DIK - Deutsche Islam Konferenz - Moscheebau ohne Konflikte?

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Moscheebau ohne Konflikte?

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Im Mai beschäftigt sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit dem Thema "Moscheebau". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Haben Sie schon einmal eine Moschee besucht? Was waren Ihre Eindrücke?
  • Wie sollten muslimische Bauherren Ihrer Meinung nach die Nachbarschaft, in der eine neue Moschee entsteht, in den Neubau einbinden?
  • Welche Art von Moschee ist für welchen Bauplatz in Deutschland passend? Unauffällig in einem größeren Mietshaus versteckt? Repräsentativ-klassisch mit goldener Kuppel und Minarett? Modern mit Glasfassade?
  • Wie wichtig ist für Sie als Muslim eine Moschee in der Nähe und welche Aufgaben sollte sie erfüllen?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

18.05.2009 Nunu

An Atheist:
auch ich fand keinen Hinweis im Koran, dass Moscheen für Gebete vorgeschrieben sind. Koranschulen oder Madrase sind doch in normalen Häusern unterzubringen.
Als Christin besuche ich keine Moschee. Schon deshalb nicht, weil ich ohne Kopftuch dort nicht hineingelassen werde.
Imame, die als Gast dort reden dürfen, sprechen auch nicht deutsch, so dass ich sie nicht verstehen würde. Worüber sie predigen, würde mich schon interessieren.
Zur Integration tragen Moscheen nicht bei, eher zur Festigung einer Parallelgesellschaft!
Nur die Möglichkeit, eine Heirat zwischen religiös unterschiedlichen Menschen zu gestatten, könnte Integration bedeuten.

16.05.2009 Karl

Habe nicht den Eindruck, dass sich Muslime intensiv um Integration bemühen, halte insbes. die Vertreter von DiTib und Miligörüz für wenig glaubwürdig. Sehen wir einmal davon ab, dass sie gerade einmal rd. 15 v.H. der Muslime in D vertreten, so bleibt festzustellen, dass diese Organisationen ihren Hauptsitz in der Türkei haben und nicht gerade dafür bekannt sind, die Ungleichbehandlung der christlichen Kirchen in der TR beseitigen zu wollen. Wäre mir sicher, dass es den Bürgern leichter fällt, Moscheen in D. zu akzeptieren, wenn Gleiches für den Kirchenbau und insbesondere für die Christen in der TR gilt.

15.05.2009 Atheist

Bei mehreren Reisen in die Türkei besuchte ich auch etliche Moscheen.
Sie befanden sich durchweg in "gewachsenen" Ansiedlungen und erschienen nicht wie ein Fremdkörper zwischen die bereits vorhandene Bebauung/Architektur gesetzt, was aber durch die islamische Prägung der Türkei durchaus paßt.

Anders ist es, wenn Moscheen in gewachsene, nichtislamische Ansiedlungen hineingebaut werden sollen.

Oft handelt sich bei diesen Projekten ja gar nicht um Moscheebauten sondern um Megakomplexe, die zum größten Teil aus gewerblicher Fläche bestehen, in die dann die eigentliche Moschee (der Gebetsraum) integriert sein soll.

Es ist verständlich, wenn Anwohner gegen solche Großprojekte Sturm laufen, vor allem, wenn sie nicht gefragt werden und der Bau über ihre Köpfe hinweg beschlossen wird oder schlimmer: wenn besorgten Anwohnern eines frankfurter StadtTEILS wegen der vorgesehenen 4. oder 5. Moschee von einer islamischen
Immigrantin gesagt wird, daß sie ja wegziehen können, wenn es ihnen nicht paßt.

Verwunderlich ist, daß die Moschee-Bauherren auch für den erheblichen gewerblichen Gebäudeteil die Religionsfreiheit bemühen.

Kein Buchladenbetreiber, kein Cafehaus-Betreiber, kein Kampfsportschulenbetreiber ohne islamischen Hintergrund käme auf die Idee, daß sein Gewerbe durch die Religionsfreiheit geschützt ist, nur Angehörige des Islam kommen auf so was und ihnen wird das auch brav gewährt.

So weit mir bekannt ist, schreibt der Islam für die Gebete Moscheen gar nicht vor, schon gar keine Minarette.