DIK - Deutsche Islam Konferenz - Religionsfreiheit

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Religionsfreiheit

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Im März beleuchten wir das Thema „Religionsfreiheit“ mit Artikeln und Interviews aus rechtlicher, integrationspolitischer und islamwissenschaftlicher Perspektive. Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Welche Rolle spielt das Recht auf Religionsfreiheit im alltäglichen Zusammenleben verschiedener Religionen und Weltanschauungen in Deutschland?
  • Wie wichtig ist für Sie das Recht auf Religionsfreiheit?
  • Wie würden Sie die deutsche Situation im internationalen Vergleich bewerten?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

13.05.2009 Ila

Ein schmaler Grat bei der Diskussion über die Religionsfreiheit ist die Frage, was Teil einer Religion ist und was nicht.

Ist es mit der Religionsfreiheit abgetan, wenn eine Muslima von ihrem muslimischen Mann geschlagen wird, weil das nunmal in islamischen Ländern auch legal ist?

Ist es ok, wenn muslimische Kinder in der Schule nicht am Sportunterricht teilnehmen, weil sie sich dann ja entkleiden müssten? Kann man das mit der Religionsfreiheit begründen?

Ich verstehe unter Religionsfreiheit, dass man sich seine Religion selbst aussuchen kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das ist ein sehr kostbares Gut in unserer Gesellschaft. In vielen Diskussionen über Integration und die damit verbundenen Probleme wird es immer wieder erwähnt. Natürlich muss man jedermannes Glauben respektieren. Was die Ausübung betrifft, muss Kritik erlaubt sein.

30.04.2009 Nunu

Das Recht auf Religionsfreiheit beinhaltet nicht das Recht auf uneingeschränkte Meinungsfreiheit. Insofern haben die Deutschen sehr wohl nach 1945 mit Hilfe der Alliierten dazu gelernt. Bei uns darf keiner mehr die Nazi-Ideologie lauthals unterstützen.
Die Islamisten, die zum Judenhass auf unseren Straßen vor laufender Kamera aufrufen, verängstigen uns, nicht die Moslems, die sich davor distanzieren. Und von geballtem Hass der "Ungläubigen" finde ich hier im Forum nichts.

29.04.2009 Elube

Man kann mehr als irritiert sein, über den geballten Hass gegen den Islam, der aus den meisten Zuschriften spricht. Die Muslime verlangen Dinge die über das Maß der durch die demokratischen Vorschriften verbrieften Rechte hinausginge? Das ist ja lachhaft. Alles was sie verlangen liegt im Rahmen des Erlaubten. Ein paar Moscheen, für ihre Kids endlich nach 40 Jahren Abstinenz Religionsunterricht und ein wenig Achtung vor ihrer Lebensweise. Das ist schon zuviel? Haben wir gar nichts seit 1945 hinzugelernt? Wovor haben die Nichtmuslime eigentlich so große Angst? Davor dass es noch Menschen gibt, die ihre rel.Übezeugung auch leben? Armes Deutschland!

17.04.2009 Pascal

Religionsfreiheit gab es zu Zeiten der Herrschaft des Islam durchaus. Nur nicht für die Muslime selbst. Irgendwie stecken die doch in einer tödlichen Zwickmühle. Bei der Geburt durch das Einflüstern des "Glaubensbekenntnis" zu einem Muslim geworden (dann ja noch eher unfreiwillig) ist die angedrohte Konsequenz für einen "Austritt" der Tod. Wo bleibt da die Religionsfreiheit für die Muslime selbst? Nach dieser provokativen praktischen Frage mal zu einer theoretischen. Wann habe ich denn Religionsfreiheit erreicht? Wenn jeder seine Religion uneingeschränkt ausüben darf? Was ist mit den Grenzen, an denen die uneingeschränkte Religionsausübung die andere Religion behindert? Eine Religionsfreiheit im eigentlichen wörtlichen Sinne lässt sich also nach der oben angeführten Definition der unbeschränkten Ausübung nicht erreichen. Wie aber dann? Im Grund nur, wenn Religion nicht "ausgeübt" wird, sondern etwas sehr privates ist, die in einem selbst stattfindet und öffentliche Rituale komplett streicht. Soll heissen, keine Sonntagsmesse, kein Freitagsgebet. Wenn man Rituale nicht mehr braucht und trotzdem glaubt, dann ist es doch erst wahrer Glaube. Rituale befolgen (einstudieren) kann man auch, wenn man nicht glaubt. So gesehen ist die Menschheit zwar auf einem guten Weg, aber noch lange nicht bereit für praktizierte Religionsfreiheit. Die Religionsfreiheit des Grundgesetzes meint ja nur das eigentliche Bekennen zu einer selbstgewählten Religion und lässt die praktizierte Religion da ein wenig unberücksichtigt.

14.04.2009 Athene (Martina H.)

Und wir müssen endlich Bergreifen das der Islam eine Polit-Religon ist.
Soll die westliche freiheitliche und demokratische Werteordnung nicht untergehen so müssen wir meiner Meinung nach eine totale Trennung zum Islam herbeiführenund das GG überarbeiten.

Meiner Meinung nach ist der größte Gegner der Demokratie der Polit-Islam, der die Freiheit der Demokratie schamlos ausnutzen um die Demokratie angreifen zu können um sie zu zerstören.
Islam heißt wörtlich: "Unterwerfung"

07.04.2009 Noora

Thilo Guschas schreibt hier http://www.deutsche-islam-konferenz.de/cln_092/nn_1319040/SubSites/DIK/DE/InDeutschland/ZahlenHintergrund/zahlenhintergrund-node.html?__nnn=true unter "der persönliche Glaube":

"Nicht jede Person, die aus einem islamisch geprägten Land nach Deutschland einwandert, ist zwangsläufig ein Muslim. Ein Religionswechsel ist ebenso denkbar wie ein Bekenntnis zum Atheismus. In beiden Fällen müsste die Person eigentlich aus der Statistik gestrichen werden. Doch eine Religion zu wechseln oder zu verlassen ist eine persönliche Angelegenheit, die nicht jeder publik macht."

Darf die deutsche Öffentlichkeit nichts über die Gründe wissen, warum Ex-Muslime diese "persönliche Angelegenheit" so ungern publik machen? Oder warum wird hier etwas verschleiert, wovon die Mitglieder des "Zentralrats der Ex-Muslime" oder Huemeyra hier im Kommentarbereich ein Lied singen können?

Wenn auf der Homepage der Islamkonferenz das Thema "Religionsfreiheit" aufgegriffen wird, dann gehört m.E. nicht nur eine Erörterung dessen dazu, wie unser GG diesen hohen Wert definiert, sondern wir müssen auch die andere Seite hören: Wie ist es also mit der Religionsfreiheit im Islam? Ist es denn für einen vom Islam abgefallenen ("murtadd") wirklich ratsam, seinen Schritt publik zu machen?  

Nur mit klaren Antworten auf diese Fragen können wir Bürger, denen dieses Internetauftritt der IK ja wohl gewidmet ist, uns eine Meinung dazu bilden, ob wir "den Schutz von Minderheiten" (Zit. Langenfeld) auf die Aktivitäten von Islamfunktionären ausgedehnt wissen wollen.

01.04.2009 Nunu

1. Das Recht auf Religionsfreiheit spielt im Alltag nicht überall die Rolle, wie sie hier geschildert wird. Besonders auf dem Land, wo es noch keine Moscheen gibt und noch kein staatlicher Islamunterricht stattfindet.
2. Dieses Recht auf Religionsfreiheit sehe ich als meine private Angelegenheit an, das mir sehr wichtig ist.
3. Im internationalen Vergleich sehe ich, dass mit unseren demokratischen Gesetzen radikale religiöse Gruppen geradezu aufgefordert werden, diese für ihre Zwecke zu auszunutzen.

31.03.2009 Nunu

Zum Zitat von Frau  Prof. Dr. Langenfeld:
"Und Religionsfreiheit bedeutet immer und gerade auch den Schutz von Minderheiten. Davon möglicherweise ausgehende Provokationen oder Irritationen muss die Mehrheit ertragen."
Minderheiten sind nicht per se gut und daher schutzbedürftig, und wenn einige islamische Vereine sich so radikal verhalten, wie auf manch einer Demonstration, sind die Grenzen des Erträglichen überschritten.

19.03.2009 maria magdalena

Huemeyra, 18.03.2009 | 20:50

Ich kann Sie sehr gut verstehen, weil ich selber einer jungen Frau zur Flucht aus einem derartigen Elternhaus verholfen habe. Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft auf Ihrem weiteren Weg.
Auch ich habe oft darüber nachgedacht, wie diese als Toleranz verbrämte Ignoranz gegenüber dem Leiden vieler Frauen aus muslimischen Familien aufgebrochen werden kann. Spricht man es an, wird man als "islamophob" oder als "Nazi" beschimpft.
Von muslimischen Verbänden wird gern das Grundrecht der "Religionsfreiheit" eingefordert; vom Einfordern der "Menschenwürde" für Frauen wie Sie habe ich noch nichts gehört.
Für mich heißt "Religionsfreiheit", dass dem Gläubigen die Möglichkeit gegeben wird, seinen Glauben zu Hause und, soweit dies vom Glauben gefordert wird, in dafür vorgesehenen Stätten wie Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Tempeln ihr Gebet oder andere Riten zu verrichten. Es heißt aber nicht, dass Gläubige verlangen können, dass in der Öffentlichkeit auf ihre Religion Rücksicht genommen werden muss, solange nicht die Grenzen der §§ 166 und 167 StGB überschritten sind. D.h. beispielsweise: Befreiung vom Unterricht aus religiösen Gründen kommt nicht in Betracht.
Das bedeutet auch, dass man die Augen öffnet, wenn in Deutschland im Namen einer Religion Menschen unterdrückt werden, und dass man darauf achtet, dass derartige Umtriebe sofort beendet werden.

18.03.2009 Huemeyra

Ich habe während meiner gesamten Kindheit und Jugend erfahren: Die Freiheit, die der Islam für sich als Religion beansprucht, die nutzt er aus, um Menschen gegen jedes Recht zu unterdrücken. Und der deutsche Staat steht ihm dabei zunehmend zur Seite.

Mädchen zum Beispiel begreifen die Anhänger Mohammeds getreu ihrem Vorbild als "willensschwache und moralisch bedenkliche" Menschen, deren Mehrheit in der Hölle landet, wie es der Prophet gesehen haben will. Deshalb durfte ich niemals an einer Klassenfahrt teilnehmen. Genauso wenig wie am Sportunterricht der manchmal gemeinsam mit Jungen stattfand, Ohne meinen Bruder oder einen anderen männlichen Verwandten durfte ich mich nicht bewegen. Und ich rede über meinen kleinen Bruder. Muss ich hier noch erwähnen, dass allein der Gedanke an eine selbstbestimmte Sexualität mich in Lebensgefahr brachte und bringt?

Ich klage heute den deutschen Staat an, der meiner Familie erlaubte, im Namen der Religionsfreiheit mich als Menschen zweiter Klasse zu halten. Ich klage ihn an, weil er dem Islam erlaubt, sein Glaubenbekenntnis durch die Straßen zu brüllen. Ein Glaubensbekenntnis, das die Anhänger, die ich kenne, als Aufforderung verstehen, mich in ein Kopftuchwesen zu verwandeln.

Für mich ist Religionsfreiheit vor allem und zuallererst die Freiheit, von jeder menschenverachtenden Hasslehre völlig unbehelligt zu bleiben. Sie darf niemals wieder Einflusss nehmen auf mein Leben!!!!!