DIK - Deutsche Islam Konferenz - Islam und Schule

Navigation und Service

Islam und Schule

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag

08.12.2008 Nachdenklich

Teil 2.
Wo liegen die Unterschiede in der Erziehung?
Uslucan: Bei deutschen Eltern fällt auf, dass sie ihre Kinder besonders unterstützen - zumindest nach ihrer eigenen Einschätzung. Allerdings haben wir auch die Jugendlichen in beiden Gruppen selbst befragt. Sie nehmen die Unterstützung ihrer Eltern in deutlich geringerem Maße wahr. Offenbar überschätzen sich hier die Eltern! Bei den türkischen Familien sticht hervor, dass sie besonderen Wert auf Disziplin legen. Und sie räumen ein, dass sie öfters einmal inkonsequent in der Erziehung handeln. Man kann allerdings nicht von "den türkischen Familien" sprechen. Wir haben einmal nur solche deutschen und türkischen Eltern verglichen, die einen Hauptschulabschluss besitzen. Dabei kam heraus, dass diese türkischen Familien ihren Kindern mehr Unterstützung bieten als die deutschen. Das Bildungsniveau spielt also eine große Rolle.
§Wir hatten in am Anfang erklärt bekommen: Es geht um Muslime. Jetzt wechselt der Professor in die türkische Community. Der Islam in der türkischen Community . Erst einmal nein nicht alle Türken sind Moslems. Der Professor stellt die türkische Community als exemplarisch raus.  Dieser Satz ist ein Widerspruch in sich: „Bei den türkischen Familien sticht hervor, dass sie besonderen Wert auf Disziplin legen. Und sie räumen ein, dass sie öfters einmal inkonsequent in der Erziehung handeln.“ Disziplin schließt Inkonsequenz aus. Es kann natürlich sein das er Disziplin anders definiert. Das sei ihm belassen. Nächstes Zitat: „Dabei kam heraus, dass diese türkischen Familien ihren Kindern mehr Unterstützung bieten als die deutschen. Das Bildungsniveau spielt also eine große Rolle.“ Dankeschön wir haben gelernt Bildung ist wichtig.

Aber gibt es - neben der Bildung - nicht auch unterschiedliche Wertevorstellungen?
Uslucan: Durchaus. Deutschen Eltern ist wichtig, dass ihre Kinder selbstständig und authentisch sind. Wenn ein Kind zum Beispiel traurig ist, soll es seine Trauer auch zeigen. Türkische Familien achten mehr darauf, was andere von ihnen denken. Daher wollen sie ein gehorsames und artiges Kind. Dahinter stehen unterschiedliche Gesellschaftsformen: Deutschland ist individualistisch geprägt, in der Türkei steht das Kollektiv im Vordergrund. Allerdings löst sich die moderne Türkei von diesem Bild - man mokiert sich sogar über die Türken in Deutschland, dass sie so altmodisch seien! Dieser Wandel verunsichert die deutschen Türken. Bei vielen Vätern kommt hinzu, dass sie arbeitslos sind. Dadurch fühlen sie sich in ihrer Legitimation angegriffen und suchen Halt in religiösen Werten, auch bei der Erziehung.
§Wieder nur über Türken. Es geht hier um den Islam laut Überschrift. $

08.12.2008 Wahre Freieheit kennt keine Religion

Wer Religion lehrt, lehrt Rückständigkeit, Verblendung und Unfreiheit!

Die Hauptaufgabe von Religion besteht darin, die Angst vor dem Tod zu nehmen. Deshalb hat sie das ewige Leben erfunden, das sich wie ein roter Faden durch alle Lehren zieht. Damit lassen sich ganz prima Menschen vor den Karren spannen, die sonst nichts haben oder es nicht besser wissen. Religion ist nicht umsonst Opium für das Volk.

Solange im Namen einer Religion das Abschlachten von Andersgläubigen erfolgt, solange hat Religion im deutschen Schulalltag nicht verloren. Abgesehen davon: Die Bundesrepublik ist per Grundgesetz ein säkularer Staat.

Nur dem hasenherzigen Verhalten unserer Berufspolitiker verdanken solche Initiativen. Sie sollen vom eigentlichen Brandherd ablenken: der massiven Ablehnung im muslimischen Lager gegenüber der freiheitlichen und demokratischen Wertewelt hier in Deutschland.

Und so wird das Schächten von Tieren - obwohl es gesetzlich in Deutschland verboten ist - von den Behörden stillschweigend geduldet. (Wer es nicht weiß: Schächten heißt, dem Tier bei lebendigem Leib die Kehle durchzuschneiden und ausbluten zu lassen.)

Nochmals: Religion ist in Deutschland Privatsache. Außerhalb von Kirchen und Moscheen hat sie nichts zu suchen!

Wer das ändern will, will zurück ins Dunkel des europäischen Mittelalters. Diesen Leuten prophezeie ich schon jetzt: Wer die Freiheit unserer gleichberechtigten Gesellschaft in das Gefängnis einer Religion verfrachten will, wird danach seine Hände nicht mehr in Unschuld waschen können.

08.12.2008 Bernhard

@Ahmadi-Konvertit:

Ich halte religiöse Menschen in der Tat für wahnsinnig, weil sie an etwas glauben, was es nicht gibt. Solange sie diesen Glauben für sich behalten, ist es mir allerdings egal.

Sobald sie aber in der Öffentlichkeit auftreten und womöglich noch Respekt für ihre Wahnvorstellungen verlangen, kann ich keinerlei Toleranz mehr aufbringen.

Religion hat in einem säkularen Staat wie der Bundesrepublik Deutschland in der Öffentlichkeit nicht das Geringste verloren.

Der Staat hat vielmehr die Aufgabe, normale Bürger vor den Wahnsinnigen zu schützen.

08.12.2008 SKEPSIS

Zuviel Islam tut und tat bisher seit 1400 Jahren keiner nichtislamischen Gesellschaft besonders gut! Daher ist äusserst umsichtiger Umgang mit islamischen Vertretern, welche nur IHRE Interessen vertreten, das Gebot der Stunde, wenn schon ein "Dialog" geführt werden muss und eine Konferenz ob der bekannten Probleme, welche offensichtlich ausschliesslich mit Islam in Verbindung stehen, gehalten werden muss...

Denn der Wolf im Schafspelz lässt grüssen...

mfg

08.12.2008 Anke

Der Islam hat genausowenig wie das Christentum oder eine andere Religion in der Schule etwas zu suchen (wobei man sagen könnte: Wenn, dann wenigstens das Christentum, denn immerhin ist Deutschland - noch - ein christliches Land. Aber wenn es nach mir ginge, dann gar keine Religion). Seine Religion kann man zuhause ausüben. Und wenn die Eltern wollen, daß ihr Kind Reli-Unterricht kriegt, dann sollen sie es zur Sonntagsschule schicken.

Ich finde es auch ein Unding, daß sich in den Schulen dem Islam immer mehr gebeugt wird. Das betrifft nicht nur das Nichtteilnehmen an Sport- und Schwimmunterricht sowie Klassenfahrten, sondern auch, daß an immer mehr Schulen Schweinefleischgerichte vom Speiseplan der Schulkantinen verschwinden, um den Muslimen zu schmeicheln. Selbst das reicht manchen muslimischen  Eltern nicht. Sie verlangen, daß auch das übrige Fleisch von "halal"-geschächteten Tieren (sprich: bei vollem Bewußtsein wird dem Tier die Kehle durchgeschnitten und man läßt es ausbluten) zu stammen hat.
Auch Kopftücher bei Schülerinnen haben meiner Meinung nach nichts in der Schule zu suchen. (Im Gegensatz zu Ordentrachten in katholischen Schulen - das ist schließlich Berufskleidung). Der Druck auf modernere Türkinnen und Musliminnen aus anderen Ländern, auch das Kopftuch zu tragen, wird dadurch immer größer und sie tun es, obwohl sie es nicht wollen. Und der deutsch Staat unterstützt diesen insgesamt immer mehr zunehmenden Druck, in dem er mal eben vergißt, daß die Erreichung der Frauenrechte ein harter Kampf war.

08.12.2008 Sahrah

Wird die permanente Aversion gegenüber Israel (ich drücke es einmal dezent aus) im Unterricht auch thematisiert? Diese erschreckt mich - gerade als Deutsche- ganz besonders!

08.12.2008 Nachdenklich

Abdullah Wagishauser schließt den Religionsunterricht leut Süddeutscher Zeitung nicht aus. Es wäre fair wenn wir uns darauf einigen könnten: Nicht belegbare Aussagen nicht zu tätigen. Wie zum Beispiel so sagte mir einmal. Ich habe von dem und dem gehört. Sonst brauchen wir keine sachliche Diskussion zu führen.

08.12.2008 Johannes

Klassenfahrten dienen nicht nur der Freude oder der Stärkung der Klassengemeinschaft, sondern auch der Ausbildung einer freien Persönlichkeit (wie Zeltlager, Skifreizeiten, etc...), da man dort lernt, ohne seine Eltern UND im Zusammenspiel mit anderen zu leben. Wer dies seinen Kindern verweigert, hält sie damit (unwissentlich?) in einer (für deutsche Verhältnisse altersuntypischen) Unmündigkeit, die
a) der Integration im Wege steht und
b) für das spätere berufliche Leben nur Nachteile bringen wird.

Abgesehen davon:
Wenn Klassenfahrten (oder Schwimmunterricht) per Gesetz verbindlich sind, dann haben ALLE dort hin zu gehen. Ob es den Eltern passt oder nicht!

08.12.2008 Ahmadi-Konvertit

Ich weiß, dass die Ahmadiyya-Gemeinschaft Deutschland sich gegen Islamunterricht an Schulen positioniert hatte und statt dessen für Religionskunde plädiert hat, wo Schüler Grundlagen aller Religionen lernen, somit etwas über die religiösen Überzeugungen anderer lernen und so ein wesentlicher Beitrag untereinander geleistet werden kann. Leider hat dieser Vorschlag weder von anderen islamischen Verbänden noch aus der Politik Unterstützung bekommen, so sagte mir einmal der Vorsitzende Abdullah Wagishauser.
Gruß

08.12.2008 Ahmadi-Konvertit

Zunächst einmal danke ich Herrn Innenminister Schäuble für das Geschenk zum Opferfest.

== Wahnvorstellungen ==
Religiöse Menschen als Wahnsinnige hinzustellen, finde ich nur sehr unpassend. Religion gehörte seit jeher zum Menschsein und die Religionsfähigkeit unterscheidet den Menschen u.a. vom Tier. Ich empfehle zu diesem Thema "Die Wurzeln der Kriege. Zur Evolution ethnischer und religiöser Konflikte." von Bernhard Verbeek zu lesen.

== Scharia muss aussen vor bleiben ==
Ich möchte hier darauf hinweisen, dass Scharia zu allererst ein Katechismus für Muslime darstellt, so wie es den Lutherkatechismus und de katholischen Katechismus gibt und Regeln zur Religionspraxis enthält. Das bedeutet, ohne Scharia kein Islam und kein Islamunterricht.

Was gemeint ist, ist wahrscheinlich islamisches Recht, wofür es aber einen anderen Begriff, Fiqh, gibt.

Mit freundlichen Grüßen
(Ohne Absätze ist das Forum aber verbesserungsfähig!)