DIK - Deutsche Islam Konferenz - 3 Jahre DIK

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3 Jahre DIK

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Die Zwischenergebnisse der Deutschen Islam Konferenz liegen vor. Was wurde bisher erreicht und welche Themen müssen noch bearbeitet werden? Schreiben Sie uns Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Mit welchen Erwartungen haben Sie den Dialogprozess zwischen deutschem Staat und Muslimen verfolgt?
  • Wie beurteilen Sie die bisherigen Ergebnisse? Was konnte bisher erreicht werden? Was ist Ihrer Meinung noch zu tun?
  • Wie sollte eine Deutsche Islam Konferenz 2010 aussehen?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag

01.07.2009 Berti

Für mich hätte die IK, sowie Gespräche mit den daran teilnehmenden Gruppen, wie die DITIB, echten gesellschaftlichen Wert, wenn man auch über die Rechte der Christen in der Türkei reden und damit mehr Rechte für Christen in der Türkei herausholen würde.

Vielleicht ein Denkanstoß für den evangelischen Herrn Schäuble.


30.06.2009 Thomas

Warum muss es eine Islam Konferenz geben? Warum gibt es keine Buddhismus oder Hindu Konferenz? Sicher hat das damit zu tun das Moslems zur Zeit überproportional in der Öffentlichkeit um "Ihre" Rechte kämpfen. Ich halte das alles für unnötig. In den 90er Jahren gab es kurzweilig Probleme mit den Spätaussiedlern, hat man da eine Konferenz abgehalten? Haben wir schon gehört welche Probleme Vietnamesische Zuwanderer machen? Nein. Im Gegenteil Sie sind, vor allem in Berlin und den Neuen Ländern die Menschen die sich am besten integrieren, in Berliner Schulen stellen diese Schüler oft die Klassenbesten. Welche Probleme gibt es mit Südamerikanischen Einwanderen, oder Afrikanischen Zuwanderern? Es gibt immer nur Probleme mit Menschen die meist einen moslemisch geprägten Hintergrund haben! Und das ist auch die Bevölkerungsgruppe die am lautesten nach Rechten ruft. Welche Bereicherung stellen Sie dar? Unterschichten betreten unser Land, ich selbst kenne Türken die seit 30 Jahren hier leben, und nicht ein Wort deutsch sprechen. Wieviele moslemische Investoren haben denn unser Land bereichert, Arbeitsplätze geschaffen? Wieviel wissenschaftliche Erneuerungen, humanistische, kulturelle neuwertigen Beiträge wurden duch diese Menschen in den letzten Jahren geschaffen? Wieviel Nobelpreisträger kommen denn aus dieser Gruppe? Warum sitzen unsere Politiker mit Vertretern an einem Tisch die vom Verfassungschutz beobachtet werden, warum bekennen sich alle sogenannten Vertreter der islamischen Gemeinden, und was auch immer, nicht 100% klar und deutlich zum Grundgesetz??? Wer sich nicht eindeutig zum Grundgesetz bekennt, wer nicht eindeutig die Menschenrechte und Frauenrechte akzeptiert kann kein Verhandlungspartner sein. Was hilft, ist eine Integration nach unseren Regeln und Gesetzen. Wer damit nicht einverstanden ist, wird auch nicht gezwungen in unserem Land zu bleiben. Aber in welchem Land der Welt gibt es denn noch so ein engmaschiges Sozialsystem, was natürlich seine Reize hat. Wir müssen aufhören ständig die Gutmenschen zu sein. Wir merken nicht wie man unser System unterhöhlt und zum Einstürzen bringt.

26.06.2009 Christ

Da in Deutschland Religion generell wenig gelebt wird, wird das Menschenrecht der Religionsfreiheit hier auch sehr wenig geschätzt - und religiöse Minderheiten oft auch nicht.

Noch vor 100 Jahren wurden katholische Christen pauschal beschimpft, der Rückständigkeit, Unterdrückung von Frauen und Kindern sowie mangelnder Vaterlandsliebe bzw. "papistischer" Verschwörung verdächtigt (sog. "Ultramontanstreit").

Vor 70 Jahren eskalierte dann der gleiche Hass v.a. gegen die Juden, denen man über Jahrhunderte die gleichen Vorwürfe gemacht hatte: sie seien rückständig, würden ihre Frauen und Kinder knechten, seien keine anständigen Deutschen, sondern in allerhand Verschwörungen verstrickt.

Nun also die Muslime, und wieder die gleiche Leier.

Wann endlich werden wir, wie die USA, zu einem Land, in dem echte Religionsfreiheit und Gleichberechtigung der Religionen zu einem fairen und friedlichen Wettbewerb "im Guten" führen? Wann endlich hört die Kultur der Verdächtigungen und Verschwörungstheorien gegen Menschen auf, die - ob Katholiken, Juden oder Muslime - zum allergrößten Teil einfach ein Leben in Frieden und Freiheit zu leben versuchen?

Die Islamkonferenz war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer vielfältigen und freiheitlichen Gesellschaft! Als Christ und Demokrat bin ich dankbar, dass sie durchgeführt wurde!

26.06.2009 Klaus Eulitz

Das Grundgesetz existiert seit 60 Jahren und hat sich bewährt. Wer hier als Ausländer oder auch als Bundesbürger mit Migrationshintergrund lebt, hat sich den hier gültigen Normen anzupassen.Im Rahmen des Grundgesetzes können sich alle Religionsgemeinschaften frei entfalten. Die strikte Trennung von Staat und Religion, die von den Moslems gefordert wird, sollte auch für die evangelische und katholische Kirche gelten und jegliche Hilfsleistungen des Staates unterbleiben. Die DITIB als Organ des türkischen Ministerpräsidenten hat bei der Islamkonferenz nichts zu suchen.Diese hintertreibt die Assimilierung.

26.06.2009 Lara Kürschner

Die Studie "Muslimisches Leben in Deutschland" hat ja ergeben, dass sich weniger als 25 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime durch eine in der DIK vertretene muslimische Organisation repräsentiert fühlen.

Angesichts dieser Situation frage ich mich, wie die Islamkonferenz in Zukunft aussehen soll.

Ich denke, es wäre nötig, dass vorallem noch mehr Muslime aus der Mitte des muslimischen Spektrums in der Islamkonferenz vertreten werden - also nicht nur die sehr religiösen oder Verbandsvertreter oder die ganz kritischen VertreterInnen, die sich ja selbst kaum noch als Muslime verstehen.

Außerdem sollten auch andere muslimische Strömungen als nur die Sunniten und die Aleviten vertreten sein.

Mit solchen dringend notwendigen, sinnvollen Veränderungen halte ich den Dialog zwischen Muslimen und dem deutschen Staat auch in den nächsten Jahren noch für sehr wichtig!!

26.06.2009 Atheist

Mich stört an der "Deutsche Islam Konferenz", daß hier das Ausland, sprich: die Türkei (in Form der Türkischen Gemeinde und der DITIB) mit am Tisch saß.

Es geht doch darum, wie der Islam mit seinen Anhängern in Deutschland Fuß fassen kann, ohne via Scharia und traditionellen Verhaltensweisen gegen das Grundgesetz zu verstoßen und die Nichtmoslems nicht mit islamischer Lebensweise zu behelligen.
Daher haben die türkischen Moslems nur als Moslems aber nicht als "Türkische Gemeinde" etwas bei dieser Konferenz zu suchen und auch die DITIB und die vom Verfassungsschutz beobachteten Organisationen waren fehl am Platz.

Bei der Islamkonferenz hätten auch Vertreter der Atheisten und der Homosexuellen anwesend sein müssen, um die negativen Erfahrungen mit dem Islam zur Sprache zu bringen und dafür Lösungen zu provozieren.

Ich kritisiere auch, daß sich einige Verbände nicht klar zum Grundgesetz bekennen und daher das entsprechende Dokument nicht unterschreiben wollten.

So bleibt der Bevölkerung ein negativer Nachgeschmack und am Mißtrauen und der Ablehnung des Islam hat sich nichts geändert.
Schade!

25.06.2009 Deniz Kiral

Ich finde denn SCHRITT mit der Deutschen Islam Konferenz was Herr Dr. Schäuble angestossen hat als ein positives Signal, auch für mich als deutschen Mitbürger mit alevitisch religiösen Hintergrund der sich zu seiner Religion bekennt und auch versucht in der Gesellschaft auszuleben, durch sein Leben aber auch seinem ehrenamtlichen Engagement.
Hoffe das in der nächsten Regierung wichtige Themen weiter ausdiskutiert werden und wir als Aleviten die sich zum Islam bekennen auch unsere Meinung und auch unsere Bedürfnisse kundgeben können.
Der Islam ist nicht eine homogene Religion sondern eine Religion mit verschiedenen Konfessionen die auch bei so einer Konferenz sichtbar werden und nicht nur auf Islamismus und Kopftuch reduziert werden.