DIK - Deutsche Islam Konferenz - DIK entwickelt praktische Präventionsmaßnahmen für die Jugendarbeit

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DIK entwickelt praktische Präventionsmaßnahmen für die Jugendarbeit

Das Thema "Prävention von Extremismus, Radikalisierung und gesellschaftlicher Polarisierung" ist im Arbeitsprogramm der DIK als dritter Themenschwerpunkt verankert. Seit 2010 widmet sich die hierfür eigens eingerichtete Arbeitsgruppe "Präventionsarbeit mit Jugendlichen" kontinuierlich diesem Thema. Dabei hat sie im Unterschied zur DIK in der vergangenen Legislaturperiode einen phänomenübergreifenden Ansatz gewählt und sich nicht nur mit Islamismus im Sinne eines religiös begründeten Extremismus unter Muslimen beschäftigt, sondern auch mit Muslimfeindlichkeit und Antisemitismus.

Gelungener Dialog führt zur Definition von sensiblen Begriffen

Der Arbeitsgruppe ist es zunächst gelungen, ein gemeinsames Verständnis der Phänomene Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus unter Muslimen und Islamismus im Sinne eines religiös begründeten Extremismus zu finden. Diese gemeinsam erarbeiteten Beschreibungen und Definitionen hat sie in einem Zwischenbericht (hier) zusammengefasst.

Von Erfahrungen der Präventionsarbeit lernen

Im Anschluss daran beschäftigte sich die Arbeitsgruppe mit verschiedenen Ansätzen der Präventionsarbeit und verschaffte sich einen Überblick über bereits bestehende Maßnahmen. Auf diesem Wege wertete sie vorliegende Erfahrungen im Bereich der Extremismusprävention und Toleranzförderung aus. In ihrem zweiten Zwischenbericht (hier) anlässlich der DIK-Plenarsitzung 2012 identifizierte sie bezogen auf die drei von ihr behandelten Phänomene Bereiche, in denen ein erhöhter Handlungsbedarf besteht. Zugleich empfahl sie in diesem Bericht, dass insbesondere im universell-präventiven Bereich die Verwendung von Begriffen wie "Förderung" oder "Stärkung" häufig angemessener ist als die Verwendung des Begriffes "Prävention". Denn die erstgenannten Begriffe kennzeichnen Zielgruppen nicht als Risikogruppen und beschreiben die konkrete Zielsetzung von Maßnahmen häufig klarer. Zudem hat das Plenum der DIK 2012 beschlossen, dass sich die Arbeitsgruppe im folgenden Arbeitsjahr insbesondere mit Muslimfeindlichkeit befasst.

Praxisnahe Empfehlungen und neue Projekte

Ziel der Arbeitsgruppe war es, bis 2013 praxisnahe Empfehlungen zu erarbeiten und Maßnahmen insbesondere für die Jugendarbeit zu initiieren und zu begleiten. Diese Ergebnisse sind anlässlich der Plenarsitzung 2013 veröffentlicht. (hier)

Fachtagung beschäftigt sich mit Muslimfeindlichkeit

Außerdem organisierte die Arbeitsgruppe die öffentliche Fachtagung "Muslimfeindlichkeit – Phänomen und Gegenstrategien", die am 4. und 5. Dezember 2012 in Berlin stattfand. Mit dieser Konferenz hat die Arbeitsgruppe ein deutliches Signal für ein verstärktes Engagement gegen Muslimfeindlichkeit gesetzt. Sie hat eine Brücke geschlagen zwischen der notwendigen wissenschaftlichen Befassung mit dem Thema sowie bestehenden ersten und guten Beispielen aus der praktischen Präventionsarbeit. Anlässlich der Plenarsitzung 2013 hat die DIK eine gleichnamige Publikation, welche die Beiträge der Konferenz enthält, veröffentlicht. (hier)

DIK-Redaktion, 03.05.2013

Zusatzinformationen

Gemeinsam gegen gesellschaftliche Polarisierung

Initiative gegen gesellschaftliche Polarisierung

Die Deutsche Islam Konferenz will gesellschaftlicher Polarisierung vorbeugen. Deshalb werden verstärkt Projekte gefördert, die Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus und religiös begründetem Extremismus unter muslimischen Jugendlichen entgegentreten.

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