DIK - Deutsche Islam Konferenz - Moscheebau ohne Konflikte?

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Moscheebau ohne Konflikte?

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Im Mai beschäftigt sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit dem Thema "Moscheebau". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Haben Sie schon einmal eine Moschee besucht? Was waren Ihre Eindrücke?
  • Wie sollten muslimische Bauherren Ihrer Meinung nach die Nachbarschaft, in der eine neue Moschee entsteht, in den Neubau einbinden?
  • Welche Art von Moschee ist für welchen Bauplatz in Deutschland passend? Unauffällig in einem größeren Mietshaus versteckt? Repräsentativ-klassisch mit goldener Kuppel und Minarett? Modern mit Glasfassade?
  • Wie wichtig ist für Sie als Muslim eine Moschee in der Nähe und welche Aufgaben sollte sie erfüllen?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

14.06.2011 Anna

Ich habe nichts gegen einen Sakralbau auf meinem Nachbargrundstück. Ich bin eine tolerante Atheistin.

Solange ICH weiterhin die Freiheit habe, oben ohne im Garten zu liegen, nackt in den Pool zu steigen, in meinem Garten Wein zu trinken und ein Schwein als Haustier zu halten, also ungeniert auf dem Nachbargrundstück gegen religiöse Regeln der betreffenden Religionsgemeinschaft zu verstoßen, ist es mir egal, ob eine Moschee, Synagoge, Kirche, buddhistisches Kloster, etc. auf dem Nachbargrundstück steht. Zu gut Deutsch, ich toleriere die Lebensweise von anderen (inclusive Gebetsruf oder Kirchenglocken) und möchte auch selbst toleriert werden.

30.03.2011 Reinhard Moysich

Moscheebau - Christentum - Menschenrechte
Als Karlsruher Bürger finde ich es zunächst grundsätzlich begrüßenswert, wenn in Karlsruhe eine deutschsprachige Moschee gebaut wird. Dies entspricht ganz der gesetzlich garantierten Religionsfreiheit, fördert die Integration und allgemein die Vielfalt des menschlichen Lebens in Karlsruhe.
Jedoch hat auch diese Freiheit - wie jede Freiheit - Grenzen; nämlich dort, wo die religiöse oder nichtreligiöse Weltanschauung von anderen anfängt.
Darum unterstütze ich die beiden katholischen und evangelischen Dekane Bechtold und Vogel, welche als Grundvoraussetzung für solch einen Bau die Anerkennung der Menschenrechte sehen.Denn nur dann ist ein friedliches Miteinander möglich, welches sehr erfreulicher Weise der Leiter des Muslimkreises Karlsruhe, Herr Aslandur, anstrebt.Die Menschenrechte verbieten die Bevorzugung oder Benachteiligung irgendeiner religiösen oder nichtreligiösen Weltanschauung. Dies bedeutet z.B., dass jeglicher Absolutheitsanspruch verboten ist.Tatsache ist jedoch, dass Islam, Christen- und Judentum leider noch immer ihre gleich lautenden kriegerischen Ansprüche aufrecht halten, jeweils die allein wahre und gültige Religion zu sein und als solche anerkannt zu werden. Daher gab und gibt es bis in die Gegenwart hinein unzählige grausam Ermordete auf allen Seiten!Somit verlangen die beiden Karlsruher Dekane vom in Karlsruhe zu predigenden Islam etwas, was sie von ihrer eigenen Religion überhaupt nicht verlangen! Obendrein bestehen beide Kirchen massiv menschenrechtswidrig - und dabei klar entgegengesetzt zur christlichen Nächstenliebe! - auf sehr vielen Bevorzugungen (insbesondere Kirchensteuer und viele christliche staatliche Feiertage).Hierzu passt, dass der Vatikan noch immer nicht die Menschenrechte anerkannt hat!Die nur allzu berechtigte Forderung der Dekane nach Anerkennung der Menschenrechte vor einem Moscheebau in Karlsruhe erscheint daher völlig unglaubwürdig, wenn sie nicht zugleich auch fordern, dass ihre Kirchen geschlossen oder gar abgerissen werden sollen, solange nicht die Oberhäupter ihrer Religionen offiziell den Absolutheitsanspruch entfernen und die Menschenrechte anerkennen!

29.03.2011 Burak

Ca.100 000 Christen leben in der Türkei,
ca. 4 mio. Muslime leben in Deutschland.
Also ist ein Vergleich abwegig.
Bei den letzten Kriegen - Amerika/Nato (ausgeschlossen die Türkei) vs. Irak/Afghanistan und Israel (Amerika) vs. Palästina - waren die Leidenden immer die Muslime.
Merkt doch einfach, dass ihr von den Medien gelenkt werdet. Es wird erzählt, dass in der Türkei Christen verfolgt werden, aber das ist völliger Schwachsinn. Klar gab es Einzelfälle, allerdings gibt es sowas auf der ganzen Welt.
Zum Bau der Moscheen: Einerseits stimme ich der Behauptung zu, dass in der Türkei bzw. in den Islamischen Ländern keine neuen Kirchen oder Ähnliches gebaut bzw. die alten saniert werden. Jedoch wie schon erwähnt leben in Deutschland viel mehr Muslime als Christen in der Türkei. Darum sollten wir mehr Verständnis auf allen Seiten zeigen.

14.09.2010 sarah

Komischerweise redet man meist über die Türkei im Zusammenhang mit muslimischen Ländern. In Tunesiens Hauptstadt Tunis ist eines der größten Gebäude im Zentrum der Stadt eine Kirche, noch aus Kolonialzeiten. Keiner will die abreißen. Allerdings gibt es nicht viele Christen dort. Ist es nicht verwunderlich, dass in einem fast komplett muslimischen Land eines der größten Gotteshäuser eine Kirche ist? Zeugt dies nicht auch von einer großen Toleranz gegen Christen? Das wäre doch in einem christlichen Land undenkbar, dass eines der großen Gotteshäuser eine Moschee ist?

14.03.2010 Hermann Ullrich

"Die Minarette sind die Speerspitzen des Islam", kommt das nicht bekannt vor? Diese Aussagen stammen neben anderen unfreundliche Worten von einem türkischen Politiker! Warum wird oft gegen den Willen der einheimischen Bevölkerung den Muslimen und deren Organisationen soviel Toleranz entgegen gebracht, die wir in muslimisch-islamischen Ländern vergeblich suchen?

12.02.2010 PoudMuslima

Zu Lothar Walter kann ich nur sagen du sagst du bist gegen Moschee bau also gegen eine einrichtung für Muslime wo sie beten hmm... andererseits sagst du du bist gläubig. Dann versteh ich nicht warum Christen einen Ort zum beten haben uns zwar überall in jedem kleinsten Dorf oder in der größten Stadt. Wir Muslime müssen dafür in die nächste Stadt fahren und haben nicht die Chance einfach mal so in die Moschee zu gehen.

07.01.2010 Lothar Walter

Ich bin kein Moslem sondern ein gläubiger Christ. Und würde daher mit Sicherheit keine Moschee betreten. Ich bin grundsätzlich gegen einen Moscheen Bau außer es wird in der gesamten Islamischen Welt erlaubt Christliche Kirchen zu Renovieren bzw. neue zu Bauen und das Evangelium von Jesus Christus genauso frei zu Verkündigen bzw. ohne Angst von Represalien Missionarisch tätig zu sein wie es hier in unserem Land die Moslems sind.
Lothar

26.10.2009 MM

An Stefan Höschler: Bitte keine Geschichtsverzerrung. Muslime haben mit Hitler gemeinsame Sache gegen die Juden gemacht und sind heute die antisemitischste Gruppe weltweit. Stichtwort: Holocaust-Leugnung etc. Ich finde diesen Vergleich extrem geschmacklos. Muslime wurden noch NIE so verfolgt wie Juden UND auf der Seite muslimmarkt wird offen zum Boykott israelischer Firmen aufgerufen. Also bitte nicht immer diese nervige Nazikeule sobald etwas kritisiert wird.

26.10.2009 Stefan Höschler

Früher waren es die JUDEN Heute sind es die MUSLIME Das Alte Spiel wir werden niemals schlau. Schande über Deutschland das ich mich für alle Einträge die geschrieben würden schämen muss. Von Menschen verstehen wir nicht viel aber angeblich von Menschenrechten?!

12.10.2009 Derick

Migrationshintergrund kann viele Ausgangssituationen haben seien es wirtschaftliche oder politische Gründe. Da muss man sich überlegen was das für Menschen sind ob Muslime, Christen, Hindus, Atheisten etc. Viele vermissen die Heimat, die Familie, die Kultur, man könnte jetzt platt fordern sie sollen wieder in ihre Heimat zurückkehren - viele möchten das vielleicht auch werden dann aber von der Realität eingeholt - in ihren Heimatländern werden sie ebenfalls schief angesehen, entweder als jemand der es zu was gebracht hat oder eben jemand der es nicht geschafft hat - beides ist mit Schwierigkeiten verbunden. Besonders junge Menschen wissen dann nicht wo sie hingehören, sprechen beide Sprachen schlecht und wissen nicht wo ihre Wurzeln liegen. In Deutschland sind sie Ausländer, in der Heimat der Eltern Deutsche, am Ende fühlen sie sich verloren und nirgendswo akzeptiert - wie soll Integration funktioneieren wenn man sich nicht akzeptiert fühlt, wenn man nicht weiß wo man steht in einer Gesellschaft? Grundlegend ist die deutsche Sprache von Nöten um in der deutschen Gesellschaft seinen Platz zu finden um nicht in einer diffusen Subkultur zu enden. Ich habe leider keine persönlichen Erfahrungen mit Deutsch oder Integratioskursen, aber ich behaupte mal das viele Menschen mit Migratiosnhintergrund eigentlich nicht vor hatten in Deutschland zu bleiben, sondern irgendwann mal wieder in die Heimat wollten und es dann aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen ( wie bereits oben erwähnt) nicht klappt wie sie es sich vorstellen. So, nun hat man einen Migranten der sich in Deutschland nicht zu Hause fühlt und seine Heimat verlassen hat, er/sie spricht die Sprache schlecht wird als "Kanake und Sozial schmarotzer" angesehen und hat im buchstäblichen Sinne keinen Plan von irgendwelchen Migrations oder Integratiosnangeboten - wie geht man auf solche Menschen zu ? Wie vermittelt man ihm, dass er eine Rolle in der deutschen Gesellschaft hat? Wie schafft man Akzeptanz für diese Menschen?