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Islamischer Religionsunterricht in Deutschland: Ein wertvoller Beitrag zur Integration

(Es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrter Herr Präsident,

sehr geehrte Damen und Herren,

der Islam in Deutschland – das ist ein Thema, das wohl kaum einen Menschen in unserem Land "kalt lässt". Erst kürzlich machte das Wort von der "Angstdebatte um den Islam" die Runde. Bei den immer wieder aufflammenden Diskussionen und Rechtsstreitigkeiten über religiöse Symbole – ob Kreuz im Klassenraum, Kopftuch oder die Einführung eines Burka-Verbots – wird heute so leidenschaftlich gestritten und miteinander gerungen, wie bei kaum einem anderen Thema. Jeder hat zu diesem Thema eine Meinung.

Manche sagen, das sei schlecht, aber man kann Debatten nicht einfach abstellen. Streit ist legitim. Er hat auch positive Seiten. Es geht nämlich bei all diesen Diskussionen um die Fragen, wie wir das Verhältnis zwischen Staat und Religion definieren, welche Bedeutung wir der Religion in unserem Staat zumessen und welche Grenzen unser Grundgesetz der Ausübung einer Religion setzt.

Und das sind doch Fragen, die sich noch vor gar nicht so langer Zeit in einem "akademischen Dornröschenschlaf" befunden haben: Das klassische Verhältnis "Staat – Religion" war lange Zeit eher ein Thema für einen kleinen Kreis von interessierten Kirchenrechtlern. Heute steht das Thema im Zentrum und landet sogar gelegentlich auf Seite 1 der großen Zeitungen. Zu den Risiken und Nebenwirkungen dieser Entwicklung werde ich zum Schluss noch kurz etwas sagen.

Gestatten Sie mir jedoch zunächst einen kleinen Blick zurück: Im Dezember des letzten Jahres hatte ich die Ehre, anlässlich der Göttinger Gespräche zu Religion und Recht über das Thema "Die Rolle der Religion im säkularen Staat" zu sprechen und zu diskutieren. – Und wir haben lange diskutiert.

Obwohl wir bei der heutigen Konferenz etwas konkreter "nur" über den islamischen Religionsunterricht sprechen, so möchte ich doch gerne an das anknüpfen, was mir aus Göttingen besonders in Erinnerung geblieben ist. Beginnen möchte ich deswegen mit einigen grundsätzlichen Bemerkungen.

Die Rolle der Religion im Staat – das ist kein leichtes Thema. Es geht um das, was unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält. Es geht aber auch um das, was unsere Gesellschaft auseinandertreiben kann. Es geht ums Eingemachte. (...)

Die Rede in voller Länge können Sie hier lesen:

Rede des damaligen Bundesinnenministers bei der Konferenz "Islamischer Religionsunterricht in Deutschland" am 14.02.2011

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