28.02.2008 - Konferenz „Islambild in Deutschland“

Wie prägt die Berichterstattung über Muslime und "den" Islam das Bild von Muslimen in Deutschland? Am 28.Februar 2008 stellte die Arbeitsgruppe 3 "Wirtschaft und Medien als Brücke" diese Fragen auf der Fachkonferenz "Das Islambild in Deutschland: Neue Stereotype, alte Feindbilder?"

Dabei war viel Selbstkritik zu hören: Kopftuchtragende Frauen von hinten, bärtige Terroristen, dunkelhaarige Gewalttäter - das Bild, das in deutschen Medien häufig von Menschen muslimischen Glaubens gezeichnet wurde und wird, ist oft unvorteilhaft oder steht mit Gewalttaten in Verbindung. Ein differenzierter Blick sei erforderlich, auch alltagsnahe Themen sollten vorkommen und der Beitrag muslimischer Vielfalt zu einer gemeinsamen Kultur in Deutschland gewürdigt werden. "Wenn sich jemand in der evangelischen Kirche engagiert, nennen wir das Ehrenamt, aber wenn sich jemand in der Moschee engagiert, ist das Parallelgesellschaft." Diese Auffassung des nordrhein-westfälischen Integrationsministers Armin Laschet teilten viele der 200 Gäste.

In seiner Eröffnungsansprache appellierte auch Bundesinnenminister Schäuble für eine differenzierte und sachliche Berichterstattung.