DIK - Deutsche Islam Konferenz - Kopftuch und Gender

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Kopftuch und Gender

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Hier befasst sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit den Thema "Kopftuch und Gender". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Weshalb wird das muslimische Kopftuch in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert?
  • Wie sichtbar sollten Ihrer Meinung nach religiöse Symbole in der Schule sein dürfen? Fällt für Sie auch das muslimische Kopftuch darunter?
  • Wirkt sich das Kopftuch auf die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt aus?
  • Welchen Stellenwert hat die Gleichberechtigung der Geschlechter in Deutschland? Welchen Stellenwert hat sie Ihrer Meinung nach im Islam?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

22.04.2009 Noora

@ Zeynep:

Interessant, dass Sie ausgerechnet Fatima Özoguz, eine Anhängerin der iranischen Revolution Ayatollah Khomeinis, als Referenz angeben.
Davor schrieben Sie: "Man darf die Rechte die der Islam der Frau gibt nicht mit den Traditionen einiger islamischen Länder durcheinander bringen. Vieles was heute passiert, ist wegen Unkenntniss der Religion und mit Traditionen verbunden."
Wie ist das mit der Politik der iranischen Mullahs gegenüber Frauen und Homosexuellen - geschieht die etwa auch aus Unkenntnis der Religion? Wie kommt es, dass die Gelehrten in Iran und anderswo durchaus der Meinung sind, man müsse die Frauen (und zwar unabhängig von der Religionszugehörigkeit!) in einer islamischen Gesellschaft zum Kopftuch zwingen?

@ Muna:

Sie haben meinen Beitrag vielleicht nicht gelesen, aber mein Standpunkt zum Kopftuch gründet sich auf das, was ich von Musliminnen und Muslimen selbst dazu gehört und gelesen habe. Solange ich den Islam nur aus den Medien kannte, war ich wie viele andere der Meinung, dass diese Konfliktthemen nur auf Missverständnissen und Vorurteilen beruhen. Inzwischen bin ich eines Besseren belehrt.
Ob Sie es Politik nennen oder nicht: Der sich in bestimmten deutschen Stadtvierteln ausbreitende Verhüllungswahn ist faktisch eine Umgestaltung der Gesellschaft. Gerade an den hier im Forum von Musliminnen vorgetragenen Begründungen für das Kopftuch, an dieser ganzen Ideologie, die darauf abzielt, Männer und Frauen voneinander fernzuhalten und voreinander zu schützen, wird das doch ganz klar, und das wissen Sie doch auch.

Die dahinter stehende Vorstellung von einer idealen sozialen Ordnung ist allerdings die Folge eines vollkommen übersexualisierten Menschenbildes aus dem 7. Jahrhundert und hat im Hier und Heute keinen Platz. Ich schließe mich "Migrant" an: Das Kopftuch degradiert nicht nur Frauen, sondern - auf Kosten der Frauen - auch Männer zu Triebwesen. In einer zivilisierten Gesellschaft sind wir über dieses Stadium längst hinaus. Außerdem ist es eine Binsenweisheit, dass gerade durch die Unterdrückung von Sexualität und die Verhinderung eines Erlernens von verantwortungsvoller Sexualität sexuelle Gewalt begünstigt wird.
"Zeynep"s Ausführungen über die angeblich verkommene Sexualmoral in unserer Gesellschaft (bei der Erwähnung des Anstiegs von Vergewaltigungen musste ich schmunzeln) möchte ich mit drei Anregungen beantworten:
1. Sprechen Sie mit unbedeckten, ledigen Frauen unter 40 über deren Reiseerfahrungen in muslimischen Ländern.
2. Schauen Sie in den Statistiken von Google, aus welchen Ländern die meisten Suchanfragen für Sex und Kinderpornographie kommen.
3. Verfolgen Sie in den Polizeimeldungen, aus welchem Kulturkreis die meisten Sexualstraftäter stammen.

22.04.2009 Atheist

@ Zeynep, 21.04.2009
"Kurz zu Frau-Sexobjekt. Nicht die Muslime sehen die Frau als Sexobjekt, nein die Frau wird hier im Westen als Sexobjekt gesehen und es wird mit ihr gehandelt wie mit Vieh, nur merkt dass keiner. "

Sie haben sich mit Dieser Bemerkung aber extrem weit aus dem Fenster gelehnt und die Tatsachen völlig verdereht!
"im Westen" werden Frauen absolut nicht als Sexobjekt gesehen, denn Frauen können sich hier völlig unbehelligt von Männern ohne Kopftücher oder andere Verhüllungen in der Öffentlichkeit bewegen.
Niemand wird eine Frau belästigen, deren Haare, nackte Hände oder nackte Beine zu sehen sind.

Es ist der Islam, resp. die Männer im Islam, die Frauen (und schon kleine Mädchen) zu Sexobjekten machen, wenn die Auffassung vertreten wird, daß unverhüllte Mädchen/Frauen schutzlos vor sexuellen Übergriffen seien.
Eine solche, weibliche Personen herabwürdigende, Auffassung gibt es im Westen nicht.
Auch wird den Frauen hier nicht die Schuld an sexuellen Übergriffen durch Männer zugeschoben und somit aus Opfern quasi Täter gemacht.

Glauben Sie allen Ernstes, daß Männer über Sie herfallen werden, sobald Sie ohne Ihre Kopfverhüllung in der Öffentlichkeit erscheinen ?
Wenn ja, wäre das die Bestätigung der Diskriminierung und Beleidigung der gesamten Männerwelt.

21.04.2009 Zeynep

Teil 2 von 2

In einer gesunden Erziehung braucht jedes Kind Grenzen. Aber auch jeder Mensch braucht Grenzen. Wer soll die aber ihm setzen, er selber? Wer anders kommt in Frage ausser dem der sein Wesen am besten kennt? Der, der ihn erschaffen hat. Nur sein Schöpfer kann dem Menschen die richtigen Grenzen zeigen, und ihm helfen eine höhere Position als die Engel es sind zu erlangen, so er sich an diese hält. Wenn jemand natü¼rlich an keinen Schöpfer glaubt, wird sich selber Grenzen setzen so wie sie ihm passen, oder aber Grenzenlos leben, was weder für ihn noch für die Gesellschaft positiv wäre.

Auch hier gibt es Grenzen. Mann und Frau sind füreinander geschaffen, nicht Mann und Mann oder Frau und Frau. Das ist eine für den Menschen und für die Gesellschaft ungesunde Entwicklung, da sie den Menschen nur nach seinen Trieben handeln lässt. Wo bleibt die Vernunft? Welche Vernunft sagt einem dass so eine beziehung für irgendjemanden einen venünftigen Nutzen hätte? Es ist des Menschen nicht würdig in so einer Beziehung zu leben, denn der Mensch ist eines der höchsten Wesen der Schöpfung. Denn:

Im Islam ist die Ehe eine heilige Sache und sie ist nicht nur für das Diesseits gedacht sondern auch für das Jenseits.

Womit wir bei dem Thema Heirat wären. Das heißt wenn man jemanden heiratet, dann um mit ihm bis in alle Ewigkeit zusammen glücklich zu sein. Darum ist es weder für muslimische Männer noch für muslimische Frauen gestattet auf Dauer in eine Ehe mit einem Nichtmuslim/in einzugehen, da man ja eine andere Welt/Wertvorstellungen hat was das ewige Leben angeht. Soviel zu mit Nichtmuslimen heiraten. Was viele daraus machen ist eine andere Sache. Auch hier kann man nicht davon ausgehen dass alle sich mit dem Islam auskennen, sondern eher sich was zusammenreimen und das als Islam darstellen was ihnen gutdünkt. Dafür kann aber der Islam nun mal nix.  

Diese Diskusion ist auch mittlerweile nicht mehr über das Kopftuch sondern artet aus in tiefere Religionsthemen. Diskutieren kann man noch über etliche Themen, rund um das Kopftuch, aber eigentlich wollte ich schon mit meinem ersten Beitrag niemanden provozieren, sondern lediglich meine Meinung darstellen. Warum sich einige so sehr angegriffen fühlen verstehe ich ehrlich gesagt auch gar nicht. Trotzdem empfehle ich ihnen mal in dem Buch rumzuschnüffeln dass ich schon erwähnte, da sind alle Antworten auf ihre Fragen mit drin!

21.04.2009 Zeynep

An Maria Magdalena-Migrant,

Teil 1 von 2

jeder Mensch ist frei sich zu entscheiden wie er leben möchte. Weder unterstelle ich jemandem wie er zu leben hat noch was er ist wenn er nicht so lebt wie ich es für richtig halte. Jeder Mensch entscheidet sich so wie er denkt dass das der richtigste Weg für ihn ist. So ist es auch nur fair wenn Muslime sich zu ihrem Weg bekennen dürfen ohne ständig sich verteidigen zu müssen. Es wird in jeder Gesellschaft und jeder Religion vorkommen dass einige Mitglieder sich falsch verhalten. Was nicht bedeutet dass dann die Religion an sich falsch ist. Maria du sagst du kennst viele die so sind wie du sie beschreibst aber wieviel von 1,5 Milliarden Muslimen kennst du denn? Und ich kenne viele Frauen die von ihren nicht muslimischen betrunkenen Ehemännern verprügelt und betrogen werden. Die Frauenhäuser sind voll mit Kindern die Kinder haben und sitzen gelassen wurden von ihren Familien oder Freunden, größtenteils auch nicht Muslime. Da kann man ja auch nicht sagen dass alle betrunkenen Männer oder Familien so verdorben sind. Darum sollte man nicht in Verallgemeinerungen diskutieren, das bringt nichts. Jeder kennt mal hier oder da jemanden der dies oder jenes getan hat, und in China ist ein Reissack geplatzt!

Kurz zu Frau-Sexobjekt. Nicht die Muslime sehen die Frau als Sexobjekt, nein die Frau wird hier im Westen als Sexobjekt gesehen und es wird mit ihr gehandelt wie mit Vieh, nur merkt dass keiner. In allen Werbungen von Autos bis Yoghurt hüpfen halb nackte Frauen durch unsere Bildschirme und Medien. Warum nicht halbnackte Männer? Wer macht das große Geld? Doch nicht die Frau die sich nackt auszieht, sondern die Firmen. Warum können meistens nur die Frauen als große Schauspielerin Karriere machen die sich entweder vor der Kamera nackt ausziehen und ihre Scham beiseite legen oder dem Regisseur /Produzenten sich hingeben, davon kennen wir ja auch genügende Beispiele! Warum MÜSSEN sich Frauen wie auf einem Präsentierteller darstellen und ihre Schönheit die ein Gottesgeschenk ist jedem zeigen nur um als modern zu gelten. Warum kann man nicht auch seine Schönheit verdecken und trotzdem als Vernunftbegabt gelten? Sind nur die Vernünftig die sich ausziehen um mit ihrer Schönheit den anderen zu nützen? Muslimische Frauen wollen nicht dass mit ihrer Schönheit andere den Vorteil haben und sie ausgenutzt werden. Sie wollen ihre Schönheit nur denen zeigen für die sie sich selber entscheiden. Warum soll jeder Mann jede Frau sehen dürfen, warum soll jede Frau ihre Schönheit jedem zeigen müssen??? Wo darf man in wieweit sich ausziehen, wo nicht? Wo sind die Grenzen? Und: Wer entscheidet wo die Grenzen sind? Nun kommen wir zu den Grenzen.

21.04.2009 Migrant

Teil 2 von 2

„Im Islam ergänzen sich Frau und Mann zu einem. Sie sind vor Gott gleich gestellt und keiner hat eine höhere oder niedrigere Position durch sein Geschlecht sondern nur durch die Taten werden sie unterschieden. “

Das ist vielleicht aus Ihrer Sicht richtig, doch für mich als Nichtmuslim und erst recht als Atheist ist diese Aussage nichtssagend. Ich glaube an keine Götter, Geister oder andere Fabelwesen. Für mich ist nur wichtig, dass alle Frauen und Männer vor dem Gesetz gleich sind, und viele islamische Regeln deuten darauf hin, dass sie eben nicht die gleichen Rechte haben.
Ich schließe aus Ihrer Aussage, dass Frau und Frau bzw. Mann und Mann sich also nicht zu einem ergänzen (vor Gott)?! Zum Glück haben wir in unserer Gesellschaft Gesetze wo auch lesbische Frauen und schwule Männer Rechte haben (wenn schon nicht vor Gott).

„Es ist zugleich ein gesellschaftlicher Schutz. Wir sehen wozu die in Beziehung auf Sex immer offenherziger werdende Gesellschaft heute führt. Mehr Vergewaltigungen, mehr Sextriebtäter, mehr Scheidungen, mehr Pädophilie, mehr Sex im Kindesalter, mehr Abtreibungen von Babys im Kindesalter, mehr unbefriedigte Menschen im Sex, mehr Viagra, mehr Prostituierte, mehr Unglück in der ganzen Gesellschaft letzendlich “

Das ist Ihre Sicht der Dinge. Ich sehe das anders. Sexualität ist etwas ganz natürliches und gerade die religiöse Vorschriften vieler Religionen hinterlassen Schäden bei vielen Beteiligten im Umgang mit Sexualität.
Ob unsere westliche Gesellschaft unglücklicher ist bezweifle ich. Um das zu erkennen braucht man nur  schauen in welchen Ländern Hardcore Pornoseiten am häufigsten angeklickt werden. Das Ergebnis ist eindeutig. Es sind mit Abstand vor allem die Staaten wo die Menschen in Ihrer Sexualität durch religiöse Gesetzte besonders stark eingeschränkt werden. Diese Menschen scheinen also mit ihrer Sexualität nicht so glücklich zu sein.

21.04.2009 Migrant

Teil 1 von 2

@ Zeynep, 20.04.2009  23:49

„Man muss das nicht gleich mit dem Islam setzen, wenn einer mal nicht einer Einladung gefolgt ist. Dafür kann es doch viele Gründe geben die nicht unbedingt mit dem Islam zu tun haben müssen.“

Verallgemeinerungen sind immer fehl am Platz und es gibt sicherlich sehr viele Gründe die nichts mit der Religion zu tun haben. Doch dieses Phänomen, dass Kinder ihre Altersgenossen nicht besuchen dürfen ist  besonders stark bei muslimischen Kindern ausgeprägt. Einerseits wird es oft mit der Angst begründet, dass die Eltern nicht ausschließen könnten, dass ihre Kinder Schweinefleisch zum Essen bekämen. Oft reicht dort auch die Zusicherung der deutschen Eltern, kein Schweinefleisch zu servieren, nicht aus. Andererseits dürfen muslimische Mädchen nur äußerst selten ihre Klassenkameraden zu Hause besuchen und wenn der Fall doch einmal eintritt, dann muss immer ein Familienmitglied (großer Bruder) als Aufpasser mitkommen.

„Das Kopftuch hingegen ist für den Schutz der Frau gedacht, damit sie nicht als Frau-Sexobjekt sondern als Frau-Mensch angesehen werden soll. Das hat nix mit Beleidigung der Männer zu tun“

Ich sehe einen Widerspruch in Ihrem Satz und ich möchte Ihnen das kurz erklären: Wenn eine Frau das Kopftuch zum SCHUTZ vor Belästigungen trägt ist es ganz klar eine Beleidigung des Mannes, weil sie annimmt, dass er wie ein wildes Tier ohne Kontrolle über seine Taten handelt und über die Frau herfallen kann.
Es ist sogar mehr als eine Beleidigung des Mannes weil es zugleich seine Tat entschuldigt und eine misshandelte Frau die kein Kopftuch getragen hat zum Täter macht. Denn hätte diese ein Kopftuch getragen, würde sie wahrscheinlich nicht vergewaltigt.

21.04.2009 maria magdalena

Hallo Zeynep,

Muss ich Ihren Beitrag so verstehen, dass Frauen, die kein Kopftuch tragen, wie von mir befürchtet nicht als Frau-Mensch, sondern als Frau- Sexobjekt angesehen werden? Von diesem Standpunkt aus bis zu der sattsam bekannten Bezeichnung von Frauen ohne Kopftuch als "Schlampen" ist es ja nur ein kleiner Schritt.

Die gern und auch von Ihnen hervorgehobene hohe Stellung der Frau im Islam ist für mich erst dann glaubhaft, wenn die muslimischen Frauen ohne weiteres auch Nicht-Muslime heiraten dürfen, so wie es umgekehrt ja den Männern gestattet ist. Liebe ist doch nicht an Religion gebunden! Sicher haben früher auch katholische Familien es nicht gern gesehen, wenn ihre Töchter einen protestantischen Mann ehelichten (und umgekehrt) - aber auch das ist Historie und für die heutige Gesellschaft irrelevant.

Ich kenne die Bekleidungsvorschriften des Islam für Männer nicht, ich sehe nur, was mir auf den Straßen begegnet: kopftuchtragende und mit langem Mantel bekleidete Frauen gehen hinter, manchmal auch neben sommerlich luftig gekleideten Männern einher. Das erscheint mir nicht so gleichberechtigt!

Im übrigen sind für mich Männer und Frauen zunächst einmal vernunftbegabte Wesen, die nicht ständig triebgesteuert übereinander herfallen. Ihre Ausführungen, dass die Freizügigkeit (und mangelnde Verhüllung) zu mehr Sexualstraftaten führt, wird meines Wissens durch die Kriminalstatistik nicht ohne weiteres bestätigt - es wird nur mehr und widerlich reißerisch darüber berichtet.

Eine liebevolle Ehe ist eine großartige Sache - aber nicht an die Religion gebunden. Muslimas halten es nur länger in gewalttätigen Ehen aus, weil eine Scheidung Schande für die Familie bedeutet! Und ich weiß (aus privater Kenntnis und berufsbedingt) wovon ich rede!

20.04.2009 Zeynep

Hallo und Salam Maria,


ich finde es schade für dich und allen die mal eine Frau mit Kopftuch eingeladen haben und zurückgewiesen wurden. Es kann sein dass wegen der Sprache vielleicht eine Barriere war. Ich kann nicht für alle Muslime sprechen, aber es gibt solche und solche. Man muss das nicht gleich mit dem Islam setzen, wenn einer mal nicht einer Einladung gefolgt ist. Dafür kann es doch viele Gründe geben die nicht unbedingt mit dem Islam zu tun haben müssen.


Im Islam ergänzen sich Frau und Mann zu einem. Sie sind vor Gott gleich gestellt und keiner hat eine höhere oder niedrigere Position durch sein Geschlecht sondern nur durch die Taten werden sie unterschieden. Man soll egal welchem Geschlecht man angehört sein Ziel in diesem Leben suchen und finden, das ist was den Menschen ausmacht und nicht das Geschlecht. Die Seelen egal ob Mann oder Frau sind vor Gott alle gleich frei. Islam macht nicht diese Trennung von Mann und Frau, sodass beide Geschlechter gegeneinander sind. Ganz im Gegenteil Mann und Frau ergänzen sich und sind dafür da um sich zu respektieren und zu lieben. Die Frau hat eine besonders hohe Position im Islam, ganz zum Unwissen vieler...  Sie ist nicht die Frau als Geschlecht sondern die Frau als Mensch. Genauso auch beim Mann. Das Kopftuch hingegen ist für den Schutz der Frau gedacht, damit sie nicht als Frau-Sexobjekt sondern als Frau-Mensch angesehen werden soll. Das hat nix mit Beleidigung der Männer zu tun. Es ist zugleich ein gesellschaftlicher Schutz. Wir sehen wozu die in Beziehung auf Sex immer offenherziger werdende Gesellschaft heute führt. Mehr Vergewaltigungen, mehr Sextriebtäter, mehr Scheidungen, mehr Pädophilie, mehr Sex im Kindesalter, mehr Abtreibungen von Babys im Kindesalter, mehr unbefriedigte Menschen im Sex, mehr Viagra, mehr Prostituierte, mehr Unglück in der ganzen Gesellschaft letzendlich. Das kann mir keiner Weismachen dass die Menschen im Westen, die "Frei" im Umgang mit ihrer Sexualität glücklicher sind als Muslime die ihre Sexualität in ihrer Ehe ausleben und die Befriedigung durch den Ehepartner voll und ganz auskosten können und die Liebe zum Ehepartner durch die Treue in ihrer Beziehung zunimmt. So eine liebevolle, gesunde Ehe würde jeder einem ungewissen one night stand oder  gar Prostitution bevorzugen. Aber in unserer hiesigen Gesellschaft wird Islam mit Prüderie gleichgestellt. Hier möchte ich noch dazu sagen wir Muslime sind nicht prüde, ganz im Gegenteil, wir bevorzugen es eben nur den Sex in einer liebevollen Ehe auszukosten und zu geniessen und nicht ausserhalb danach zu suchen.  So gewährleistet man nicht nur die mehr werdende Liebe und Treue zum Ehepartner sondern auch die Festigung der Gesellschaft gegen die oben genannten Probleme.

20.04.2009 nouri

Hallo Leute und salam an die Ummah,

Ehrlich gesagt ödet mich die Diskussion total an.
Ich muss mein Kopftuchtragen in Deutschland nicht verteidigen, ebensowenig wie ich meine Unterhosen oder Socken vor irgendwem rechtfertigen möchte.
Ich bin deutsche Muslimin und kann mich über das verrückte Demokratie- und Integrationsverständnis meiner nichtmuslimischen Landsleute nur wundern.

Besonders wenn Deutschland in wenigen Jahren die Steuerzahler knapp werden, wird die mangelnde Attraktivität Deutschlands für gut ausgebildete Muslime spürbar werden.

Dann bleiben nur noch diejenigen, denen Bildung, Ausbildung und qualifizierte Jobs ebenso egal sind wie ihre Religion.

Es gibt viele weniger integrierte Bevölkerungsteile. Keiner regt sich auf wenn traditionsbewusste Asiaten bevorzugt unter sich bleiben und unter ihresgleichen heiraten.

Außerdem gibt es doch Heerscharen "moderner Muslime" die wunderbar angepasst sind und sich entblössen, daß man die , die es nicht wollen doch in Ruhe lassen könnte.

Alhamdullillah gibt es eine ganz gute muslimische Infrastruktur hier im Land. Ich bin froh in einem "ausländischen" Unternehmen einen verantwortungsvollen Job mit flexiblen frauenfreundlichen Arbeitszeiten zu haben und Ansehen dafür, daß ich mich bedecke.

In deutschen Unternehmen darf ich repräsentative Tätigkeiten leider nicht ausüben, da man das Kopftuch ja gerade mal der Putzfrau zugesteht.

Das ist echt arm. Sogar die Amis kriegen es besser hin, man glaubt es kaum.

Gruß, Nouri

20.04.2009 Aaischaa

Salam und Frieden,

zunächst einmal steht es für mich außer Frage, dass der Schleier ein Bekleidungsgebot des Islam darstellt und gut für alle Muslime ist.
Demnach bin ich ganz und gar nicht der Meinung, dass das Kopftuch politisch ist!.
Mit dem Kopftuch ist das so: Es wird als Kleidungsstück getragen, keine Botschaft oder sonst etwas steckt dahinter. Hier in Deutschland wird daraus eine Botschaft gemacht.
Für mich bedeutet das Kopftuch bzw. die Bedeckung meines Körpers ganz einfach mich anzuziehen, wenn ich aus dem Haus gehe. Genauso wie  eine Hose einen Rock und ein Shirt anziehen. Schließlich ist es im Sommer doch sehr warm hier und dennoch sehe ich niemanden nackt herumlaufen! Genauso ist das mit dem Kopftuch: Ich fühle mich ohne Kopftuch nicht angemessen gekleidet. Ich glaube natürlich nicht, dass alle Männer böse triebgesteuerte Wesen sind.
Ich glaube eher, das sowohl Frauen als auch Männer sich von ihren Trieben leiten lassen, deshalb gibt es im Islam Bekleidungsvorschriften für den Mann und für die Frau!
Die zur Vorbeugung dienen.
PS: Ich wundere mich zudem über die vielen Menschen die sie kennen, die ihre Kinder zum Kopftuch zwingen!
Ich bewege mich sehr viel in der Islamischen Community und habe derartiges noch nicht erlebt.
Salam und einen gesegneten schönen Tag wünsche ich