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Medien und Politik

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  • Welche Themen in Bezug auf den Islam sollten Ihrer Meinung nach in den Medien stärker oder anders behandelt werden?
  • Sollte die Repräsentanz von Muslimen in der Politik verstärkt werden?

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27.01.2009 Meryem, deutsche Muslima

@Migrant,
ich habe nicht gesagt, dass ich die Sharia hier eingeführt haben möchte, bevor jetzt wieder Aufschreie hier durchs Forum gehen.
Ihre Kenntnis dazu ist leider ungenügend, ebenso wie meine der Hamas-Charta.

Schon das mit der Zeugenaussage stimmt nicht (auch wenn das mal wieder in diversen Ländern so gehandhabt wird). Der Koranvers dazu bezieht sich nur auf eine einzige Angelegenheit des Handelsrechts und da auch nur zum Schutz der Zeuginnen, da das eine sehr ungeliebte Zeugenschaft war.
Muss also keineswegs bei anderen Angelegenheiten gelten oder wenn frau sich da sehr sachkundig behaupten kann.
Natürlich heiße ich als Muslima Gottes Gesetze gut, sonst wäre ich ja keine. Es gibt aber wahrhaftig genug Möglichkeiten, die Gegebenheiten der Zeit zu berücksichtigen.
Zur Glaubensfreiheit kann man nur sagen, dass niemand zu etwas gezwungen werden darf, aber man auch jeden in Ruhe lässt mit seinen Vorstellungen, der keinen anderen negativ beeinflussen oder unterdrücken will. Und es stimmt ebenfalls nicht, dass Juden und Christen weniger Rechte haben, sie sind sogar vom Kriegsdienst befreit (dafür dann die Sondersteuer).

Das ist alles für uns hier nicht relevant, wenn ein Volk sich aber eine entsprechende Verfassung gibt, ist es seine Sache.

Dazu wie gesagt, viele Aussagen zur humanen Wirtschaft, Kriegsrecht und dgl. an die zu halten die Welt besser machen würde.

Grüße von Meryem

27.01.2009 Migrant

@ Meyrem

Da Sie erneut die konkrete Frage stellen, warum die Hamas von den Journalisten als radikalislamisch bezeichnet wird, möchte ich noch einen Versuch unternehmen Ihnen das zu erläutern. Beim letzten Versuch wurde mein Beitrag zensiert und ich kann mir auch denken warum.
Daher mache ich diesmal nicht den Fehler die 1988 veröffentlichte Hamas Charta hier zu zitieren. Jedoch möchte ich Sie bitten 2 Minuten Ihrer Zeit zu investieren um im Internet nach der Hamas Charta zu googeln. Ich kann Ihnen versichern, wenn Sie diese gelesen haben werden auch Sie die Bezeichnung radikalislamisch für die Hamas recht passend finden. Auch wird Ihnen klar, warum Israel nicht mit der Hamas verhandeln möchte. Als kleinen Hinweis dazu kann ich sagen, dass Deutschland auch nicht mit einem Land verhandeln würde, das in seiner Charta schreibt, dass es Deutschland von der Landkarte ausradieren möchte.

Übrigens, mich wundert nicht, warum Al-Dschazira die Hamas Charta nicht in seinen Berichterstattungen erwähnt, es wäre doch mal ein Grund nicht hundert prozentig hinter der Hamas zu stehen, doch das würde nicht zweckdienlich sein.

Sie haben Recht, es gibt in der Tat Gemeinsamkeiten des Islam mit den christlich, -jüdischen Wertvorstellungen und das ist auch der Grund, warum es möglich ist sich hier als Muslim zu integrieren.
Doch es gibt auch Unterschiede und zwar auch solche, wo die Werte genau entgegen gesetzt sind. Solange also jemand eben diesen Werten den Vorrang gegenüber unseren Werten gibt, ist  Integration nicht möglich.

Sie meinen, die Einführung der Sharia würde einen Gewinn für unsere Gesellschaft darstellen?! Ich bin vom Gegenteil überzeugt. Allein schon, dass die Frau mehr Zeugen vor Gericht braucht als der Mann zeigt, dass diese Rechtsnormen der Sharia grundsätzlich gegen die Menschenrechte verstoßen.
Sie meinen die Sharia fordert die religiöse Freiheit?! Das trifft höchstens auf die Muslime zu, aber Christen und Juden haben vor dem Gesetz weniger Rechte. Noch weniger Rechte haben Buddhisten und Hindus. Am wenigsten Rechte haben aber Atheisten, zu welchen ich mich zähle. Ich glaube Sie haben ein etwas anderes Verständnis von Freiheit als ich bzw. die meisten anderen Menschen die ich kenne.
Ich bin fassungslos, dass Sie, als aufgeklärte Muslima, (zumindest habe ich Sie bis eben als solche betrachtet), meinen die Sharia wäre auch nur halbwegs kompatibel mit unserer Gesellschaft. Ich habe einige muslimische Freunde auf der Uni, aber keiner würde sich wünschen, dass die Sharia hier eingeführt würde. Einige der Eltern dieser Freunde sind nach Deutschland geflüchtet, gerade um den menschenverachtenden Gesetzen der Sharia in Ihren Heimatländern zu entfliehen und um wirklich frei zu leben. Ein gutheißen der Sharia wäre ein Schlag ins Gesicht für Menschen, die sich hier bereits integriert haben und nichts mehr von der Sharia wissen wollen.

26.01.2009 Meryem, deutsche Muslima

@ Christoph Mair: in der Beurteilung der Wahlen in Palästina stehen Sie ziemlich alleine da, alle internationalen Wahlbeobachter haben gesagt, dass es freie und unabhängige Wahlen waren, die freiesten die es in dieser Region je gegeben hat. Woher nehmen  sich also Israel und seine Verbündeten das Recht, dieses Ergebnis zu ignorieren und weiterhin nur mit der korrupten Fatah zu verhandeln, die das Vertrauen der Bürger längst verspielt hat? Und-um auf unsere Medien zurückzukommen, was soll der dauernde Zusatz: "radikalislamisch", wenn es um die Hamas geht? Noch mal: hier soll suggeriert werden, es ginge um einen religiösen Konflikt und nicht um eine Besatzungsmacht die keinerlei Völkerrecht akzeptiert.

Es kann durchaus sein, dass es in anderen Ländern keine freiere Presse gibt als bei uns. Allerdings erwarte ich von diesem Land auch etwas anderes, schließlich stehen wir immer noch als vorbildliche Demokratie dar, da ist es unerheblich wie andere sich verhalten, das kann nicht das Beispiel sein.

Ich fühl mich durchaus nicht in der Opferrolle, denn ich bin ja in der Lage, meine Meinung zu äußern. Aber die Berichterstattung ist nun einmal unfair-allein dieser Ausdruck "Weltkalifat"-also ich kenne keinen Muslim meiner zahlreichen Bekanntschaften, der an so was Interesse hat. Mag sein, dass es solche Richtungen gibt-vielleicht sind da auch gerade im Kölner Raum noch ein paar Übriggebliebene des Kölschen Kalifen-auf jeden Fall handelt es sich um eine Minderheit.
Und: worauf ich schon einmal hingewiesen habe, ist die massive Einflussnahme saudischer, bzw. dort geschulter Prediger eines sog. Islams, der sich weit von allen anderen Rechtsschulen entfernt hat und jeden, der sich dem nicht beugt, zum Ungläubigen erklärt. Das sind diejenigen, die ständig gegen Integration reden, weil man ja die "Ungläubigen" nicht nachahmen darf.
Komisch, dass dagegen niemand etwas sagt, vielleicht haben da ja zuviele Angst um die Öllieferungen.
Wahrer Islam braucht weder Eroberung noch Missionierung, sondern kann ganz durch sich überzeugen.
Übrigens ist es ausgesprochen bedauerlich, dass in den Medien niemand darauf eingeht, wieviel Gemeinsamkeiten es mit christlich-jüdischen Wertvorstellungen gibt und wieviel Revolutionäres der Islam in sich birgt - hier wird die Scharia immer nur als Strafrecht dargestellt, natürlich ohne all die Voraussetzungen für ernsthafte Urteile zu erwähnen (die leider auch in den sog. islamischen Ländern häufig nicht beachtet werden)-während all die Botschaften zum gerechten Umgang in der Gesellschaft,Achtung der Familie und der Familienarbeit, Wichtigkeit der Bildung und Forschung, Zinsverbot, Verbot von Wucher, Verbot der Misshandlung von Gefangenen, Verbot von Massenvernichtungswaffen, religiöser Freiheit usw.usw. niemand darlegt. Schade-und ein Verlust für diese Gesellschaft, auch wenn´s hier keiner glauben will.

Grüße von Meryem

25.01.2009 Christoph Mair

[=Zitat ]

@Nunu, 23.01.2009 | 17:03

[ sollte der Koran zur Pflichtlektüre gemacht  werden ] - was im Koran steht, ist unerheblich. Wie der Koran gelebt wird, ist entscheidend. In dieser Diskussion geht es um die Außenwirkung!

@ Meryem, deutsche Muslima, 23.01.2009 | 10:46

["Wehret den Anfängen"]  - Weltkalifat ?
[ Eine unabhängige Medienwelt haben wir jedenfalls nicht ] - immerhin einer der unabhängisten. In den arabischen Ländern gibt es überhaupt keine.
[ Dumm nur, dass die ( Hamas ) die freien und demokratischen Wahlen gewonnen haben ] - Konditionierung der Wähler bedeutet KEINE freien und demokratischen Wahlen. Viele Unrechtsregime sind so frei und demokratisch gewählt worden.
[ Gasvorkommen im Meer vor Gaza gelesen, an denen Israel großes Interesse hat. Noch ein Kriegsgrund? ]  RICHTIG - Ressourcen stellen zukünftig in der ganzen Welt vermehrt Kriegsgründe dar.
[ Jede Gruppe kann jederzeit Opfer davon werden. ]  RICHTIG ! Allerdings scheinen Sie die Muslime derzeit in dieser Situatione zu sehen. Genau das ist das Grundproblem,: Wer sich in eine Opferrolle flüchtet, kann schnell dafür einen Schuldigen ( hier der Westen ) suchen, anstatt sich zu fragen, was falsch gelaufen ist. Und wenn sich die Medien dann dieser Thematik annehmen, also den Islam auch kritisch beäugen, gehen die Muslime sofort in eine Abwehrhaltung über - so die ( hier vielleicht einseitige ) Medienerstattung. Möglich, dass in den deutschen Medien muslimische Religionstheoretiker, die eine Weiterentwicklung und Reformierung des Islams andenken, zu kurz kommen. Hier wäre eine erhöhte, mediale Aufmerksamkeit wünschenswert.  

@ Migrant, 22.01.2009 | 11:45

Danke für die richtige Auslegung meines Beitrages.

23.01.2009 Nunu

Für alle Medienberichterstatter, die sich über den Islam äußern, sollte der Koran zur Pflichtlektüre gemacht  werden. Zusammenhänge der religiös und politisch geführten Diskussionen werden somit klarer und können auch besser vermittelt werden. Die jetzige Berichterstattung halte ich nach dem 11.9.2001 für wenig ausgewogen, aber realistisch, weil die Religion Islam es durch die Medien schaffte, im Okzident wieder in den Mittelpunkt gerückt zu sein. Wichtigstes Thema in den Medien sollte sein, die Bemühungen der Moslems zu zeigen, wie sie sich erfolgreich bei uns integrieren.

23.01.2009 Meryem, deutsche Muslima

Guten Morgen,
staatlich gelenkt ist diese Pressehetze sicherlich nicht, aber es wird auch nicht gerade dagegengeredet. Und es ist nun mal so, dass ein Blatt nach dem anderen auf einen solchen Zug aufspringt, jedenfalls will man ja auch seinen Umsatz machen. Darüber zu diskutieren verniedlicht nicht die Untaten des 3.Reichs. Hatten wir uns nicht geschworen:"Wehret den Anfängen"?
Eine unabhängige Medienwelt haben wir jedenfalls nicht, wie auch wieder die Berichterstattung über den Krieg in Gaza gezeigt hat (muss jetzt vorsichtig sein, sonst werde ich wieder zensiert). Aber es ist doch sonderbar, dass jetzt, nachdem diverse Menschenrechtsorganisationen und die UN Kritik an Israel üben, auf einmal unsere Presse umschwenkt, während sie vorher ganz auf Merkel-Linie war.
Selbst CNN und BBC haben kritischer berichtet.
Mal ganz abgesehen davon, dass hier versucht wird, einen "Religionskrieg" zu unterstellen und das Wort Hamas niemals ohne den Zusatz "radikalislamisch" fällt.
Dumm nur, dass die die freien und demokratischen Wahlen gewonnen haben.

Übrigens hab ich gerade was Interessantes über die Gasvorkommen im Meer vor Gaza gelesen, an denen Israel großes Interesse hat. Noch ein Kriegsgrund?

Verallgemeinerungen sind immer gefährlich. Keine Presse ist davor gefeit, ich glaube es war in meinem zensierten Beitrag in dem ich über die Berichterstattung in der Türkei schrieb. Wenn hier ein von Türken bewohntes Haus abbrennt, auch wenn es durch einen Unfall geschieht, rufen die Verwandten meines Mannes in Panik an, weil dort verbreitet wird: "In Deutschland werden Türken verbrannt"

Genau wie Antisemitismus unter Muslimen sehr verbreitet ist, dabei haben wir mit dem jüdischen Volk und der Religion so einige Gemeinsamkeiten. Auch in der Diskriminierung.

Jedenfalls kann man doch von einer unabhängigen Presse (gilt natürlich für andere Medien auch) eine vernünftige Recherche verlangen, Hintergrundwissen und eine Ausdrucksweise die keine platten Verallgemeinerungen befördert.

Die ARD sagt, sie habe die "Gaza"-Sendung mit Anne Will ganz ohne äußeren Druck abgesetzt. Wenn man das nun glauben soll-ist das nicht traurig für einen öffentlich-rechtlichen Sender?
Warum hören und sehen wir so wenig über jüdischen Widerstand gegen israelische Aggression? Um beim aktuellsten Beispiel zu bleiben.

Wenn unsere Medien so vor die Hunde gehen, dann betrifft das nicht nur uns Muslime. Jede Gruppe kann jederzeit Opfer davon werden.

So und nun geh ich den Ethik-Unterricht vorbereiten für unsere muslimische Jugendgruppe. Erwähne ich nur, weil über sowas sonst niemand schreibt, nicht um mir auf die Schulter zu klopfen.

Grüße von Meryem

23.01.2009 maria magdalena

Um jetzt die Diskussion nicht ständig auf den Vergleich mit dem 3. Reich zu reduzieren: wir sollten uns doch wenigstens soweit darüber einig sein, dass es hier und heute keine staatlich gelenkte Hetzkampagne gegen Muslime gibt. Oder wo ist das Propagandaministerium, das die Berichterstattung lenkt?

Wenn vereinzelt Darstellungen heutiger Presseerzeugnisse Ähnlichkeiten mit der ein oder anderen Darstellung "des Juden" in nationalsozialistischen Organen haben, so kann man dies als bedauerlichen Ausrutscher bewerten, aber ganz sicher nicht als Beweis für die Vergleichbarkeit der Behandlung der Muslime in den heutigen Medien mit den Juden im 3. Reich.

Wer anderes behauptet, verfälscht Geschichte und verniedlicht die Untaten der Nazis.

23.01.2009 Meryem, deutsche Muslima

Hallo,
wer sagt, dass Visionen technischer/naturwissenschaftlicher Art, in Romanform vorausgedacht werden müssen? Es gibt anspruchsvolle naturwissenschaftliche Forschung in islamischen Ländern (islamisch immer eingeschränkt zu sehen, da die ideale islamische Gesellschaft nirgends vorhanden) genauso wie anderswo. Der Islam ist keine Religion, die Naturwissenschaften verteufelt, ganz im Gegenteil.
@Werner: "westliche Gesellschaftsortung" ist ein netter Tippfehler.
Die Visionen, die Muslime haben hier zu erläutern ist wohl kaum möglich, das würde mal wieder den Rahmen sprengen. Aber der Grundtenor wäre der einer gerechten Gesellschaftsordnung mit respektvollem Verhalten der Bürger untereinander, niemanden alleine und durch das soziale Netz fallen zu lassen, Sorge für schwächere Mitglieder der Gesellschaft, verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen und auch mit Gottes persönlichen Gaben, beispielsweise materiellen Gütern (diese anzuhäufen und nicht davon an Ärmere abzugeben, Gier und Neid schadet der eigenen Seele), Einsatz der Technik und der Forschung zum Nutzen der Menschheit, Bildung für Jeden, Achtung der Familie usw. usw.
Eigentlich nichts, dass nicht auch die "christlich-jüdische" Wertegemeinschaft gut finden würde, oder?

@Maria-Magdalena: wenn auf der Seite des IfM die Beispielbilder nicht zu finden sind, schade, einige der Artikel dort sprechen aber auch für sich.
Gezeigt hat Frau Dr. Schiffer in ihrem Vortrag  z.B.  Darstellungen der Weltkugel: ausgesaugt von "jüdischem Ungeziefer" im 3. Reich (Achtung ich zitiere nur, das ist nicht meine Meinung), in den Händen von vermummten Muslimen heute und als letztes gab es die Erde von einem chinesischen Drachen umschlungen (gibt auch noch andere Feindbilder)....alles aus aktueller Presse. Das ist das, woran ich mich jetzt noch erinnern kann, was diese Bildersprache angeht, gab aber noch mehr.
Das Institut beleuchtet nicht nur die Berichterstattung über den Islam, sondern setzt sich insgesamt kritisch mit den Medien auseinander und beschäftigt sich damit, in Schulen den verantwortlichen Umgang mit Medien zu lehren.

Grüße von Meryem

22.01.2009 Migrant

Worauf Christoph Mair vermutlich mit dem Fehlen von Science Fiction in der arabischen Literatur hinauswollte steckt im Wort "Science Fiction" selbst.
Es geht dabei nicht um Fiktionen allgemein, also um einfache Träumereinen bzw. „Erdichtungen“, die wohl in allen Kulturen zu finden sind wie etwa Fabelwesen (Einhörner, Drachen und Geister). So etwas findet sich auch in den Büchern der Buchreligionen wie auch in vielen anderen Sagen und Mythen. Natürlich gibt es auch im arabischen Kulturkreis viele solcher ausgedachten Wesen wie z.B. den Geist aus der Wunderlampe von Aladdin.

Es geht hierbei also um das Fehlen der "wissenschaftlichen" Träumereinen (Visionen) wie damals bei uns in den ersten Science Fiction Comics und Romanen wo es von Robotern, U-Booten (siehe Kapitän Nemo), Computern und zig anderen Sachen nur so wimmelte. Man hat sich also eine Zukunft ausgedacht, in der technische Sachen existieren, die es noch gar nicht gab. Wenn man sich heute einige alte Romane durchließt, kommt es einem nicht mehr wie Science Fiction vor. Denn diese "Spinnereien" wie Computer sind heute etwas Alltägliches.

Wenn Christoph Mair also behauptet, dass ein Kulturraum ohne [wissenschaftliche] Visionen kein Interesse an der Zukunft hat, dann ist damit wohl gemeint, dass dieser Kulturraum kein Interesse an einer Zukunft hat in der eine technische (naturwissenschaftliche) Weiterentwicklung statt gefunden hat oder immer noch statt findet. So habe ich das zumindest verstanden.

22.01.2009 maria magedalena

Habe auch von Frau Schiffer noch keinen Beleg dafür gefunden, dass irgendein heutiges Presseprodukt das Thema "Islam" in "Stürmer"-Manier behandelt oder das unsere Medien "gleichgeschaltet" seien.