DIK - Deutsche Islam Konferenz - Muslimfeindlichkeit - Phänomen und Gegenstrategien

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"Muslimfeindlichkeit - Phänomen und Gegenstrategien"

Fachtagung der Deutschen Islam Konferenz

Fachtagung der Deutschen Islam Konferenz: Muslimfeindlichkeit - Phänomen und GegenstrategienQuelle: Thomas Koehler| photothek.net

Die Verhinderung von Extremismus und gesellschaftlicher Polarisierung ist ein zentrales Anliegen der Deutschen Islam Konferenz (DIK). Vor diesem Hintergrund fand in Berlin die Fachtagung "Muslimfeindlichkeit – Phänomen und Gegenstrategien" statt. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen wurden dabei auch Beispiele aus der praktischen Präventionsarbeit vorgestellt und diskutiert.

Die Deutsche Islam Konferenz (DIK) hat im März 2010 ein umfangreiches Arbeitsprogramm beschlossen. Zentrale Themen dieses Arbeitsprogramms sind die Kooperation zwischen Staat und Muslimen auf der Grundlage des Religionsverfassungsrechts und die Vertiefung eines gemeinsamen Wertekonsenses. Die Prävention von Extremismus und gesellschaftlicher Polarisierung bildet den dritten zentralen Themenbereich der DIK.

Im Herbst 2010 wurde die Arbeitsgruppe "Präventionsarbeit mit Jugendlichen" eingerichtet. Sie befasst sich mit Fragen der universellen Prävention von Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen und Islamismus im Sinne eines religiös begründeten Extremismus. Die Arbeitsgruppe hat sich in ihren ersten Sitzungen auf gemeinsame Phänomendefinitionen verständigt und diese zur Plenarsitzung der DIK 2011 in einem ersten Zwischenbericht festgehalten. Auf der Grundlage einer breit angelegten Bestandsaufnahme hat sie anschließend Schlussfolgerungen für die universelle Präventionsarbeit in den genannten Phänomenbereichen erarbeitet und anlässlich der Plenarsitzung der DIK 2012 in einem zweiten Zwischenbericht vorgelegt.

Klaus-Dieter Fritsche, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, hält die BegrüßungsredeKlaus-Dieter Fritsche, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, hält die Begrüßungsrede Quelle: Thomas Köhler | photothek.net

Ziel der DIK-Arbeitsgruppe ist es, bis 2013 Ergebnisse zu erarbeiten, die die universelle Präventionsarbeit insbesondere mit Jugendlichen praktisch befördern. Die aktuelle Tagung "Muslimfeindlichkeit – Phänomen und Gegenstrategien", mit der die Arbeitsgruppe einen Schwerpunkt setzt, leistet hierzu einen Beitrag.

Laut der Bestandsaufnahme der Arbeitsgruppe beginnt Muslimfeindlichkeit erst ein Thema der spezifischen, themenfeldbezogenen Präventionsarbeit zu werden. Das betrifft auch die Prävention von Muslimfeindlichkeit im Sinne einer Förderung positiver Einstellungen in der Mehrheitsgesellschaft gegenüber kultureller und religiöser Vielfalt mit konkretem Bezug auf Muslime. Aber auch mit Blick auf Maßnahmen gegen Rechtsextremismus wird erst begonnen, sich mit "Anti-Islamisierungs-Kampagnen" rechtsextremistischer Parteien und Gruppierungen auseinanderzusetzen.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben die Tagung gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern konzipiert und wirken auch maßgeblich an der Tagung mit. Neben staatlichen Vertretern des Bundes, der Länder und der Kommunen sowie muslimischen Einzelpersonen sind dies die Dachverbände Türkisch Islamische Union (DITIB), Verband der islamischen Kulturzentren (VIKZ), Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, die Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) sowie die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD).

Die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe, die auch die beiden weiteren zentralen Themen Prävention von Islamismus im Sinne eines religiös begründeten Extremismus und Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen betreffen, sind in den Zwischenberichten der Jahre 2011 und 2012 publiziert.

Die Arbeitsgruppe "Prävention mit Jugendlichen" der Deutschen Islam Konferenz setzt ihre Arbeit aufbauend auf den Zwischenberichten fort und wird anlässlich der DIK-Plenarsitzung 2013 ihre abschließenden Ergebnisse vorstellen.

Sowohl das Phänomen Muslimfeindlichkeit als auch entsprechende Gegenstrategien wurden ausführlich dargestellt und diskutiert.Sowohl das Phänomen Muslimfeindlichkeit als auch entsprechende Gegenstrategien wurden ausführlich dargestellt und diskutiert. Quelle: Thomas Köhler | photothek.net

Datum 04.12.2012

Fotogalerie zur Tagung "Muslimfeindlichkeit - Phänomen und Gegenstrategien"

In Vorträgen, Podiumsgesprächen und Workshops wurde das Problem der Muslimfeindlichkeit in Deutschland besprochen. Immer wieder weisen Studien darauf hin, dass antimuslimische Äußerungen in gesellschaftlichen Mitte konsensfähig sind und zu gesellschaftlicher Polarisierung beitragen.

Breites Spektrum an Teilnehmern

Teilnehmer aus DIK, Wissenschaft, Verwaltung, islamischen Verbänden, Projekten und Stiftungen hörten einander zu und berieten gemeinsam Handlungsstrategien gegen Muslimfeindlichkeit. Quelle: © Thomas Köhler