DIK - Deutsche Islam Konferenz - Muslimisches Leben in Deutschland

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Muslimisches Leben in Deutschland

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Im August und September beschäftigt sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit dem Thema "Muslimisches Leben in Deutschland". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Familie, Ferien, Feste, Freizeit - gibt es einen spezifisch muslimischen Alltag?
  • Häufig wird kritisiert, dass Muslime weitgehend auf ihre religiöse Identität reduziert werden. Welche Rolle spielt die Religion tatsächlich im Alltag?
  • Wie können islamische Besonderheiten, sei es in der Altenpflege oder psychologischen Beratungen, berücksichtigt werden?
  • Wird zu selten über das alltägliche Leben von Muslimen in den Medien berichtet?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

15.11.2011 Aragorn

@ Anne.

Wenn hier Vergleiche gemacht werden, frage ich mich wo leben wir? in Deutschland oder in einem anderen Land.
Wenn wir in Deutschland leben , und uns mit der einer hohen Demokratie und den Fortschritt rühmen, können wir uns doch nicht mit anderen Ländern vergleichen. So unterschwellig nach dem Motto,wenn in anderen Ländern werden Minderheiten verfolgt, seid doch froh , daß Ihr nicht verfolgt werden.

26.10.2010 sunshine

hallo zusammen...
ich bin in der 11.klasse an einem gymnasium und auch die einzige türkin in meiner stufe...ich sehe ziemlich europäisch aus (bin dunkelblond) und meine mitschüler sind ziemlich nett zu mir.....doch heute haben wir im geschichtsunterricht angefangen über den islam zu reden und in mir ist eine furchtbare angst entstanden. es hat sich zwar herausgestellt, dass das gar nicht nötig war, denn mein lehrer war ziemlich respektvoll und vorsichtig und hat mich gebeten, ihn bei bedarf zu korrigieren. ich blieb ruhig aber ich hab mich so komisch und so unterdrückt gefühlt, dass mein lehrer oft gefragt hat, ob er mir zu nahe getreten ist oder ähnliches und ich habe nein gesagt. es war wirklich super, dass er so respektvoll und vorsichtig mit dem thema umgegangen ist, aber genau die daraus resultierende distanz hat mich einfach fertig gemacht, und auch wenn ich nichts gesagt habe, ist es glaube ich so rüber gekommen, als ob ich mich angegriffen gefühlt habe. so war es wirklich nicht...es war eig. ganz chillig, aber ich konnte dieses unangenehme kribbeln in mir und das zittern meiner hände nicht abstellen....jetzt fühle ich mich total komisch, denn ich habe angst, dass mein lehrer sich in irgendeiner weise schuldig fühlt, und ich werde ihm aber auch morgen sagen, dass es keinen grund dazu gibt.....
wie gesagt diese distanz,oder dass es um das thema ging, was mich als einziges von meinen mitschülern unterscheidet, irgendwas hat mich ..verletzt.
was ich sagen will ist, dass das ein ziemlich kompliziertes thema ist, und dass ich es sehr schade finde, dass ich als türkin mich heute vllt zum ersten mal ausgegrenzt bzw. komisch gefühlt habe, obwohl das total unbeabsichtigt war. und wenn ich jetzt diesen immer extremer werdenden anti-islamismus betrachte, habe ich wirklich angst vor meiner bzw unserer zukunft.

05.10.2010 abla

Sehr geehrte Mitglieder der DIK!
Ähnlich wie unsere Bundeskanzlerin sehe ich es als geboten an, dass die DIK doch nunmehr Ergebnisse zeigt.
Um den Mitglieder einige Denkanstöße aus dem bürgerlichen Lager zu geben,habe ich -wieder-eine Wunschliste gestaltet.
1.Einführung eines Predigerscheins, der erteilt wird, wenn ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache und eine fundierte theologische Ausbildung belegt werden. Ev. könnte man sogar vereidigen.
2.Aufbau einer Islamseite im Internet, wo Fragen aller Bürger zum Islam beantwortet werden, die sowohl Deutschen in Deutsch, als auch Migranten in ihren Herkunftssprachen zur Verfügung steht, diese Fragen sollten beantwortet werden von einem Triumvirat aus Theologen, Islamwissenschaftlern und Soziologen und dürfen ruhig auch kontroverse Haltungen darstellen. Auch könnten aus ausgewählten Moscheen Predigten übertragen werden, die-simultan übersetzt- auch Deutschen ein unmittelbares Bild muslimischen Gemeindelebens bieten.
3.Am besten gestern-Einführung eines islamwissenschaftlichen Ersatzunterrichts an Schulen. M.E. ist es für den Staat, zumal den nicht muslimischen, zur Wertneutralität verpflichteten schwierig und auch unnötig einen echten Religionsunterricht anzubieten, ein islamwissenschaftlicher Unterricht könnte sich auf den nichtspirituellen Bereich beschränken, könnte sogar vorübergehend von Nichtmuslimen erteilt werden, da es sich um einen rein wissenschaftlichen Unterricht handelt(durch"Kürzung"der akadem.I slamwissenschaft auf Schulniveau).
Danke für die Aufmerksamkeit und gutes Gelingen!

02.07.2010 peter hartzer

Warum sind es eigentlich immer und überall Muslime, die, als Einwanderer in jedem Land Europas, exakt die gleichen Probleme verursachen, Extrawurst-Gesetze verlangen und durch ihr Verhalten nach und nach die autochthonen Bevölkerungen gegen sich aufbringen?
Ich lese nirgends von Europäern jeglicher Nationen, Chinesen, Japaner, Koreaner, Russen, Südamerikanern, Buddhisten, Juden, die Integrations-Probleme aufweisen; stets sind es Muslimen, die immer und für fast alle Lebenslagen Sonderrechte verlangen, und somit indirekt nicht die Gesetze des jeweiligen Landes akzeptieren, aber sich auch nicht an die Lebensverhältnisse des jeweiligen Landes anpassen können/wollen!
Somit kann es nicht an den Deutschen bzw. Europäern liegen, wie es Muslime immer gerne sagen!

14.05.2010 Haneef

Herr Abdel-Samads Erwartungen von der DIK sind edel aber naiv. Als Politologe sollte er die deutsche Islampolitik kritischer und realistischer sehen. Er ist aber noch sehr jung und wird seine Lexion sicherlich noch erhalten.
Die Erwartungen von Herrn Bernd Ridwan Bauknecht können in Bezug auf den IRU ohne eine anerkannte Religionsgemeinschaft nicht erfüllt werden und in der Jugendarbeit kommt man an den ausgeschlossenen und ausgetretenen Verbänden nicht vorbei.
Auch Frau Sineb El Masrars Erwartungen sind äußerst naiv bezüglich der Akzeptanz der Muslime durch die Mehrheitsbevölkerung. Diesbezüglich stehen die Zeichen eher schlecht.
Frau Gönül Halat-Mec versteht sich als Vertreterin der Mehrheit der Muslime in Deutschland. Das hört sich gut an und ist lächerlich! Jemand sollte ihr sagen, dass man unorganisierte Menschen nicht vertreten kann.
Die Erwartungen von Herr Abdelmalik Hibaoui sind konkret. Im Vergleich zu den anderen übertreibt und schleimt er nicht. Respekt!
Frau Hamideh Mohagheghis Wünsche (das einheimisch sein des Islam und der Muslime als Normalität) sind noch nicht einmal aud der DIK möglich. Dies auf die BRD zu übertragen ist ein schöner Wunsch, den sie sicherlich nie erleben wird.
Herr Prof. Bülent Ucar wirbt und Akzeptanz, die absolute Priorität genießt und er nimmt beide Seiten in die Pflicht.
Herr Turgut Yüksel möchte den Interessen der nicht organisierten Muslime eine Stimme geben. Und was sind diese Interessen? Inwiefern werden diese Interessen nicht berücksichtigt, so dass er sich dazu berufen fühlt, für diese zu sprechen?
Frau Tuba Isik-Yigit hat die ehrenvolle und leidige Aufgabe, für die Kopftuchträgerinnen zu sprechen. Mutig, als Schaf unter den Wölfen zu weilen.

20.03.2010 abla

Das muslimische Leben in Deutschland ist sehr einfach,wenn man es denn will!
Bis Mitte der neunziger Jahre galt der Islam in der breiten Bevölkerung als ausgesprochen anerkennenswerte Religion und Muslime galten als anständige,fleißige und liebenswürdige Menschen und sie wurden-weitestgehend-entsprechend behandelt.
Das änderte sich erst mit Einzug islamistischer,politischer Ideologie, die Muslime gezielt exotisierte und das Zusammenleben erheblich erschwerte. Diese Ansehensänderung wurde durch den 11.September natürlich erheblich beschleunigt.Selbst konservativste oder islamistischste Muslime müssten mittlerweile begriffen haben,dass ständiger Konfrontationskurs ihnen keine Freunde schafft,sondern die Haltung zunehmender Teile der Bevölkerung gegen Muslime einnimmt. Da Einwanderer und ihre Familien aber immer abhängig sind von der Zustimmung in der Bevölkerung,sin d Muslime m.E. gut beraten,sich doch mehr auf die Gesellschaft,in der sie leben und ja auch leben wollen,zuzubewegen,als sich immer weiter von ihr zu entfernen.

17.03.2010 maria magdalena

Ach Djibrila,

Wieder die ewige Leier von der Benachteiligung.
Es gibt hier eine Menge Moscheen, das dürften Sie wissen. Wozu also der Hinweis auf "Kirchen und Synagogen"? Es gibt nun mal nach wie vor sehr viel mehr Christen in Deutschland als Muslime.

Der "öffentliche Dienst" hat weltanschaulich neutral zu sein. Das Kopftuch ist es nicht. Die muslimische Frau kann sich anziehen wie sie will, aber sie muss dann damit leben, dass sie eben nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt wird (und wenn eine Nichtmuslima das Bedürfnis hat, nur im Badeanzug rumzulaufen, wird sie auch nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt).

Und wie Sie richtig sagen: In Deutschland darf jeder essen und trinken, was er möchte. Hat Ihnen schon mal jemand verboten, kein Schweinefleisch zu essen?? Oder Sie gezwungen, Alkohol zu trinken?

14.03.2010 Djibrila

Das muslimische Leben in Deutschland ist sehr schwierig.
Der Freitag ist der "Sonntag" der Muslime, trotzdem arbeiten sie freitags weil das hier so üblich ist.

Hier ist es auch üblich, daß sich jeder so anziehen darf wie er es für angemessen hält.

Ich verstehe aber einfach nicht warum das nicht auch für muslimische Frauen gelten soll.

Als Sekretärin im öffentlichen Dienst unterliegen sie dem Kopftuchverbot, aber als Putzfrau im öffentlichen Dienst dürfen sie das Kopftuch tragen.
Wie kommen solche Gesetze nur zustande?

14.03.2010 Djibrila

Welche "Extrawürste" meinen Sie? Minarette? Das ist nichts weiter als ein Kirchturm der etwas schlanker ist und zudem der Bauordnung unterliegt.
Kopftücher? Sie sind ein Teil der freien Entfaltung der Persönlichkeit.
Bau von Moscheen? Jede Religionsgemeinschaft braucht Versammlungsräume und Gebetsstätten. Das ist doch ganz normal. Es gibt hier übrigens über 2000 Synagogen, also darf es auch Kirchen und Moscheen geben.
Kein Schweinefleisch essen und alkoholfrei leben? Das sehe ich auch nicht als "Extrawurst" an, denn zum Glück darf in Deutschland jeder essen und trinken was er möchte.

06.03.2010 kaishakunin

waum sind es eigentlich immer und überall muslime die als einwanderer in jedem land exakt die gleichen probleme verursachen, extrawürste verlangen und durch ihr verhalten nach und nach die autochtonen bevölkerungen gegen sich aufbringen?
ich lese nie von russen, buddhisten, chinesen, europäern jeder nation, südamerikanern die irgendwo probleme dieser größenordnung entfachen, stets ist es der islam der diese probleme verursacht.