DIK - Deutsche Islam Konferenz - Religionsunterricht und Bildung

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Religionsunterricht und Bildung

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Ihre Meinung zählt, diskutieren Sie mit und schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema "Islamischer Religionsunterricht und Bildung in Deutschland", zum Beispiel zu folgenden Fragestellungen:

  • Sollte es Ihrer Meinung nach islamischen Religionsunterricht an deutschen öffentlichen Schulen geben?
  • Haben Sie vielleicht schon Erfahrungen mit einem Schulversuch zum islamischen Religionsunterricht gemacht? Wie wirkt sich der Unterricht auf den Schulalltag aus? Gerne würden wir über Ihre Eindrücke lesen.
  • Welche Inhalte sollten im islamischen Religionsunterricht behandelt werden? Könnte man sich an den Lehrplänen für den christlichen Religionsunterricht orientieren?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

18.03.2009 Mohammed

Religionsunterricht für:

Hinduismus
Buddhismus
Sikkhismus
...

18.03.2009 lilo

Hallo Güllü
Schön wie Du Deinen Religionsunterricht beschreibst. Die Sache mit Adam und Eva mag ja auch angehen.
Was aber sagst Du den Kindern, wenn es darum geht, dass sie keine Freundschaft mit ungläubigen Kindern haben dürfen? Denn so steht es doch im Koran.
Oder übergehst Du diese Aufforderung im Koran einfach?
Lilo

10.03.2009 Annika Hansen

Sobald an der Schule meines Kindes islamischer Religionsuntericht eingeführt wird, werde ich Deutschland verlassen. Ich kann dieser intoleranten Religion einfach nicht tolerant gegenüber sein.

07.03.2009 Geste

Noch sind wir ein christliches Land! Sind Christen für einen Islam - Unterricht verantwortlich? Macht man sich in islamischen Ländern Sorge um einen entsprechenden christlichen Religions-Untericht? "Und es sprechen die Nazarener (Christen): "Der Messias ist Allahs Sohn". Allah, schlag sie tot! Wie sind sie verstandeslos!" (Sure 9, Vers 30)
"Und wenn Ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis Ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt!" (Sure 47, Vers 4)"Er (Allah) ist's, der seinen Gesandten (Mohammed) mit der Leitung und der Religion der Wahrheit entsandt hat, um sie über jede andere Religion siegreich zu machen...." (Sure 61, Vers 9)
Das ist nur ein kleiner Auszug aus dem Koran.
Gelten diese Verse noch? Stimmen sie mit dem Grundgesetz überein?
Geste

27.02.2009 Rboa. Joachim

Religion ist Opium fürs Volk, die meisten Kriege auf unserem Planeten sind Glaubenskriege.
Religion hat in den Schulen NICHTS zu suchen. Der freiwillige Religionsunterricht der in der Freizeit absolviert werden sollte muss überwacht werden, um Radikalismus zu unterbinden.
 

24.02.2009 A-Gnostiker

@Athene (M.H.), 19.02.2009 |

Rechtsungleichheit zwischen Frau und Mann sowie Muslim und Nicht-Muslim sind im Islam (Koran, Ahadith, Konsens und Analogieschluss) nach klassischer und herrschender Lehre konstitutiv.
Es gibt und gab zwar Versuche, gewissermaßen eine Trennung zwischen Religion und Politik herbeizuführen. Sie ist im MA (Prinzipder doppelten Wahrheit, Averroes) aber auch heute (z.B. Bassam Tibi) am gescheitert und wird m.E. stets scheitern
Das wollten viele einfach nicht wahrhaben

24.02.2009 A-Gnostiker

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Herr Schäuble ganz schön über den Tisch gezogen wird.
Wer sich nicht die Mühe macht, sich mit Theologie und Geschichte des Islam zu befassen, wird garantiert auf falschen, soll heissen, unsekularen und schleichenden Islamisierungswegen, ohne es zu bemerken, wandeln.

21.02.2009 Prof. Dr. Peter Graf (Mitglied der 'Deutschen Islam Konferenz')

In die bisherige Diskussion über den 'Islamischen Religionsunterricht' haben sich - neben einer Reihe von überzeugenden Stellungnahmen - zwei Positionen eingeschlichen, die der Korrektur bedürfen.

1. Deutschland ist kein laizistischer Staat, die öffentliche Schule kein 'religionsfreier Raum'. Vielmehr wird die religiöse Erziehung in öffentlichen Schulen durch unsere Verfassung - das Grundgesetz - den Eltern und Religionsgemeinschaften, die dieses wünschen angeboten. Islamischen Religionsunterricht anzubieten bedeutet daher, auch muslimischen Schülern gegenüber unsere Verfassung zu erfüllen. Deutschland ist gegenüber den Religionsgemeinschaften zur 'Neutralität' verpflichtet, muss daher dafür sorgen, dass auch die Muslime schrittweise ähnliche Förderungen erhalten wie etwa die Christen oder Gläubigen des Judentums. Damit ist auch die Frage nach einem gemeinsamen Ethikunterricht für alle beantwortet: Kann jedes Land machen, doch das den Eltern gewährte Recht auf religiöse Erziehung ihrer Kinder wird davon in den meisten Bundesländern nicht berührt.

2. 'Islamischer Religionsunterricht' gemäß dem Grundgesetz bedeutet, dass dieser Unterricht unter Aufsicht des Staates in deutscher Sprache stattfindet, nach einem Curriculum, den das zuständige Kultusministerium genehmigt hat, von Lehrerinnen und Lehrern muslimischen Glaubens erteilt wird, die eine pädagogische Fachausbildung im Sinne der Lehrerbildung an Hochschulen durchlaufen haben, von staatlichen Instanzen geprüft. Nach diesen Bedingungen wird derzeit der IRU nur in wenigen Bundesländern angeboten.
Vor allem erfüllt der Islamunterricht, wie er an Berliner Schulen angeboten wird, diese Kriterien nicht. Dort wird die pädagogische Aufgabe an eine muslimische Organisation 'delegiert'. Der Berliner Senat stellt im Wesentlichen die Schulräume zur Verfügung, bildet die Lehrerinnen und Lehrer nicht aus. Die in der Diskussion erwähnten unglücklichen Erfahrungen, die segregativen Tendenzen folgen, anstatt zu gemeinsamen Lernen in Begegnung und Dialog zu befähigen, stammen nach meiner Einschätzung aus Berliner Schulen, die eben nicht für den IRU unter staatlicher Aufsicht stehen. Allein in Berlin und Bremen ist durch eine Klausel der Artikel des Grundgesetzes 7.3, der den IRU sichert, außer Kraft gesetzt, so die genannte Situation mit ihrer aktuellen Problematik entstanden.

20.02.2009 Krull, Otto

In unserem Land geht es bei der Diskussion um die Erteilung Religionsunterricht nicht um Wahrheit sondern um Gleichschaltung - alle Religionen sind gleichberechtigt und dürfen nebeneinander bestehen. Islamunterricht in deutschen Schulen - kein Problem. Nur säkularisierte Herzen können so denken, aber nicht von der Wahrheit überzeugte Menschen! Ich frage: was hat sich in diesem Land der Reformation geändert, einem Land in dem viele Menschen für den Glauben an Jesus Christus als Sohn Gottes durch die Jahrhunderte ihr Leben gelassen haben. Neben Dietrich Bonhöfer gab es noch viele die im zweiten Weltkrieg aufgrund ihres Bekenntnisses ihr Leben gelassen haben.
Die Frage nach der Wahrheit des Glaubens scheint es in der ganzen Diskussion um den Islamunterricht nicht zu geben. Selbst die beiden großen Kirchen scheinen von Verweltlichung, getragen von der Ökumene, gefangen genommen zu sein. Dabei haben wir doch etwas einmaliges zu bieten: wirklichen Frieden mit Gott, weil sein Sohn Jesus Christus uns wieder mit Gott "ins Reine" gebracht hat.
Und wir fühlen uns wahrscheinlich mit unserer angebotenen Toleranz noch ganz toll, fortschrittlich und modern. Wir folgen lieber dem Zeitgeist als, als dem heiligem Geist, der sich uns in der Bibel als Geist Gottes vorstellt.
Nein, wir wissen nicht mehr was wir zu bieten haben. Woher auch, wir leben lieber selbstbestimmt als dass wir uns von der Bibel raten lassen. Wir lassen uns lieber von "unserer" Erkenntnis des Guten und des Bösen leiten. Islamunterricht in deutschen Schulen ist also gut (!) sagen wir.
Aber was können wir auch anderes erwarten, eine Gesellschaft, die nur noch an die Wahrheit der "eigenen" Erkenntnis glaubt wird Islamunterricht einführen wollen. Sie hat eben nur die Wahrheit ihrer eigenen Erkenntnis.
Wir wissen nicht was Gott durch seinen eigenen Sohn Jesus gesagt hat. Also tun wir was "wir" für gut und richtig halten.

Das Problem ist, dass wir bzw. unsere Kinder die Früchte dieser Entscheidung tragen müssen. Der Irrtum unserer Erkenntnis wird auf uns zurückfallen. Wie? Durch "gesellschaftliche Erkrankungen". Schon jetzt geht es doch eher bergab, oder?
Wenn ich von einer Sache überzeugt bin: Gottes Segen haben wir mit dem Einführen des Islamunterrichts jedenfalls nicht (und den bräuchten wir eigentlich, oder?)

19.02.2009 Detan

Wenn sich die Schule auf das Vermitteln von Wissen über Religionen beschränken würde und die Trennung von Kirche(Religion) und Staat wirklich praktiziert würde, gäbe es diese Problematik nicht. Lehrer mögen zwar zu erkennen geben, welchen Glauben sie haben (ob mit Kreuz oder Kopftuch oder...), aber jegliches Missionieren muss verboten sein.

Je gründlicher das Wissen über alle für Deutschland zur Zeit bedeutsamen Religionen ist, desto eher lassen sich fundamentalistische Überzeugungen(auch bei Nicht-Muslimen) eindämmen. Wissen über Religionen ist einfach notwendig für das Bestehen im hier gegebenen kulturellen Umfeld.
Wenn die Schule ein wirklich religionsfreier Raum ist, kann man auch von Muslimen erwarten, dass sie sich den Regeln der Bildungseinrichtungen fügen. Schule ist meiner Ansicht nach Verfassungsraum und das Grundgesetz muss von jedem Staatsbürger und jedem Ausländer befolgt werden. Deshalb bin ich gegen jede Art religiöser oder spiritueller Unterweisung in staatlichen Schulen und würde auch konfessionelle Schulen nicht genehmigen.