Dez. 2012/Jan. 2013 - Staatsverträge in Hamburg und Bremen

Kurz nacheinander, aber unabhängig voneinander, unterzeichnen die Bürgerschaften der Stadtstaaten Hamburg und Bremen einen Vertrag mit den dort heimischen islamischen Verbänden. Diese werden von allen als Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung verstanden. Die Verträge garantieren und fassen zusammen, was vor deren Unterzeichnung praktiziert wurde, z. B. dass muslimische Gemeinden in Krankenhäusern, Heimen, Gefängnissen und ähnlichen Einrichtungen seelsorgerisch tätig sind. Auch die Entsendung von muslimischen Vertretern in staatliche Gremien wie Jugendhilfeausschüsse oder in den Rundfunkrat wird möglich. Der Vertrag erleichtert außerdem Verhandlungen mit Behörden, etwa bei der Anerkennung als freie Träger von Kindergärten oder Jugendclubs. Neu ist auch, dass Arbeitnehmer und Schüler an den drei islamischen Festtagen Ramadan, Opferfest und Aschura frei nehmen können.