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Muslimisches Leben in Deutschland

Baklava

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Hier beschäftigt sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit dem Thema "Muslimisches Leben in Deutschland". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Familie, Ferien, Feste, Freizeit - gibt es einen spezifisch muslimischen Alltag?
  • Häufig wird kritisiert, dass Muslime weitgehend auf ihre religiöse Identität reduziert werden. Welche Rolle spielt die Religion tatsächlich im Alltag?
  • Wie können islamische Besonderheiten, sei es in der Altenpflege oder psychologischen Beratungen, berücksichtigt werden?
  • Wird zu selten über das alltägliche Leben von Muslimen in den Medien berichtet?


Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

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Resultate 1 bis 20 von insgesamt 24 (2 Seiten)

Herr Abdel-Samads Erwartungen von der DIK sind edel aber naiv. Als Politologe sollte er die deutsche Islampolitik kritischer und realistischer sehen. Er ist aber noch sehr jung und wird seine Lexion sicherlich noch erhalten.
Die Erwartungen von Herrn Bernd Ridwan Bauknecht können in Bezug auf den IRU ohne eine anerkannte Religionsgemeinschaft nicht erfüllt werden und in der Jugendarbeit kommt man an den ausgeschlossenen und ausgetretenen Verbänden nicht vorbei.
Auch Frau Sineb El Masrars Erwartungen sind äußerst naiv bezüglich der Akzeptanz der Muslime durch die Mehrheitsbevölkerung. Diesbezüglich stehen die Zeichen eher schlecht.
Frau Gönül Halat-Mec versteht sich als Vertreterin der  Mehrheit der Muslime in Deutschland. Das hört sich gut an und ist lächerlich! Jemand sollte ihr sagen, dass man unorganisierte Menschen nicht vertreten kann.
Die Erwartungen von Herr Abdelmalik Hibaoui sind konkret. Im Vergleich zu den anderen übertreibt und schleimt er nicht. Respekt!
Frau Hamideh Mohagheghis Wünsche (das einheimisch sein des Islam und der Muslime als Normalität) sind noch nicht einmal aud der DIK möglich. Dies auf die BRD zu übertragen ist ein schöner Wunsch, den sie sicherlich nie erleben wird.
Herr Prof. Bülent Ucar wirbt und Akzeptanz, die absolute Priorität genießt und er nimmt beide Seiten in die Pflicht.
Herr Turgut Yüksel möchte den Interessen der nicht organisierten Muslime eine Stimme geben. Und was sind diese Interessen? Inwiefern werden diese Interessen nicht berücksichtigt, so dass er sich dazu berufen fühlt, für diese zu sprechen?
Frau Tuba Isik-Yigit hat die ehrenvolle und leidige Aufgabe, für die Kopftuchträgerinnen zu sprechen. Mutig, als Schaf unter den Wölfen zu weilen.

Haneef14.05.2010 | 00:57

Das muslimische Leben in Deutschland ist sehr einfach,wenn man es denn will!
Bis Mitte der neunziger Jahre galt der Islam in der breiten Bevölkerung als ausgesprochen anerkennenswerte Religion und Muslime galten als anständige,fleißige und liebenswürdige Menschen und sie wurden-weitestgehend-entsprechend behandelt.
Das änderte sich erst mit Einzug islamistischer,politischer Ideologie, die Muslime gezielt exotisierte und das Zusammenleben erheblich erschwerte. Diese Ansehensänderung wurde durch den 11.September natürlich erheblich beschleunigt.Selbst konservativste oder islamistischste Muslime müssten mittlerweile begriffen haben,dass ständiger Konfrontationskurs ihnen keine Freunde schafft,sondern die Haltung zunehmender Teile der Bevölkerung gegen Muslime einnimmt. Da Einwanderer und ihre Familien aber immer abhängig sind von der Zustimmung in der Bevölkerung,sin d Muslime m.E. gut beraten,sich doch mehr auf die Gesellschaft,in der sie leben und ja auch leben wollen,zuzubewegen,als sich immer weiter von ihr zu entfernen.

abla20.03.2010 | 15:23

Ach Djibrila,

Wieder die ewige Leier von der Benachteiligung.
Es gibt hier eine Menge Moscheen, das dürften Sie wissen. Wozu also der Hinweis auf "Kirchen und Synagogen"? Es gibt nun mal nach wie vor sehr viel mehr Christen in Deutschland als Muslime.

Der "öffentliche Dienst" hat weltanschaulich neutral zu sein. Das Kopftuch ist es nicht. Die muslimische Frau kann sich anziehen wie sie will, aber sie muss dann damit leben, dass sie eben nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt wird (und wenn eine Nichtmuslima das Bedürfnis hat, nur im Badeanzug rumzulaufen, wird sie auch nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt).

Und wie Sie richtig sagen: In Deutschland darf jeder essen und trinken, was er möchte. Hat Ihnen schon mal jemand verboten, kein Schweinefleisch zu essen?? Oder Sie gezwungen, Alkohol zu trinken?

maria magdalena17.03.2010 | 11:20

Das muslimische Leben in Deutschland ist sehr schwierig.
Der Freitag ist der "Sonntag" der Muslime, trotzdem arbeiten sie freitags weil das hier so üblich ist.

Hier ist es auch üblich, daß sich jeder so anziehen darf wie er es für angemessen hält.

Ich verstehe aber einfach nicht warum das nicht auch für muslimische Frauen gelten soll.

Als Sekretärin im öffentlichen Dienst unterliegen sie dem Kopftuchverbot, aber als Putzfrau im öffentlichen Dienst dürfen sie das Kopftuch tragen.
Wie kommen solche Gesetze nur zustande?

Djibrila14.03.2010 | 03:06

Welche "Extrawürste" meinen Sie? Minarette? Das ist nichts weiter als ein Kirchturm der etwas schlanker ist und zudem der Bauordnung unterliegt.
Kopftücher? Sie sind ein Teil der freien Entfaltung der Persönlichkeit.
Bau von Moscheen? Jede Religionsgemeinschaft braucht Versammlungsräume und Gebetsstätten. Das ist doch ganz normal. Es gibt hier übrigens über 2000 Synagogen, also darf es auch Kirchen und Moscheen geben.
Kein Schweinefleisch essen und alkoholfrei leben? Das sehe ich auch nicht als "Extrawurst" an, denn zum Glück darf in Deutschland jeder essen und trinken was er möchte.

Djibrila14.03.2010 | 02:59

waum sind es eigentlich immer und überall muslime die als einwanderer in jedem land exakt die gleichen probleme verursachen, extrawürste verlangen und durch ihr verhalten nach und nach die autochtonen bevölkerungen gegen sich aufbringen?
ich lese nie von russen, buddhisten, chinesen, europäern jeder nation, südamerikanern die irgendwo probleme dieser größenordnung entfachen, stets ist es der islam der diese probleme verursacht.

kaishakunin06.03.2010 | 15:58

Ich habe auch den Artikel in der Zeitshruft "Chrismon" 08/2009 von Frau Necla Kelek gelesen.
Ihre Einstellung über Islam erlaubt nicht, etwas positiv zu sehen. Was Attaturk und Lenin nicht geschaft haben, wünscht sie sich jetzt. Wenn man die islamische Lehre kennt und nach ihr lebt, dann hat man auch in Deutschland ein glückliches Leben - wie ich seit mehr als dreißig Jahren. Leider ist die Antireligion auch eine Art Religion der Fundamentalisten geworden.

khan31.12.2009 | 23:17

Ich wünsche allen Muslimen frohe und harmonische Festtage!

Mir gefällt am Opferfest, dass es eng mit dem schönen Gedanken verbunden ist, Arme und Notleidende zu unterstützen und Solidarität mit diesen Menschen auszudrücken.

Ich wünsche mir und hoffe, dass die Muslime in Deutschland dabei auch an die koptischen Christen in Ägypten denken: Viele Kopten leben in großer Armut und sozialer Bedrängnis. Ausgerechnet den Ärmsten unter ihnen wurde im Herbst durch die Massentötung ihrer Schweine die Lebensgrundlage entzogen. Zudem kam es in den letzten Monaten immer wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen gegenüber der koptischen Minderheit und ihren Kultstätten.

Noora27.11.2009 | 12:31

Die Diskussionen, die hier im Forum geführt werden erscheinen mir alle sehr wichtig. An dieser Stelle möchte ich aber auch mal sagen, dass es  bei der Integration von Muslimen in Deutschland oder dem gemeinsamem Leben aller nicht nur um Gerechtigkeit geht, was ich richtig finde, sondern dass es sich auch um ein gigantisches Nachhilfeprojekt für muslimische Migranten handelt und das nerft auch sehr. Da kann von Augenhöhe und positiver Bereicherung keine Rede sein.

stefanie19.11.2009 | 10:09

Am 26. läuft im WDR eine Sendung zu diesem Thema aus der Frauenperspektive:

http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2009/1022/thema_01.jsp

Noora23.10.2009 | 12:19

Und Sarazin hat doch Recht, auch in einer anderen Stadt, hier H. erlebt man immer wieder hautnah das türk.
Migranten oder arab. Asylsuchende unser soz. Netz richtig plündern und an Arbeit oder der deutsch. Sprache nicht interessiert sind.
Gehe in eine Arztpraxis oder Aldiladen und höre zu, da kommt einem Deutschen das kalte Grausen.
Erst wenn wir die Sozialhife und das Kindergeld richtig
kürzen, dann wir auch plötzlich deutsch gelernt und dann sind diese jungen Türken auch bereit zu arbeiten und Deutschland nach vorn zu bringen.

Ulrich Krüger21.10.2009 | 17:53

Ich wollte mal nachfragen (ohne das böse zu meinen) wie Ihr das seht das immer mehr deutsche sich als Ausländer in Ihrem eigenen Land fühlen. Was können wir GEMEINSAM dafür tun, das alle egal welcher Religion sich wohl u. sicher fühlen Ich selber (deutsche) wohne in einer Großstadt und spiele mit dem Gedanken umzuziehen, wenn nicht sogar auszuwandern, um meine Kinder sicher erziehen zu können.

gullweig18.10.2009 | 21:01

Ich bin auf diese Internetseite gekommen durch diesen Artikel in der taz: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wer-kopftuch-traegt-ist-islamistin/.
Dort wird Torsten Jäger vom Interkulturellen Rat zitiert: “Die Absage ist ein exemplarisches Zeichen dafür, dass wir ein Klima in Deutschland haben, in dem es als avantgardistisch gilt, das zu sagen, was andere heimlich denken.”
Und das ist gut so! Thilo Sarrazin und der Chef dieses Architekturbüros sind für mich Helden und Muster an Zivilcourage, die ja zur Zeit so avantgardistisch sein soll.

Stefan Hohmann17.10.2009 | 23:11

An Anne: die Heime für Migranten sind gewiss nicht nach unseren europäischen Vorstellungen so komfortabel, aber ausreichend . Auch ich lebte mal so vorübergehend unter sehr schlechten Bedingungen mit meiner Familie.
Später habe ich gesehen, wie  Afrikaner in ihren Elendsbehausungen mit Plastikmüll in ihren Heimatländern leben müssen, das war wirklich kein Vergleich mit den Zuständen in deutschen Heimen! Vielleicht spricht es sich doch herum, dass unsere Zustände auch nicht grade verlockend sind, so dass es weniger Asylbewerber in Zukunft gibt.

Nunu10.10.2009 | 16:37

Ständiges Hervorheben und die hohe polit. Wertschätzung des sogn. "Muslimischen Lebens" sind entbehrlich  Political Correctnes wird von allen Migranten samt ihren Geistlichen als Einladung zur Verbreitung ihrer Kultur und Gesetzesreligion verstanden.

Hoffmann Horst08.10.2009 | 18:03

Zum Thema: Wird zu selten über das alltägliche Leben von Muslimen in den Medien berichtet? Ja es wird zu selten darüber berichtet. Wenn Muslime in den Medien sind, sind es meist die die sich nicht an die Gesetze halten. Es gibt aber auch Muslime, die sich hier integriert haben und guten Willen zeigen. Die Medien sollten darüber und auch mal über die Muslime und andere Nationalitäten berichten die hier seit Jahren auf Aufenthalt warten. Die meisten von ihnen leben in heruntergekommenen Heimen und niemand interessiert sich für sie. Sie werden meist mit ihren problemen alleingelassen. Mein freund lebt auch in einem solchen Asylbewerberheim. Wenn man die zustände nicht mit eigenen Augen sieht und am eigenen leib erfährt kann man die ganze sache schön reden. Es gibt einige, denen anscheinend das leben dort gefällt aber es gibt viele die vor dem Krieg geflohen sind und sich hier ein neues leben aufbauen wollen. Zu dem Neuanfang gehört natürlich auch  das Arbeiten jedoch darf man nicht arbeiten ohne arbeitserlaubnis diese jedoch hat man nicht, wenn man nur eine Duldung hat.

Anne01.10.2009 | 01:25

Es ist erschreckend mit welchen Maßstäben hier in Deutschland gemessen wird.
In der Türkei werden Christen noch immer verflog, Christliche Klöster werden versucht von Amtswegen zu schlissen.
Und hier in Deutschland werden Moscheen wie wild mit Staatlicher unterstützen und wohlwollend gebaut. Und diese dann noch nach Muslimischen Kriegsherrn die für die Verfolgung Ermordung und Überfälle auf Christen verantwortlich waren.

Was denken sie wenn eine Christliche Kathedrale in der Türkei gebaut werden sollt die nach einem Kreuzritter benannt wird was den los wäre.

Die drei Christlichen Missionare, die im Jahr 2007 in der Türkei brutal ermordet wurden, standen unter polizeilicher Überwachung. Auch andere aktive Christen wurden offenbar bespitzelt. Dies wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Position der Kirchen in der Türkei und die Vorurteile in der Bevölkerung.

Zitat Welt-Online:

"Erniedrigung des Islam“ ist strafbar

Als Rechtspersonen existieren die Kirchen nicht, Eigentum dürfen sie daher nicht selbst besitzen. Missionieren ist zwar streng genommen nicht verboten, aber das Verkaufen und Verteilen von Bibeln ist rechtlich eingeschränkt (nur einige Läden in Istanbul und Ankara dürfen das), und auch die „Erniedrigung des Islam“ ist strafbar. Einer der in Malatya ermordeten Missionare war einige Zeit davor in einer anderen Stadt unter diesem Vorwurf festgenommen worden.
Die Frage, wie man die Frohe Botschaft nach außen verdeutlichen kann, ohne gleich als Agent feindlicher Mächte zu gelten, diese Frage beschäftigt nicht nur evangelikale Missionare, sondern auch die Geistlichen der evangelischen und katholischen Kirche. Seit Jahren versuchen sie, auf die Behörden einzuwirken; oft mit dem Hinweis, dass die staatliche Religionsbehörde Diyanet im Ausland genau diese Freiheiten auch für sich einfordert, nämlich durch das Wort und die Vernunft zu überzeugen. Dafür muss man aber erst einmal sprechen können, ohne um die eigene Sicherheit fürchten zu müssen.

Ganz brisant wird es, wenn es um Bekehrungen geht. Viele Priester haben den einen oder anderen Konvertiten in ihrer Gemeinde, aber die Geistlichen bitten Journalisten stets, darüber nicht konkret zu schreiben – denn wer weiß, was dann passieren könnte."
http://www.welt.de/politik/ausland/article4675965/Missionare-wurden-vor-Ermordung-bespitzelt.html

Man sollte denn Menschen der Islamverbände klarmachen das sie in ihren Heimatländern andern Religion die selben rechte einräumen die sie hier in Deutschland verlangen oder gar einklagen!
Ansonsten wäre ich für einen sofortigen Baustop aller Moscheen in Deutschland.

M.H.30.09.2009 | 11:34

Den Eindruck, den ich von muslimischen Leben in Deutschland habe ist, dass die Muslime den Bogen langsam überspannen mit ihren Forderungen und Sonderrechten an die Mehrheitsgesellschaft.

Ein Beispiel  von heute:

Sollten Schulen in Deutschland nicht Säkulär sein?
Die Trennung von Staat und Religion muss in der Schule mit aller Konsequenz durchgezogen werden deshalb finde ich das Urteil eines Berliner Gerichtes skandalös. Ein Gebetsraum hat nichts mit Schul oder Religionsunterricht  zutun und gehört nicht in die Schule!
Wer wirklich beten will kann das an jedem Orte  tun.
Hier geht es meiner Meinung nach um Politik um die Durchsetzung  von Machtansprüchen und nicht um Gebete!

Die Weltonline schreibt  am 29. September 2009, 16:05 Uhr

Schule muss Gebetsraum für Muslime organisieren

In Berlin hat ein Gymnasiast erfolgreich dafür geklagt, in seiner Schule die Möglichkeit zum täglichen Gebet zu erhalten. Der 16-jährige Muslim war mit diesem Anliegen bei der Schule auf taube Ohren gestoßen. Nun entschied das Berliner Verwaltungsgericht, dass ihm eine Gebetsstätte zur Verfügung gestellt werden muss.....

http://www.welt.de/politik/deutschland/article4672675/Schule-muss-Gebetsraum-fuer-Muslime-organisieren.html

Wieso muss eine Öffentliche Schule einem Muslimischen Gebetsraum bereitstellen, der mit Steuergeldern bezahlt wird?
Was ist wenn Christen, Hinduisten, Juden uvm. auch eine Gebetsraum beanspruchen werden dann alle Schulen vergrößert?


[Anmerkung der Redaktion: Urteil der 3. Kammer des Verwaltungsgerichts (VG) Berlin vom 29. September 2009 - VG 3 A 984.07 - "Islamisches Gebet in der Schule"

Die 3. Kammer des VG Berlin hat entschieden, dass ein 16-jähriger muslimischer Schüler des Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding berechtigt ist, außerhalb der Unterrichtszeit einmal täglich in der Schule sein islamisches Gebet zu verrichten.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung hat das VG die Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zugelassen.]



Oana29.09.2009 | 17:02

Ich wünschte mir meine christlichen Freunde, Nachbarn und Kollegen könnten mich durch meine Bittgebete kennenlernen. Warum ich mir das wünsche? Weil ich fest daran glaube, dass der Mensch in seinen Bittgebeten dem erhabenen Einen sein Selbst offenbart ohne Maskeraden. In meinen Bittgebeten erwähne ich nachdem ich für mich und meine Familie und Freunde gebetet habe auch meine christlichen Freunde, Nachbarn und Kollegen, dass der Allbarmherzige uns alle den rechten Pfad zeige und uns allen alles Gute geben möge, wie hienieden so auch im Jenseits. In meinen Bittgebeten bin ich aufrichtig, denn ich erwarte dadurch keine weltlichen Leistungen. Ich bin mir sicher, dass viele Muslime hierzulande ihre nichtmuslimischen Mitmenschen in ihre Gebete einschließen. Warum aber können wir uns nicht so präsentieren, wie wir uns im Bittgebet dem Einen offenbaren? Ich bin der festen Überzeugung, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen sich zum positiven entwickeln werden, sobald unser Umfeld uns in unseren Bittgebeten sehen könnte.

Ali Kardelen17.09.2009 | 21:35

@ Ingo Sander

Religion und Kultur lassen sich kaum trennen, Religion ist immer Teil von Kultur. Im Islam ist die Unterscheidung noch schwieriger, da der Islam dem Anspruch nach alle Lebensbereiche kontrolliert. Natürlich sind viele Muslime nicht praktizierend, aber wenn man sich ein muslimisches Sozialgefüge anschaut, manifestieren sich dort mehr islamische Prinzipien, als man denkt - auch dort, wo z.B. kein Kopftuch getragen oder Alkohol getrunken wird.

Dies trifft vor allem auf Geschlechterbestimmungen und Sexualethik zu. Diese Bereiche mögen zwar für uns eher unter Kultur fallen als unter Religion - im Islam sind das aber zentrale Themen, die sich ganz wesentlich auf die Alltagskultur auswirken. Den Islam kennenzulernen hilft in jedem Fall zu verstehen, was muslimische Gesellschaften (auch die Parallelgesellschaften in Deutschland) zusammenhält.

@ Nunu

Dieses Geheimnis nimmt Herr Schäuble wohl mit ins Grab, wie er es sich vorstellt, diese Dinge zu ändern. Die Islamkonferenz hat darauf jedenfalls keine Antwort darauf gegeben.

Viele Grüße,
Noora

Noora07.09.2009 | 12:45

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