DIK - Deutsche Islam Konferenz - Muslimisches Leben in Deutschland

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Muslimisches Leben in Deutschland

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Im August und September beschäftigt sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit dem Thema "Muslimisches Leben in Deutschland". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Familie, Ferien, Feste, Freizeit - gibt es einen spezifisch muslimischen Alltag?
  • Häufig wird kritisiert, dass Muslime weitgehend auf ihre religiöse Identität reduziert werden. Welche Rolle spielt die Religion tatsächlich im Alltag?
  • Wie können islamische Besonderheiten, sei es in der Altenpflege oder psychologischen Beratungen, berücksichtigt werden?
  • Wird zu selten über das alltägliche Leben von Muslimen in den Medien berichtet?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

30.09.2009 M.H.

Es ist erschreckend mit welchen Maßstäben hier in Deutschland gemessen wird.
In der Türkei werden Christen noch immer verflog, Christliche Klöster werden versucht von Amtswegen zu schlissen.
Und hier in Deutschland werden Moscheen wie wild mit Staatlicher unterstützen und wohlwollend gebaut. Und diese dann noch nach Muslimischen Kriegsherrn die für die Verfolgung Ermordung und Überfälle auf Christen verantwortlich waren.

Was denken sie wenn eine Christliche Kathedrale in der Türkei gebaut werden sollt die nach einem Kreuzritter benannt wird was den los wäre.

Die drei Christlichen Missionare, die im Jahr 2007 in der Türkei brutal ermordet wurden, standen unter polizeilicher Überwachung. Auch andere aktive Christen wurden offenbar bespitzelt. Dies wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Position der Kirchen in der Türkei und die Vorurteile in der Bevölkerung.

Zitat Welt-Online:

"Erniedrigung des Islam“ ist strafbar

Als Rechtspersonen existieren die Kirchen nicht, Eigentum dürfen sie daher nicht selbst besitzen. Missionieren ist zwar streng genommen nicht verboten, aber das Verkaufen und Verteilen von Bibeln ist rechtlich eingeschränkt (nur einige Läden in Istanbul und Ankara dürfen das), und auch die „Erniedrigung des Islam“ ist strafbar. Einer der in Malatya ermordeten Missionare war einige Zeit davor in einer anderen Stadt unter diesem Vorwurf festgenommen worden.
Die Frage, wie man die Frohe Botschaft nach außen verdeutlichen kann, ohne gleich als Agent feindlicher Mächte zu gelten, diese Frage beschäftigt nicht nur evangelikale Missionare, sondern auch die Geistlichen der evangelischen und katholischen Kirche. Seit Jahren versuchen sie, auf die Behörden einzuwirken; oft mit dem Hinweis, dass die staatliche Religionsbehörde Diyanet im Ausland genau diese Freiheiten auch für sich einfordert, nämlich durch das Wort und die Vernunft zu überzeugen. Dafür muss man aber erst einmal sprechen können, ohne um die eigene Sicherheit fürchten zu müssen.

Ganz brisant wird es, wenn es um Bekehrungen geht. Viele Priester haben den einen oder anderen Konvertiten in ihrer Gemeinde, aber die Geistlichen bitten Journalisten stets, darüber nicht konkret zu schreiben – denn wer weiß, was dann passieren könnte."
http://www.welt.de/politik/ausland/article4675965/Missionare-wurden-vor-Ermordung-bespitzelt.html

Man sollte denn Menschen der Islamverbände klarmachen das sie in ihren Heimatländern andern Religion die selben rechte einräumen die sie hier in Deutschland verlangen oder gar einklagen!
Ansonsten wäre ich für einen sofortigen Baustop aller Moscheen in Deutschland.

29.09.2009 Oana

Den Eindruck, den ich von muslimischen Leben in Deutschland habe ist, dass die Muslime den Bogen langsam überspannen mit ihren Forderungen und Sonderrechten an die Mehrheitsgesellschaft.

Ein Beispiel von heute:

Sollten Schulen in Deutschland nicht Säkulär sein?
Die Trennung von Staat und Religion muss in der Schule mit aller Konsequenz durchgezogen werden deshalb finde ich das Urteil eines Berliner Gerichtes skandalös. Ein Gebetsraum hat nichts mit Schul oder Religionsunterricht zutun und gehört nicht in die Schule!
Wer wirklich beten will kann das an jedem Orte tun.
Hier geht es meiner Meinung nach um Politik um die Durchsetzung von Machtansprüchen und nicht um Gebete!

Die Weltonline schreibt am 29. September 2009, 16:05 Uhr

Schule muss Gebetsraum für Muslime organisieren

In Berlin hat ein Gymnasiast erfolgreich dafür geklagt, in seiner Schule die Möglichkeit zum täglichen Gebet zu erhalten. Der 16-jährige Muslim war mit diesem Anliegen bei der Schule auf taube Ohren gestoßen. Nun entschied das Berliner Verwaltungsgericht, dass ihm eine Gebetsstätte zur Verfügung gestellt werden muss.....

http://www.welt.de/politik/deutschland/article4672675/Schule-muss-Gebetsraum-fuer-Muslime-organisieren.html

Wieso muss eine Öffentliche Schule einem Muslimischen Gebetsraum bereitstellen, der mit Steuergeldern bezahlt wird?
Was ist wenn Christen, Hinduisten, Juden uvm. auch eine Gebetsraum beanspruchen werden dann alle Schulen vergrößert?


[Anmerkung der Redaktion: Urteil der 3. Kammer des Verwaltungsgerichts (VG) Berlin vom 29. September 2009 - VG 3 A 984.07 - "Islamisches Gebet in der Schule"

Die 3. Kammer des VG Berlin hat entschieden, dass ein 16-jähriger muslimischer Schüler des Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding berechtigt ist, außerhalb der Unterrichtszeit einmal täglich in der Schule sein islamisches Gebet zu verrichten.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung hat das VG die Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zugelassen.]



17.09.2009 Ali Kardelen

Ich wünschte mir meine christlichen Freunde, Nachbarn und Kollegen könnten mich durch meine Bittgebete kennenlernen. Warum ich mir das wünsche? Weil ich fest daran glaube, dass der Mensch in seinen Bittgebeten dem erhabenen Einen sein Selbst offenbart ohne Maskeraden. In meinen Bittgebeten erwähne ich nachdem ich für mich und meine Familie und Freunde gebetet habe auch meine christlichen Freunde, Nachbarn und Kollegen, dass der Allbarmherzige uns alle den rechten Pfad zeige und uns allen alles Gute geben möge, wie hienieden so auch im Jenseits. In meinen Bittgebeten bin ich aufrichtig, denn ich erwarte dadurch keine weltlichen Leistungen. Ich bin mir sicher, dass viele Muslime hierzulande ihre nichtmuslimischen Mitmenschen in ihre Gebete einschließen. Warum aber können wir uns nicht so präsentieren, wie wir uns im Bittgebet dem Einen offenbaren? Ich bin der festen Überzeugung, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen sich zum positiven entwickeln werden, sobald unser Umfeld uns in unseren Bittgebeten sehen könnte.

07.09.2009 Noora

@ Ingo Sander

Religion und Kultur lassen sich kaum trennen, Religion ist immer Teil von Kultur. Im Islam ist die Unterscheidung noch schwieriger, da der Islam dem Anspruch nach alle Lebensbereiche kontrolliert. Natürlich sind viele Muslime nicht praktizierend, aber wenn man sich ein muslimisches Sozialgefüge anschaut, manifestieren sich dort mehr islamische Prinzipien, als man denkt - auch dort, wo z.B. kein Kopftuch getragen oder Alkohol getrunken wird.

Dies trifft vor allem auf Geschlechterbestimmungen und Sexualethik zu. Diese Bereiche mögen zwar für uns eher unter Kultur fallen als unter Religion - im Islam sind das aber zentrale Themen, die sich ganz wesentlich auf die Alltagskultur auswirken. Den Islam kennenzulernen hilft in jedem Fall zu verstehen, was muslimische Gesellschaften (auch die Parallelgesellschaften in Deutschland) zusammenhält.

@ Nunu

Dieses Geheimnis nimmt Herr Schäuble wohl mit ins Grab, wie er es sich vorstellt, diese Dinge zu ändern. Die Islamkonferenz hat darauf jedenfalls keine Antwort darauf gegeben.

Viele Grüße,
Noora

07.09.2009 MM

Ich finde, dass dieses Thema erweitert werden sollte. Denn wer spricht eigentlich über die Folgen muslimischen Lebens in Deutschland für andere Menschen (auch Deutsche, aber auch alle anderen nichtmuslimischen Nationalitäten). Für diese ergeben sich in Großstädten mittlerweile große Probleme. Wie erklären sie einer 8-jährigen, dass sie keine Schlampe ist, obwohl sie kein Kopftuch trägt. Denn in ihrer Schule sagen ihr das die muslimischen Kinder. Wie gesagt ACHT Jahre alt. Gruß aus Berlin.

04.09.2009 Nunu

Zur muslimischen Pflege:
es wird davon ausgegangen, dass 2030 ein Viertel aller Pflegefälle bei uns Muslime betrifft. Die Tätigkeiten des Pflegepersonals in den muslimischen Pflegeeinrichtungen, die hier vorgestellt werden (ich setze voraus, dass diese von der Pflegekasse bezahlt werden), ist nicht mit denen zu vergleichen, die ich durch meine Arbeit kennen lernte. Ob es die Sterbebegleitung religiöser Art ist, oder ob es um die Benutzung teurer Massagesessel geht, bei den Leistungen der Pflegekasse gelten andere Kriterien.
Bei der Studie "muslimisches Leben in Deutschland" fehlt die Angabe, wie viele der Befragten es sich vorstellen könnten, mit einem nicht-muslimischen Partner zusammen zu leben. Ich halte die Beantwortung dieser Frage für sehr wichtig, wenn Integration gelingen soll.
In der heutigen Ausgabe der "Welt" vom 4.9.09 äußert sich der Bundesinnenminister Schäuble:
"Wenn Eltern versuchen, Integration zu verhindern, beispielsweise indem sie ihre Kinder mit jemandem aus der (Ursprungs-)Heimat verheiraten, können wir das nicht akzeptieren."
Ja, wie wollen wir das ändern?

04.09.2009 Ingo Sander

Ich habe den Artikel in der Zeitshruft "Chrismon" 08/2009 von Frau Necla Kelek gelesen.
Nachdem ich im Rahmen eines Pfadfinderforums in Grossarl/Österreich im Januar dieses Jahres zum Thema Islam an Vorträgen und Diskussionen teilgenommen habe, war dieser Artikel eine Ergänzung.
Hat nicht die Problematik der sozialen Integration der Islamgläubigen eine Ursache, die nicht nur mit der Religion, sondern vielmehr auch mit der weit über 1000 Jahre alten kulturellen Tradition der Völker aus dem vorderen Orient zu tun, die sich von der Tradition der europäischen Länder, von Russland bis zum Atlantik, von Norwegen bis nach Italien und Griechenland, sehr unterscheiden? Die Focussierung auf die Religion ist meiner Meinung problematisch.

27.08.2009 Monie Dubois

Ich bin selbst nicht Muslimin, aber besonders aus meiner Heimatstadt Paris kenne ich viele Muslime - allerdings kommen die meisten Muslime in Paris nicht aus der Tuerkei wie in Berlin, sondern aus den ehemaligen franzoesischen Kolonien z.B. Algerien. Ich habe schon die Meinung, dass es einen "spezifisch muslimischen" Alltag gibt. Ganz besonders zur Zeit, denn ist ja gerade der Monat zum Fasten im Islam - der Ramadan! Ich finde es sehr schoen, dass man auch auf den Strassen von Paris und Berlin merken kann, dass hier nicht nur viele Christen, sondern auch viele Muslime leben. Mir gefaellt diese Internetseite sehr schoen! Schade? dass es so eine Seite nicht zu den franzoesischen Muslimen gibt - oder kennen Sie eine? Viele Gruesse, Monie