DIK - Deutsche Islam Konferenz - Moscheebau ohne Konflikte?

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Moscheebau ohne Konflikte?

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Im Mai beschäftigt sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit dem Thema "Moscheebau". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Haben Sie schon einmal eine Moschee besucht? Was waren Ihre Eindrücke?
  • Wie sollten muslimische Bauherren Ihrer Meinung nach die Nachbarschaft, in der eine neue Moschee entsteht, in den Neubau einbinden?
  • Welche Art von Moschee ist für welchen Bauplatz in Deutschland passend? Unauffällig in einem größeren Mietshaus versteckt? Repräsentativ-klassisch mit goldener Kuppel und Minarett? Modern mit Glasfassade?
  • Wie wichtig ist für Sie als Muslim eine Moschee in der Nähe und welche Aufgaben sollte sie erfüllen?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

08.07.2009 Nunu

@hatice: Zitat aus Wikipedia:
"Der Rassismus ist von Formen kultureller oder religiöser Intoleranz abzugrenzen, die auf der Basis der gleichen psychologischen Mechanismen ebenfalls zu Ablehnung und Unterdrückung anderer Menschengruppen führen. Anders als beim Rassismus wird die Differenz zur eigenen Gruppe in diesen Fällen aber nicht als erblich und unveränderbar angesehen. Durch die religiöse Konversion oder die Annahme einer anderen kulturellen Identität ist eine Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen grundsätzlich möglich."
Das bedeutet, nachdem alle Ungläubigen (auch Christen) zum Islam konvertiert sind, eine Integration gelingen kann.
Und das wollen sehr viele eben nicht!

08.07.2009 maria magdalena

Hallo Hatice,

Ihr offenbar mit heißer Feder geschriebene Beitrag trägt nicht zur Versachlichung bei, zumal Sie offenbar auch die Beiträge nur sporadisch überflogen haben, sonst hätten Sie nicht geschrieben, es sei behauptet worden, Hinterhofmoscheen seien "die Regel in islamischen Ländern".
Leider merken Sie gar nicht, wie sehr Sie Kritiker bestätigen. Sie unterstellen den hier schreibenden Menschen ausschließlich "Vorurteile" und bezeichnen sie mehr oder weniger unverblümt als "Rassisten".
Wo hat hier bitte schön jemand behauptet, "Menschen mit Migrationshintergrund nehmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg"? Es wurde vielmehr in einigen Beiträgen unter Darstellung von Quellen Kritik geübt.
Es äußert sich mit Ralph Giordano ein Mensch, der sicher rechtsextremistischer Umtriebe völlig unverdächtig ist. Es äußert sich mit "MM" ein Mensch, der selber Ausländer ist und sich anhören darf, er sei Rassist (das geht übrigens meiner ex-muslimischen, ex-ausländischen Schwiegertochter genauso, die ja nun durchaus aus dem "Inneren" berichten kann).
Auch Muslime müssen lernen, sachlich mit sachlicher Kritik umzugehen. Rechtsradikale Pöbeleien habe ich in diesem Forum glücklicherweise noch nicht gesehen, und ich möchte sie auch nicht durch Ihre Unterstellungen herbeireden lassen.

07.07.2009 hatice

"Es sind diese verharmlosenden und weinerlichen Statements, die mich immer wieder aufhorchen lassen." schreibt Gerhard Niemeyer, wenn er über Menschen spricht, die aufgrund ständiger Diskriminierungserfahrungen die Nase voll haben, sich weiterhin stigmatisierende Statements gefallen zu lassen. Und nur nebenbei: So, wie die meisten Beiträge hier darüber ausheulen, sie dürften ihre Meinung nicht mehr sagen, ohne gleich als Rassist abgestuft zu werden, sieht es schon ganz so aus, als würden sie von sich selbst sprechen. Oh, ihr armen unterdrückten Wesen, jetzt könnt ihr noch nicht mal Eure festsitzenden und nicht mehr verrüttelbaren Vorurteile äußern, ohne zurechtgewiesen zu werden. Das erinnert mich immer mehr an rechte Szenen, die in meinen Augen auch nicht anderes sind als Selbsthilfegruppen (!), die sich gegeneinander ausheulen, jedoch mit dem aggressiv überspielten Hang zu menschenrechtsverletzenden Handlungen!
Menschen mit Migrationshintergrund stören nicht,
wenn sie sich in ihren Hinterhofmoscheen verstecken (übrigens ist dies NICHT die Regel in islamischen Ländern, so wie es hier von einer Leserin behauptet wurde),
wenn sie nicht erfolgreich sind, sondern klein und hilfsbedürftig und v.a. wenn sie gefälligst still sind und keine Anforderungen, Wünsche und Erwartungen äußern!
Tun sie nämlich das Gegenteil,
nehmen sie den Deutschen die Arbeitsplätze weg (wohlgemerkt: einer Klofrau nimmt man das nicht übel, schlimm wirds erst ab den angelernten Berufen),
werden sie mündig und maßen sich sogar an, die sie diskriminierenden Menschen als solche zu bezeichnen (übrigens: haben sie kaum Deutschkenntnisse, wird das kritisiert. Sprechen Sie hingegen genug deutsch, um sich auch endlich zu wehren (!), werden sie ungemütlich. Tja, so sind sie einfach!).
Und jetzt wollen sie auch noch eine Moschee bauen, die sollen sich gefälligst zufrieden geben mit den Rechten, die wir ihnen schon gegeben haben! HALLOOO??? Die Realität ist nicht so einfach und man kann seine egoistischen Gedanken nicht auf andere so überstülpen! Muslime sollen sich mit den Hinterhofmoscheen zufrieden geben, wohingegen es in jedem Stadtteil mindestens eine Kirche gibt, die auch laut sein darf, was sich der Müezzin aber nicht anmuten darf! Ich höre Sie sagen, "ja aber wir sind doch in Deutschland und klar gibt es hier so viele Kirchen". Hier fängt der Rassismus an! Und was machen Sie mit den Konvertiten??? Sollen sie auswandern, nachdem alle "Ausländer" endlich rausgejagt wurden?
Hört doch endlich auf damit. Jedem das seine!
Und vermischt nicht Kultur (Land xy) mit Religion (Islam)!
Wenn ich so vorgehen würde wie hier argumentiert wird, müsste ich ja aufgrund meiner Diskrimienrungserfahrungen denken, dass alle Deutschen Rassisten sind! Seht ihr Euch etwa da wider?
Grüße

07.07.2009 G.H.

Teil 1
ANTWORT an
Salam=Frieden, 16.06.2009 | 23:10

Gerne hätte ich Frau X ausführlicher geantwortet. Durch die Zeichenbegrenzung ist das leider nicht möglich.

Es sind diese verharmlosenden und weinerlichen Statements, die mich immer wieder aufhorchen lassen. Die Schreiberin sagt nicht oder sie blendet aus, warum der Islam so sehr scharf kritisiert wird. Taliban sind nun einmal Muslime, oder nicht? Auch heute noch wird in islamischen Ländern gesteinigt und ausgepeitscht. Jetzt ganz aktuell steht die Willkürherrschaft der Mullahs im Iran im Focus. Es handelt sich um einen islamischen Gottesstaat. Auch wenn alle diese Länder weit weg von Deutschland sind: Es handelt sich um Länder mit der islamischen Staatsreligion.

Doch, es geht um den Bau von Moscheen in Deutschland. Die Duisburger Moschee ist schön anzusehen, vor allem der Gebetsraum. Eine Moschee der DITIB. Und die DITIB ist der verlängerte Arm der Religionsbehörde in der Türkei. Der Imam ist Angestellter dieser Behörde. Nach eigenem Bekunden wurde sie gebaut, um den Muslimen in Deutschland ein Stück heimatliche Orientierung zu geben. Nach dem Auftritt von Herrn Erdogan in Köln gibt dies schon zu denken.

Und es geht darum, daß die Muslime uneingeschränkte Religionsfreiheit in Deutschland fordern, die Religionsbehörde in der Türkei aber auch nicht nur im Ansatz bereit ist, eine christliche Religionsausübung zu garantieren. Christliche Kirchen dürfen nicht gebaut werden. Besitz von Immobilien ist den christlichen Gemeinschaften in der Türkei nicht erlaubt. Die Geschehnisse rund um das Kloster Mor Gabriel sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür.

07.07.2009 G.H.

Und ja, es geht um Kopftücher, die ja angeblich nur ein Stück Stoff sein sollen oder lediglich ein religiöses Kleidungsstück. Tatsächlich ist es aber der Versuch des politischen Islams, die Grenzen gesellschaftlicher und staatlicher Toleranz auszutesten. In Aachen habe ich bei 30º Sonne eine Familie in Burka und Tschador gesehen. Der Herr des Hauses lief übrigens mit offenem Hemd nebenher.

Es geht bei dieser Diskussion aber auch um die Stellung der Muslime in der Gesellschaft. Die Muslime in Deutschland müssen sich positionieren. Es wird Zeit, daß die Imame in denMoscheen eindeutig und nachhaltig Stellung beziehen und ein Verbrechen auch als Verbrechen bezeichnen. Wenn in Ägypten Schweine lebend verscharrt werden, ist dies ein Verbrechen. Und wenn Kinder durch Gehirnwäsche dazu gebracht werden, sich mit Sprengstoffgürteln in die Luft zu jagen, findet diese Intoleranz gegenüber der eigenen Bevölkerung in der muslimischen Welt in Deutschland nicht statt. Die Imame als Repräsentanten der Muslime müssen sich endlich dazu äußern, ob die Unterdrückung der Frauen und das Verbot von Schulbildung für Mädchen in Ordnung ist oder nicht.
Oder kann es sein, daß die Rechtsgelehrten in den islamischen Ländern eine derartige Machtfülle und einen derartigen Einfluß besitzen, um auch die Muslime in Deutschland zu disziplinieren.

Vielleicht ist Frau X ja bereit, mir zu antworten.

06.07.2009 MM

Da ich selbst Ausländer bin, könnte ich über den Rassismus-Vorwurf nur lachen, verstehe meinen Vorredner nur zu gut. Und das obwohl der Islam ja gar keine Rasse ist... es ist NUR eine Religion. Finde es traurig, dass man plötzlich mit Nazis in eine Ecke gestellt wird, bzw. davor Angst haben muss, wenn man kritisch ist.

06.07.2009 Claudia

Es stört mich die hier immer wieder auftauchende Argumentation, dass in den islamischen Ländern doch dies und jenes auch nicht für die Christen gemacht wird usw.. Aber ganz wichtig ist doch hierbei, dass wir uns nicht mit diesen Ländern auf eine Stufe stellen müssen und nach dem Prinzip verfahren, was ihr nicht macht, machen wir auch nicht! Da würde die Welt ja still stehen, wenn jeder so denken würde. Und außerdem muss man ja bedenken, dass wir hier in Deutschland ein Einwanderungsland sind und daher einfach eine sehr große Zahl von Muslimen im Land haben, die auch nicht mehr gehen werden, sondern die Teil unseres Landes sind. Und deswegen muss man ihnen auch ermöglichen ihre Religion auszuüben. Das ist der Lauf der Zeit! Es gab immer mal Einwanderungsbewegungen und von daher ist es an der Zeit, dass hier alle mal akzeptieren, wie die Situation einfach ist! Oder was ist euer Plan? Was ist denn so schlimm daran, wenn man Muslimen eine Moschee bauen lässt oder sie ihren Religionsunterricht haben lässt? Und auch die Argumente, dass das, was im Koran steht, man ja nicht unterrichten dürfe, weil das gegen die Gleichberechtigung der Geschlechter geht usw. finde ich unpassend! Aber dann seht euch doch mal die Bibel an! Da ist das Bild doch nicht anders und trotzdem wird unser Religionsunterricht ja auch nicht verboten!
Ich finde man sollte nicht den wahren Kern einer Religion vergessen, nämlich dass sie für viele Menschen einen Halt im Leben darstellt und Perspektiven schafft! Durch die ganzen Diskussionen wird meiner Meinung nach die Religion zu etwas anderem gemacht als sie eigentlich ist!
Leben und Leben lassen ist die Devise!

02.07.2009 MH

Teil 1 von 2

Was denkt die Islamische Welt über denn Bau von Gebetshäusern von Nichtmuslimen oder Christlichen Kirchen in islamischen Ländern?

Sehen sie z.B. hier:

Fatwa: Wie wird der Bau von Gebetshäusern von Nichtmuslimen in islamischen Ländern beurteilt?

Rechtsgutachten vom 22.07.2004
Vom Rechtsgutachtergremium Ägyptens

Frage: Wie beurteilt der Islam den Bau von nichtmuslimischen Gebetshäusern in islamischen Ländern?

Antwort: "Imam Ahmad (bin Hanbal) und Abu Dawud überlieferten Ibn Abbas Aussprüche des Propheten Muhammad: 'Es darf keine zwei [verschiedenen] Gebetsrichtungen in einem Land geben. Und ein Muslim zahlt keinen Tribut'. Al-Shaukani bezeichnete in "nail al-autar" die Überlieferer dieser Überlieferung als glaubwürdige Männer."

"Ibn Udai überlieferte von Umar Ibn al-Khattab [dem zweiten Kalifen nach Muhammad]: 'Eine Kirche darf im Islam weder gebaut noch renoviert werden... Die Meinung der Shafiiten wird in 'al-Iqna' (Kap. 2, S. 265-266) von al-Khatib erwähnt. Dort heisst es, dass die Schutzbefohlenen in einem Land, das von Muslimen eingenommen wurde, keine Kirche, keinen Gebetsraum oder ein Kloster bauen dürfen, z. B. in Kairo oder Bagdad. Dies gilt auch in Ländern [oder Regionen], deren Einwohner zum Islam übertraten, z. B. in Medina oder dem Jemen, weil Allahs Prophet sagte: 'Keine Kirche darf im Islam gebaut werden'. Das Bauen einer Kirche ist eine Überschreitung [des Erlaubten]. Deshalb ist dies in einem muslimischen Land nicht erlaubt. Falls Kirchen gebaut wurden, werden sie abgerissen. Es spielt keine Rolle, ob dies [das Verbot des Kirchenbaus] ihnen [den Christen] schon [von muslimischen Machthabern] erläutert wurde oder nicht.

02.07.2009 MH

Teil 2 von 2

Das Gleiche gilt in Ländern, die mit Zwang von Muslimen erobert wurden, z. B. Ägypten und Isfahan [Iran], weil diese [Gebiete] von Muslimen durch Besatzung eingenommen wurden. Diese Gebiete dürfen nicht zu einer Kirche werden. Kirchen dürfen in ihnen nicht gebaut werden. Falls Kirchen dort verfallen, dürfen sie nicht wieder aufgebaut werden. Falls wir ein Land durch einen Friedensvertrag erobern, z. B. Jerusalem, der ihnen [den Christen] die Existenz in ihrem Land erlaubt, das uns ab jetzt gehört, wird ihnen das Erhalten und das Bauen von Kirchen gestattet. Falls der Friedensvertrag [mit den Christen] die Kirchen nicht erwähnt, dürfen Kirchen eher nicht gebaut werden. In diesem Fall werden die Kirchen abgerissen."

"Al-Qurtubi, der als Maliki [Vertreter der malikitischen Rechtsschule] gilt, äußerte sich in seiner Auslegung (Kap. 12, S. 70) unter Abschnitt fünf folgendermaßen: 'Ibn Khuais Mindad sagte: Dieser [Koran-]Vers - 'Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiß Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Allahs des öfteren genannt wird, niedergerissen worden', (Sure 22, 40) - besagt, dass Kirchen und Gebetshäuser der Schutzbefohlenen nicht abgerissen werden dürfen. Sie [die Christen] dürfen jedoch keine [neuen] Kirchen erbauen. Sie dürfen die Größe [ihrer Kirchen] nicht erweitern oder sie erhöhen. Muslime dürfen Kirchen weder betreten noch in ihnen beten. Wenn sie [die Christen] den Bau [der Kirchen] verändern, werden sie abgerissen. Kirchen und Gebetshäuser, die sich in Haus des Krieges befinden, werden abgerissen. Sie [die Christen] dürfen diese [Kirchen zahlenmäßig] nicht vergrößern, weil dies als Demonstration der Gottlosigkeit gilt."

Quelle: www.al-eman.com

Denken Sie mal darüber nach!

Grüße
Martina

01.07.2009 Gerhard Niemeyer

Für Salam=Frieden
Gerne hätte ich Frau X ausführlicher geantwortet. Durch die Zeichenbegrenzung ist das leider nicht möglich.

Es sind diese verharmlosenden und weinerlichen Statements, die mich immer wieder aufhorchen lassen. Die Schreiberin sagt nicht oder sie blendet aus, warum der Islam so sehr scharf kritisiert wird. Taliban sind nun einmal Muslime, oder nicht? Auch heute noch wird in islamischen Ländern gesteinigt und ausgepeitscht. Jetzt ganz aktuell steht die Willkürherrschaft der Mullahs im Iran im Focus. Es handelt sich um einen islamischen Gottesstaat. Auch wenn alle diese Länder weit weg von Deutschland sind: Es handelt sich um Länder mit der islamischen Staatsreligion.

Doch, es geht um den Bau von Moscheen in Deutschland. Die Duisburger Moschee ist schön anzusehen, vor allem der Gebetsraum. Eine Moschee der DITIB. Und die DITIB ist der verlängerte Arm der Religionsbehörde in der Türkei. Der Imam ist Angestellter dieser Behörde. Nach eigenem Bekunden wurde sie gebaut, um den Muslimen in Deutschland ein Stück heimatliche Orientierung zu geben. Nach dem Auftritt von Herrn Erdogan in Köln gibt dies schon zu denken.

Und es geht darum, daß die Muslime uneingeschränkte Religionsfreiheit in Deutschland fordern, die Religionsbehörde in der Türkei aber auch nicht nur im Ansatz bereit ist, eine christliche Religionsausübung zu garantieren. Christliche Kirchen dürfen nicht gebaut werden. Besitz von Immobilien ist den christlichen Gemeinschaften in der Türkei nicht erlaubt. Die Geschehnisse rund um das Kloster Mor Gabriel sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür.

Und ja, es geht um Kopftücher, die ja angeblich nur ein Stück Stoff sein sollen oder lediglich ein religiöses Kleidungsstück. Tatsächlich ist es aber der Versuch des politischen Islams, die Grenzen gesellschaftlicher und staatlicher Toleranz auszutesten. In Aachen habe ich bei 30º Sonne eine Familie in Burka und Tschador gesehen. Der Herr des Hauses lief übrigens mit offenem Hemd nebenher.

Es geht bei dieser Diskussion aber auch um die Stellung der Muslime in der Gesellschaft. Die Muslime in Deutschland müssen sich positionieren. Es wird Zeit, daß die Imame in den Moscheen eindeutig und nachhaltig Stellung beziehen und ein Verbrechen auch als Verbrechen bezeichnen. Wenn in Ägypten Schweine lebend verscharrt werden, ist dies ein Verbrechen. Und wenn Kinder durch Gehirnwäsche dazu gebracht werden, sich mit Sprengstoffgürteln in die Luft zu jagen, findet diese Intoleranz gegenüber der eigenen Bevölkerung in der muslimischen Welt in Deutschland nicht statt. Die Imame als Repräsentanten der Muslime müssen sich endlich dazu äußern, ob die Unterdrückung der Frauen und das Verbot von Schulbildung für Mädchen in Ordnung ist oder nicht.
Oder kann es sein, daß die Rechtsgelehrten in den islamischen Ländern eine derartige Machtfülle und einen derartigen Einfluß besitzen, um auch die Muslime in Deutschland zu disziplinieren.