DIK - Deutsche Islam Konferenz - Kopftuch und Gender

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Kopftuch und Gender

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Hier befasst sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit den Thema "Kopftuch und Gender". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Weshalb wird das muslimische Kopftuch in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert?
  • Wie sichtbar sollten Ihrer Meinung nach religiöse Symbole in der Schule sein dürfen? Fällt für Sie auch das muslimische Kopftuch darunter?
  • Wirkt sich das Kopftuch auf die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt aus?
  • Welchen Stellenwert hat die Gleichberechtigung der Geschlechter in Deutschland? Welchen Stellenwert hat sie Ihrer Meinung nach im Islam?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

03.02.2010 ishlam warner

Das auf Europas Straßen immer häufiger zu sehende Kopftuch ist nicht Element des islamischen Glaubens, sondern eine Vorschrift der Schari'a. Im Koran enthält die Sure "al-Nur / das Licht" in Vers 30 und Vers 31 die exakt gleich lautende Vorschrift für Männer und Frauen, sie sollten "ihre Blicke senken und darauf achten, ihre Scham zu bewahren". Erst in der Schari'a wird der Schleier allein den Frauen auferlegt. Das streng gebundene Kopftuch ist "weder Ausdruck von Religiosität noch eine [traditionelle] Tracht. Die Verbindung dieses Kopftuchs mit einem langen Mantel ist die politische Frauen-Uniform des Islamismus," die von den Frauen übrigens selten auf eigenen Wunsch, häufiger auf Anweisung ihres Imams getragen wird, denn Frauen sind im Politischen Islam nur das Fußvolk. "Der politische Inhalt des Kopftuchs ist eine anti-westliche Weltanschauung", also keine Nebensächlichkeit. Diese Uniformierung der Frauen ist "als ein Mittel zur zivilisatorischen Abgrenzung zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen" und als mehr oder weniger bewusste Provokation sowohl der europäisierten Eliten in der Türkei als auch der Europäer zu deuten. Er ist eine Art "Selbstethnisierung der türkischen Migranten" in der westlichen Welt.

27.01.2010 Rainer Wein

Das Kopftuch ist wohl eine Einstellungssache. Ich kannte ehemals einen Mitschüler, der von seinem streng katholischen Vater ständig mit den unsinnigsten Moralregeln gegängelt wurde. Er war unfreiwillig einsam und isoliert und konnte am Sozialleben in der Schule nicht teilhaben. Teilweise wurde er gehänselt, teilweise hatte er das Mitgefühl seiner Mitschüler.
Er schien nicht besonders glücklich, denn sein Erziehung verbot es ihm sich seiner sozialen Umgebung zu öffnen. Zu Mädchen hatte er ein schamvolles Verhältnis.
Wollen wir dahin zurück?

27.01.2010 Thomas

So viel Hass, so viele Trolle. Begebt euch doch bitte zu den richtigen Orten um rumzutrollen, wie z.B. 4chan oder PI. Dort seid ihr alle viel besser aufgehoben, als auf der Seite einer anerkannten Organisation die zur Integration beiträgt.

Woher nehmen sich überhaupt so viel-beschäftigte Menschen die Zeit, sich in einem einzigen läppischen Integrationsforum herumzutreiben? Arbeitslos oder in sonst einer Weise unbeschäftigt müsste man sein um so viel Hass versprühen zu können.

Jetzt mal im Ernst: lasst doch mal die Ausländer mal in Ruhe. Die kriegen doch eh genug auf die Fresse. Sei's nun auf der Arbeit/ in der Schule oder einfach nur mal auf der Straße. Ihr müsst mal sehen wie die bei uns mit denen umgehen.

Wir haben da eine die auch so'n Kopftuch trägt. Die wird immer angemacht und mit Zeugs beschmissen, nur weil die Türkin ist. Mein Gewissen regt sich zwar, aber was soll ich denn dagegen machen? Ich würde dann auch ins Visier genommen werden.
Zivilcourage ist schön und gut, aber wenn ich da so fünf glatzköpfige Heranwachsende sehe, dann krieg ich es auch mit der Angst zu tun.
Die Polizei würde eh nicht einschreiten. Die kommen schon bei einer Schlägerei mit mehreren Verletzten, erst nach einer halben Stunde an. Da sind solche Typen schon über alle Berge hinweg oder über meiner Leiche.

Wie auch immer, die Ausländer haben's eh schon schwer genug mit ihrem Namen und ihrer Herkunft, da muss man nicht noch mehr Salz reinstreuen. Da kann man sich als deutscher zurücklehnen und in Frieden seine Privilegien genießen (mehr Zusagen bei guten Jobs wäre ein ziemliches dickes).

24.01.2010 Gastarbeiter

früher hieß der Einwanderer "Gastarbeiter". Sie kamen aus der
Türkei,Italien,Jugoslawien,Griechenland und Portugal. Mittlerweile hat sich das Bild der
Einwanderer gewandelt. Sie kommen nicht mehr aus diesen Ländern. Warum auch, diese Länder
bieten Ihren Mitmenschen bereits so viele und gute Perspektiven, daß ein Auswandern wegen
Arbeitssuche nicht mehr Thema ist. Die Pioniere von damals haben ein Erbe hinterlassen. Dieses
Erbe heißt 2., 3., 4. Generation usw. Je öfter es zu einem Generationswechsel kommt, destoweniger
bleibt von den Werten und der Kultur der urspünglichen Generation übrig. Besonders schwierig
erweist sich in diesem Blickpunkt die Situation der Türken. Die Konsequenz wäre, die
Nachkommen der Türken wären zwar vom Namen her Muslime, wüßten aber nichts oder nur sehr
wenig über Ihre Religion. Viele wissen heute schon mehr über die christliche Welt als über ihre
eigene islamische Religion. Integration darf nicht Assimilierung zum Ziel haben. Die zu
intergrierenden Menschen haben ein Recht auf eine eigene Identität und ein würdiges
Erscheinungsbild in der Gesellschaft. Nur so gibt es eine Basis für gegenseitigen Respekt und
Harmonie.

12.01.2010 abla

@ sabine m.
Ach,Gottchen,deutsche Konvertiten sind ja die besten!Nicht nur dass man meint,den Islam "anziehen"zu können,nein,die Konversion reicht aus ,um sich "muslimischer"zu gebärden,als native Muslime,sogar meint man,ihnen den Islam erklären zu müssen.Na super,das braucht die Welt!Und nach vier bis fünf Jahren,wenn die Ehe dann geschieden ist,ist das erste,das in die Ecke fliegt,die "islamische"Verhüllung.
Wie auch immer,nirgends in Koran oder Sunna ist eine "islamische Uniform" dargelegt,insofern mögen Sie gerne Ihre Verhüllungen betreiben,wie Sie wollen,nur müssen Sie dann auch damit leben,nicht auf große Gegenliebe zu stoßen,zumal Bedeckungen ohne weiteres möglich sind,ohne irgendeine Form der Außenwirkung zu erzielen.Nur scheint es manchen Musliminnen genau um diese Außenwirkung zu gehen,d.h.es geht um schlichte Provokation,mal vom Transport diskriminatorischer Inhalte ganz abgesehen.Dann darf man sich allerdings nicht wundern,wenn diese Provokation beantwortet wird.Da gilt dann das gute,deutsche Sprichwort,wie es in den Wald hineinschallt,so schallt es hinaus.

06.01.2010 Atheist

@ Sabine M. , 25.12.2009 | 11:25

Sie begehen, wie sehr viele andere Menschen auch, einen elementaren Denkfehler.

Es ist zu hinterfragen, warum sich weibliche Personen des Islam verhüllen und warum diese Verhüllung auch für minderjährige Mädchen in Schulklassen zu gelten hat.

Die am weitesten verbreitete Begründung für Verhüllung ist, daß der Prophet den weiblichen Personen "gebietet", die Männerwelt nicht mit sichtbaren Haaren (und in Extremfällen mit nackten Händen, Nase, Wangen, Kinn ...) zu provozieren, damit diese sich nicht zu sexuellen Übergriffen ermutigt sehen.

Dies ist eine Beleidigung und Diskriminierung der gesamten Männerwelt, die sich niemand bieten lassen muß.

Ganz pervers wird dieses angebliche und noch nicht einmal bewiesene Gebot, wenn suggeriert wird, daß sich schon minderjährige Mädchen im Alter von 7 - 8 Jahren mittels Verhüllung gegen sexuelle Übergriffe ihrer gleichaltrigen männlichen Mitschüler zu schützen hätten.
Da hört in meinen Augen Toleranz und "Religionsfreiheit" auf.

Ich hoffe, daß es bald eine Klageflut aus der Männerwelt gegen Verhüllung gibt, wegen Beleidigung und Diskriminierung!

25.12.2009 Sabine M.

Hallo,

Wenn in einem Land Mädchen an Schulen ihr Haar bedecken müssen, ist es Unterdrückung, Diskriminierung und frauenfeindlich.
Wenn aber in Ländern Mädchen an Schulen ihr Haar nicht bedecken dürfen, ist es Freiheit?
Warum nicht einen schönen Mittelweg. Zwang ist Zwang. Ob Zwang zum Kopftuch oder Zwang das Kopftuch abzunehmen.

Deutschland hat es geschafft sein eigenes Grundgesetz auszuhebeln und es wird noch von allen Seiten bejubelt.
Die Würde des Menschen ist unantastbar... aber warum werden hunderte Frauen gezwungen, sich auf eine Art und Weise zu entkleiden die ihnen unangenhem ist, für die sie sich schämen, wodurch sie gedemütigt werden?

Warum werden diese Frauen von Ausbildung und Berufsleben ausgeschlossen, weil sie ihren Körper bedecken?

Wo ist denn hier bitte das Grundgesetzt?
Und fordern wir unser Recht, heißt es gleich wir können immer nur fordern... wir wollen nicht die Einführung der Sharia in Deutschland, wir wollen nur unsere Rechte aus dem deutschen Grundgesetz gewahrt und erfüllt sehen.

Nein, wir wollen nicht unseren Körper zeigen, wir wollen nicht flirten, wir wollen nicht attraktiv sein, wir wollen keine Haut zeigen, wir wollen nicht für unseren Körper bewundert werden, wir wollen nicht angeblickt werden.
Wir wollen dass man uns zuhört, uns versteht, unser Handeln anerkennt und uns für das, was wir wissen, können und tun achtet, nicht für unseren Körper.
Unser Körper gehört nur uns und nur unsere Ehemänner dürfen ihn sehen.

Früher hieß es "Mein Bauch gehört mir".
Jetzt sagen wir "Mein Körper gehört mir".

Akzeptiert doch einfach, dass wir bei dieser Fleischschau nicht mit machen, wir wollen uns nicht präsentieren. Wir wollen leben, arbeiten, lernen - aber mit Köpfchen nicht mit mini-rock.

Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Entwürdigt uns nicht, indem wir gezwungen werden uns auszuziehen oder auf Bildung und Arbeit zu verzichten.

Denkt drüber nach!

Eine Deutsche getaufte, konfirmierte, konvertierte heute voll verschleierte und diskriminierte vom deutschen Staat unterdrückte Frau

21.12.2009 Anonym

Also Leute ...es gibt einfach nur viele Vorurteile über das Thema " Kopftuch" Es wird z.b behauptet , dass sowas gar nicht im Kuran steht o.ä ...Dazu kann ich nur eins sagen und zwar ...Menschen die mit solchen vorurteilen ankommen sollten erst mal sich persönlich mit dem Kuran auseinander setzen, versuchen mal über die Gründe nachzudenken die für ein kopftuch stehen .....Viele von uns fürchten sich Fragen zu stellen, weil sie angst haben ihre Lebensweise (Verhaltensweisen) umzustellen.. es gibt zwar situationen wo viele nach gründe fragen ..doch wenn man anfängt zu erzählen gehen viele einfach weg und hören einfach nicht zu ....sie denken wahrscheinlich dass die leute keine antwort darauf geben werdenn najaaa....
fragt doch einfach WIESOO oder WARUMM schließlich haben diese frauen auch gelüste und möchten ihre schönheit darstellen warum sollten sie es ohne ein nachvollziebaren grund tun....alsoo Fragen Fragen Fragen ich kenne viele die sich dadurch sehr erleichtert haben alsoo auf was wartet ihr....=)

17.12.2009 Tschador

hallo juLa,

ich stimme dir zu, daß das Kopftuch ein tradiertes und sehr wahrscheinlich vorislamisches Kleidungsstück der Frauen ist, die in einer (auch vorislamisch schon) patriarchalischen Gesellschaft lebten. Der Islam an sich hat nur diejenigen Elemente integriert, die auch schon vorher da waren. Auch die jüdischen Frauen bedecken ihre Haare, zum Teil mit Perücken, was auch schon merkwürdig anmutet. Aber es ist eine alte Tradition, die mit der Stellung der Frau sehr wohl etwas zu tun hat, und deswegen natürlich auch etwas transportiert. Ich denke aber, man sollte es nicht überbewerten und die Frauen, die es tragen nicht instrumentalisieren und ausgrenzen. Wenn das Kopftuchtragen zum religiösen oder besser politischen Zwang wird, siehe Iran, dann allerdings verändert sich der Fokus, in dem das Kopftuch agiert. Es wird dann deutlich, daß dieser Zwang, dem auch Besucherinnen, die überhaupt keine Muslimas sind, unterworfen werden, komplett lebensfremd und inhaltsleer ist. Man kann die Kopftuchfrage nicht unabhängig vom jeweiligen Land / Kontext sehen. Ich bin allerdings grundsätzlich nicht davon überzeugt, daß ein Stück Stoff eine innere spirituelle und religiöse Haltung demonstrieren kann. Dazu braucht es wirklich etwas mehr...
Ich persönlich halte gar nichts vom Kopftuch. Aber ich halte auch nichts vom Verbieten oder Verordnen des Kopftuchs. Das sind zwei Seiten derselben Medaille .
In diesem Sinne..
Tschador

06.12.2009 inge Eßer

Der Orient hat für mich die schönsten Frauen der Welt.

Warum um allles in der Welt werden diese schönen Frauen gezwungen ihre Schönheit zu verstecken.

Mal wieder sind es die Männer !!!

Sie können es nicht ertragen wenn ihr Mannbild hinten anstehen muß.

Hoffentlich gibt es bald noch mehr Frauen beim Islam wie Lubna HUSSEIN !!!

Was für eine Frau Hut ab vor Ihr !!