02.05.2007 - Plenum 2007

Auf dem zweiten Plenum der Deutschen Islam Konferenz wurden, wie geplant, die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen zusammengetragen und besprochen. Eine Erkenntnis war: zu muslimischem Leben in Deutschland gibt es keine umfassenden und belastbaren wissenschaftlichen Daten. Deshalb wurde vom Plenum die Studie "Muslimisches Leben in Deutschland" in Auftrag gegeben. Aus dem Plenum ergingen Aufträge in die verschiedenen Arbeitsgruppen.

Die AG 1 "Deutsche Rechts- und Werteordnung" soll Daten zu muslimischem Leben in Deutschland erheben und auswerten.

Die AG 2 soll die verfassungsrechtlich maßgeblichen Voraussetzungen für die Einführung von islamischem Religionsunterricht in Deutschland konkretisieren.

Die AG 3 wird beauftragt, Wege zur Einstellung von mehr Medienschaffenden mit Migrationshintergrund aufzuzeigen.

Zudem war dieses Plenum geprägt von den Diskussionen zwischen den Verbänden und den nicht-organisierten Teilnehmern. Der zuvor gegründete Koordinierungsrat der Muslime (KRM) – ein Versuch, die organisierten Muslime einheitlich zu vertreten – wurde von nicht-organisierten Muslimen als zu konservativ kritisiert.

Aus Sicht des Bundesinnenministers waren die erreichten Diskussionen und gemeinsam erarbeiteten Standpunkte bereits ein erheblicher Fortschritt.