DIK - Deutsche Islam Konferenz - Religionsunterricht und Bildung

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Religionsunterricht und Bildung

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Ihre Meinung zählt, diskutieren Sie mit und schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema "Islamischer Religionsunterricht und Bildung in Deutschland", zum Beispiel zu folgenden Fragestellungen:

  • Sollte es Ihrer Meinung nach islamischen Religionsunterricht an deutschen öffentlichen Schulen geben?
  • Haben Sie vielleicht schon Erfahrungen mit einem Schulversuch zum islamischen Religionsunterricht gemacht? Wie wirkt sich der Unterricht auf den Schulalltag aus? Gerne würden wir über Ihre Eindrücke lesen.
  • Welche Inhalte sollten im islamischen Religionsunterricht behandelt werden? Könnte man sich an den Lehrplänen für den christlichen Religionsunterricht orientieren?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

27.10.2009 MM

Komisch, ich dachte es wären vor allem Muslime gegen Juden. Dass sie sich jetzt mit Juden vergleichen.... fast unverschämt.

22.10.2009 Hasan

an "es ist immer die gleiche Leier"

Tja, es ist immer die gleiche Leier, die Muslime seien die Opfer der deutschen Gesellschaft.
Hmm, irgendwie kommt mir dieser Satz bekannt vor, man müsste einfach nur aus "die Muslime" -"die Juden" machen. Genauso fing es an und man braucht nicht zu erwähnen, dass die "bösen" Juden nahezu perfekt in Deutschland integriert waren. Perfektes Deutsch und ein großer Beitrag zur Wirtschaft, und keine Gewalt oder dergleichen.
Man hat immer Angst vor den bösen muslimischen Jugendlichen. Wieso zeigt man diesen Jugendlichen, dass ihr Tun falsch ist, da ihr Glaube es verbietet. Somit wäre das Problem eigentlich beseitigt.
Aber die Politiker wissen es eeeh besser.

29.09.2009 MM

Das Urteil von heute ist ein Skandal. Ich werde dagegen klagen! So langsam aber sicher werden die Leute echt größenwahnsinnig.


[Anmerkung der Redaktion: Urteil der 3. Kammer des Verwaltungsgerichts (VG) Berlin vom 29. September 2009 - VG 3 A 984.07 - "Islamisches Gebet in der Schule"

Die 3. Kammer des VG Berlin hat entschieden, dass ein 16-jähriger muslimischer Schüler des Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding berechtigt ist, außerhalb der Unterrichtszeit einmal täglich in der Schule sein islamisches Gebet zu verrichten.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung hat das VG die Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zugelassen.]

04.09.2009 Jacqueline Bier

In meinem Studium wurde ich während meines Schulpraktikums sehr stark mit dieser Thematik konfrontiert, weshalb ich die Situation kurz schildern möchte, um sie anschließend zu kommentieren:

Eine 5. Klasse, Hauptschule. Kurzfristig Vertretungsunterricht und ich musste die ganze Klasse unterrichten. Dies wäre nicht weiter schlimm gewesen, wäre es nicht meine erste Unterrichtsstunde die ich halte, und Religion. Das Thema war die Entstehung des Ersten Testaments. Es ging um die jüdischen Wurzeln der Bibel im Tenach. Ein Thema, das eigentlich für alle drei monotheistischen Religionen interessant ist, da sie sich teilweise auf die selben Propheten berufen. Das Problem hierbei waren nun aber Äußerungen von muslimischen (besonders männlichen) Schülern wie z.B. "Bah, ich fass keine Bibel an! Das ist mir verboten!" oder "Ich les nix von Jesus, das darf ich von meiner Religion her nicht." Es machte mich nicht wütend, sondern sehr traurig. Denn die Bibel ist ein Buch, das ganz bestimmt nicht beißt und Jesus steht sogar im Koran (die Geburtsgeschichte im Koran finde ich wirklich faszinierend). Ich versuchte also alle Schüler trotz der schwierigen Situation zu beteiligen und stellte immer wieder Nachfragen wie z.B. "Wer kann mir denn Propheten nennen, die im Koran stehen?" Gehofft hatte ich auf Antworten wie Abraham oder Mose. Denn diese sind ja quasi Urväter der drei Religionen. Nur leider konnten mir die muslimischen Schüler keinerlei Koraninhalte nennen. Nicht einmal im Ansatz.

Und hierin sehe ich die Problematik, weshalb ich Islamunterricht befürworte. Die Kinder wachsen in ihren Familien in einer Glaubenskultur auf (ähnlich wie Christen auch) die nicht unbedingt etwas mit der eigentlichen Religion zu tun hat. Mein Islamprofessor, mit dem ich über diese Erfahrung sprach, hat mir genau das auch bestätigt. Sehr viele Moslems haben nie den Koran wirklich gelesen, kennen ihre wichtigsten Suren auswendig und vertreten sonst die Meinung ihres Mullah (schönes christliches Pendant dazu ist der Satz "Ja aber der Herr Pfarrer hat ... gesagt, und dann ist das so". Religion und Brauchtum sind also zu unterscheiden. Und wo christliche Schüler dies im Religionsunterricht lernen sollte es islamischen Schülern auch möglich sein. (Jüdische Schüler werden u.a. in der Synagoge unterrichtet und die Inhalte stehen unter staatlicher Aufsicht) Denn nur wenn der Staat seiner Verpflichtung der freien Religionswahl und -ausübung nachkommt und den Schülern die Möglichkeit offen steht etwas über ihre Religion zu lernen, ohne immerzu vom Brauchtum beeinflusst zu werden, sehe ich die Chance, dass in der Zukunft ein besseres Miteinander möglich wird. Wichtig ist hierbei auch, nicht nur etwas über die eigene Religion zu lernen, sondern auch über die anderen Religionen. Und ich unterstelle, dass dies in einem privaten Rahmen nicht neutral geschehen würde.  Ich sehe den Staat hier in seiner Wächterpflicht.
Mit freundlichen Grüßen

21.07.2009 MM

An Stefan CH/Hatice/Nadine Carolin.

Es ist immer die gleiche Leier. Moslems sind das Opfer der deutschen Gesellschaft. Das ist nicht nur lächerlich (schließlich immigrieren sie in Massen) sondern auch langweilig und beweist, dass Menschen wie sie drei der Grund sind, warum die Integration scheitert.

15.07.2009 maria magdalena

Stefan Ch

"Die Kinder sind leider so aggresiv geworden und beschimpfen schnell, weil sie sich immer in der Lage befinden wo sie sich rechtfertigen müssen. "

Gegenüber wem müssen sie sich rechtfertigen? Sicher nicht gegenüber anderen Kindern, z.B. ihren Mitschülern, für die die Religion im Regelfall völlig nebensächlich ist.

"Ausserdem resultiert dass was die Kinder oder Jugendlichen machen aus dem wenigen Wissen, was sie über ihre eigene Religion kennen. Der Islam ist eine Religion voller Tolleranz und Gleichberechtigung."

Das sagen Sie doch bitte auch den Mädchen und Frauen, die vor dieser "Toleranz" fliehen, weil die islamische Theologie die Verbindung einer Muslima mit einem Nicht-Muslim verbietet.

15.07.2009 Stefan Ch

@MM

Die Kinder sind leider so aggresiv geworden und beschimpfen schnell, weil sie sich immer in der Lage befinden wo sie sich rechtfertigen müssen.

Ausserdem resultiert dass was die Kinder oder Jugendlichen machen aus dem wenigen Wissen, was sie über ihre eigene Religion kennen. Der Islam ist eine Religion voller Tolleranz und Gleichberechtigung.

06.07.2009 MM

Werfen Sie mal einen Blick nach Berlin, ich lebe dort und bekomme täglich von befreundeten Eltern mit, wie ihre nicht-muslimischen Kinder angefeindet werden. Schlampe, Schweinefresser etc. IN EINER GRUNDSCHULE!!! Das ist Wahnsinn, was sollen sich denn daraus für Werte der angehenden Erwachsenen entwickeln? Wir haben mühsam für z.B. die Gleichberechtigung der Frau, oder Homosexueller gekämpft und auch dort noch vieles zu erreichen. Und jetzt wird schon in Grundschulen etwas anderes gelehrt und aufgrund des jungen Alters der Schüler womöglich manifestiert.
Abgesehen davon gibt es in Berlin z.B. eine islamische private Grundschule (staatlich anerkannt) was soll das? Was hat das auch nur annähernd mit Integration zu tun? Und ich finde es beängstigend, dass keine Religion sich so wichtig nimmt (mit und ohne Gewalt) wie der Islam - weltweit!

03.07.2009 voezer

Ich finde den Begriff " Islamischer Unterricht" nicht richtig, weil es nicht nur ein Islamverständnis gibt, sondern wie im Christentum auch unterschiedliche (wie Evangelischer Religionsunterricht, Katholischer Religionsunterricht). Die Aleviten haben Ihren Unterricht Alevitischer Religionsunterricht genannt und damit die Inhalte nach dem Islamverständnis der Aleviten umgesetzt. Das sollten die sunnitischen und schiitischen Gruppen auch tun. Keine der Gruppen sollte für sich den Begriff Islam patentieren.
Diese Bezeichnung führt statistisch zu keiner differenzierten Darstellung der unterschiedlichen Gruppen im Islam. Die Aleviten z.B. stellen ca. 800.000 der 4 Mio. Islamangehörigen in Deutschland.

30.06.2009 Thomas

Islamischer Unterricht hat nur in dem Fall an unseren Schulen etwas zu suchen, wenn es darum geht welche Weltreligionen es gibt. Ansonsten lehne ich so etwas kategorisch ab. Wieviel christlichen Unterricht gibt es in der Türkei? Wie viel Toleranz wird den Christen in Islamischen Ländern entgegen gebracht? So lange es Städte gibt wie Mekka, wo es Nicht Moslems verboten ist diese Stadt zu betreten, so lange man in Saudi Arabien verhaftet wird wenn man ein Kreuz trägt, kann ich mir nicht vorstellen das diese Religion/ Ideologie des Islam so freundlich ist wie man uns das immer erzählen will. Und wenn man in der Schule anfängt von den Glorreichen Taten der Propheten und Eroberer zu berichten, den Koran so auszulegen wie man es gerade braucht, wenn man dann noch von Sharia und nicht von weltlichen Gerichten spricht, ahnen wir nicht was wir zu lassen.