DIK - Deutsche Islam Konferenz - Moscheebau ohne Konflikte?

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Moscheebau ohne Konflikte?

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Im Mai beschäftigt sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit dem Thema "Moscheebau". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Haben Sie schon einmal eine Moschee besucht? Was waren Ihre Eindrücke?
  • Wie sollten muslimische Bauherren Ihrer Meinung nach die Nachbarschaft, in der eine neue Moschee entsteht, in den Neubau einbinden?
  • Welche Art von Moschee ist für welchen Bauplatz in Deutschland passend? Unauffällig in einem größeren Mietshaus versteckt? Repräsentativ-klassisch mit goldener Kuppel und Minarett? Modern mit Glasfassade?
  • Wie wichtig ist für Sie als Muslim eine Moschee in der Nähe und welche Aufgaben sollte sie erfüllen?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

30.06.2009 MM

Ich kann mich Ralph Giordano nur anschließen.
Und zu Salams Aussage: "Das Problem hierbei ist, dass alle Muslime ganz pauschal zu ein demselben Feindbild stereotypisiert werden."
Ich vermisse die Muslime, die dafür bzw. dagegen auf die Strasse gehen, die sich lauthals von Islamisten und Terroristen distanzieren. Das macht einen seltsamen Eindruck und es Kritikern sicher nicht leichter ihren Generalverdacht abzulegen. Blickt man z.B. in den Sudan, oder nach Somalia ist es fast lächerlich, dass sich Muslime in einer Opferrolle sehen... wo werden denn heutzutage moderate Muslime verfolgt? Ich kenne kein einziges Land, aber einige in denen der Spieß umgedreht ist und Islamisten regelrecht Jagd auf Christen machen...wie eben z.B. in Somalia/Sudan...

24.06.2009 Noora

Der allergrößte Teil der hier lebenden Muslime besucht überhaupt keine religiösen Veranstaltungen:
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E753429C142B74F229189052B9E0BCF91~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Moscheen gibt es also bereits mehr als genug. Trotzdem wollen uns diverse Funktionäre (und dazu zähle ich auch nichtmuslimische Politiker, die scheinbar irgendeiner Lobby verpflichtet sind) permanent vom Gegenteil überzeugen. Da stimmt doch irgendwas nicht.

20.06.2009 Nunu

Was in den immer größer werdenden Moscheen gepredigt wird ( in deutscher Sprache?), und das alles nicht immer so harmlos ist, wie hier Salam meint, ist Stein des Anstoßes!

16.06.2009 Salam=Frieden

Ich kann den Frust mancher oder auch vieler Deutscher verstehen, dass man es satt hat im eigenen Land als Rassist zu gelten, nur weil man mal Kritik äußert. Das würde mich auch stören. Jedoch muss man auch die andere Seite der Medaille betrachten. Kaum eine Religion ist in den letzten Jahren so dermaßen von den Medien zerrissen worden, wie der Islam. Das Problem hierbei ist, dass alle Muslime ganz pauschal zu ein demselben Feindbild stereotypisiert werden. Nun ist es auch nicht ganz einfach als einzelne unabhängige Muslimin den Frust der Kritiker abzufangen und sich für jedes Verbrechen, dass jemals von einem Muslim begangen wurde zu rechtfertigen. Nun gut, man hat gelernt drüber zu stehen.
Aber um nun zum Thema zu kommen. Stimmt, das Thema der großen Moscheen ist verstärkt ein Phänomen der letzten Jahre und selbstverständlich, hat man sich zuvor auch mit den so genannten "Hinterhofmoscheen" zufrieden gegeben. Jedoch nutzt man selbstverständlich die Chance, wenn man sie denn hat, um sich nicht mehr in einem "Hinterhof" verstecken zu müssen und somit der deutschen Gesellschaft ja nicht zumuten zu müssen, dass man doch tatsächlich auch für sich ein repräsentatives Gebetshaus beansprucht. Denn um nichts weiter geht es. Gegen wunderschön verzierte Synagogen und Kirchen sagt niemand etwas, aber wenn mal eine große Moschee zu sehen ist eckt dies sofort an.
Seien wir mal ehrlich. Es gehr hier weniger um den Bau einer Moschee, an der man auch einfach vorbeilaufen und sie ignorieren kann, im schlimmsten Falle. Es geht hier um all den Frust, der sich aufgestaut hat. Es geht um eben diese Jugendlichen, die die Deutschen beleidigen und sonstiges und gegen die man nichts machen kann, es geht um die Frauen mit ihren Kopftüchern, die sich einfach nicht anpassen wollen und um die Männer, die ihre Frauen natürlich kollektiv unterdrücken. Die Moschee ist nur der Vorwand unter dem diese Verbitterung endlich mal ihre Formen annehmen kann. Und es gibt für mich keinen Grund aufgrund dessen in die rechte Szene abzudriften und schon gar nicht ist dies gerechtfertigt. Denn ganz im Gegenteil. Dialogförderung und Gespräche mit der Mehrheit der Muslime, die es übrigens auch verurteilen, wenn ein "Türke" einen "Deutschen" beschimpft scheinen mir da doch ratsamer, anstatt auf Konfrontation zu gehen. Wir leben doch alle in diesem Land und wie viel schöner würde sich dieses Leben gestalten, wenn wir alle- Muslime und Nichtmuslime- nach dem Motto: "Leben und Leben lassen" handeln würden.
Die Moschee tut niemandem weh und die Geschäfte und Teehäuser etc. auch nicht. Man erledigt dort seine Einkäufe oder trinkt halt mal einen Tee, was ja wohl noch legitim sein wird.
Wenn man die Sache vielleicht etwas nüchterner betrachtet, wird man merken, wie sinnlos die Diskussion und die Aufruhr drum herum ist.
Mit den allerbesten Grüßen an alle, Deutsche, Türken, Araber, Italiener, etc. pp.

16.06.2009 George Harrison

Warum müssen wir eine Moschee dulden? Sind wir nicht in Deutschland? Es wird bestimmt in Iran keine Judische "Temple" geduldet.

29.05.2009 maria magdalena

Meines Wissens sind Moscheen mit Kirchen nur sehr eingeschränkt vergleichbar (man mag mich korrigieren, wenn ich falsch liege), denn nur der Gebetsraum ist "Gotteshaus", während die katholische Kirche ein Haus Gottes ist. Insofern verwundert mich immer wieder, dass mit "Religionsfreiheit" der Bau jeder Großmoschee, in der Läden, Versammlungsräume usw. Platz finden, gefordert wird. Interessanterweise gibt es auch in islamischen Ländern zahlreiche Moscheen in Läden oder kleinen Häusern, was hierzulande neuerdings mit dem Begriff "Hinterhofmoschee" negativ bezeichnet wird. Ich habe mich oft gefragt, warum nach Jahrzehnten, in denen diese Moscheen den Gläubigen völlig ausreichten, jetzt der Trend zur Großmoschee geht und komme zu ähnlichen Schlüssen wie Ralph Giordano.
Am Thema "Moscheebau" entzündet sich offenbar der ganze Frust über die Entwicklung der vergangenen Jahre, wie sie von Atheist und Ralph Giordano dargestellt wird und wie viele Menschen sie im Alltag erleben. Man muss die negativen Tendenzen benennen dürfen, ohne als "Nazi", "Ausländerfeind" oder "islamophob" dargestellt zu werden.






28.05.2009 Atheist

Schön, daß Herr Giordano sich hier "zu Wort meldet", denn ihm kann ja wohl kaum jemand Nähe zu Nazis andichten.

Ich merke selber, wie sehr ich jedes Wort, welches ich hier schreiben will, auf die Goldwaage lege um nicht zu riskieren, in den Verdacht von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit oder gar "Islamophobie" (die gewisse Leute gerne als Straftatbestand sähen) zu geraten oder meinen Beitrag nicht veröffentlicht zu bekommen.

Die "Zensoren" mögen ja in Foren und blogs unliebsame Beiträge in den Papierkorb zensieren, an der Meinung der Mehrheit der Bevölkerung zu gewissen Entwicklungen bezüglich Islam wird eine solche Zensur nicht ändern.
Zu viele sehen seit geraumer Zeit eine antideutsche Entwicklung, nicht zuletzt dadurch, daß Moslems ungestraft "Scheißdeutsche, Schweinefresser, und Schlampe oder Hure (zu Mädchen und Frauen ohne Kopftuch)" sagen dürfen.
Antideutsche Äußerungen werden, anders als z.B. antitürkische, nicht gleichwertig juristisch verfolgt.

Und da wundern sich die Berufsbetroffenen gewisser Parteien, daß die Gesellschaft nach rechts abdriftet und dies durch Wahlen auch deutlich demonstriert.

Was Moscheebau betrifft: niemand hat etwas gegen Moscheen als Gebethäuser, wenn sie mit Kirchen, Synagogen oder hinduistischen Tempeln verglichen werden können.

Interessanterweise sind die ins Gerede geratenen Mega-Moscheen aber alles andere als Gebethäuser und es ist zweifelhaft, ob ein Moscheekomplex, zu dem z.B. eine Kampfsportschule und ein Männerlokal (Teehaus/Cafe) gehören wirklich i.S. des GG geschützt sind.

Außerdem ist es mehr als zweifelhaft, daß ein Häufchen Moscheebesucher Millionensummen durch Spenden für die Finanzierung der Moscheen aufbringen kann.
Das beharrliche Schweigen der Bauherren über die wirkliche Herkunft der Gelder tut ein Übriges, bei der Bevölkerung eine ablehnende Haltung zu provozieren.

28.05.2009 Sandergepeter

Für jede christliche Kirche in einem muslimischen Land , eine Moschee in einem christlichen Land.

27.05.2009 Ralph Giordano

Da schießen Großmoscheen mit 50 m hohen Minaretten in den Himmel, während gleichzeitig bekannt wird, dass auf deutschem Boden an die 200 weitere auf dem Reißbrett entstehen... Doch wehe, wer das für ein integrationsfeindliches Signal hält, daran Kritik übt und fragt: Wer finanziert die Millionenbeträge, wenn nicht die „Behörde für Religiöse Angelegenheiten“ Diyanet in Ankara? Und welche Rolle spielt dabei der „Herr der Moscheen“, der bei Köln residierende Ibrahim El-Zayat, Generalsekretär des „Islamischen Konzils“, bekennender Hamas-Sympathisant und von Sicherheitsorganen auch die „Spinne im Netz“ genannt? Nach deutschen Umarmern, Gutmenschen vom Dienst, Multikulti-Illusionisten, xenophilen Einäugigen und Beschwichtigungsdogmatiern Fragen, die nur von Rassisten gestellt werden können.
Dazu nein und dreimal nein: Schluß mit der deutschen Scheu, sich aus Furcht vor falscher Stigmatisierung mundtot machen zu lassen!
Ein Fremdenhasser, wer wissen will, ob das Kopftuch bei Zwölfjährigen ein Zeichen religiöser Selbstbestimmung sei oder eine von den Eltern verordnete Zwangsmaßnahme? Ein Ausländerfeind, der sich Gedanken macht über die inflationäre Betroffenheit muslimischer Frauen durch Gewalt in den Paarbeziehungen? Ein Türkenschreck, der hinweist auf die grundgesetzwidrigen Abmeldungen von Schülerinnen beim Sportunterricht, oder auf den signifikant überdurchschnittlichen Anteil an Migranten bei der Jugendkriminalität? Ein Antimuslim-Guru, wer sich darüber entsetzt, dass muslimische Mädchen und Frauen bis hinein in die unsägliche Perversität der „Ehrenmorde“ bedroht sind, sobald sie archaischen Auffassungen trotzen und mit der Integration ernst machen wollen? Schließlich – ein Nazi, der sich Gedanken macht, ob die Deklassierung der Frau nicht ein kultur- und religionsimmanenter Bestandteil des Islam ist?
Statt Fragen wie diese kritisch zu beantworten, hat sich ein prägender Teil der zugewanderten Verbandsfunktionäre angewöhnt, in Opferpose über die Missstände in den Parallelgesellschaften zu schweigen oder sie zu relativieren.
Solange die muslimische Minderheit sich aber der Erkenntnis verweigert, dass es, neben zweifellos deutschen Versäumnissen, in erster Linie eine Haltung, Werte, Lebensentwürfe, Sitten, Gebräuche und Traditionen sind, die eine Integration, die diesen Namen verdient hätte, bisher verhindert haben, solange wird sich am Status quo nichts ändern.
Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem.

25.05.2009 hilal

An die, die sich trauen es von einem anderen Blichwinkel die Sache zu beobachten!
Wenn ich es richtig verstanden habe, hatten sie keine Mosche besucht, wie sind sie sich dann so sicher das man es ohne Kopftuch nicht betreten darf ?!
Unter Integration verstehen wir, vor allem ich, das man sich der Land in den man lebt oder leben muß, sich Gesetzlich und Sprachlich anpasst. So viel ich weiss, ist im DGB § 2 , die Religionsfreiheit dick unterstrichen oder sind die Moslems davon ausgeschlossen. Der Geist kennt keine Grenzen somit auch nicht die Glaube des Menschen. Alles andere wäre nicht Integration sondern " Asumilation " und das wiederum verstöst gegen die Menschenrechte. Wir sind immer die von dem man etwas verlangt, wie viel Interesse hat den die deutsche Gesellschaft, an eine Reibungslose zusammenleben?!
Ich denke, wenn unsere Großeltern, Eltern und jetzt wir später unsere Kinder , für den aufbau Deutschlands etwas beigetragen haben, haben wir auch das Recht hier zuleben so wie wir uns wohlfühlen. Für alle andere die damit nicht Leben können tut es mir leid!!