27.09.2006 - Erstes Plenum der DIK (Auftaktsitzung)

Mit dem Amtsantritt von Bundesinnenminister Schäuble begannen im Bundesministerium des Innern die Planungen für die Deutsche Islam Konferenz. Der Startschuss erfolgt mit dem Plenum am 19.09.2006. Es gibt bis dahin kein regelmäßiges gemeinsames Forum auf der höchsten staatlichen Ebene, das sich religions- und gesellschaftspolitisch mit dem muslimischen Leben in Deutschland auseinander setzt, obwohl Muslime bereits seit drei Generationen Teil Deutschlands sind.

Zum Plenum 2006 waren alle großen muslimischen Organisationen eingeladen, sowie nicht-organisierte Muslime. Verbesserte gesellschafts- und religionspoltische Integration ist das Ziel der gemeinsamen Arbeit in der Deutschen Islam Konferenz.

Es galt zunächst eine gemeinsame Arbeitsbasis herzustellen. Man musste zunächst Begrifflichkeiten und eigenen Aufgabenstellungen definieren, um dann zu gemeinsamen Standpunkten in strittigen Fragen zu gelangen. Es wurden für die kommenden Jahre drei Arbeitsfelder definiert, in denen die Mitglieder der Deutschen Islam Konferenz Fortschritte erarbeiten sollten:

- Gesellschaftsordnung und Wertekonsens
- Religionsfragen im deutschen Verfassungsverständnis
- Wirtschaft und Medien als Brücke

Diese Arbeitsfelder wurden von Arbeitsgruppen erschlossen, welche, sich in kurzen Abständen treffend, gemeinsame Positionen, Probleme sowie Lösungsvorschläge erarbeiteten. Diese wurden dann etwa im Abstand von einem Jahr dem Plenum vorgestellt. Im Plenum wurde über diese Vorschläge beraten, die weitere Arbeit in den Arbeitsgruppen beauftragt und ggf. werden die Ergebnisse öffentlich gemacht.

Außerdem wurde ein Gesprächskreis "Sicherheit und Islamismus" eingerichtet. Hier wurde an gemeinsamen Strategien zur besseren Kooperation von Sicherheitsbehörden und Muslimen gearbeitet.