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Friedrich besucht Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ)

Ausgabe 0001/2012
Datum 17.02.2012

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat am 17. Februar Vertreter des Verbands der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) in Köln besucht. Das Treffen stand im Zeichen des persönlichen Gesprächs und Erfahrungssaustauschs. Der VIKZ ist Mitglied der Deutschen Islamkonferenz. "Der überwiegende Teil der Migranten in Deutschland ist sehr gut integriert. Darüber müssen wir mehr sprechen, auch wenn man bestehende Probleme nicht außer Acht lassen darf", betonte Friedrich vor den Teilnehmern.

Nach einer Führung durch die Villa Hahnenberg in Köln-Buchheim, Sitz einer der rund 300 Gemeinden des VIKZ, informierte Verbandspräsident Ali Ataullah Demirezen Friedrich bei Tee und türkischen Gebäck über die Tätigkeit des Dachverbands. Demirezen gab dem Minister zudem Einblicke in laufende Projekte des Vereins. Mit den Projekten "PARTIMO" und "Bildungsbrücken" leistet der Verband wertvolle Arbeit zur Verbesserung der Integration von Muslimen. Während "PARTIMO" die Jugendarbeit des VIKZ im Blick hat, unterstützt das Projekt "Bildungsbrücken" die Qualifizierung von Eltern mit Migrationshintergrund, um bessere Bildungschancen ihrer Kinder zu bewirken. Beide Projekte werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Der Minister zeigte sich angetan vom vielfältigen Engagement des Verbands. "Die Arbeit des VIKZ ist sehr wichtig und über Jahrzehnte gewachsen", lobte Friedrich die Verbandsvertreter. Besonders hervorzuheben sei das Bemühen um die Ausbildung von Imamen. Der Bundesinnenminister nutzte die Gelegenheit, sich auch für die gute Zusammenarbeit mit dem VIKZ im Rahmen der Deutschen Islamkonferenz zu bedanken. In der noch relativ jungen "Initiative Sicherheitspartnerschaft" wirkt der VIKZ ebenfalls mit. Hier erhoffe er sich, so Friedrich, eine ebenso fruchtbare Kooperation. Erst kürzlich wurde im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Integration die Internetseite "www.wir-sind-bund.de" freigeschaltet, die für mehr Migranten im öffentlichen Dienst wirbt. Friedrich ermunterte den VIKZ, seine Mitglieder darauf hinzuweisen und für eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst zu begeistern.

Als Dachverband bildet der VIKZ selbst Imame aus und engagiert sich insbesondere in der religiösen Bildung muslimischer Jugendlicher. Deutschlandweit betreiben der VIKZ und seine Mitgliedsvereine mehrere Schülerwohnheime.

Am 19. April wird die Deutsche Islamkonferenz in Berlin zu ihrer nächsten Sitzung zusammen kommen. Bei der diesjährigen Tagung stehen die Integration von Muslimen auf dem Arbeitsmarkt sowie Fragen der Gleichberechtigung von Mann und Frau im Mittelpunkt. Ein weiteres Thema sind Ansätze zur Extremismus-Prävention. An der Sitzung werden 17 Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen sowie sechs Vertreter muslimischer Verbände und zehn unabhängige Muslime teilnehmen. Den Vorsitz hat der Bundesinnenminister. Bei der letzten Sitzung im vergangenen Jahr standen vor allem der muslimische Religionsunterricht und die Ausbildung von Imamen auf der Agenda.

Quelle: Bundesministerium des Innern