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Islam und Schule

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22.12.2008 Meryem, deutsche Muslima

@M.H.
Danke für die Blumen. Ich habe aber übrigens gesagt, dass ich nicht dafür bin, den Islam im Sinne von Religionsunterricht an deutschen Schulen zu unterrichten.
Das sollen die Gemeinden tun, denn leider sind die muslimischen "Konfessionen" sich in so vielen Dingen der religiösen Praxis uneinig, dass ein Unterricht mit dem alle Eltern zufrieden sind, kaum zu machen ist.
Das heißt aber nicht, dass der Islam nicht in einer objektiven Art vorgestellt werden kann.

Ihre Frage zu Liebe und Vergebung: es ist natürlich bei all der Hetze den meisten Menschen unbekannt, wie Muhammed, Friede und Segen sei mit ihm, mit Verfolgung und Demütigungen umgegangen ist. So wurden die ersten Muslime in die Wüste vertrieben und boykottiert, haben ihr gesamtes Eigentum verloren und trotzdem, als sie Jahre später nach Mekka zurückkehrten, gab es keine blutige Rache. Muhammed wurde in übelster Weise beleidigt (z.B, wurden  im Gebet Tiereingeweide über ihn geschüttet) und er hat es ertragen. Der Islam macht klare Vorgaben zum Kriegsrecht - das hat es meines Wissens vorher nicht gegeben, dass Gefangene versorgt und gut behandelt werden mussten. Krieg ist nur im Verteidigungsfall erlaubt. Die oft angeprangerten Körperstrafen in der Scharia (die im Übrigen weit mehr als das Strafrecht umfasst), können nur unter solch strengen Bedingungen verhängt werden, was die Zeugenaussagen angeht, dass das fast unmöglich ist.
Viel von dem, was den Islam schon früher in schlechten Ruf gebracht hat, wie Eroberungskriege, ist nach der islamischen Lehre nicht gerechtfertigt, das heißt, das Machtstreben hat sehr schnell überhand genommen. Aber da gibt es ja auch genug Beispiele aus anderen Religionen. Man muss die Botschaft von dem trennen, was Menschen daraus machen.
Was in sogenannten islamischen Ländern geschieht, können wir Muslime hier kaum verändern, geschweige denn verantworten. Denn die Regimes dort hören auf uns ganz gewiß nicht und sind allermeistens auch keineswegs islamisch legitimiert.
Aber man muss auich keineswegs alles glauben, was so an Propaganda unterwegs ist. Sowohl in der Türkei als auch im Iran stört niemand Christen bei der Glaubensausübung, jedenfalls nicht von offizieller Seite.
Saudi-Arabien allerdings verfolgt eine "islamische" Richtung, die die meisten anderen Muslime zu Ungläubigen erklärt. Dass die dann nicht freundlich mit Andersgläubigen umgehen kann ich mir vorstellen.

Da mein Betrag zu lang war, folgt die zweite Häflte, :-)

22.12.2008 (Mit)Bürger

Guten Tag Zusammen,                                                                           
Meiner Meinung nach dieser Unterricht wird nichts bringen, wenn die Lehrer Herrn Kalisch nachahmen und ähnliche, lächerliche und unglaubwürdige Behauptungen in das Unterricht einbringen, die die Kinder mehr verwirren als aufklären und bei den Eltern mehr Zorn als Zustimmung hervorrufen. Und wenn die Eltern feststellen würden, dass deren Kindern ein Islam serviert wird, das in einem Schnellimbiss oder in den Köpfen der Lehrer mit einer anderen Gewürzmischung zubereitet wurde und somit dem nicht entspricht woran sie glauben, dann ist das ganze zum Scheitern verurteilt. Man darf nicht vergessen, dass die Eltern als Beaobachter immer noch da sein werden. Wird die Vermutung wahr, dass ein Islam im kalischen Stil unterrichtet wird, wird als Ausgleich noch mehr Islamunterricht in der Moschee, zu Hause oder anderswo sein.
Aus diesem Grund halte ich diesen Islamunterricht nur für sinnvoll, wenn er authentisch und dem entspricht voran die Mehrheit der Muslime glaubt. Versuchen, im Namen des Fortschritts, Schönheitschirurgie am islamischen Glaube zu betreiben, wird meiner Meinung nach Kontraproduktiv sein.

22.12.2008 Athene (M.H.)

AN: Meryem, deutsche Muslima, 19.12.2008 | 20:43

Zitat:

" Warum eigentlich müssen sich Muslime immer rechtfertigen und verteidigen und es gibt keinerlei Interesse daran, was diese Religion, wie andere Religionen auch,  wohl Gutes mit sich bringt?

Meryem, deutsche Muslima, 19.12.2008 | 20:43 "

Hallo liebe Meryem


Sie haben mich mit ihren Beiträgen überzeugt.
Nun bin ich auch für Islamunterricht aber für alle Schüler an Deutschen Schulen!

Der Islam ist für Freie Demokratische Menschen etwas was ihnen Angst macht.

Nur einige Beispiele:
Saudi Arabien, das Einführen einer Bibel ist verboten und wird auch für Ausländer mit mehreren Jahren Gefängnis bestraft, des weiteren darf kein Christ die Städte Mekka und Medina betreten.

Türkei:
in der Türkei soll Aktuell ein 1400 Jahre altes Christliches Kloster Abgerissen werden mit Staatlicher unterstützen, mit der Begründung an der stelle hätte vorher eine Moschee gestanden, obwohl Mohammed bei der Grundsteinlegung des Klosters noch längst nicht geboren war.
Auch dürfen in der zum Beispiel Türkei keine Christlichen Kirchen gebaut werden noch nicht mal Pilgerstätten sie uns ein Aktuellen Fall in Tarsus (Türkei) beweist.

„Von der europäischen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, leben weltweit rund 250
Millionen Christen in Angst. In mehr als 50 Staaten werden sie als religiöse Minderheit
mit dem Tod bedroht, vergewaltigt, unterdrückt oder vertrieben. Umgerechnet wird damit weltweit etwa jeder zehnte Christ wegen seines Glaubens verfolgt. „Wir erleben die vielleicht größte Christenverfolgung aller Zeiten“, sagt Johann Marte, Präsident der christlichen Organisation „Pro Oriente“ und Mitglied der unlängst gegründeten Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“.“

Wir Christen haben unsere Bibel gelernt kritisch zu lesen und die grausamen stellen als Gleichnisse zu betrachten. Jesus sprach von liebe und Vergebung auch den Feinden gegenüber.
Was sagte Mohammed in der Richtung ich glaube nichts? (Entschuldigen sie meine Unwissenheit)

Auch macht es den Deutschen Bürgern und Bürgerinnen angst was der Islam an Kultur mit nach Deutschland bringt auch wenn es nicht immer etwas mit dem Islam Zutun hat so hat der Islam doch immer was mit der Tat oder den Tätern Zutun z.B. Ehrenmorde, Terror, Kinderehen, Zwangsverheiratung, Unterdrückung der Frau uvm..

Klären sie die Deutsche Bevölkerung auf wenn sie Können Kämpfen sie gegen die Ungerechtigkeit auch in der Islameichen Welt von Deutschland aus!

Fordern sie nicht immer nur Sonden geben sie auch mal etwas der Dialog scheint mir nämlich in Deutschland eine Einbahnstraße zu sein die Deutschen geben und machen Zugeständnisse und die Muslime nehmen und verschissen die Ohren!

Der Islam ist meiner Meinung nach eine Politik-Religion und das muss allen Schülern und Schülerinnen an Deutschen Schulen vermittelt werden!

Mit freundlichen Grüßen

M.H.

21.12.2008 Jan Sobieski

Der Islam ist ein politisch-religiöses System, das auf Herrschaft und Durchsetzung ausgerichtet ist.
Dies kollidiert eindeutig mit unserem jüdisch-christlich basiertem demokratischen Wertesystem.
Daher sollte die Schule aus meiner Sicht unsere Werte klar vertreten und auch vermitteln.
Wenn wir hier uns auf Kompromisse einlassen kommt es einer schleichenden Kapitulation gleich.

19.12.2008 Migrant

@ Schülerin, 19.12.2008 | 19:14

„In Schulen werden an Weihnachten von manchen Lehrern Adventskalender aufgehängt und kurz vor Weihnachten Lieder, Geschichten etc. über Weihnachten behandelt(besonders in Grundschulen). Ich habe nichts dagegen aber wenn sie so argumentieren wie oben, denn handeln ja nach ihrer Meinung all diese  Lehrer falsch und müssten entlassen werden, nicht wahr.  Schließlich zeigen sie damit, dass sie Christen sind und Christentum toll finden!“

Ich will Ihnen kurz erklären, dass Sie da zwei grundverschiedene Sachen verwechseln:

Nun, das Feiern dieser Feste hat mit der Geschichte dieses Landes und seinen Traditionen zu tun. Wie Sie sicher wissen, haben wir hier in Deutschland viele staatliche Feiertage, die eigentlich christliche Feiertage sind. Das hat Historische Gründe.
Der Grund dafür, dass das Feiern dieser christlichen Feste in der Schule nicht gegen das Neutralitätsprinzip der Lehrer verstößt, ist u.a. darin begründet, dass damit offizielle Feiertage dieses Landes gefeiert werden. Verstehen Sie, das Feiern von offiziellen Feiertagen lässt nicht direkt auf die Konfession bzw. die Ideologie des Lehrers schließen. Genauso feiern auch atheistische Lehrer und welche aus anderen Religionen als der christlichen in einer deutschen Schule zusammen mit ihren Schülern Weihnachten.

Etwas Anderes ist es hingegen, wenn Lehrer auf einer öffentlichen Schule z.B. ein Kopftuch oder ein gut sichtbares Kreuz über der Kleidung tragen. Hierbei ist die Sache eindeutig. Oder haben Sie schon mal (in Deutschland) eine Atheistin mit Kopftuch herumlaufen gesehen? Also ich nicht.

19.12.2008 Meryem, deutsche Muslima

@ Maria Magdalena und Atheist

Zunächst: ich habe nicht unterstellt, dass eine Muslima ohne Kopftuch schamlos wäre - sondern ich habe gesagt, dass das Schamgefühl eines jeden Menschen unterschiedlich ist und wenn eine Muslima, die sich für das Kopftuch entschieden hat, gezwungen wird es abzulegen, dann fühlt es sich für sie u.U. so an, wie sich eine Nichtmuslima fühlen würde, die man zum "oben ohne" zwingt. Und wo hat die Entkleidungspflicht für Muslime ihre Grenzen? Eine Baskenmütze geht schon nicht mehr, werden demnächst auch Rolkragen und lange Röcke verboten?
Weiterhin: Niemand ist ein neutrales Wesen- Wir alle tragen immer unsere ganze Persönlichkeit mit uns. Und als Muslime sind wir Muslime jederzeit. Alles andere ist schlichtweg unmöglich. Und es ist auch gut so, dass wir alle mit unserer ganzen Person wirken. Wir sind schließlich Menschen und keine Roboter.
Wieso wird denn muslimischen Lehrerinnen bitteschön nicht zugetraut, Deutsch, Mathematik, Biologie u.a. nach dem heutigen Stand der Wissenschaft zu unterrichten, wenn sie ein Tuch auf dem Kopf tragen? Was bitteschön hat das damit zu tun, dass man im Umgang mit Kindern und Jugendlichen natürlich nicht versucht diese ideologisch zu beeinflussen? Islam ist im Grundsatz nicht missionarisch, ganz im Gegenteil zum Christentum. Ich bekam jedenfalls in der Grundschule noch Heiligenbildchen bei Wohlverhalten geschenkt.

Ebensowenig können die Muslimas, die sich für die islamische Kleidung entschieden haben, diese auch nur zeitweilig ablegen, wie man Nichtmuslimas zwingen könnte, diese anzuziehen. Wohl gemerkt, ich rede von denen , deren freie Entscheidung das war und deren Haltung sich nicht verändert.
Sollen nun alle diese intelligenten und warmherzigen Frauen, die gerne Kinder unterrichten möchten Putzfrauen werden? Da hat sich noch nie jemand über ein Kopftuch aufgeregt.

Ob das der Verfassung entspricht, dass man Lehrerinnen dazu zwingen will, da hab ich meine Zweifel und es stimmt nicht, dass die reiligiöse Überzeugung unter dem Gesetz steht. Sie zu leben ist ein Menschenrecht.

Ich finde das langsam ermüdend, immer wieder über Klamotten diskutieren zu müssen.

Warum eigentlich müssen sich Muslime immer rechtfertigen und verteidigen und es gibt keinerlei Interesse daran, was diese Religion, wie andere Religionen auch,  wohl Gutes mit sich bringt?

19.12.2008 Atheist

@  Schülerin, 19.12.2008 | 19:14

In Schulen werden an Weihnachten von manchen Lehrern Adventskalender aufgehängt und kurz vor Weihnachten Lieder, Geschichten etc. über Weihnachten behandelt(besonders in Grundschulen). Ich habe nichts dagegen aber wenn sie so argumentieren wie oben, denn handeln ja nach ihrer Meinung all diese  Lehrer falsch und müssten entlassen werden, nicht wahr.  Schließlich zeigen sie damit, dass sie Christen sind und Christentum toll finden! Wäre es dem nicht so, würden sie mit den Kindern nicht Weihnachten feiern etc. Sie sind also keine neutrale Wesen. Und da ja an öffentlichen Schulen Lehrer neutral sein müssen, muss den Lehrer all dies verboten werden. Was ich persönlich auch schade finden würde, da ich gerne mit den anderen heute in der Schule Weihnachten gefeiert habe, obwohl ich ein Moslem bin.

Hierbei handelt es sich um Brauchtum, was nun absolut nichts mit dem Christentum zu zun hat, genauso, wie zu Ostern Eier gefärbt werden.

Wenn wir mit Rücksicht auf die Moslems nun schon unsere Bräuche aufgeben sollen, dann gute Nacht.

19.12.2008 Karim Benzema

@ maria magdalena

Sie sollten sich ein bisschen intensiv mit dem Islam auseinandersetzen. Ich habe das Gefühl, sie kennen den Islam nur aus den Medien. Gehen Sie doch mal in eine Moschee, reden Sie mit dem Imam, reden Sie mit den Frauen, hören Sie sich nur eine Freitagspredigt an, und ich verspreche Ihnen, dass Bild vom Islam wird sich ändern. Sie haben recht das das Bild der Muslime schlecht ist, weil sich viele Muslime falsch verhalten. Nicht nur falsch im gesellschaftlichen Kontext sondern auch religös. Dies kommt wegen mangelnder Bildung. Sie dürfen nicht schauen, wie sich junge Migranten mbenehmen, dass macht auch mir Angst, Sie müssen den Islam von gebildeten Leuten erklärt bekommen. Der christliche Griechen hat den Mann im Münchener U-Bahnhof genausowenig aus religösen gründen verprügelt, wie der muslimische Türke. Wenn den Muslimen verboten wird Moscheen zu bauen, die Frauen keine Kopftücher tragen dürfen, sind die jungen Menschen ohne Identität. Deswegen brauchen wir Islamunterricht. Wenn der aber nicht authentisch ist und gesagt wird, wie Herr Kalisch behauptet hat, das Muhammad nie existiert hat, dann werden die muslimischen Eltern sagen: Das ist Quatsch was ihr in der Schule lernst. Mach lieber ein anderes Fach. Dann können diese Kinder auch weiter zum Ersatzunterricht gehen. Es wird den Kindern auffallen das der Lehrer in der Schule etwas anderes sagt als die Eltern oder der Imam. Es muss doch klar sein das wenn der Lehrer lehrt Muhammad habe nicht existiert, der Imam in der Freitagspredigt aber andauernd sagt ,,Gott segne Ihn und schenke Ihm Frieden'', dass da eins von beiden nicht stimmen kann. Und dann wird er seine Eltern fragen, und schon ist das ganze Projekt zu scheitern verurteilt.

19.12.2008 Schülerin

@Migrant
"Lehrer in öffentlichen Schulen müssen neutrale Wesen sein, d.h. es soll von Ihnen keine Ideologie als besonders gut hervorgehoben werden.
Wenn also eine Lehrerin ein Kopftuch trägt, sagt diese damit aus, dass sie Muslima ist und den Islam als toll empfindet. Wäre dem nicht so, dann würde sie schließlich kein Kopftuch tragen. Das Kopftuch verstößt somit ganz eindeutig gegen die Neutralität als Lehrer."
In Schulen werden an Weihnachten von manchen Lehrern Adventskalender aufgehängt und kurz vor Weihnachten Lieder, Geschichten etc. über Weihnachten behandelt(besonders in Grundschulen). Ich habe nichts dagegen aber wenn sie so argumentieren wie oben, denn handeln ja nach ihrer Meinung all diese  Lehrer falsch und müssten entlassen werden, nicht wahr.  Schließlich zeigen sie damit, dass sie Christen sind und Christentum toll finden! Wäre es dem nicht so, würden sie mit den Kindern nicht Weihnachten feiern etc. Sie sind also keine neutrale Wesen. Und da ja an öffentlichen Schulen Lehrer neutral sein müssen, muss den Lehrer all dies verboten werden. Was ich persönlich auch schade finden würde, da ich gerne mit den anderen heute in der Schule Weihnachten gefeiert habe, obwohl ich ein Moslem bin.

19.12.2008 Atheist

@ Migrant, 19.12.2008 | 10:56

"Ich für meinen Teil finde einige Gesetze in Frankreich gut. Dort ist die Trennung von Staat und Religion in der Verfassung ganz stark verankert. Dort verstößt eine Kopftuchtragende Lehrerin quasi direkt gegen die Verfassung."

Dieses Gesetzgebung gilt dort auch für Schülerinnen, weswegen die französische Regierung auch schon von Islamverbänden bedroht wurde.

Hier in D gab es bereits einen schwerwiegenden Fall von Ganzkörperverhüllungen (inkl. Gesicht) zweier Schülerinnen.