04./05.12.2012 - Fachtagung "Muslimfeindlichkeit"

Mit der Konferenz „Muslimfeindlichkeit – Phänomen und Gegenstrategien“ vom 4. und 5. Dezember 2012 hat die Deutsche Islam Konferenz ein Signal für ein verstärktes Engagement gegen Muslimfeindlichkeit gesetzt. So hat eine Bestandsaufnahme der Arbeitsgruppe gezeigt, dass hier ein großer Bedarf in der Präventionsarbeit besteht. Die Konferenz hat deshalb eine Brücke geschlagen zwischen der notwendigen wissenschaftlichen Befassung mit dem Thema sowie bestehenden ersten und guten Beispielen aus der praktischen Präventionsarbeit. Zudem veröffentlicht die Deutsche Islam Konferenz anlässlich der Plenarsitzung 2013 eine gleichnamige Publikation, welche die Beiträge der Konferenz enthält.

Vorträge hielten:

Klaus-Dieter Fritsche
Staatssekretär im Bundesministerium des Innern


Dr. Zekeriya Altuğ
Vorsitzender des Landesverbandes Nord
der Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religion e. V.

Prof. Dr. Heiner Bielefeldt
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,
Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik

Prof. Dr. Andreas Zick
Universität Bielefeld,
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung

Dr. Gerdien Jonker
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,
Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa

Prof. Dr. Christian Walter
Ludwig-Maximilians-Universität München,
Lehrstuhl für Völkerrecht und Öffentliches Recht

Yasemin Shooman
Historikerin und Doktorandin am Zentrum für Antisemitismusforschung,
Technische Universität Berlin

Dr. Thomas Pfeiffer
Wissenschaftlicher Referent der Abteilung Verfassungsschutz im Ministerium
für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen,
Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum

Naime Cakir
Religions- und Sozialwissenschaftlerin

Thorsten Gerald Schneiders
Islamwissenschaftler, Politikwissenschaftler,
Sozialpädagoge und Redakteur, Duisburg

Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen wurden im Rahmen der Fachtagung "Muslimfeindlichkeit - Phänomen und Gegenstrategien" auch folgende Beispiele aus der praktischen Präventionsarbeit vorgestellt und diskutiert:

Netzwerk gegen Diskriminierung von Muslimen - ein Projekt von Inssan e. V. und dem Antidiskriminierungsnetzwerk des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg e. V.

MAXIME Wedding - ein Projekt von Violence Prevention Network e. V.

Ibrahim trifft Abraham - ein Projekt von Aktion Gemeinwesen und Beratung e. V.

Islam & Ich. Jung sein im Land der Vielfalt - ein Projekt von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage e. V.

JUMA (jung, muslimisch, aktiv) - ein Projekt der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e. V.

So´nen Muslim hab ich ja noch nie gesehen - ein Projekt von ufuq.de und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg

Alle Beiträge sind im Tagungsband der Fachtagung gesammelt, der zum Plenum 2013 veröffentlicht wird.