28.06.2011 - Projektgruppe "Arbeitsmarkt"

Die Projektgruppe "Bessere Integration von Musliminnen und Muslimen in den Arbeitsmarkt" sollte Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe von Musliminnen, aber auch von Muslimen, am Arbeitsmarkt erarbeiten. Die erste Sitzung fand am 28.06.2011 statt.

Die Projektgruppe veranstaltete im April 2012 eine Fachtagung für Personalentscheider und gab eine Handreichung heraus. Beide zeigen auf, dass durch die Beschäftigung mit Diversität im Arbeitsalltag und interkultureller Öffnung des Arbeitsmarkts weitere Potenziale genutzt werden können.

Die Projektgruppe machte deutlich, dass es nicht die Religionszugehörigkeit ist, die den Zugang zum Arbeitsmarkt für Musliminnen und Muslime erschwert, sondern die Zuschreibungen, die auf die Religionszugehörigkeit zurückgeführt werden.

Die Projektgruppe wurde verstärkt durch externe Sachverständige, unter anderem vom Netzwerk "Integration durch Qualifizierung", dem DGB, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, den Arbeitgeberverbänden, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Bundesagentur für Arbeit.

Weitere Experten zu rechtlichen Fragen und zum sozialwissenschaftlichen Forschungsstand waren geladen. Herr Peucker hatte eine Expertise zu "Diskriminierung aufgrund der islamischen Religionszugehörigkeit im Kontext Arbeitsleben" verfasst. Er zeigte, dass muslimische Migrantinnen und Migranten am Arbeitsmarkt besonders von Benachteiligung betroffen sind, da sich ihnen gegenüber Stereotype über Muslime und ethnische Stereotype addieren.

Frau Dr. Hovels hatte zum Thema "Islam und Arbeitsrecht" promoviert und konnte erläutern, wieso Arbeits- mit Glaubenspflichten fast immer kompatibel sind und das religiöse Überzeugungen von Arbeitnehmern einen weitreichenden Schutz genießen.