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Das Arbeitsprogramm der DIK – ambitioniert und praxisorientiert

Das Plenum der Deutschen Islam Konferenz hat am Montag, dem 17. Mai 2010, das Arbeitsprogramm für die zweite Phase der DIK verabschiedet.

Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Phase, in der die Islamkonferenz vor allem grundsätzliche Fragen verhandelt und rechtliche Rahmenbedingungen ausgearbeitet hat, geht es nun um die Umsetzung und Verankerung der Islamkonferenz in der Gesellschaft. Drei großen Themenkomplexen will sich die DIK nun widmen:

1. Etablierung einer institutionalisierten Kooperation zwischen Staat und Muslimen

Die DIK wird sich der Etablierung einer institutionalisierten Kooperation zwischen Staat und Muslimen sowie deren Organisationen auf der Grundlage des deutschen Religionsverfassungsrechts widmen. Hierzu zählen insbesondere die Einrichtung und der weitere Aufbau von islamisch-theologischen Angeboten an öffentlichen Hochschulen sowie die Aus- und Fortbildung von islamischen Religionsbediensteten (u.a. von Imamen) und weiteren Multiplikatoren in islamischen Gemeinden. In diesem Zusammenhang stellt die DIK fest, dass es repräsentativer Daten zu islamischen Gemeinden und in Deutschland tätigen Religionsbediensteten bedarf. Auch ist ein bundesweiter Wissens- und Erfahrungsaustausch über die Einführung islamischen Religionsunterrichts vorgesehen.

2. Geschlechtergerechtigkeit als gemeinsamen Wert leben

Im Rahmen dieses Themenkomplexes will sich die DIK zum einen mit der Frage des Zugangs zum Arbeitsmarkt und den damit verbundenen Schwierigkeiten z.B. aufgrund des Tragens eines Kopftuches und zum anderen mit patriarchalisch geprägten Rollenbildern beschäftigen. Die DIK will hier Wege suchen, wie betroffene muslimische Frauen ihre Rechte noch stärker erkennen und geltend machen können. Darüber hinaus soll analysiert werden, wie Gewalttaten und Zwänge, die von den teilnehmenden Muslimen als nicht mit dem Islam vereinbar bezeichnet werden, noch stärker zurückgedrängt werden können.

3. Prävention von Extremismus, Radikalisierung und gesellschaftlicher Polarisierung.

Für ein friedliches und respektvolles Miteinander sollen hier Phänomene, die unter dem nicht unumstrittenen Begriff des Islamismus bzw. religiösen Extremismus zusammengefasst werden können auf der einen Seite und fremdenfeindlichen und rassistischen Einstellungen gegenüber Muslimen auf der anderen Seite aktiv entgegengewirkt werden. Islamfeindlichkeit dürfe nicht unwidersprochen Platz greifen. Die Förderung der Toleranz gegenüber Muslimen sei unabdingbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, heißt es hierzu im Arbeitsprogramm. Vorurteile und Feindbilder will die DIK mittels präventiver Jugend- und Elternarbeit abbauen.

Das vollständige Arbeitsprogramm finden Sie hier:

Arbeitsprogramm

DIK-Redaktion, 17.05.2010

Zusatzinformationen

Aufgaben und Ziele

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière

Ziel des langfristig angelegten Dialogs zwischen staatlichen und muslimischen Vertretern ist, das Miteinander und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

Neue Struktur der Deutschen Islam Konferenz

Strukturplan Plenum DIK II

Die DIK wird in ihrer zweiten Phase praxisorientierter. Wie die Deutsche Islam Konferenz künftig arbeiten wird, lesen Sie hier.

Neue Teilnehmer des DIK-Plenums

leere Stuhlreihen

Am 17. Mai nahm das neue Plenum der DIK erstmals seine Plätze ein. Wer mitredete, lesen Sie hier.

Biografien der muslimischen Einzelteilnehmer

Muslimische Einzelteilnehmer DIK II

Erfahren Sie hier, wer die neuen muslimischen Einzelteilnehmer der DIK sind und wofür sie sich persönlich einsetzen wollen.

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