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Islam und Schule

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08.12.2008 Mutter

Während meiner und der Schulzeit meiner ältesten Kinder spielte der Islam kaum eine Rolle in der Schule. Das scheint sich geändert zu haben, stelle ich jetzt in der Schulzeit unseres "Nachzüglers" fest.  Ich habe kein Verständnis dafür, daß dem Islam so eine herausragende Bedeutung gegenüber anderen Religionen eingeräumt wird! Vielleicht sollte Religion überhaupt nicht an staatlichen Schulen unterrichtet werden, sondern dort, wo sie hingehört - in Kirchen, Synagogen, Moscheen, Tempeln,... - Statt dessen wäre Ethik-Unterricht für alle nicht schlecht - in diesem Rahmen sollte gleichberechtigt über die wichtigsten Religionen informiert werden: Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, Naturreligionen,... . Geschlechtergetrennten Sportunterricht, wie zu meiner Schulzeit noch üblich, befürworte ich. Aber Befreiuung vom Sportunterricht aus religiösen Gründen geht ja gar nicht - genau so wenig, wie alle Wünsche, aus religiösen Gründen den Unterrichtsinhalt zu beeinflussen.

08.12.2008 Bernhard

Wehrlosen Kindern in der Schule Gespensterglaube und Wahnvorstellungen beibringen zu wollen, halte ich für absolut ungeheuerlich. In einem säkularen Staat hat Religion nichts, aber auch gar nichts in der Schule und / oder der Öffentlichkeit verloren. Ich bin ein entschiedener Gegner von jeglichem Religionsunterricht und daher natürlich auch des islamischen.

08.12.2008 Guido Thieme

Religion und religiöse Symbole - egal welcher Religion - gehören nur insofern in die Schule, als sie zum Verständnis von Zusammenhängen in Literatur und Geschichte nötig sind.
Religionsunterricht allgemein sollte nicht Aufgabe der Schule sein. Jedoch würde ich ein obligatorisches Fach Religionsgeschichte, dass Glaubensinhalte und Entstehungs- sowie Entwicklungsgeschichte sämtlicher großer Religionen behandelt, für durchaus sinnvoll erachten. Ein solches Fach sollte jedoch ausschließlich der Wissensvermittlung und nicht der Wertung von Inhalten oder dem wertenden Vergleich der Religionen dienen und daher auch nicht von Vertretern der Kirchen oder Religionsgemeinschaften abgehalten werden, sondern von universitär ausgebildeten Religionshistorikern oder dergleichen.
Zu wissen, was die jeweils anderen glauben erachte ich als durchaus wünschenswert.

08.12.2008 Lydia

Warum dem Islam eine besondere Stellung im Schulalltag eingeräumt werden soll, verstehe ich nicht. Wenn Schule auf Religion Rücksicht nehmen und im Schulalltag und im Lehrplan thematisieren will, dann muss das für zumindest alle Weltreligionen gelten.
Ein Fach  wie "Islamkunde" nur für moslemische Schüler halte ich für abschottend, besser wäre es, den Schülern die Inhalte der Weltreligionen näher zu bringen und auch auf sektiererische Einflüsse hinzuweisen. Einen solchen Religionsunterricht würde ich sehr begrüßen.
Ein Ausleben des persönlichen Glaubens jedes/jeder einzelnen hat in der Schule zu unterbleiben, somit haben auch Kopftücher in staatlichen Schulen nichts zu suchen. Wer auch im Schulalltag Glaubensvorstellungen ausleben will, der muss sich um eine konfessionelle Schule oder eine Bildungseinrichtung der speziellen Glaubenrichtung bemühen, wenn es denn sein muss, auch im Ausland.

08.12.2008 Richard Löwenherz

Keine andere Religion als der Islam will Sonderrechte!

08.12.2008 Joram

Immer mehr Leute kehren den christlichen Kirchen den rücken. Die Zahl der registrierten Christen nimmt stets ab. Die zahlreichen Kirchen werden aus Kostengründen aufgegeben. Der durchschnittlicher Deutscher hat immer weniger mit der Spiritualität des Christentums am Hut und versteht unter Kirche höchstens seine Kirchengemeinde.
Immer mehr Kinder besuchen  als Bekenntnislose den Ethik bzw. Werte und Normen Unterricht.

Ich frage mich, warum die Kirchen darauf bestehen den Religionunterricht in den Schulen abzuhalten?
Haben Sie den Angst, dass ohne Gehirnwäsche ihnen die Schäfchen weglaufen?
Um sich selbst als Religionvertreter zu rechtfertigen, verlangen sie den Islam Unterricht in den allg. Bildenden Schulen. Warum kein Buddhismus Unterricht? Warum kein Hinduismus Unterricht?
Warum kein Schamanismus Unterricht? Warum kein Bahai Unterricht?

In einem modernen Staat gehört der Religionunterricht in die Kirchen nicht in die Schulen.
In den Schulen sollen Religiösneutrale Werte unterrichtet werden. Tolleranz und Religionkunde sollen zu solchem Unterricht gehören und nicht nur Teilung der Kinder auf Katholiken, Ev-Lutheraner und Moslems.
Wenn man weiss, das unter Moslems so viele Strömungen gibt (Shia, Sunna, Aleviten, Druzen, Sufisten, Salafiten usw) dann weiß man auch, dass man diese Strömungen nicht unter einen Hut bringen kann.
Der Irak ist ein Beispiel. Dort bringen sich die Sunnis und Shiis gegenseitig um. Das selber in Libanon.
Welcher Islam soll den Unterrichtet werden? Ein universaler Islam? Dann warum gibt es kein Universal Christentum Unterricht?

08.12.2008 Vater

In meiner Jugend bin ich von 68ern indoktriniert und gehirngewaschen worden,dass es Jahre brauchte mir über den Wert von zB. Familie und Religion klarzuwerden.Als einer der Wenigen, die das geistige Diktat der Sozialisten abgeschüttelt hat,hege ich allertiefstes Misstrauen gegen Islam-Unterricht in unseren Schulen.
Nachdem die christliche Religion fast an den Rand der Gesellschaft gedrückt wurde,möchte ich nicht,dass unsere Kinder auch nur in etwa der Gefahr einer fundamentalistischen Religion wie dem Islam ausgesetzt werden.
Natürlich könnte man annehmen,das alles dem Grundgesetz entspricht,einigen Wenigen nehme ich auch den guten Willen ab,aber meine Sorge bleibt,dass wir damit den Startschuss zu einer Islamisierung unseres Landes geben.

08.12.2008 Die Realität

Warum den Religionsunterricht plötzlich durch Politische Ideologien ersetzen (bspw. Gender Mainstreaming)? Religion soll ihren Platz in der Schule haben, genau so wie Patriotismus, immerhin ist dies die Wiege unserer Kultur (nebst griechisch-römischer Sagen und Geschichten). Doch wenn Religion, dann faktisch und dogmatisch korrekt. D.h. kein Märchen über Abraham, Jesus oder Mohammed. Wenn jedoch plötzlich Jesus als "einfacher Prophet" dargestellt wird, Weihnachten ein Lichterfest, Juden und Christen zu "Schweinen und Affen" mutieren und Mohammed plötzlich ein verchristlichter "Friedensstifter" wir, der "niemals" ein sechsjähriges Mädchen geheiratet hat, dann sollte sich die Schule vielleicht besser auf die ideologiefreie (inkl. jeglicher Polit-Ideologie egal ob "links" oder "rechts", Sharia sowieso nicht) Wissensvermittlung konzentrieren. Hier stellt sich allerdings dann die Frage: ist die Evolution als falsifizierbare Theorie Wissen oder schon Religion? Wenn wissen, dann muss auch die Schöpfungslehre gelehrt werden. Wenn Religion, dann aus dem Lehrplan streichen. Unwissenheit ist zwar ein "Segen", doch damit wird Europa NICHT im Wettbewerb der Globalisierung bestehen können, Schon gar nicht im Zeitalter der Information ...

08.12.2008 Lokan

Es verwundert mich schon ein bischen, daß nur dem Islam neben den anderen Religionslehren Platz im Schulalltag eingeräumt werden soll. Selbst als Atheist kann ich noch gerade verkraften das der christliche Religionsunterricht an deutschen Schulen gelehrt wird, da wir uns im christlich-abendländischen Kulturkreis befinden, doch sinnvoller wäre es in jedem Fall auf einen Religionsunterricht gänzlich zu verzichten und Ethik und Zivilcourage zu lehren - Werte die bitter nötig sind für ein tollerantes Zusammenleben.

Wir leben, soweit mir bekannt ist, noch in einem sekulären Staat; weshalb sollte dann Rücksicht genommen werden auf eine Religion - aber nicht auf alle? Wäre das nicht eine Art von 'positiven' Rassismus? Ich dachte es herrscht Gleichheit für alle... oder gab' es ein Memo, welches ich nicht erhalten habe?

Mit freundlichen Grüßen,
Lokan

08.12.2008 Toranga

Ganz klar,

Islam-Schulbücher in Deutsch. Sprache in Deutsch.

Inhalte gemäss GG.

Lehrer müssen deutsch Staatsbürgerschaft haben.

Scharia muss aussen vor bleiben.

mfg