DIK - Deutsche Islam Konferenz - Moscheebau ohne Konflikte?

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Moscheebau ohne Konflikte?

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Im Mai beschäftigt sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit dem Thema "Moscheebau". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Haben Sie schon einmal eine Moschee besucht? Was waren Ihre Eindrücke?
  • Wie sollten muslimische Bauherren Ihrer Meinung nach die Nachbarschaft, in der eine neue Moschee entsteht, in den Neubau einbinden?
  • Welche Art von Moschee ist für welchen Bauplatz in Deutschland passend? Unauffällig in einem größeren Mietshaus versteckt? Repräsentativ-klassisch mit goldener Kuppel und Minarett? Modern mit Glasfassade?
  • Wie wichtig ist für Sie als Muslim eine Moschee in der Nähe und welche Aufgaben sollte sie erfüllen?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

13.07.2009 hatice

@MM

Auf alle der von Ihnen gestellten Fragen werde ich antworten, erwarte aber im Gegenzug, dass Sie es für aus der Sicht der Nicht-Muslimen auch tun.

1. Muslimische Verbände bzw. Moscheen bieten Tage der offenen Tür an, führen Moscheebesichtigungen durch, bei denen viel Aufklärungsarbeit geschieht, beteiligen sich an Diskussionen und Konferenzen unterschiedlichster Art. Gleichzeitig fordern Sie auch Ihre Gemeinden auf, sich am gesellschaftlichen Leben in Deutschland zu beteiligen, auch mal in die Kirche zu gehen, und selbst auch viel über den Islam zu informieren, damit beiderseitiges Verständnis entsteht.
Was tut die Mehrheitsgesellschaft, um ihre muslimischen Bürger zu integrieren?

2. Integration bedeutet für mich, potenziell am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilhaben, gleichzeitig aber die eigenen Wertvorstellungen beibehalten zu können. Potentiell deswegen, weil niemand gezwungen werden kann, in Kreisen zu verkehren, in denen er sich nicht wohlfühlt, egal aus welchen Gründen.
Was ist denn Ihrer Meinung nach Integration?

3. "Subtiler" Rassismus ist der alltägliche Rassismus, der oft nicht als solcher gesehen wird. Dazu zählen dumme Bemerkungen der Mehrheitsgesellschaft zur Herkunft und den Werten der Minderheitengruppen.
Was ist denn Ihrer Meinung nach Rassismus?

4. Ich lebe in einer Großstadt, wo, geht Sie nichts an.

13.07.2009 MM

An Hatice: sie schreiben, Integration ist ein beidseitiger Prozess.
Dazu habe ich vier Fragen an Sie.

1. Was genau tun Muslime bzw. deren Verbände um sich zu integrieren?
2. Was heißt Integration für Sie persönlich? Also wann ist die Integration eines Menschen sozusagen "abgeschlossen"?
3. Was meinen Sie mit subtilem Rassismus?
4. Wo in Deutschland leben Sie?


13.07.2009 maria magdalena

Hatice

Sie haben mir einem Satz recht: Ausländerfeindlichkeit, Intoleranz, Rassismus, Rechtsradikalismus etc. fängt nicht erst bei Inbrandstzungen von Türkenhäusern an!

Und nun überprüfen Sie Ihre Beiträge daraufhin. Denn nicht nur Deutsche sind rechtsradikal, rassistisch oder intolerant.

Mehr werde ich auf Ihre im Tonfall völlig unangemessenen Beiträge nicht mehr schreiben.

12.07.2009 hatice

@ Gerhard Niemeyer
Teil 2

"Und wenn Sie, Frau hatice, sich im christlichen Feindesland so sehr bedrängt fühlen dann steht es Ihnen frei, in ein Land zu gehen, in dem Frauen nur in Begleitung eines nahen männlichen Verwandten auf die Straße gehen dürfen oder wo Tschador und Burka die einzig angemessene Kleidung sind."
Was unterstellen Sie mir da eigentlich? Nie hab ich von einem "christlichen Feindesland" gesprochen und Christen, Juden, Atheisten etc. sind auch nicht meine Feinde!
Dass Sie immer gleich mit Burka und "nicht aus dem Haus gehen dürfen ohne einen Mann" argumentieren müssen, zeigt mir,
1. wie wenig Ahnung SIE von dem alltäglich in Deutschland gelebten Islam haben und
2. dass Sie garnicht vorhaben, Ihr Gegenüber zu verstehen und endlich mal Ihre Vorurteile beiseite zu schieben.

Ja, ich denke auch, dass Integration anders aussieht. V.a. ist er ein beidseitiger Prozess! Was meinen Sie, wie sehr willkommen und heimisch man sich fühlt, wenn einem sogar der Bau der eigenen Gebetsstätte am liebsten untersagt werden würde und die Gesellschaft, in der man lebt, einen wie Menschen zweiter Klasse behandelt?

12.07.2009 hatice

@ Gerhard Niemeyer
Teil 1

Von Diskriminierung spricht man, wenn Gruppen oder Individuen benachteiligt oder ungerecht behandelt werden. Insofern sind Tendenzen, Muslimen den Bau ihrer Gebetsstätte zu unterbinden, auch als Diskriminierung zu verstehen.
Wie oft waren Sie eigentlich in einer Moschee??? Haben Sie beobachtet, dass dort in irgendeiner Weise Politik gemacht wird? Ich nicht!
Sie wollen mich doch nicht ehrlich beschwichtigen, indem Sie sagen, Moscheen seien doch durch ein "Hinweisschild am Gebäude" erkenntlich?? Ich bitte Sie, bringen Sie mich nicht zum Lachen! Wissen Sie eigentlich, dass es ein ganz anderes Gefühl ist, wenn man in eine "richtige" Moschee mit Kuppel und Minarett geht? Und dass man dann den Kindern auch nicht erklären muss, warum die Moschee ja eigentlich aussieht wie ein normales Haus oder warum es mal eine alte Tankstelle war??? Das ist alles andere Gleichberechtigung!

Anscheinend reicht eine Diskussion über den Moscheebau in Deutschland aus, um alle Gedanken über den Islam wachzurufen. Sie vergessen allerdings das Wichtigste: Es geht hier um den Moscheebau in Deutschland! Wir leben nicht in Pakistan, im Iran oder sonstwo. Es geht hier nur um den Bau einer Moschee! Wie können Sie daran Ihre grundsätzlichen Fragen an den Islam, den Sie übrigens individuell aus der Ferne so wahrgenommen haben, aufziehen???
Wenn Muslime im Ausland für Aufstände sorgen, dann wird das sofort an ihrer Religion festgemacht und Millionen Menschen, die 1. dort nicht aktiv waren und 2. für das Verhalten anderer nicht verantwortlich gemacht werden können, verurteilt und benachteiligt! Sehen Sie das denn nicht? Mir ist es noch nie in den Sinn gekommen den "Krieg gegen den Terrorismus" als Vorwand zu benutzen, um alle Christen über einen Kamm zu scheren und als Terroristen zu bezeichnen! Was Sie machen, ist übrigens genauso falsch, wie es falsch wäre, SIE für den 2. Weltkrieg verantwortlich zu machen oder Sie jedes Mal aufzufordern, sich vom Antisemitismus abzugrenzen. Würde Sie das nicht unheimlich nerven?

12.07.2009 hatice

@maria magdalena

Hier eine ausführliche Antwort - nur für Sie!

1. Das Thema Rassismus habe nicht ich in dieses Forum gebracht. Lesen SIE mal genauer nach.
2. Wenn Sie selbst schon sagen, ich würde durch meine Antwort Kritiker nur bestätigen, beweisen Sie mir ja bereits, dass Sie mit einem bestimmten Bild an Muslime herantreten. Das nennt man VORURTEILE!
3. "Wo hat hier bitte schön jemand behauptet, "Menschen mit Migrationshintergrund nehmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg"?" Ich habe nicht behauptet, dass so etwas hier geäußert wurde, sondern habe meine eigene Erfahrung und meine eigenen Gedanken geäußert. So wie jeder andere hier auch. (Und das gleiche denke ich immer noch!)
4. Auf eine Diskussion über Dritte lasse ich mich mit Ihnen nicht ein. Lassen Sie MM und RG selbst antworten, wenn diese sich angesprochen fühlen. Sie sind nicht das Sprachrohr von denen! (Wo bleibt denn die Sachlichkeit??)
5. Und Sie bestätigen schon wieder, dass u.a. Sie voller Vorurteile sind, wenn Sie sagen "Auch Muslime müssen lernen, sachlich mit sachlicher Kritik umzugehen." Und jetzt werden Sie sich wieder ganz verbittert gegen "rechtsradikale Pöbeleien" wehren, so wie Sie es nennen. Aber dann geben Sie mir auch keinen Anlass dafür, indem Sie Personengruppen über einen Kamm scheren! Ausländerfeindlichkeit, Intoleranz, Rassismus, Rechtsradikalismus etc. fängt nicht erst bei Inbrandstzungen von Türkenhäusern an! Der alltägliche Rassismus ist viel subtiler!
6. Ich habe nie von einer "islamischen" Rasse gesprochen. Das Wort Rasse (in Bezug auf Menschen) benutzen aufgeklärte Personen ohnehin nicht, denn die Wissenschaft hat ja bereits deklariert, dass man bei Menschen nicht von Rassen sprechen kann. Es trifft nur für die Tierwelt zu!
7. "Wenn Sie die Christen und ihre Kirchen hier so stören, warum leben Sie hier in einem Land, das nach Ihrer Weltsicht ja voller "Rassisten" ist?"
Ich habe nicht behauptet, dass mich Christen oder Kirchen stören. Verdrehen Sie meine Worte nicht! Mich stören aber Personen, die glauben, sachlich zu argumentieren, wenn Sie versuchen, Ihre eingeschränkten Weltbilder zu demonstrieren!

10.07.2009 maria magdalena

Hatice

Es ist mir neu, dass es eine muslimische Rasse geben soll. Können Sie mich darüber aufklären?

Erwarten Sie eigentlich allen Ernstes, dass es für -hoch gegriffen- 4 Mio Muslime genausoviele Moscheen wie Kirchen für ca. 50 Mio Christen in diesem Land gibt - ganz abgesehen davon, dass viele Kirchen hunderte von Jahren alt sind. Sollen die abgerissen werden?

Wenn Sie die Christen und ihre Kirchen hier so stören, warum leben Sie hier in einem Land, das nach Ihrer Weltsicht ja voller "Rassisten" ist?

Ich warte immer noch auf einen Beitrag von Ihnen, der einer sachlichen Diskussion zugänglich ist. Dazu müssten Sie sich aber mal mit den Beiträgen in diesem Forum auseiandersetzen und nicht nur die Kapuze "Rassissmus" über alles stülpen.

09.07.2009 hatice

@nunu

Zum einen finde ich eine Definition von "Wikipedia" ohnehin nicht vertrauenswürdig und würde darauf nicht antworten und zum anderen habe ich auch nicht von Konvertieren geredet.
Um es aber dennoch zu erhellen: Rassismus fängt dort an, wo "rassische Merkmale", wo die Wissenschaft heute aber längst sagt, dass es sowas nicht gibt, Überhand gewinnen. Und das tut es, wenn Deutschen, die nunmal überwiegend nicht muslimisch sind, besondere Vorrechte zugesprochen werden eben aufgrund Ihres "Deutschseins" und die gleichen Rechte Nichtdeutschen aber verwehrt bleiben. Konkret bedeutet dies: Viele in diesem Forum regen sich darüber auf, dass es immer mehr Moscheen gibt und geben soll, negieren jedoch die Anzahl der Kirchen. Ich dachte, alle haben gleiche Rechte. Anscheinend ist es auch nur wieder ne Floskel mit Gleichberechtigung.

09.07.2009 Gerhard Niemeyer

Seite 2
Ich bin Christ. Und ich erlaube mir, in eine christliche Kirche zu gehen, die schon tausend Jahre hier steht. Und viele andere Christen gehen in viele andere Kirchen, die in Deutschland stehen. Wir leben nun einmal hier in Deutschland und eben nicht in einem sogenannten Gottesstaat, in dem Kirchen nicht gebaut werden dürfen. Wohingegen in Deutschland Moscheen gebaut werden dürfen.
Muslime gehen in ihre Moschee. Und diese liegen schon lange nicht mehr in Hinterhöfen. Und sie sind (jedenfalls in der Mehrheit) deutlich kenntlich durch Hinweistafeln an den Gebäuden.
Und wenn Sie, Frau hatice, sich im christlichen Feindesland so sehr bedrängt fühlen dann steht es Ihnen frei, in ein Land zu gehen, in dem Frauen nur in Begleitung eines nahen männlichen Verwandten auf die Straße gehen dürfen oder wo Tschador und Burka die einzig angemessene Kleidung sind. Sie werden jetzt entrüstet einwerfen, dass Sie hier geboren sind und jedes Recht haben, hier zu wohnen. Dieses Recht will Ihnen auch niemand nehmen. Also bleiben Sie hier und äußern Sie sich weiterhin kritisch. Aber dann bitte sachlich und ohne Ressentiments.
Es reicht nun einmal nicht, Religionsfreiheit und Teilhabe an der Gesellschaft einzufordern, andererseits aber Themen dieser Gesellschaft auszublenden. Integration sieht anders aus.
Gerhard Niemeyer

09.07.2009 Gerhard Niemeyer

Seite 1
An hatice, 07.07.2009 | 12:45:
In vielen Beiträgen lese ich immer wieder, das der Islam „diskriminiert“ wird. Wenn ich etwas kritisiere, dann ist das nun wirklich nicht gleichzusetzen mit Diskrimierung. Es sei denn, man kann mit Kritik schlecht oder gar nicht umgehen. Es ist natürlich ärgerlich wenn man auf Tatsachen angesprochen wird, die man am liebsten verdrängen möchte. Die Scharia ist so ein Thema. Sie basiert auf dem Koran und ist ein fester Bestandteil des Islam. Und sie ist in vielen islamischen Ländern geltendes Recht. Alles nur „Kultur“? Wohl eher nicht.
Der Iran ist ein sogenannter „Gottesstaat“. Proteste lassen diese selbstherrlichen „Geistlichen Führer“ brutal niederknüppeln. Die Berichterstattung der Presse wird restriktiv eingeschränkt. Und das alles im Namen Allahs. Wo bleibt der Aufschrei der Muslime in Deutschland. Die billige Ausrede, das seien „innere Angelegenheiten eines Staates“, ist eine reine Schutzbehauptung und hat in einer solchen Diskussion keinen Bestand. Es wird Zeit, dass die Imame in Deutschland sich positionieren und klar sagen, wie sie zu der Zerstörung einer Mädchenschule in Pakistan oder der Ermordung von deutschen Soldaten durch die Taliban in Afghanistan stehen. Dröhnendes Schweigen hat noch nie einen Dialog beflügelt.
Und weil dieser Dialog von den Imamen und den Moscheevorständen verweigert wird, sind nicht die Moscheen als sakrale Bauten, sondern die Bauherren das Problem. Und das wird sich auch nicht ändern, solange der verlängerte Arm der türkischen Religionsbehörde, die DITIB, die Moscheen dominiert. Und deshalb sind als Gebäude allerdings auch die Moscheen ein Problem, weil sie als Prachtbauten den politischen Islam repräsentieren und erst in zweiter Linie als Gebetsstätte für die Gläubigen zur Verfügung stehen.