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De Maizière unterstützt Länder bei der Einführung des islamischen Religionsunterrichts

Ausgabe 0001/2011
Datum 14.02.2011

Pressemitteilung zum islamischen Religionsunterricht am 14.02.2011

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière hat das Ziel der Einführung islamischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen bekräftigt. Auf der Nürnberger Konferenz "Islamischer Religionsunterricht in Deutschland – Perspektiven und Herausforderungen"  verwies er auf die Verankerung des Religionsunterrichts im Grundgesetz. Dafür sind die Länder zuständig.

Um dieses Ziel zu erreichen, warb er für kluge Übergangslösungen: "Ein bekenntnisorientierter "Islamunterricht" zwischen Islamkunde in rein staatlicher Verantwortung und islamischem Religionsunterricht (gemäß Art. 7 Abs. 3 GG) ist derzeit ein guter Ansatz." Schritt für Schritt könnten so flächendeckende und von einer Mehrheit der Muslime akzeptierte Angebote geschaffen werden. Bereits in einigen Bundesländern gebe es vielfältige und vielversprechende Formen der Mitwirkung von Muslimen und ihren Organisationen.

 De Maizière bezeichnete den Religionsunterricht zugleich als wertvollen Beitrag für die Integration gerade der jungen Muslime in Deutschland. Es komme darauf an, die Schülerinnen und Schüler zu offenen und dialogbereiten Menschen zu erziehen und sie stark gegen extremistische Positionen zu machen.  "Wir brauchen den islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen. Und wir brauchen ihn möglichst bald", sagte der Bundesinnenminister.

 Die heutige Tagung in Nürnberg wurde im Rahmen der Deutschen Islam Konferenz (DIK) organisiert. Die Einführung islamischen Religionsunterrichts in Deutschland ist ein zentrales Thema der DIK. So wurden bereits in der ersten Phase der DIK (2006-2009) intensiv die Frage der Einführung islamischen Religionsunterrichts erörtert und die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen dafür im Einzelnen konkretisiert.

 Das Plenum der Deutschen Islam Konferenz hat am 17. März 2010 beschlossen, einen bundesweiten Wissens- und Erfahrungsaustausch zur Einführung islamischen Religionsunterrichts zu etablieren. Die heutige Konferenz ist ein Beitrag, dieses Ziel umzusetzen. Zahlreiche Vertreter der Länder, die für den Religionsunterricht zuständig sind, waren zu der Konferenz erschienen, darunter auch der Vizepräsident der Kultusministerkonferenz und bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle.

Quelle: Bundesministerium des Innern