Neue Struktur der Deutschen Islam Konferenz
Die Deutsche Islam Konferenz wird in ihrer zweiten Phase stärker praktisch ausgerichtet. Das spiegelt sich auch in der neuen Struktur wider.
Wie in der ersten Phase gibt es ein Plenum, das paritätisch aus staatlichen und muslimischen Mitgliedern besteht. Es sind staatliche und muslimische Vertreter sowie der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, als Gastgeber Mitglied im Plenum. Es wird weiterhin eine Plenarsitzung pro Jahr geben.
Neu: Der vorbereitende Arbeitsausschuss
Eine Neuerung ist der Arbeitsauschuss, der die Plenarsitzungen vorbereitet. Dieser Ausschuss ersetzt die vier Arbeitsgruppen der ersten Phase der DIK. Der Arbeitausschuss wird Projektgruppen einberufen und sie mit bestimmten Fragestellungen beauftragen. Er wird alle zwei Monate tagen.

Neu: Projektgruppen zu einem bestimmten Thema
Um den stärkeren Praxisbezug herzustellen, können zeitlich befristete flexible Projektgruppen einberufen werden, die sich jeweils mit einem speziellen Thema befassen. Um die Ergebnisse der DIK zukünftig effektiver in die Praxis umsetzen zu können, wird die DIK noch enger mit den Ländern und Kommunen verzahnt.
Neue Themen der DIK
Zentrales Anliegen der Deutschen Islam Konferenz bleibt die Verbesserung der Integration der Muslime in Deutschland. Das umfasst Fragen der strukturellen Integration wie die Förderung der Kooperation zwischen deutschem Staat und Muslimen auf der Grundlage des deutschen Religionsverfassungsrechts, also z.B. die schrittweise Etablierung von islamischem Religionsunterricht an Schulen und von islamisch-theologischen Lehrangeboten an Universitäten oder die öffentliche Aus- und Fortbildung von Imamen.
Das umfasst aber auch die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland, die weiterhin Hauptthema der DIK sein soll. Hier geht es insbesondere um das Thema der Geschlechtergerechtigkeit sowie um die Prävention von Extremismus und gesellschaftlicher Polarisierung.
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DIK-Redaktion, 12.05.2010
