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Islam und Schule

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08.02.2009 Msjohnes

Also ich finde, solange die Haltung des Islam zu unseren Werten so verschieden ist (Frau ordent sich Mann unter; Individuum unter Großfamilie; Haltung zu Konvertiten etc., kein kritischer Umgang mit Koran etc.) hat m.E. Islamkunde nichts an unseren Schulen verloren. Im Gegenteil sollte auf diese Unterschiede eingegangen werden und zwar mit einer klaren Stellungnahme und Begründung für unsere Werte. Ich befürchte, hier findet eine falsche "Wir haben uns alle lieb!"- Runde satt, die nur leider mehr verwischt als klärt.
Ich glaube, was wir von den Muslimen lernen können, ist die klare Stellungnahme für unsere Lebensvorstellungen, Freiheiten und Werte. Ich kann auch nicht verstehen, wie man christlichen Unterricht und Islamunterricht auf eine Stufe stellen kann, der Unterschied bezüglich der Werte ist doch offensichtlich. Ich kann nur sagen, daß ich uns Deutsche wieder einmal unglaublich naiv finde und auch zögerlich. Warum lassen wir Frauen es zu, daß es zu solch einem zur Schau gestellten Frauenbild in unserer Gesellschaft kommt. Ich würde mir mehr Mut und Klarheit von den deutschen Frauen wünschen. Wir wollen das nicht, was die Muslima und vorleben, weder für uns noch für unsere Töchter, Wir wollen nicht, daß solche Frauenbilder von Müttern auf ihre (gezwungenen, überrededeten Töchter?) übergehen. Tja, vielleicht können wir ja doch noch mutiger werden und unsere Ideale genauso klarstellen - und überzeugen - ohne jemanden anzugreifen!
Jedenfalls kann ich nicht verstehen, (und ich weiß, daß es viele nicht verstehen können, unabhängig vom sozialen Stand) warum diese Einstellungen soviel Raum bekommen und dann noch an unseren stattlichen Schulen? Wie gesagt, die konservativen Muslime haben zu viel Raum und es fehlt an ihrer klaren Haltung zu unseren Werten.
Ich kann nur sagen, daß an unserer Haut-/Realschule türkische Landeskunde so unterrichtet wurde, daß selbst moderate Türken ihre Kinder rausgenommen haben.
Wer glaubt bzw. kontrolliert denn die Einhaltung der Lehrinahlte, bzw. daß der Wertekonsens, wenn er denn schriftlich erreicht wird, auch eingehalten wird?
Warum sollten wir denn dies überhaupt zulassen?
Ich glaube einfach nicht, daß es diese konservativen Verbände wirklich ehrlich meinen, sie wollen ihr Menschen (Frauen-bild) und Gesellschaftsbild in Deutschland zementieren. Und davor möchte ich unsere Kinder und Töchter beschützen. Und ich hoffe, daß unsere Politiker das auch wollen. Aber leider weiß ich es nicht. .

01.02.2009 Lisa

Antwort auf  Alex Russ. De., 20.01.2009 | 11:49


Nun erstmal ist es keine Lösung, die Identität und Religion eines Menschen zu ignorieren. Nun wenn Eltern die Lehre des Islams wichtiger finden, sollte man dies respektieren und versuchen durch Integrations-Programme ihnen zu zeigen ,dass Wir auch daran Interessiert sind. Es ist keine Lösung den Islam unterricht zu verdrängen und Ihn als nicht wichtigen Faktor zu sehen. Die heutige Jungend wird immer wieder mit diesem Thema konfrontiert, sei es in den Medien oder in ihrem privaten Leben. Die Schule soll ein Ort sein, wo man akzeptiert und toleriert wird. Deutschland arbeitet schon seit Jahren so, wir haben das Resultat davon. In keinem anderen Land gibt des diese Probleme dies liegt nicht nur an Muslimischen Migranten sondern auch an uns. Nun und mit deutschen Medien Konsum ist es auch nicht getan. Es ist bewiesen das Migranten ihre Muttersprache sehr gut beherrschen müssen, damit sie die Zweitsprache gut aufnehmen können. Dies wird schon seit Jahren besprochen. Sogar an Kindergärten sollen zwei sprachliche Erzieherinnen( z.b türkisch-deutsch) arbeiten. Warum habt ihr so viel Angst vor dem Islam unterricht. Warum sollen Kinder und Jugendliche nicht mit der Religion Islam konfrontiert werden. Es gibt für mich kein wichtiges Argument das dagegen spricht. Wenn Deutschland sich so bedroht fühlt von dieser Religion warum nimmt er sie nicht selbst in die Hand. Den Schüler sind interessiert sie möchten wissen warum ihr Tischnachbar „Hasan“ heute fastet.

lg
Lisa

23.01.2009 Nunu

Zu den drei Fragen, die hier zum Thema gestellt wurden, kann ich nur mit drei negativen Antworten reagieren. Die Gründe wurden bereits ausführlich diskutiert.
Nachdem ich zunächst den Koran, später von V.S. Naipaul, dem Literaturnobelpreisträger, "Die islamische Reise" und "Jenseits des Glaubens" gelesen habe, weiß ich, dass das Streben nach der Islamisierung der Welt vorrangiges Ziel der gläubigen Moslems ist und somit nicht in den deutschen Unterricht gehört.

20.01.2009 Alex Russ. De.

Die Eltern  in Europa und in der Westlichen Welt wollten schon immer das es ihren Kinder einmal besser geht als der Eltern Generation, deswegen versuchten die meisten Eltern ihren Kindern alle Möglichkeiten einer guten Schulausbildung zu ermöglichen.

Die Muslimischen Migranten kommen nach Deutschland mit auch dem ziel hier besser leben zu könne in welcher Hinsicht auch immer.

Darum kann ich nicht verstehen warum so viele Muslimischen Eltern nicht in erster Linie daran interessiert sind das ihre Kinder richtig gutes Deutsch lernen?
Und das sie nicht verstärkt fordern das ihre Kinder in Deutsch verstärkt gefördert werden?
Anstatt Islamunterricht und  Türkisch und Arabisch Unterricht zu fordern.
Integration beginnt und endet mit der Sprache.

Ich wurde meine Kinder zum Beispiel nur deutsche Fernsehsender schauen lassen so das sie die Deutsche Sprache besser erlernen und meine Heimatsprache nur als Zweitsprache den Kindern beibringen da ich meine Zukunft und die Zukunft meiner Kinder in Deutschland sehe.

Islamischer Religionsunterricht sollte Privatsache sein.
Und wenn er an öffentlichen Schulen angeboten werden soll dann nicht als Pflichtunterricht sondern nachmittags als freiwilliger Unterricht von in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften in Deutscher Sprache.
Ethikunterricht sollte aber ein Pflichtunterricht für alle Schüler sein und auch benotet werden.

19.01.2009 hellhoerig

@herr graf,mitglied der DIK
man konnte sehr viele-vor allem sehr sachliche und fundierte -ausfuehrungen lesen,die ihre argumente fuer den islamunterricht doch sehr infrage stellen.
danach sind sie verstummt.
darf man daraus schliessen,dass sie dabei sind, ihre haltung/meinung zu aendern-oder haben sie keine lust mehr zu diskutieren.....?

14.01.2009 Werner W.

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich bin auch der Meinung der Islamunterricht hat an deutschen öffentlichen Schulen nichts zu suchen.
Der Islam ist meiner Meinung nach eine Politreligion und der Koran hat meiner Meinung nach viele Suren die mit deiner Freiheitlichen Demokratie in Deutschland nicht vereinbar sind. Da diese heute noch Wörtlich genommen werden müssen und auch nicht verändert oder interpretiert erden dürfen von den Gläubigen.

Und diese Antidemokratischen Ansichten sollte der Deutsche Staat nicht noch fördern da es im Islam keine Auslegung des Korans gibt wie etwa bei den Christen mit der Bibel.

Liebe Muslime bitte bitte Argumentieren sie jetzt nicht wieder das in der Bibel auch zur Gewalt aufgerufen wird.
Seit Martin Luther und der Reformation in den Christlichen Kirschen wird die Bibel vor allem das alte Testament nicht mehr Wörtlich ausgelegt sonder eher im gegen teil!

Im neuen Testament dagegen wird zur liebe und Vergebung auch mit den Feinden aufgerufen und das ist für die heutigen Christen maßgeblich!

@ Frau Meryem, deutsche Muslima möchte ich hier auch Kritisieren Sie führen hier die Foren Leser die sich mit der Thematik nicht so recht befassen und nicht auskennen bewusst in ihren Beiträgen auf falsche Fährten.

Zum Beispiel bei den Suren  3: 71 und 5: 51 ist eindeutig Falsch interpretiert!
Google hilft hier unter andrem weiter.


Auch muss man Angst haben seine Kinder in ö–ffentliche Schulen zu Schicken wenn sie ein Christtischs Kreuz oder einen Davidstern um den Hals Tragen.
Das kann man so nicht mehr hinnehmen.
Die ܜbergriffe von Muslimischen Schülern an den Deutschen Schulen werden immer offener und häufiger, gegen die ihrer Meinung nach Ungläubigen!
Meine Kinder sind oft verstört aus diesen gründen aus der Schule nach hause gekommen.
Und das sind keine Einzelfälle mehr so wie es von der Politik immer gerne behauptet wird.

Und mit Islamunterricht kann man das nicht alles abstellen, da der Unterricht wenn er auf  Freiheitlichen Demokratische rechten beruht von den Eltern und Schülern Boykottiert werden wird.

Ich könnte mir in der momentanen Situation ein neues Schulfach vorstellen  in dem es um Sozialkompetenz geht anstatt Islamunterricht!!
Das Problem liegt in meiner Meinung nach in der kulturellen Einstellung der Migranten die durch den Koran geprägt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Werner W.

14.01.2009 maria magdalena

Meryem, Ihr Beitrag bringt uns zu einem wesentlichen Problem, auch und gerade im Bereich Schule, nämlich dem Umgang der Geschlechter miteinander. Früheren Beiträgen anderer Diskutanten konnten Sie ja schon entnehmen, mit welchen Problemen insbesondere Lehrerinnen im Umgang mit muslimischen Jugendlichen, gerade männlichen Geschlechts, zu kämpfen haben. Natürlich ist da eine Menge Flegelei dabei, die für denkende Leute wie Sie nichts mit dem Islam zu tun haben, aber man sollte die Augen nicht verschließen vor der grundsätzlichen Problematik.

Wenn Sie sagen, einer Muslimin ist die Ehe mit einem Christen untersagt, weil man davon ausgeht, dass sie sich gegenüber ihrem Mann nicht durchsetzen kann, dann bestätigen Sie, dass Frauen eben nicht als gleichrangig betrachtet werden. Dies gilt im übrigen auch für das islamische Erbrecht, das der Frau einen geringeren Anteil zuspricht, weil man davon ausgeht, dass sie das Geld für sich allein behalten darf und es nicht der Familie zuführen (muss). Das nennt man dann positive Diskriminierung.

Auch die berühmte Sure 4, 34 steht für mich in keiner Version im Einklang mit dem Thema "Gleichberechtigung": Egal, ob die ungehorsamen bzw. widerspenstigen Frauen gestraft, geschlagen oder auch nur erzogen werden - der Hintergrund ist in jedem Fall, dass Allah die Männer vor den Frauen ausgezeichnet hat und sie, die Männer, von ihrem Vermögen hingeben - das gibt ihnen das Recht, Frauen wie Kinder zu behandeln?
Schlichtere Gemüter kommen dann dazu, dass der Mann eben von Natur aus (anders als die Frau) die Verantwortung trägt und damit mehr Rechte hat - Konsequenz für den Alltag bekannt.

Ebenso missfällt mir die Auffassung, dass die Koedukation dazu führt, dass sich zu früh Beziehungen anbahnen. Man kann über Koedukation unter dem pädagogischen Aspekt der bestmöglichen Förderung sowohl der Jungen als auch der Mädchen diskutieren, aber doch nicht mit dem Argument, es bahnten sich so zu früh Beziehungen an.

Und wenn Sie sagen, dass es eine bösartige Unterstellung sei, dass der Austritt aus dem Islam mit Todesstrafe bedroht sei, dann wäre es schön, wenn Sie und Ihre Mitstreiter sich schützend vor Leute wie Mina Ahadi und ihre Ex- Muslime stellten, die teilweise wegen Drohungen unter Polizeischutz standen/stehen. Das gilt übrigens auch für Prof. Kalisch.

13.01.2009 Meryem, deutsche Muslima

weiter:

Um den Bogen zur Schule nochmal zu schlagen: Das ist eben genau ein Nachteil der Koedukation, aus unserer Sicht, dass sich sehr früh Beziehungen anbahnen, wenn man noch nicht in der Lage ist, die Konsequenzen zu überdenken, sondern, tschuldigung, die Hormone das Hirn zeitweilig lahm legen. Man darf durchaus früh heiraten, wenn das Bedürfnis besteht, aber eine Beziehung ohne diese Verantwortung zu übernehmen ist eben nicht erwünscht, bzw. erlaubt. Das gilt im Übrigen für beide Geschlechter, auch wenn die Praxis mal wieder anders aussieht.
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich furchtbar, wie sexualisiert die Kinder sind, mit 12 schon geschminkt und gestylt, wie es vielleicht mit 18 passt und wer mit 13 noch Jungfrau ist, wird schon ausgelacht.
Leider hat sich die Gesellschaft so entwickelt, kein Wunder bei der Vielfalt von Sexreklamen, -szenen usw.
Schade, dass da wenig gegengehalten wird.
Der Islam ist übrigens keineswegs prüde oder verklemmt, aber dieser Bereich gehört ins Private.

Wir stellen in unserem Unterricht mit jungen Mädchen fest (religiöse Wochenendschule), dass viele wirklich kaum etwas gelernt haben über ihre Religion (geht dem Lehrer mit seinen Jungs erst recht so).Sie kennen ihre Rechte als Frauen nicht und sie haben sich niemals damit auseinandergesetzt, warum es wohl manche Verbote gibt. Hat ihnen leider niemand erklärt. Wenn wir darüber reden und sie informieren, ändert manche ihre Haltung und versucht ihren Glauben mehr zu leben und sich nicht um jeden Preis anzupassen und diese Spielchen mitzuspielen. Ich finde das natürlich einen Fortschritt und wunderbar für deren Selbstbewußtsein.
Eine Ehe mit einem Muslim, wenn sie und er ihre Rechte kennen, ist nämlich für eine Frau ganz wunderbar. Ich würde jedenfalls keinen Nichtmuslim mehr heiraten wollen :-).

Tja, all diese Dinge könnte man sicherlich aus der Sicht der Religionen in einem übergreifenden Religionsunterricht in der Schule besprechen. Aber dann bitte ohne Vorurteile. Ich sprach ja schon mal an, dass in nagelneuen Ethik-Büchern der Islam mit einem Bild von Osama Bin Laden dargestellt wird.
Und die Feinheiten religiöser Praxis gehören m.E. nach wirklich in die Hand der Gemeinden, wegen der Unterschiede in den muslimischen Konfessionen. Evangelische Kinder haben ja auch ihren "Konfus" und katholische ihren Kommunionsunterricht.

Grüße von Meryem

13.01.2009 Meryem, deutsche Muslima

@Maria-Magdalen:

Die Suren sind übrigens nicht von mir interpretiert, bei der ersten hab ich die Formulierung versucht verständlich zu machen, die zweite ist so in vielen "Tafsiren" zu finden. Ich kann, was die sprachliche Genauigkeit angeht, Amir Zaidan empfehlen, der liest sich zwar nicht so poetisch, versucht aber möglichst genau die Bedeutung zu treffen.

Dass es verboten ist, religiös gesehen, dass Muslimas Nichtmuslime heiraten, ist korrekt. Die Begründung dafür ist, dass in den meisten Fällen die Frau sich nicht gegen den Mann durchsetzen wird, was die religiöse Erziehung der Kinder angeht. Da die Muslime aber natürlich wollen, dass auch die Kinder Muslime werden (bzw. bleiben, wir gehen davon aus, dass alle Kinder mit dem Glauben an den Einen, unteilbaren Gott geboren werden), ist das eben nicht möglich.
Dass es in der Praxis trotzdem vorkommt liegt nun mal an unserer Gesellschaft hier. Ein Austritt aus dem Islam ist damit aber nicht zwangsläufig verbunden, jede und jeder muss eben sehen, wie sie oder er mit dieser Belastung zurechtkommt. Wir wissen ja, dass wir uns dafür verantworten müssen. Ich glaube, dass ihre Schwiegertochter es damit schwer hat, vermutlich auch, was ihre Familie angeht.
Ist aber bei uns konvertierten Muslimas und Muslimen meistens nicht anders. Sie würden sich wundern, was manche von uns durchmachen.
Übrigens ist es auch eine bösartige Unterstellung, dass der Austritt aus dem Islam mit der Todesstrafe bedroht ist. Davon steht nichts im Koran, selbst im Iran passiert einem damit nichts, es sei denn, man betreibt Propaganda gegen den Islam.
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so und nun war mein  Beitrag zu lang und ich muss ihn teilen...

13.01.2009 maria magdalena

Meryem: Danke für Ihre Mitteilung. Ich glaube, alle würden sich freuen, wenn die Mehrzahl der Muslime diese Suren so interpretierten wie Sie. Dass sie es nicht tun, ergibt sich aber schon daraus, dass es muslimischen Frauen nach ganz herrschender islamischer Sichtweise (anders als den Männern übrigens; auch Sie schreiben ja von der Ehe mit Christinnen, nicht der mit Christen) verboten ist, nicht-muslimischen Männer zu heiraten.
Die Konsequenz im Alltagsleben, also auch in den Schulen, führt dann zu schmerzhaften Abgrenzungen, je älter die Schülerinnen werden.
Da meine Schwiegertochter aus einer muslimischen Familie stammt, selber aber keine Muslimin mehr ist, kenne ich die wirklich fürchterlichen Folgen aus diesem "Abfall vom Glauben" sehr genau.