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Grußwort zum Ramadan

Am 1. August 2011 begann in diesem Jahr der für Muslime heilige Monat Ramadan.

Dass die vielen allabendlichen Feiern des Fastenbrechens in ganz Deutschland zu einer feststehenden Größe im interreligiösen und gesellschaftlichen Dialog geworden sind, zeigt, wie selbstverständlich das Miteinander in unserer mehrheitlich christlich geprägten Gesellschaft mittlerweile geworden ist. Diese Feiern sind eine gute Gelegenheit, die eigene Religion vorzustellen. So laden Muslime über Glaubensgrenzen hinweg ihre Freunde, Bekannte und Nachbarn zum Fastenbrechen ein und tragen damit zu einem gelebten Miteinander in unserer Gesellschaft bei.

Ramadan ist aber auch eine Zeit, die Toleranz erfordert: Zum einen Toleranz der Mehrheitsgesellschaft gegenüber Muslimen, die aus religiöser Überzeugung fasten. Zum anderen aber auch Toleranz der Muslime untereinander, insbesondere denjenigen gegenüber, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht fasten können oder wollen.

Das Miteinander und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken, ist auch das Ziel der Bundesregierung. Mit der Deutschen Islam Konferenz hat sie den Dialog zwischen Staat und Muslimen in Deutschland institutionalisiert. Hier haben sich staatliche Vertreter und Muslime besser kennengelernt und einen respektvollen und zugleich kritischen Dialog geführt. Diesen breit gefächerten Dialog, der bereits viele praktische Ergebnisse hervorgebracht hat, führen wir weiterhin – auch als klares Signal für ein gutes Miteinander in Deutschland.

In diesem Sinne grüße ich die Muslime in Deutschland und wünsche Ihnen für diesen Monat eine gesegnete Zeit der Besinnung sowie einen lebendigen interreligiösen und gesellschaftlichen Austausch.

Dr. Hans-Peter Friedrich, MdB
Bundesminister des Innern