DIK - Deutsche Islam Konferenz - Kopftuch und Gender

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Kopftuch und Gender

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Hier befasst sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit den Thema "Kopftuch und Gender". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Weshalb wird das muslimische Kopftuch in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert?
  • Wie sichtbar sollten Ihrer Meinung nach religiöse Symbole in der Schule sein dürfen? Fällt für Sie auch das muslimische Kopftuch darunter?
  • Wirkt sich das Kopftuch auf die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt aus?
  • Welchen Stellenwert hat die Gleichberechtigung der Geschlechter in Deutschland? Welchen Stellenwert hat sie Ihrer Meinung nach im Islam?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

26.08.2010 barabas

nur 2 Sachen: für den größten Teil der Muslime sind wir Unglaübige. Das alleine ist schon eine Frechheit! Wenn allerdings "Ungläubige"mit dafür sorgen, dass es ihnen besser geht, als da wo sie herkommen,dann kassiert man dies gerne ein. Zum Kopftuch: dies hat mit Religion aber auch gar nichts zu tun. Es ist und bleibt ein Zeichen für Unterdrückung, fremde Männer dürfen die Haare nicht sehen!! (selbst erlebt: Frau band sich erst das Tuch um, als ein "fremder" Mann zu Besuch kam). Und viele dieser Frauen reden sich mit der Religion heraus, weil sie nicht zugeben dürfen, dass sie es tragen müssen. Übrigens, wir befinden uns im 21. Jahrhundert!

25.08.2010 SH

Wie viele Deutsche gehören der katholischen Kirche an und beten zum Marienbild? Komisch bei dieser ganzen Diskussion ist nur, dass sich an Marias Verschleierung bisher niemand gestört hat. Ich habe bisher kein Marienbild-Bild ohne Schleier gesehen.

07.08.2010 Maren

Vorab: Ich bin nicht Islamophob, ich bin nicht ungebildet (Doktorandin der Wirtschaftswissenschaften), ich bin nicht rassistisch (bin selbst halb Tschechin). All dies muss man vorab klären, denn ansonsten wird man gerne von Vorurteilen überrannt, wenn man gegen ein Kopftuch an öffentlichen Einrichtungen ist. Warum ich dagegen bin? Auf Grund des Neutralitätsgebotes. Religiöse Symbole und politische Überzeugungen haben nichts an Schulen und Gerichten etc. zu suchen. Das ist ein Grundsatz, der über dem persönlichem Gutdünken steht.


















Zur Islamphobie: Ich persönlich habe mit muslimischen Frauen sehr gute Erfahrungen gemacht, oft sehr integriert, sehr nett und intelligent. Womit aber die meisten Nicht-Muslime Probleme haben, sind die oft sehr respektlosen muslimischen Männer. Sexismus und Herablassung sind garkeine Begriffe für das, was man erlebt. Und anstatt Beschwichtigungen würde ich mir wünschen, dass man sich dieser Missstände annimmt. Denn der Islam an sich ist nicht gefährlicher als das Christentum o.a. Religionen. Er muss nur eben im Heute ankommen, und das schliesst auch die bedingungslose Gleichberechtigung ein. Aber vielleicht sollte man die Integrationsfrage eher den muslimischen Frauen übertragen, denn die sind da oft meist fähiger.:) Ob ihr es mir glaubt oder nicht, fragt einmal Lehrerinnen, Richterinnen, Mitschülerinnen oder Studentinnen nach dem mangelndem Respekt und der Diskriminierung, die ihnen von muslimischen Jungen entgegengebracht wird. Wenn ein Junge nicht auf seine Lehrerin hört, da sie eine Frau ist, dann läuft grundsätzlich etwas falsch! Dafür wünsche ich mir auch eine Kapitel auf der Islamkonferenz! Denn das finden die meisten unerträglich!

16.06.2010 Anita Wagner

liebes forum###

ob das kopftuch im koran vorgeschrieben ist, oder nicht-dazu kann ich nichts sagen, da ich ihn nicht gelesen habe.ich möchte hier nur einmal meine gedanken und ansichten loswerden.
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ich bin absolut gegen ein kopftuchverbot.
ob es nun als identifikation mit der religion getragen wird, oder ob es zur kultur dazugehört, weil es der koran vorschreibt, oder aus was für gründen auch immer, es
sollte erlaubt sein.
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ich finde auch nicht, das ein kopftuch frauen weniger attraktiv, oder weniger weiblich macht.als ich noch zur schule gegangen bin(1999/2000) hatten dort alle kopftuchträgerinnen mehr stilbewustsein als ich.und wenn ich mir heute die große auswahl an strass-und spitzebesezten unterzieh-hauben und die wunderschönen nadeln zum feststecken anschaue, finde ich das doch sehr weiblich *glitzerglitzer*
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dann das thema kinder und kopftücher: alle eltern entscheiden doch was sie für ihre kinder als gut und richtig erachten.und da fällt für mich auch ein kopftuch drunter. zerreisst mich bitte nicht für folgende vergleiche/beispiele:meine eltern ließen mich als baby taufen-hat mich auch keiner gefragt.ich durfte nie hochhackige schuhe tragen-mama hat entschieden.ich mußte sonntags in die kirche(mit sonntagskleidchen)-das war halt so.
eltern endscheiden nunmal, ob man in den fußballverein darf, zu welcher religion man gehört, wie man sich zu kleiden hat, wann man zu hause sein muß, welche freunde man trifft.
wichtig hierbei ist mir nur, das mit 18 jeder selber über sich bestimmen darf.
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kopftuch und integration: finde ich, hat nichts miteinander zu tun.sprache ist hier das thema .
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kopftuch und militanz/ andere assoziationen: ich gestehe, das wenn ich einem mann in arabischer kleidung plus typischem bart begegne, ich es mit der angst zu tun bekomme.das ist aber nicht seine schuld oder die seiner kleidung, sondern mein warnehmungsproblem, an dem ich zu arbeiten habe.
wer also eine kopftuchtragende frau sieht, und denkt:"oha, die wird aber unterdrückt", oder "hilfe gleich sprengt sie sich in die luft" reduziert meiner meinung nach den islam auf frauenfeindlichkeit und gewalt.
frauenfeindlichkeit und gewalt hat das christentum übrigens auch reichlich zu bieten.
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leztendlich geht es glaube ich allein um toleranz und vorurteile.
bei mir selbst entstehen vorurteile(völlig egal zu welchem thema) sehr schnell, und ich muß immer wieder an mir arbeiten,jeden menschen individuel wahrzunehmen, und nicht auf etwas zu reduzieren, ihn in keine schublade zu stecken.
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um abschließend zum thema zurückzukommen: jeder der kopftuch tragen will, der sollte es auch dürfen.privat und im beruf.

15.05.2010 abla

Wunschliste Teil 2
Gerade Migrantenelter können eine gute Kommunikationsbrücke darstellen,da sie dieselben Probleme,wie deutsche Eltern,haben(eine echte Gemeinsamkeit!),zudem aber die Probleme von Migrantenkindern sicher besser und schneller bewältigen können,als es z.B.deutsche Lehrer können,die an dieser Aufgaber oft scheitern.
Diese Eltern müssen nicht gewählt ,sondern könnten nur benannt werden,und sie sorgen sicher dafür,dass Migrantenkinder mit ihren speziellen Problemen erst einmal überhaupt vertreten sind.(sollte in den Länderschulgestzen möglich sein,und wo nicht ,muss diese Möglichkeit geschaffen werden)
5.Bitte sorgen Sie dafür,dass Jungs "mit Migrationshintergrund"stabilisiert werden.Mehr als Mädchen leiden sie daruter,dass sie zwischen den Ansprüchen der deutschen Gesellschaft und der elterlichen,muslimischen Gesellschaft hin und her gerissen werden und nicht wenige zerbrechen daran.M.E.ist eine Lösund-zeitnah-nur dadurch zu erreichen,dass man sich in einigen Feldern von "Integration",die immer freiwillig ist,verabschiedet ,sondern stattddessen auf "Dominanz" der deutschen rechts-UND Gesellschaftsordnung setzt.Letztlich ist Zustimmung,z.B.zum hiesigen Frauenbild unnötig,befolgt werden muss es! In diesem Zusammenhang möchte ich auch um deutliche Verbote von Beleidigungen an Schulen bitten.Kein Schüler mag es als"Hurensohn"bezeichnet zu werden,aber weinige haben ein Problem damit,diesen Begriff gegenüber anderen zu nutzen.Und wie will man Jungs Respekt vor ALLEN Frauen beibringen,wenn die Bezeichnung "Schlampe"zum durchgängigen Sprachgebrauch gehört?
6.Es liegt mir sehr am Herzen,die Abwanderung deutscher Muslime mit und ohne Mig.hintergrund in Terrorcamps zu unterbinden.Wenn jemand zur Gefahr für sich und andere wird,gehört er/sie in Therapie,es darf doch keinen Unterschied machen,ob der Grund eine Depression ist oder Drogenmissbrauch oder islamistische Gehirnwäsche!
Denken Sie doch an die verzweifelten Eltern,die mitansehen,wie ihr Kind sein Leben wegwirft,denken Sie an die Bevölkerung,die vor Attentaten geschützt werden muss und denken Sie an Jugendliche,die vor einem -erweiterten-Suizid gerettet werden müssen!
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!(falls zwischen erstem und zweiten Teil Doppeltbenennungen waren,sehen Sie es mir nach,der erste war schon weg als ich den zweiten schrieb)

15.05.2010 abla

Gerne würde ich eine Wunschliste an die DIK formulieren,in der Hoffnung,dass das Fernbleiben der des Islamrats und des Zentralrats der Muslime,die ohnehin nur Minderheiten der Muslime repräsentieren,eine bessere Arbeitsathmosphäre gewährleistet.
1.Bitte initiieren Sie ein Verbot von Kopftüchern und erst recht umfangreicherer Verhüllungen an öffentlichen Schulen ,bevor Schülerinnen das Religionsmündigkeitsalter erlangt haben.M.E.ist die Frühsexualisierung von Kindern gefährlich(die Eltern sicher unbeabsichtigt durch eine Verhüllung wie von erwachsenen Frauen,erreichen)
2.Bitte lassen Sie sich nicht zu einer Debatte über "Burka-verbot etc."hinreißen.Aus meiner Sicht wäre ein solches Verbot kontraproduktiv,da es suggeriert,dass alles andere erlaubt und damit erwünscht ist und die Lebensrealität vieler Musliminnen zeigt,dass dem so nicht ist.Zumal,wenn man sich ansieht,wer Burka trägt(fast niemand)oder Niquab(außer arabischen Touristinnen,die in den Sommermonaten gerne in deutschen Großstädten auflaufen ,um die Geschäfte leer zu shoppen,sollen sie,der deutschen Wirtschaft tut`s gut und die Damen haben sonst nicht so viel Spaß im Leben),in der Regel stecken da entweder deutsche Konvertitinnen oder-seltener-Jugendliche "mit Migrationshintergrund" drunter,denen eines gemein ist,sie nutzen diese Bekleidungsform,um zu provozieren,um die Bürger zu erschrecken,also eher wie die Punker der achziger.M.E.sollte man nicht darauf"einsteigen" und ihnen ein Forum bieten.
3.Viel wichtiger wäre mir -in diesem Zusammenhang-etwas für die Masse muslimischer Frauen zu tun,die in der Regel"islamische Bekleidung"nicht aus religiösen Gründen trägt,sondern um sich vor sexualisierten Verbalattacken der eigenen Community zu schützen.Also bitte sensibilisieren Sie ALLE Schulen dafür(über die Integrationsräte?),dass Beleidigungen verboten sein müssen.Kein Schüler mag es ,als "Hurensohn"bezeichnet zu werden,aber viele haben kein Problem,andere als solche zu bezeichnen.Oder wie sollen Jungs Respekt vor ALLEN Frauen lernen,wenn die Bezeichnung"Schlampe"in einigen Schulen zum selbstverständlichen Sprachgebrauch gehört?Bei Sprach"müll"verhält es sich wie bei richtigem Müll,wenn erst einmal genug davon da ist,kommt immer mehr dazu.(auch über die Integrationsräte?)
4.Gerade an Schulen findet kaum Beteiligung ausländischer Eltern stattd.h.deren Kinder sind in der Regel unvertreten.Der Grund ist nicht mangelndes Interesse,sondern sprachliche Unsicherheit,Hemmungen,als Migrant auch Deutsche zu vertreten,und vor allem die Voraussetzung der Schriftlichkeit.

25.03.2010 Ila

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie muslimische Frauen ohne Zweifel und rigoros ihr Kopftuch und Leben verteidigen, wenn man sie auf, aus westlicher Sicht, Missstände darin anspricht. Ich habe mehrere muslimische Kollegen aus Jordanien, Syrien, Marokko und aus Ägypten, darunter auch ein Ehepaar. Ich sehe jeden Tag mit an, wie die Frauen behandelt werden und es sich gefallen lassen. Ich sehe eine klare Rangordnung, die die Ehe unter Moslems fordert - keine Gleichberechtigung. So hat eine Kollegin drauf bestanden, weniger Gehalt zu bekommen, damit sie nicht mehr verdient als ihr Mann (Anmerkung: beide üben exakt denselben Job aus) und der Haussegen nicht schief hängt. Oder der Kollege, der beim Arbeitgeber seiner Frau für Aufruhr sorgte, weil diese sich ihr Büro mit einem ledigen nicht-muslimischen Mann teilen sollte und er deshalb auf ein Einzelbüro für sie bestand. Oder die Kollegin, die mit einem Tschador bekleidet zur Arbeit kam und ihr Mann unter wüsten Beschimpfungen die Kündigung vorbeibrachte, weil er ihr eine andere Kleidung als Ehemann nicht gestattet, sie vom Chef aber dennoch aufgefordert wurde, diesen zu Hause zu lassen. Ich habe noch mehrere solche Beispiele, die mich immer wieder entsetzen. Oft kriegt man zu hören, dass das doch nur Einzelfälle wären und die meisten Moslems nicht solche merkwürdigen Sitten praktizieren. Mir fällt das schwer zu glauben und es ist für mich auch irrelevant, ob das in Ägypten und Jordanien öfter passiert als hier. Tatsache ist: es ist menschenverachtend. Denn zuallererst sind Frauen Menschen - genau wie Männer. Und solange der Islam die Frauen zu Menschen zweiter Klasse macht, kann ich das Kopftuch nur als Symbol für die nicht existierende Emanzipation in ihm sehen.

14.03.2010 Djibrila

@ishlam warner (Beitrag vom 3.2.2010)

Ihre Ausführungen sind teilweise falsch, denn nicht nur die von Ihnen aufgeführte Sure 24 Vers 30 und 31 weist auf das Kopftuch hin, sondern es gibt noch viele andere Koranstellen dazu und außer dem Koran natürlich die Sunna.

Letztendlich kann aber die Frau glauben was sie will, und ein freiheitlich-rechtlich orientierter Staat darf ihr nicht vorschreiben auf welche Sure sie jetzt zu beziehen hat.

14.03.2010 Djibrila

Ob eine Frau ein Kopftuch trägt oder nicht sollte ihr selbst überlassen sein. Der Staat muß sich da allein schon durch seine Pflicht zur Neutralität heraushalten.
Oder gibt es etwa ein Gesetz wodurch man verpflichtet wäre sich nach dem Geschmack der Mehrheit zu kleiden?

10.02.2010 N.I.

Ich kann nicht im Namen aller Musliminnen sprechen, da jeder seine eigenen Absichten hat, aber ich bin mir sicher, dass genung Frauen auf dieser Welt auch meine Meinung teilen: Ich trage das Kopftuch seit ca. 5 Jahren und das nicht etwa, um mich von den Nicht-Muslimen abzugrenzen oder weil es mir meine Eltern oder ein Imam vorgeschrieben hat, sondern, weil ich meine Religion praktizieren und meine Pflichten als Muslimin erfüllen möchte. Und ich kann Ihnen mit Sicherheit sagen, dass ich mich bestens in dieser Gesellschaft integriere, auch mit Kopftuch! Eine Vorschrift, dass etwa das Kopftuch abgelegt werden sollte, wäre eine Vorschrift zur Assimilation und genau DAS würde die Kluft zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen vergrößern. Schlussendlich meine ich sollten Nicht-Muslime, um den kollektiven Frieden zu wahren, Toleranz gegenüber der Frau mit Kopftuch ( und Mantel) aufweisen und dementsprechend auch ein Recht dazu haben, Integration zu verlangen.