DIK - Deutsche Islam Konferenz - Religionsfreiheit

Navigation und Service

Religionsfreiheit

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Im März beleuchten wir das Thema „Religionsfreiheit“ mit Artikeln und Interviews aus rechtlicher, integrationspolitischer und islamwissenschaftlicher Perspektive. Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Welche Rolle spielt das Recht auf Religionsfreiheit im alltäglichen Zusammenleben verschiedener Religionen und Weltanschauungen in Deutschland?
  • Wie wichtig ist für Sie das Recht auf Religionsfreiheit?
  • Wie würden Sie die deutsche Situation im internationalen Vergleich bewerten?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

14.03.2010 Djibrila

Das Recht auf Religionsfreiheit spielt im alltäglichen Zusammenleben eine sehr große Rolle.

Wenn man diese Freiheit des Glaubens und Lebens beschneidet, untergräbt man die eigenen Prinzipien. Es ist mir peinlich, daß in Deutschland überhaupt darüber diskutiert werden muß!

In allen überwiegend von Muslimen bewohnten Ländern wird auch Nichtmuslimen das Ausüben ihrer Religion gewährt.

Alleine in Istanbul gibt es ca 60 Gebetsstätten für Christen. Hier eine kleine Auswahl:

http://www.mymerhaba.com/Katholische-Kirchen-in-der-Turkei-1211.html

Im Iran ist die größte jüdische Gemeinde außerhalb Israels zu finden.

Wenn Religionsfreiheit diskutiert wird führt man aber allzugerne Saudi-Arabien an um ein Negativbeispiel zu haben.
Dabei sind Mekka und Medina wirklich die großen Ausnahmen wo es keine Kirchen gibt.

Ausgerechnet dort eine Kirche errichten zu wollen, wäre in etwa so als ob man eine Moschee in den Vatikan stellen wollte.

Trotz allem gibt es in Saudi-Arabien ca. 4% Christen und sogar 2 deutsche Schulen in denen nicht die Landesgesetze, sondern die deutschen Gesetze gelten (Quelle=wikipedia).

Für Deutschland befürworte ich die uneingeschränkte Religionsfreiheit für alle Glaubensgruppen, einschließlich religiöser Kleidung und Religionsunterricht, sowie die Einhaltung deutscher Gesetze.

05.03.2010 aaa

Sehr geehrter Herr Theißen.

Ich möchte Ihnen mitteilen, dass nicht der Islam an den verwerflichen Handlungen einiger Muslime Anteil hat, sondern die schon vor Ihm existenten und leider nicht verworfenen Traditionen. Diese gilt es zu ändern, nicht die Religion.
Desweitern ist Ihre Aussage über eine Änderung des Qur`an recht unüberlegt. Betrachtet man diesen genauer, so wird einem klar, dass Er eine gute Sache ist, deren Inhalt wir bis Dato nur annähernd zu erfassen in der Lage sind.
Wenn Sie Muslime treffen, die eindeutig gegen andere Religionen, gemeint hier die Ahl al- kitab, wettern, so stellen Sie sie zur Rede, auf dass diese sich Ihnen gleich verantworten.
Ich möchte Sie dahingehend bitten sich auch weiter in Moscheen zu begeben und mit den verantwortlichen Leitern und den Gelehrten zu sprechen und Sie werden sehen, dass der Islam eine sehr schöne Religion ist, welche nichts zu tun hat mit Attentaten, Unterdrückung o.ä.

04.03.2010 Claus Hofmann

Ich möchte zu diesen Themen auch noch etwas zu sagen.
Die meisten hier lebenden Muslimen haben sich doch inzwischen auch schon gespaltet. Es gibt den strengen Islam-Fundamentalismus , wo Frauen unterdrückt werden und Kopftücher tragen müssen, dann gibt es wieder die andere Seite des normalen Islam. D.h., kein Kopftuchzwang, keine Kleiderordnung keine Unterdrückung. Worauf wir in Deutschland achten müssen, dass der harte Kern des radikalen islamischen Fundamentalismus in Deutschland nicht Fuss fassen darf. Jetzt wo wir eine Wirtschafts- und Finanzkrise haben, versuchen Hassprediger ihre hierlebenden Landsleute mit Lügen und Probaganda gegen die westliche und christliche Welt aufeinander zu hetzen. Wer dass jetzt noch verschweigt, schaut weg und verliert somit die Orientierung. Gott strebt nach dem Leben und nicht nach Unterdrückung und Tod. gez. Claus Hofmann



16.02.2010 K.-H. Theißen

Unser Grundgesetz, das ja unter dem Eindruck nationalsozialistischer Untaten erarbeitet wurde, sollte trotzdem keine "heilige Kuh", also nicht sakrosankt sein. Es sollte genauso wie z.B. ein Koran der Zeit angepaßt und überarbeitet werden können und unserem westlichen Verständnis von der absoluten Selbstbestimmtheit jedes Menschen(ohne religiöse Unterdrückung und Bevormundung) entsprechen.Zumindest sollte das für Deutschland und Europa gelten, sowie für "islamische" Länder, mit denen wir Handel treiben.
Die permanente Berufung auf die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit extrem religiöser Muslime in Deutschland,um undemokratische,
diskriminierende und der Gleichberechtigung z.B.von Frauen entgegenstehenden, rückwärtsgewandte und traditionelle Regeln (die in den häufigsten Fällen übelste Unterdrückung bedeuten!) durchzusetzen, ist nicht hinzunehmen und kann auch unserer Bevölkerung von den Politikern und weltlichen wie religiösen Funktionären kaum vermittelt werden.
Diese Forderung nach Religionsfreiheit hat einen besonders bitteren Beigeschmack, wenn sie z.B. von einer DITIB, also von einer staatlich türkisch gelenkten Organisation kommt. Das wäre so, als wenn ein Vater, der zu Hause seine Kinder verprügelt, in der Schule gegen die Prügelstrafe protestiert !
Ich glaube kaum, daß die "Väter" des Grundgesetzes diese Macht und Bedeutung einer mittelalterlichen Religion (z.B.Islam) gewollt hätten, wo wir doch Jahrhunderte gebraucht haben, um die Macht und den Einfluß der Kirchen (bes. der katholischen) einigermaßen zu beschränken und ihnen den Platz zuzuweisen, der ihnen zusteht, nämlich den der Privatsphäre. Das Kopftuch z.B.(von den Hijabs und Tschadors ganz abgesehen) dient nicht der Akzeptanz dieser Religion (:Seht her, ich bin Muslim/a !). Ebensowenig wie eine Kippa (obwohl diese weit weniger auffällt). Ein Katholik oder ein Protestant muß seinen Glauben nicht extrovertieren und trägt damit unserem weitgehend laizistischem Gesellschaftsgefüge Rechnung.
Seit einiger Zeit besuche ich sporadisch Moscheen, um herauszufinden, wie tolerant "gläubige" Muslime unserer westlichen Religion gegenüber sind und mußte erfahren, daß Martin Luther ein "Rassist" und "Gewalttäter" u.v.m. war..... Hätte ich Ähnliches über Mohammed geäußert (und mir fielen zu seiner Person schon einige treffende Attribute ein), hätte ich jetzt sicher mehrere Gerichtsverfahren anhängig.
Soviel zur Toleranz.

11.12.2009 MasterBlaster

In dunkeln Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.
Heinrich Heine

26.11.2009 abla

Gestern las ich in der Zeitung eine kleine Notiz,dass es -wieder-zu Progromen gegen Kopten in Ägypten gekommen ist und die ägyptische Polizei nicht einschritt.
Ich erwarte von den in der DIK vertretenen Islam-Verbänden zuegig eine deutliche Ablehnung dieser Progrome!
Religionsfreiheit zu geniessen ist nicht nur ein Recht,sondern auch eine Verpflichtung!

24.11.2009 Ygroeg

Wie fuer alle demokratische Freiheiten gilt auch fuer die Religionsfreiheit ----------

"Die Frei­heit des Einzelnen hört dort auf,
wo die Freiheit des Anderen beginnt."


-------- Die deutsche Gastgeber-Bevoelkerung kennt bereits diesen Grundpfeiler der Demokratie bzw. sollte ihn kennen und die moslemischen Gaeste sollten es schleunigst lernen.
Hier besteht die Moeglichkeit eines sinnvollen Ansatzes fuer einen demokratischen Auftrag an die Imame und an die moslemischen Organisationen. -----------------
Das permanente "Berufsbeleidigt-sein" wg. "un-islamisch" etc. ist naemlich geeignet diesen demokratischen Pfeiler auszuhoehlen, ja zu zersetzen.

24.11.2009 Ygroeg

Auch fuer Religionsfreiheit gilt :

Die Frei­heit des Einzelnen hört dort auf,
wo die Freiheit des Anderen beginnt.


01.11.2009 Biene

@ Tolga
388 Teilnehmer lassen daran zweifeln, wie repräsentativ diese Studie ist. Ich studiere ebenfalls Sozialwissenschaften und habe einen Türken geheiratet. Mal abgesehen davon, haben die Implikationen der Studie auch nicht wirklich direkt mit dem Diskussionspunkt der Religionsfreiheit zu tun, oder? Die Wahrnehmung von Fremdheit ist ja ein interessantes Thema, hat aber mit dem Grundrecht, um das es hier geht, nur um viele Ecken zu tun. Wurde diese Studie denn auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht? Ist sie in verschiedenen Sprachen abrufbar? Mich würde das gegebenenfalls interessieren. Nach Einsicht kann man dann wirklich beurteilen, wie aussagekräftig die Ergebnisse sind.

30.10.2009 MM

An Tolga: Und wieder so ein Beitrag, in dem es nur darum geht, dass Muslime von irgendeiner Gruppe nicht gut gefunden werden. Warum fragt man sich nicht irgendwann mal, ob das vielleicht auch einen Grund hat. Oder sind alle blöd außer Muslime?