DIK - Deutsche Islam Konferenz - Programm - Workshops im Überblick

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Workshops im Überblick

Muslimische Jugendorganisationen widmen sich zahlreichen Themen, die die Interessen junger Menschen widerspiegeln und gleichsam das bürgerschaftliche Engagement befördern. Als verhältnismäßig neue Organisationen stehen sie dabei verschiedenen strukturellen Herausforderungen gegenüber. Gemeinsam mit den Vertreter*innen der muslimischen Jugendorganisationen wurden deshalb Schwerpunkte für die Workshops herausgearbeitet, die für sie von besonderem Interesse sind.

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen, Ergebnisse sowie Präsentationen zum Download in der rechten Spalte.

Fünf junge Leute stehen versetzt auf einer Treppe und lächeln in die Kamera.Ester Ecke (rechts) und Lydia Nofal berieten zu Öffentlichkeitsarbeit und Networking. Quelle: BAMF

Workshop 1 Sichtbarkeit der eigenen Arbeit (Medienarbeit, Selbstorganisation, Networking)

Esther Ecke; Zahnräder-Netzwerk - Presse und Marketing/Freie Journalistin

Lydia Nofal; JUMA – Jung, Muslimisch, Aktiv - Projektleiterin

  • Positive Wahrnehmung: Um eine vergleichbar positive öffentliche Wahrnehmung wie etablierte Akteure zu erlangen, müssen auch vergleichbare Voraussetzungen für die eigene Öffentlichkeitsarbeit hergestellt werden.
  • Professionalisierung: Gute Öffentlichkeitsarbeit benötigt Professionalität. Hierfür braucht es Angebote, die identifiziert und wahrgenommen werden sollten.
  • Innermuslimischer Austausch: Mit Blick auf Öffentlichkeitsarbeit, aber auch hinsichtlich verschiedener Inhalte besteht Bedarf an gegenseitigem Austausch zwischen den muslimischen Jugendorganisationen.
  • Social Media: Neue Medien sind beliebt, für eine effiziente Nutzung können Methoden/Tipps unter einander ausgetauscht werden.
  • Interne Kommunikation: Zunächst klären, wie die eigenen Mitglieder effizient erreicht werden und welchen Zweck, die Kontaktaufnahme hat.
  • Externe Netzwerke: Kontakte zu Medien/ Journalisten, Vereinen, NGOs und potenziellen Förderern aufbauen und pflegen, um inhaltliche und finanzielle Förderung zu erreichen.

Workshop 2 Interreligiöser Dialog

Fouad Hartit; Bund der Moslemischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands - Vorstand

Larissa Zeigerer; Initiative JUGA – Jung, Gläubig, Aktiv - Trainerin der Interreligious Peers

EIn Mann in Pfadfinderkleidung zeigt in den Raum.Fouad Hartit betreibt als muslimischer Pfadfinder interreligiösen Dialog. Quelle: BAMF

  • Augenhöhe: Die kooperierenden Partner brauchen Augenhöhe, was angesichts oftmals ungleich ausgeprägter Strukturen eine Herausforderung ist.
  • Interessen: Themen und Formate müssen Interessen und Fähigkeiten der Teilnehmer*innen aufnehmen.
  • Qualifikation: Interreligiöser Dialog setzt die Befähigung der Teilnehmenden voraus. Zur Qualifikation gehören religiöse Inhalte, genau wie Kommunikations- und Dialogfähigkeit.
  • Öffentliche Aufmerksamkeit: die öffentliche Wahrnehmung der eigenen Arbeit durch geschickte Mediennutzung selbst beeinflussen.
  • Förderung: Ehrenamt ist wertvoll, langfristiger interreligiöser Dialog benötigt aber auch Hauptamt.

Workshop 3 Tandemprojekte

Serdar Akın; Bund der Alevitischen Jugendlichen in NRW - Geschäftsführung

Nathalie Pieper; Katholische Landjugendbewegung Deutschlands - Theologische Referentin im Projekt BirD

Eine lächelnde Frau hält ein Blatt Papier mit der Aufschrift Workshop 3 Tandemprojekte hoch.Fuhr im Projekt "BirD" bereits Tandem mit der alevitischen Jugend: Nathalie Pieper von der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands. Quelle: BAMF

  • Voraussetzung Augenhöhe: Augenhöhe zwischen den Tandempartnern ist zentral. Sie beginnt bei der Kommunikation und zeigt sich in der gemeinsamen Vereinbarung von Projektzielen. Besteht Augenhöhe, ist sie die Basis für gegenseitiges Vertrauen.
  • Grenzen: Tandemprojekte dürfen nicht ausschließlich der Verbandsentwicklung dienen. Dies ist zu sichern über eine anteilige Projektfinanzierung aller Partner. Verbandsentwicklung hat vorrangig durch die eigene Organisation erfolgen.
  • Nachhaltigkeit: Gute Kommunikation schafft nachhaltigen Kontakt zwischen den Partnern.

Workshop 4 Formale Anerkennung und Mitgliedschaften in Jugendringen

Alexander Smienk; Bayerischer Jugendring K.d.ö.R. - Referent für Mitgliedschaften und öffentliche Anerkennung

Stefan Glaremin; Jugendamt Düsseldorf - Abteilungsleiter Jugendförderung

Zwei Männer sitzen neben einander und lächeln sich an.Viel Erfahrung in der Jugendarbeit: Stephan Glaremin, Abteilungsleiter im Jugendamt Düsseldorf, und Alexander Smienk vom Bayerischen Jugendring. Quelle: BAMF

  • Anerkennung/Mitgliedschaft: Zunächst ist intern festzustellen, ob die Mitgliedschaft im Jugendring oder eine Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe sinnvoll und umsetzbar ist. Beides ist an verschiedene Voraussetzungen geknüpft, die für die jeweilige Organisation im Verhältnis zum erhofften Mehrwert stehen sollten.
  • Bündnispartner suchen: Auf dem Weg zu Anerkennung/Mitgliedschaften sind Partner wertvoll. Jugendringe dienen hierfür als Ansprechpartner und Vermittler.
  • Vertrauen: In diesen Prozessen ist gegenseitiges Vertrauen von zentraler Bedeutung. Daher sollte der regelmäßige Austausch mit Jugendämtern und Jugendringen gesucht werden.

Workshop 5 Fundraising/Finanzierung

Shai Hoffmann; www.shaihoffmann.de - Crowdfunding-Beratung

Dr. Holger Schwaiger, Julia Häring, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Referat 312 –  Integrationsprojekte

  • Projektförderung:Die Förderung durch die öffentliche Hand ist an Förderrichtlinien gebunden. Sie gilt für alle infrage kommenden Bewerber gleichermaßen. Ausschreibungen von unterschiedlichen Förderern sind zu beachten und mit den eigenen Kompetenzen und Zielen abzugleichen.
  • BAMF-Projektförderung: Das BAMF fördert Multiplikatorenschulungen, die neue Organisationen, die sich im Themenfeld Integration engagieren, bei ihrer Professionalisierung unterstützt (hier der Link zur aktuellen Ausschreibung: http://www.bamf.de/DE/Infothek/Projekttraeger/Multiplikatorenschulungen/multiplikatorenschulungen.html).
  • Crowdfunding braucht Mut: Crowdfunding bietet keine Garantie auf finanzielle Unterstützung. Darüber sollten sich Organisationen, die diesen Schritt wagen, bewusst sein.
  • Mut zu neuen Modellen: Kann öffentliche Verwaltung Crowdfunding als Mittel zur Erbringung des erforderlichen Eigenmittelanteils des Projektträgers akzeptieren? Hierzu böten sich Kooperationen und Beratungen mit Crowdfunding-Plattformen an.

Junge und weniger junge Menschen sitzen um einen Tisch im Freien. Sie schauen konzentriert, während die Sonne scheint.Die Teilnehmer des Workshop folgen den Ausführungen des Crowdfunding-Beraters Shai Hoffmann (nicht im Bild). Quelle: BAMF

Workshop 6 Jugend(verbands)arbeit mit jungen Geflüchteten

Jaqueline Kauka; Landesjugendring Berlin - Projektreferentin "Partizipation - Bildung - Integration"

Dua Zeitun; Muslimische Jugendcommunity Osnabrück

  • Bedarfe wahrnehmen: Akteur*innen der Jugend(verbands)arbeit müssen die Bedarfe der jungen Geflüchteten wahrnehmen und - wenn notwendig und möglich - die Angebote an diese Bedürfnisse anpassen.
  • Zivilgesellschaft und Dikurs: Akteur*innen der Zivilgesellschaft sind aufgefordert, Einfluss auf gesellschaftliche Diskurse zu nehmen: Aufklärung betreiben, Vorurteile dekonstruieren, an gegenseitigen Respekt appellieren und einfordern, dass Diskussionen gerecht geführt werden, dass die gleichen Rechte für alle gelten müssen.
  • Vernetzung/Sichtbarmachung: Es besteht Bedarf an stärkerer Vernetzung beziehungsweise Sichtbarmachung von bereits bestehenden Vernetzungsmöglichkeiten der Akteur*innen. Welche medialen/digitalen Möglichkeiten gibt es zur Kommunikation und Weitergabe von Informationen?
  • Qualifikation: Es besteht großer Bedarf an Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, Multiplikator*innenschulungen, Unterstützung Ehrenamtlicher.
  • Traumata und Behandlung: Insbesondere für die Arbeit mit traumatisierten jungen Menschen wird mehr Unterstützung benötigt. Zugänge zur Grundversorgung müssen generell verbessert werden, insbesondere zu Beratungs- und Therapieleistungen.
  • Formate: Interreligiöse Dialoge müssen stärker als die Ressourcen wahrgenommen werden, die sie sind, und entsprechend unterstützt und gefördert werden.

Eine Frau redet und stützt sich auf den Tisch. Neben ihr sitzen zwei Männer und hören ihr zu.Dua Zeitun bringt viel Zeit und Engagement für ehrenamtliche Arbeit mit geflüchteten Menschen auf. Quelle: BAMF

DIK-Redaktion, 16.06.2016

Zusatzinformationen

Präsentation: Interreligiöser Dialog

Larissa Zeigerer, JUGA - Jung, Gläubig, Aktiv: Interreligiöser Dialog

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Präsentation: Tandemprojekte

Nathalie Pieper, KLJB; Serdar Akin, BDAJ-NRW: Tandemprojekte, wenn Brücken entstehen...

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Präsentation: Mitgliedschaft in Jugendringen

Alexander Smienk, Bayerischer Jugendring: Öffentliche Anerkennung durch Mitgliedschaft Im BJR

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Präsentation: Anerkennung von Trägerschaften

Stephan Glaremin, Jugendamt der Landeshauptstadt Düsseldorf: Formale Anerkennung von Jugendorganisationen und Mitgliedschaft in Jugendringen

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Präsentation: Jugend(verbands)arbeit mit jungen Geflüchteten

Jaqueline Kauka, Landesjugendring Berlin: Jugend(verbands)arbeit mit jungen Geflüchteten

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