände in der DIK

DITIB, der Verband islamischer Kulturzentren, die Alevitische Gemeinde Deutschlands, die Türkische Gemeinde in Deutschland die Islamische Gemeinde der Bosniaken sowie der Zentralrat der Marokkaner in Deutschland sind weiterhin Mitglieder der DIK. Der Zentralrat der Muslime sowie der Islamrat sind wieder in der DIK, nachdem sie in der vergangenen Legislaturperiode nicht teilgenommen hatten. Neu in dieser Legislaturperiode hinzugekommen sind die Ahmadiyya Muslim Jamaat und die Islamische Gemeinschaft der Schiitischen Gemeinden.

In alphabetischer Reihenfolge:

  • Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ)
  • Alevitische Gemeinde Deutschlands (AABF)
  • Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland - Zentralrat e.V. (IGBD)
  • Islamische Gemeinschaft der Schiitischen Gemeinden in Deutschland (IGS)
  • Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V. (IRD)
  • Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD)
  • Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB)
  • Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ)
  • Zentralrat der Marokkaner in Deutschland e. V. (ZMaD, auch ZRMD)
  • Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)

Experten statt muslimischer Einzelpersonen

Verbandsfreie muslimische Einzelpersonen sind im Gegensatz zu den vorherigen Legislaturperioden in den DIK-Gremien nicht mehr anwesend. Stattdessen werden Experten und Praktiker in Abstimmung mit allen Beteiligten eingeladen. Sie lassen ihren Standpunkt zu den jeweils zu behandelnden Themen einfließen und leisten somit ihren Beitrag dazu, praxisnahe Ergebnisse zu erzielen.

Wie in den Jahren zuvor sind alle föderalen Ebenen in die DIK einbezogen sowie die thematisch betroffenen Ressorts. Für das Thema "Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen" sind vertreten:

Die Bundesregierung durch:

  • Bundesministerium des Innern
  • Bundeskanzleramt
  • Beauftragte für Integration
  • Bundesministerium für Verteidigung
  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Die Länderfachministerkonferenzen durch

  • Innenministerkonferenz, vorsitzendes Land 2016 Saarland
  • Integrationsministerkonferenz, vorsitzendes Land 2016 Thüringen
  • Justizministerkonferenz, vorsitzendes Land 2016 Brandenburg 

Die kommunale Ebene durch

  • Deutschen Städtetag
  • Deutscher Landkreistag
  • Deutscher Städte- und Gemeindebund

DIK-Redaktion

Datum 19.09.2016

Zusatzinformationen

Cover von Broschüren

Ergebnisse und Dokumente der DIK

Hier finden Sie alle Ergebnisse und wichtigen Dokumente der DIK zum Download.

Mehr: Ergebnisse und Dokumente der DIK …

leere Stuhlreihen

Teilnehmerliste DIK-LA

Hier finden Sie eine Liste aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am DIK-Lenkungsausschuss am 13. Januar 2015.

Mehr: Teilnehmerliste DIK-LA …

Gruppenbild von oben

Die Verbände in der DIK

Seit 2014 nehmen zehn Dachverbände an der DIK teil. Sie spiegeln die religiöse Vielfalt der organisierten Muslime in Deutschland wider.

Mehr: Die Verbände in der DIK …