DIK - Deutsche Islam Konferenz - Publikationen - DIK-Studie Soziale Dienstleistungen von Muslimen

Navigation und Service

DIK-Studie Soziale Dienstleistungen von Muslimen

Datum 10.11.2015
Typ Studie

Die Studie "Soziale Dienstleistungen der in der Deutschen Islam Konferenz vertretenen religiösen Dachverbände und ihrer Gemeinden" bietet erstmals umfangreiche und belastbare Daten zur Erbringung von sozialen Dienstleistungen in den Moscheegemeinden der islamischen Dachverbände und zeigt deren Engagement. Die Schwerpunkte bildeten Angebote im Bereich Kinder- und Jugendhilfe sowie Altenhilfe. Erfasst wurden nur solche Dienstleistungen, die sich an den gesetzlichen Regelungen der Sozialgesetzbücher (SGB VIII, XI und XII) orientieren, keine spezifisch religiösen Dienstleistungen. Im Kern werden die Strukturen, die Angebotsbreite und die Reichweite der sozialen Dienstleistungen, der muslimischen Gemeinden erfasst. Außerdem wurde erhoben, mit welchen personellen Ressourcen dies geleistet wird. Die Studie wurde vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz durchgeführt.

Großes Engagement und Reichweite der Angebote

  • Es wurden 893 Gemeinden, die den in der DIK vertetenen islamischen Dachverbänden angehören, befragt. Das entspricht entspricht etwa 38 % der ca. 2.350 Moscheegemeinden in Deutschland.
  • Die befragten Gemeinden erreichen mit ihren sozialen Dienstleistungen pro Woche mindestens 150.000 Menschen (Im Schnitt 110 Kinder und Jugendliche und 80 Senioren pro Gemeinde).
  • Dafür engagieren sich mindestens 10.000 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in den 893 befragten Gemeinden.
  • Es gibt dort mindestens 900 hauptamtliche Mitarbeiter*innen (wozu häufig das religiöse Personal gehört).
  • Das fehlende Hauptamt wird oft durch qualifiziertes Ehrenamt kompensiert.
  • Das ehrenamtliche Engagement ist nachhaltig. So engagieren sich durchschnittlich etwa 12,5 ehrenamtliche pro Gemeinde mehr als 1 Jahr.
  • Fehlendes Hauptamt ist ein Hauptgrund dafür, dass komplexere Vorhaben nicht angegangen werden (Kinderbetreuung, Projekte und Kooperationen).
  • In den Gemeinden sind ausdifferenzierte Organisationsstrukturen vorhanden. So verfügen 94% von ihnen über Abteilungen für Kinder- und Jugendliche und 54% über Abteilungen für Senioren.

Laden Sie hier die Vollversion der Studie herunter (18MB, barrierfrei).

Verfasser*innen der Studie: Prof. Dr. Dirk Halm und Dr. Martina Sauer