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Aus dem viertem Plenum: Reden der Teilnehmer

Rede von Wolfgang Schäuble, Bundesminister des Innern

Die 4. Plenarsitzung der Deutschen Islam Konferenz (DIK) wurde vom Bundesminister des Innern geleitet. In seiner Rede sprach Wolfgang Schäuble über die bisher erreichten Ergebnisse. Dabei hob er u.a. die Grundsatzerklärung der muslimischen Teilnehmer als eindrucksvolles Beispiel für den Willen, sich in die freiheitliche Ordnung einzubringen, hervor. Schäuble betonte auch die Empfehlungen der Konferenz zum Umgang mit Konflikten in der Schule, zur künftigen Imamausbildung und Einrichtung islamisch-theologischer Lehreinrichtungen. Er richtete auch den Blick in die Zukunft. Ohne Zweifel sei eine Fortsetzung des ernsthaften und strukturierten Dialogs in dieser Konferenz notwendig. Das Innenministerium werde in den kommenden Monaten daran arbeiten. Auch solle sich die DIK in Zukunft noch intensiver mit den verschiedenen Vorhaben der Länder befassen und insgesamt noch stärker mit den Ländern und Kommunen verzahnt werden.

Rede des Bundesinnenministers beim vierten Plenum der Deutschen Islam Konferenz (pdf, 46 KB)

Rede von Ayyub A. Köhler, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime

Ayyub Köhler zieht in seiner Rede eine weitgehend positive Bilanz des bisherigen Verlaufs der Deutschen Islam Konferenz, auch wenn viele Erwartungen noch nicht erfüllt werden konnten. Er plädierte dafür, die islamischen Verbände des KRM als Ansprechpartner innerhalb der Gesellschaft, des Rechtssystems, der Regierung und der Politik gegenüber anzuerkennen. In ihrer „nächsten Runde“ sollte die Konferenz dazu beitragen, dass Muslime als ernst zu nehmender Teil der deutschen Wertegemeinschaft behandelt werden. Köhler wünscht sich einen unabhängigen, eigenständigen Islam in Deutschland, ohne dabei den Islam zu verbiegen. Für die Entwicklung des Islams und der Muslime sei jedoch eine Atmosphäre der Freiheit, Offenheit und Geduld die Voraussetzung. Man könne nicht erwarten, dass sich das Heimischwerden der Muslime kurzfristig in Arbeitsgruppen der DIK vollziehe. Muslime strebten nach wie vor danach, Ihre Rolle in Staat und Gesellschaft zu finden, daher sei es wichtig, die Konferenz fortzuführen.

Redebeitrag Dr. Ayyub Axel Köhler beim vierten Plenum der Deutschen Islam Konferenz (pdf, 53 KB)

Rede von Seyran Ateş, unabhängige Rechtsanwältin

Seyran Ateş machte sich ich ihrem Redebeitrag für Frauenthemen und Menschenrechte stark und rief dazu auf, in Deutschland ein Forum zu schaffen, welches „säkularen Muslimen“ eine Stimme verleihe und dem Staat als Ansprechpartner dienen könne. Dieses Forum solle den islamischen Verbänden in einem innerislamischen Diskurs entgegentreten. Die Deutsche Islam Konferenz schätzt Ateş insbesondere, da es keinen anderen Ort gebe, an dem Muslime miteinander streiten, diskutieren und den Versuch unternehmen, in einen echten Dialog zu treten. Die Deutsche Islam Konferenz sei ein guter Anfang. Es sei daher zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen nach den Wahlen für die Fortführung der DIK - der Wichtigkeit des Themas entsprechend - entscheiden werden.

Redebeitrag Seyran Ates beim vierten Plenum der Deutschen Islam Konferenz (pdf, 86 KB)

Rede von Sadi Arslan, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Union (DITIB)

Sadi Arslan sah in der „Diskussionskultur“ der Deutschen Islam Konferenz das eigentliche Ergebnis. In der Islamkonferenz werde nicht „Statisches“ verhandelt, sondern demokratisch nach vorläufigen Lösungen in einer sich wandelnden Gesellschaft gesucht. Die Gespräche in der DIK sollten ergebnisoffen weitergeführt werden. Man brauche Zeit für gute und anspruchsvolle Ergebnisse und den Aufbau von organisatorischen Strukturen. Die bestehende „muslimische Diskurskultur“ biete dabei eine besondere Chance.

Redebeitrag Sadi Arslan beim vierten Plenum der Deutschen Islam Konferenz (pdf, 13 KB)

15.07.2009

Zusatzinformationen

Blick in den Sitzungssaal

Vierte Plenarsitzung der DIK in 2009

Das Plenum der Deutschen Islam Konferenz 2009 hat ein Zwischen-Resümee verabschiedet und die Studie "Muslimisches Leben in Deutschland" der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Das Plenum 2011 tagte in noblem Ambiente.

Ziele der Deutschen Islam Konferenz 2010

Die Deutsche Islam Konferenz ist ein Dialogforum zwischen Vertretern des deutschen Staates und Muslimen in Deutschland. Ziel des langfristig angelegten Dialogs ist, das Miteinander und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

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Medien & Muslime

Presseecho

Presseberichte zur Plenarsitzung der Deutschen Islam Konferenz und weiteren DIK-Veranstaltungen.

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