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Kopftuch und Gender

Bunte Kopftücher liegen übereinander

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!

Hier befasst sich die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz mit den Thema "Kopftuch und Gender". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!

  • Weshalb wird das muslimische Kopftuch in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert?
  • Wie sichtbar sollten Ihrer Meinung nach religiöse Symbole in der Schule sein dürfen? Fällt für Sie auch das muslimische Kopftuch darunter?
  • Wirkt sich das Kopftuch auf die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt aus?
  • Welchen Stellenwert hat die Gleichberechtigung der Geschlechter in Deutschland? Welchen Stellenwert hat sie Ihrer Meinung nach im Islam?

Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!

Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.

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Resultate 1 bis 20 von insgesamt 227 (12 Seiten)

liebes forum###

ob das kopftuch im koran vorgeschrieben ist, oder nicht-dazu kann ich nichts sagen, da ich ihn nicht gelesen habe.ich möchte hier nur einmal meine gedanken und ansichten  loswerden.
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ich bin absolut gegen ein kopftuchverbot.
ob es nun als identifikation mit der religion getragen wird, oder ob es zur kultur dazugehört, weil es der koran vorschreibt, oder aus was für gründen auch immer, es
sollte erlaubt sein.
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ich finde auch nicht, das ein kopftuch frauen weniger attraktiv, oder weniger weiblich macht.als ich noch zur schule gegangen bin(1999/2000) hatten dort alle kopftuchträgerinnen mehr stilbewustsein als ich.und wenn ich mir heute die große auswahl an strass-und spitzebesezten unterzieh-hauben und die wunderschönen nadeln zum feststecken anschaue, finde ich das doch sehr weiblich *glitzerglitzer*
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dann das thema kinder und kopftücher: alle eltern entscheiden doch was sie für ihre kinder als gut und richtig erachten.und da fällt für mich auch ein kopftuch drunter. zerreisst mich bitte nicht für folgende vergleiche/beispiele:meine eltern ließen mich als baby taufen-hat mich auch keiner gefragt.ich durfte nie hochhackige schuhe tragen-mama hat entschieden.ich mußte sonntags in die kirche(mit sonntagskleidchen)-das war halt so.
eltern endscheiden nunmal, ob man in den fußballverein darf, zu welcher religion man gehört, wie man sich zu kleiden hat, wann man zu hause sein muß, welche freunde man trifft.
wichtig hierbei ist mir nur, das mit 18 jeder selber über sich bestimmen darf.
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kopftuch und integration: finde ich, hat nichts miteinander zu tun.sprache ist hier das thema  .
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kopftuch und militanz/ andere assoziationen:  ich gestehe, das wenn ich einem mann in arabischer kleidung plus typischem bart begegne, ich es mit der angst zu tun bekomme.das ist aber nicht seine schuld oder die seiner kleidung, sondern mein warnehmungsproblem, an dem ich zu arbeiten habe.
wer also eine kopftuchtragende frau sieht, und denkt:"oha, die wird aber unterdrückt", oder "hilfe gleich sprengt sie sich in die luft" reduziert meiner meinung nach den islam auf frauenfeindlichkeit und gewalt.
frauenfeindlichkeit und gewalt hat das christentum übrigens auch reichlich zu bieten.
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leztendlich geht es glaube ich allein um toleranz und vorurteile.
bei mir selbst entstehen vorurteile(völlig egal zu welchem thema) sehr schnell, und ich muß immer wieder an mir arbeiten,jeden menschen individuel wahrzunehmen, und nicht auf etwas zu reduzieren, ihn in keine schublade zu stecken.
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um abschließend zum thema zurückzukommen: jeder der kopftuch tragen will, der sollte es auch dürfen.privat und im beruf.

Anita Wagner16.06.2010 | 18:05

Wunschliste Teil 2
Gerade Migrantenelter können eine gute Kommunikationsbrücke darstellen,da sie dieselben Probleme,wie deutsche Eltern,haben(eine echte Gemeinsamkeit!),zudem aber die Probleme von Migrantenkindern sicher besser und schneller bewältigen können,als es z.B.deutsche Lehrer können,die an dieser Aufgaber oft scheitern.
Diese Eltern müssen nicht gewählt ,sondern könnten nur benannt werden,und sie sorgen sicher dafür,dass Migrantenkinder mit ihren speziellen Problemen erst einmal überhaupt vertreten sind.(sollte in den Länderschulgestzen möglich sein,und wo nicht ,muss diese Möglichkeit geschaffen werden)
5.Bitte sorgen Sie dafür,dass Jungs "mit Migrationshintergrund"stabilisiert werden.Mehr als Mädchen leiden sie daruter,dass sie zwischen den Ansprüchen der deutschen Gesellschaft und der elterlichen,muslimischen Gesellschaft hin und her gerissen werden und nicht wenige zerbrechen daran.M.E.ist eine Lösund-zeitnah-nur dadurch zu erreichen,dass man sich in einigen Feldern von "Integration",die immer freiwillig ist,verabschiedet ,sondern stattddessen auf "Dominanz" der deutschen rechts-UND Gesellschaftsordnung setzt.Letztlich ist Zustimmung,z.B.zum hiesigen Frauenbild unnötig,befolgt werden muss es! In diesem Zusammenhang möchte ich auch um deutliche Verbote von Beleidigungen an Schulen bitten.Kein Schüler mag es als"Hurensohn"bezeichnet zu werden,aber weinige haben ein Problem damit,diesen Begriff gegenüber anderen zu nutzen.Und wie will man Jungs Respekt vor ALLEN  Frauen beibringen,wenn die Bezeichnung "Schlampe"zum durchgängigen Sprachgebrauch gehört?
6.Es liegt mir sehr am Herzen,die Abwanderung deutscher Muslime mit und ohne Mig.hintergrund in Terrorcamps zu unterbinden.Wenn jemand zur Gefahr für sich und andere wird,gehört er/sie in Therapie,es darf doch keinen Unterschied machen,ob der Grund eine Depression ist oder Drogenmissbrauch oder islamistische Gehirnwäsche!
Denken Sie doch an die verzweifelten Eltern,die mitansehen,wie ihr Kind sein Leben wegwirft,denken Sie an die Bevölkerung,die vor Attentaten geschützt werden muss und denken Sie an Jugendliche,die vor einem -erweiterten-Suizid gerettet werden müssen!
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!(falls zwischen erstem und zweiten Teil Doppeltbenennungen waren,sehen Sie es mir nach,der erste war schon weg als ich den zweiten schrieb)

abla15.05.2010 | 12:19

Gerne würde ich eine Wunschliste an die DIK formulieren,in der Hoffnung,dass das Fernbleiben der des Islamrats und des Zentralrats der Muslime,die ohnehin nur Minderheiten der Muslime repräsentieren,eine bessere Arbeitsathmosphäre gewährleistet.
1.Bitte initiieren Sie ein Verbot von Kopftüchern und erst recht umfangreicherer Verhüllungen an öffentlichen Schulen ,bevor Schülerinnen das Religionsmündigkeitsalter erlangt haben.M.E.ist die Frühsexualisierung von Kindern gefährlich(die Eltern sicher unbeabsichtigt durch eine Verhüllung wie von erwachsenen Frauen,erreichen)
2.Bitte lassen Sie sich nicht zu einer Debatte über "Burka-verbot etc."hinreißen.Aus meiner Sicht wäre ein solches Verbot kontraproduktiv,da es suggeriert,dass alles andere erlaubt und damit erwünscht ist und die Lebensrealität vieler Musliminnen zeigt,dass dem so nicht ist.Zumal,wenn man sich ansieht,wer Burka trägt(fast niemand)oder Niquab(außer arabischen Touristinnen,die in den Sommermonaten gerne in deutschen Großstädten auflaufen ,um die Geschäfte leer zu shoppen,sollen sie,der deutschen Wirtschaft tut`s gut und die Damen haben sonst nicht so viel Spaß im Leben),in der Regel stecken da entweder deutsche Konvertitinnen oder-seltener-Jugendliche "mit Migrationshintergrund" drunter,denen eines gemein ist,sie nutzen diese Bekleidungsform,um zu provozieren,um die Bürger zu erschrecken,also eher wie die Punker der achziger.M.E.sollte man nicht darauf"einsteigen" und ihnen ein Forum bieten.
3.Viel wichtiger wäre mir -in diesem Zusammenhang-etwas für die Masse muslimischer Frauen zu tun,die in der Regel"islamische Bekleidung"nicht aus religiösen Gründen trägt,sondern um sich vor sexualisierten Verbalattacken der eigenen Community zu schützen.Also bitte sensibilisieren Sie ALLE Schulen dafür(über die Integrationsräte?),dass Beleidigungen verboten sein müssen.Kein Schüler mag es ,als "Hurensohn"bezeichnet zu werden,aber viele haben kein Problem,andere als solche zu bezeichnen.Oder wie sollen Jungs Respekt vor ALLEN Frauen lernen,wenn die Bezeichnung"Schlampe"in einigen Schulen zum selbstverständlichen Sprachgebrauch gehört?Bei Sprach"müll"verhält es sich wie bei richtigem Müll,wenn erst einmal genug davon da ist,kommt immer mehr dazu.(auch über die Integrationsräte?)
4.Gerade an Schulen findet kaum Beteiligung ausländischer Eltern stattd.h.deren Kinder sind in der Regel unvertreten.Der Grund ist nicht mangelndes Interesse,sondern sprachliche Unsicherheit,Hemmungen,als Migrant auch Deutsche zu vertreten,und vor allem die Voraussetzung der Schriftlichkeit.

abla15.05.2010 | 11:50

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie muslimische Frauen ohne Zweifel und rigoros ihr Kopftuch und Leben verteidigen, wenn man sie auf, aus westlicher Sicht, Missstände darin anspricht. Ich habe mehrere muslimische Kollegen aus Jordanien, Syrien, Marokko und aus Ägypten, darunter auch ein Ehepaar. Ich sehe jeden Tag mit an, wie die Frauen behandelt werden und es sich gefallen lassen. Ich sehe eine klare Rangordnung, die die Ehe unter Moslems fordert - keine Gleichberechtigung. So hat eine Kollegin drauf bestanden, weniger Gehalt zu bekommen, damit sie nicht mehr verdient als ihr Mann (Anmerkung: beide üben exakt denselben Job aus) und der Haussegen nicht schief hängt. Oder der Kollege, der beim Arbeitgeber seiner Frau für Aufruhr sorgte, weil diese sich ihr Büro mit einem ledigen nicht-muslimischen Mann teilen sollte und er deshalb auf ein Einzelbüro für sie bestand. Oder die Kollegin, die mit einem Tschador bekleidet zur Arbeit kam und ihr Mann unter wüsten Beschimpfungen die Kündigung vorbeibrachte, weil er ihr eine andere Kleidung als Ehemann nicht gestattet, sie vom Chef aber dennoch aufgefordert wurde, diesen zu Hause zu lassen. Ich habe noch mehrere solche Beispiele, die mich immer wieder entsetzen. Oft kriegt man zu hören, dass das doch nur Einzelfälle wären und die meisten Moslems nicht solche merkwürdigen Sitten praktizieren. Mir fällt das schwer zu glauben und es ist für mich auch irrelevant, ob das in Ägypten und Jordanien öfter passiert als hier. Tatsache ist: es ist menschenverachtend. Denn zuallererst sind Frauen Menschen - genau wie Männer. Und solange der Islam die Frauen zu Menschen zweiter Klasse macht, kann ich das Kopftuch nur als Symbol für die nicht existierende Emanzipation in ihm sehen.

Ila25.03.2010 | 09:55

@ishlam warner (Beitrag vom 3.2.2010)

Ihre Ausführungen sind teilweise falsch, denn nicht nur die von Ihnen aufgeführte Sure 24 Vers 30 und 31 weist auf das Kopftuch hin, sondern es gibt noch viele andere Koranstellen dazu und außer dem Koran natürlich die Sunna.

Letztendlich kann aber die Frau glauben was sie will, und ein freiheitlich-rechtlich orientierter Staat darf ihr nicht vorschreiben auf welche Sure sie jetzt zu beziehen hat.

Djibrila14.03.2010 | 02:51

Ob eine Frau ein Kopftuch trägt oder nicht sollte ihr selbst überlassen sein. Der Staat muß sich da allein schon durch seine Pflicht zur Neutralität heraushalten.
Oder gibt es etwa ein Gesetz wodurch man verpflichtet wäre sich nach dem Geschmack der Mehrheit zu kleiden?

Djibrila14.03.2010 | 02:36

Ich kann nicht im Namen aller Musliminnen sprechen, da jeder seine eigenen Absichten hat, aber ich bin mir sicher, dass genung Frauen auf dieser Welt auch meine Meinung teilen: Ich trage das Kopftuch seit ca. 5 Jahren und das nicht etwa, um mich von den Nicht-Muslimen abzugrenzen oder weil es mir meine Eltern oder ein Imam vorgeschrieben hat, sondern, weil ich meine Religion praktizieren und meine Pflichten als Muslimin erfüllen möchte. Und ich kann Ihnen mit Sicherheit sagen, dass ich mich bestens in dieser Gesellschaft integriere, auch mit Kopftuch! Eine Vorschrift, dass etwa das Kopftuch abgelegt werden sollte, wäre eine Vorschrift zur Assimilation und genau DAS würde die Kluft zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen vergrößern. Schlussendlich meine ich sollten Nicht-Muslime, um den kollektiven Frieden zu wahren, Toleranz gegenüber der Frau mit Kopftuch ( und Mantel) aufweisen und dementsprechend auch ein Recht dazu haben, Integration zu verlangen.

N.I.10.02.2010 | 09:22

Das auf Europas Straßen immer häufiger zu sehende Kopftuch ist nicht Element des islamischen Glaubens, sondern eine Vorschrift der Schari'a. Im Koran enthält die Sure "al-Nur / das Licht" in Vers 30 und Vers 31 die exakt gleich lautende Vorschrift für Männer und Frauen, sie sollten "ihre Blicke senken und darauf achten, ihre Scham zu bewahren". Erst in der Schari'a wird der Schleier allein den Frauen auferlegt. Das streng gebundene Kopftuch ist "weder Ausdruck von Religiosität noch eine [traditionelle] Tracht. Die Verbindung dieses Kopftuchs mit einem langen Mantel ist die politische Frauen-Uniform des Islamismus," die von den Frauen übrigens selten auf eigenen Wunsch, häufiger auf Anweisung ihres Imams getragen wird, denn Frauen sind im Politischen Islam nur das Fußvolk. "Der politische Inhalt des Kopftuchs ist eine anti-westliche Weltanschauung", also keine Nebensächlichkeit. Diese Uniformierung der Frauen ist "als ein Mittel zur zivilisatorischen Abgrenzung zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen" und als mehr oder weniger bewusste Provokation sowohl der europäisierten Eliten in der Türkei als auch der Europäer zu deuten. Er ist eine Art "Selbstethnisierung der türkischen Migranten" in der westlichen Welt.

ishlam warner03.02.2010 | 18:50

Das Kopftuch ist wohl eine Einstellungssache. Ich kannte ehemals einen Mitschüler, der von seinem streng katholischen Vater ständig mit den unsinnigsten Moralregeln gegängelt wurde. Er war unfreiwillig einsam und isoliert und konnte am Sozialleben in der Schule nicht teilhaben. Teilweise wurde er gehänselt, teilweise hatte er das Mitgefühl seiner Mitschüler.
Er schien nicht besonders glücklich, denn sein Erziehung verbot es ihm sich seiner sozialen Umgebung zu öffnen. Zu Mädchen hatte er ein schamvolles Verhältnis.
Wollen wir dahin zurück?

Rainer Wein27.01.2010 | 21:59

So viel Hass, so viele Trolle. Begebt euch doch bitte zu den richtigen Orten um rumzutrollen, wie z.B. 4chan oder PI. Dort seid ihr alle viel besser aufgehoben, als auf der Seite einer anerkannten Organisation die zur Integration beiträgt.

Woher nehmen sich überhaupt so viel-beschäftigte Menschen die Zeit, sich in einem einzigen läppischen Integrationsforum herumzutreiben? Arbeitslos oder in sonst einer Weise unbeschäftigt müsste man sein um so viel Hass versprühen zu können.

Jetzt mal im Ernst: lasst doch mal die Ausländer mal in Ruhe. Die kriegen doch eh genug auf die Fresse. Sei's nun auf der Arbeit/ in der Schule oder einfach nur mal auf der Straße. Ihr müsst mal sehen wie die bei uns mit denen umgehen.

Wir haben da eine die auch so'n Kopftuch trägt. Die wird immer angemacht und mit Zeugs beschmissen, nur weil die Türkin ist. Mein Gewissen regt sich zwar, aber was soll ich denn dagegen machen? Ich würde dann auch ins Visier genommen werden.
Zivilcourage ist schön und gut, aber wenn ich da so fünf glatzköpfige Heranwachsende sehe, dann krieg ich es auch mit der Angst zu tun.
Die Polizei würde eh nicht einschreiten. Die kommen schon bei einer Schlägerei mit mehreren Verletzten, erst nach einer halben Stunde an. Da sind solche Typen schon über alle Berge hinweg oder über meiner Leiche.

Wie auch immer, die Ausländer haben's eh schon schwer genug mit ihrem Namen und ihrer Herkunft, da muss man nicht noch mehr Salz reinstreuen. Da kann man sich als deutscher zurücklehnen und in Frieden seine Privilegien genießen (mehr Zusagen bei guten Jobs wäre ein ziemliches dickes).

Thomas27.01.2010 | 08:55

früher hieß der Einwanderer "Gastarbeiter". Sie kamen aus der
Türkei,Italien,Jugoslawien,Griechenland und Portugal. Mittlerweile hat sich das Bild der
Einwanderer gewandelt. Sie kommen nicht mehr aus diesen Ländern. Warum auch, diese Länder
bieten Ihren Mitmenschen bereits so viele und gute Perspektiven, daß ein Auswandern wegen
Arbeitssuche nicht mehr Thema ist. Die Pioniere von damals haben ein Erbe hinterlassen. Dieses
Erbe heißt 2., 3., 4. Generation usw. Je öfter es zu einem Generationswechsel kommt, destoweniger
bleibt von den Werten und der Kultur der urspünglichen Generation übrig. Besonders schwierig
erweist sich in diesem Blickpunkt die Situation der Türken. Die Konsequenz wäre, die
Nachkommen der Türken wären zwar vom Namen her Muslime, wüßten aber nichts oder nur sehr
wenig über Ihre Religion. Viele wissen heute schon mehr über die christliche Welt als über ihre
eigene islamische Religion. Integration darf nicht Assimilierung zum Ziel haben. Die zu
intergrierenden Menschen haben ein Recht auf eine eigene Identität und ein würdiges
Erscheinungsbild in der Gesellschaft. Nur so gibt es eine Basis für gegenseitigen Respekt und
Harmonie.

Gastarbeiter24.01.2010 | 23:42

@ sabine m.
Ach,Gottchen,deutsche Konvertiten sind ja die besten!Nicht nur dass man meint,den Islam "anziehen"zu können,nein,die Konversion reicht aus ,um sich "muslimischer"zu gebärden,als native Muslime,sogar meint man,ihnen den Islam erklären zu müssen.Na super,das braucht die Welt!Und nach vier bis fünf Jahren,wenn die Ehe dann geschieden ist,ist das erste,das in die Ecke fliegt,die "islamische"Verhüllung.
Wie auch immer,nirgends in Koran oder Sunna ist eine "islamische Uniform" dargelegt,insofern mögen Sie gerne Ihre Verhüllungen betreiben,wie Sie wollen,nur müssen Sie dann auch damit leben,nicht auf große Gegenliebe zu stoßen,zumal Bedeckungen ohne weiteres möglich sind,ohne irgendeine Form der Außenwirkung zu erzielen.Nur scheint es manchen Musliminnen genau um diese Außenwirkung zu gehen,d.h.es geht um schlichte Provokation,mal vom Transport diskriminatorischer Inhalte ganz abgesehen.Dann darf man sich allerdings nicht wundern,wenn diese Provokation beantwortet wird.Da gilt dann das gute,deutsche Sprichwort,wie es in den Wald hineinschallt,so schallt es hinaus.

abla12.01.2010 | 15:13

@ Sabine M. , 25.12.2009 | 11:25

Sie begehen, wie sehr viele andere Menschen auch, einen elementaren Denkfehler.

Es ist zu hinterfragen, warum sich weibliche Personen des Islam verhüllen und warum diese Verhüllung auch für minderjährige Mädchen in Schulklassen zu gelten hat.

Die am weitesten verbreitete Begründung für Verhüllung ist, daß der Prophet den weiblichen Personen "gebietet", die Männerwelt nicht mit sichtbaren Haaren (und in Extremfällen mit nackten Händen, Nase, Wangen, Kinn ...) zu provozieren, damit diese sich nicht zu sexuellen Übergriffen ermutigt sehen.

Dies ist eine Beleidigung und Diskriminierung der gesamten Männerwelt, die sich niemand bieten lassen muß.

Ganz pervers wird dieses angebliche und noch nicht einmal bewiesene Gebot, wenn suggeriert wird, daß sich schon minderjährige Mädchen im Alter von 7 - 8 Jahren mittels Verhüllung gegen sexuelle Übergriffe ihrer gleichaltrigen männlichen Mitschüler zu schützen hätten.
Da hört in meinen Augen Toleranz und "Religionsfreiheit" auf.

Ich hoffe, daß es bald eine Klageflut aus der Männerwelt gegen Verhüllung gibt, wegen Beleidigung und Diskriminierung!

Atheist06.01.2010 | 12:41

Hallo,

Wenn in einem Land Mädchen an Schulen ihr Haar bedecken müssen, ist es Unterdrückung, Diskriminierung und frauenfeindlich.
Wenn aber in Ländern Mädchen an Schulen ihr Haar nicht bedecken dürfen, ist es Freiheit?
Warum nicht einen schönen Mittelweg. Zwang ist Zwang. Ob Zwang zum Kopftuch oder Zwang das Kopftuch abzunehmen.

Deutschland hat es geschafft sein eigenes Grundgesetz auszuhebeln und es wird noch von allen Seiten bejubelt.
Die Würde des Menschen ist unantastbar... aber warum werden hunderte Frauen gezwungen, sich auf eine Art und Weise zu entkleiden die ihnen unangenhem ist, für die sie sich schämen, wodurch sie gedemütigt werden?

Warum werden diese Frauen von Ausbildung und Berufsleben ausgeschlossen, weil sie ihren Körper bedecken?

Wo ist denn hier bitte das Grundgesetzt?
Und fordern wir unser Recht, heißt es gleich wir können immer nur fordern... wir wollen nicht die Einführung der Sharia in Deutschland, wir wollen nur unsere Rechte aus dem deutschen Grundgesetz gewahrt und erfüllt sehen.

Nein, wir wollen nicht unseren Körper zeigen, wir wollen nicht flirten, wir wollen nicht attraktiv sein, wir wollen keine Haut zeigen, wir wollen nicht für unseren Körper bewundert werden, wir wollen nicht angeblickt werden.
Wir wollen dass man uns zuhört, uns versteht, unser Handeln anerkennt und uns für das, was wir wissen, können und tun achtet, nicht für unseren Körper.
Unser Körper gehört nur uns und nur unsere Ehemänner dürfen ihn sehen.

Früher hieß es "Mein Bauch gehört mir".
Jetzt sagen wir "Mein Körper gehört mir".

Akzeptiert doch einfach, dass wir bei dieser Fleischschau nicht mit machen, wir wollen uns nicht präsentieren. Wir wollen leben, arbeiten, lernen - aber mit Köpfchen nicht mit mini-rock.

Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Entwürdigt uns nicht, indem wir gezwungen werden uns auszuziehen oder auf Bildung und Arbeit zu verzichten.

Denkt drüber nach!

Eine Deutsche getaufte, konfirmierte, konvertierte heute voll verschleierte und diskriminierte vom deutschen Staat unterdrückte Frau

Sabine M. 25.12.2009 | 11:25

Also Leute ...es gibt einfach nur viele Vorurteile über das Thema " Kopftuch"  Es wird z.b behauptet , dass sowas gar nicht im Kuran steht o.ä ...Dazu kann ich nur eins sagen und zwar ...Menschen die mit solchen vorurteilen ankommen sollten erst mal sich persönlich mit dem Kuran auseinander setzen, versuchen mal über die  Gründe nachzudenken die für ein kopftuch stehen .....Viele von uns fürchten sich Fragen zu stellen, weil sie angst haben ihre Lebensweise (Verhaltensweisen)  umzustellen.. es gibt zwar  situationen wo viele nach gründe fragen  ..doch wenn man  anfängt zu erzählen gehen viele einfach weg und hören einfach nicht zu  ....sie denken wahrscheinlich dass die leute keine antwort darauf geben werdenn najaaa....
fragt doch einfach    WIESOO oder WARUMM  schließlich haben diese frauen auch gelüste und möchten ihre schönheit darstellen warum sollten sie es ohne ein nachvollziebaren grund tun....alsoo Fragen Fragen Fragen ich kenne viele die sich  dadurch sehr erleichtert   haben   alsoo auf was wartet ihr....=)

Anonym21.12.2009 | 18:54

hallo juLa,

ich stimme dir zu, daß das Kopftuch ein tradiertes und sehr wahrscheinlich vorislamisches Kleidungsstück der Frauen ist, die in einer (auch vorislamisch schon) patriarchalischen Gesellschaft lebten. Der Islam an sich hat nur diejenigen Elemente integriert, die auch schon vorher da waren. Auch die jüdischen Frauen bedecken ihre Haare, zum Teil mit Perücken, was auch schon merkwürdig anmutet. Aber es ist eine alte Tradition, die mit der Stellung der Frau sehr wohl etwas zu tun hat, und deswegen natürlich auch etwas transportiert. Ich denke aber, man sollte es nicht überbewerten und die Frauen, die es tragen nicht instrumentalisieren und ausgrenzen. Wenn das Kopftuchtragen zum religiösen oder besser politischen Zwang wird, siehe Iran, dann allerdings verändert sich der Fokus, in dem das Kopftuch agiert. Es wird dann deutlich, daß dieser Zwang, dem auch Besucherinnen, die überhaupt keine Muslimas sind, unterworfen werden, komplett lebensfremd und inhaltsleer ist. Man kann die Kopftuchfrage nicht unabhängig vom jeweiligen Land / Kontext sehen. Ich bin allerdings grundsätzlich nicht davon überzeugt, daß ein Stück Stoff eine innere spirituelle und religiöse Haltung demonstrieren kann. Dazu braucht es wirklich etwas mehr...
Ich persönlich halte gar nichts vom Kopftuch. Aber ich halte auch nichts vom Verbieten oder Verordnen des Kopftuchs. Das sind zwei Seiten derselben Medaille .
In diesem Sinne..
Tschador

Tschador17.12.2009 | 16:42

Der Orient hat für mich die schönsten Frauen  der Welt.

Warum um allles in der Welt werden diese schönen Frauen gezwungen ihre Schönheit  zu verstecken.

Mal wieder  sind es die Männer !!!

Sie können es nicht ertragen wenn ihr Mannbild hinten  anstehen muß.

Hoffentlich gibt es bald noch mehr Frauen beim Islam wie Lubna HUSSEIN !!!

Was für eine Frau Hut ab vor Ihr !!

inge Eßer 06.12.2009 | 16:30

Bei der Diskussion zum Thema Kopftuch/Islam wird selten reflektiert, welche Traditionen es in unserem christlichen Abendland eigentlich zum Tragen von Kopfbedeckungen gab/gibt. So ist es bis vor circa 100 Jahren  auch hier selbstverständlich und üblich gewesen nur mit einem bedecktem Kopf herumzulaufen. Eine verheiatete Frau hätte vor gar nicht allzu langer Zeit auch hierzulande Schande auf sich geladen, wenn sie ihren entblößten Scheitel öffentlich gezeigt hätte. Das Tragen eines Kopftuches hat deshalb aus meiner Sicht vermutlich weit weniger mit einer religiösen Grundeinstellung, als vielmehr mit Traditionen und Kultur zu tun. Diese haben sich in unserer westlichen Welt in kurzer Zeit sehr radikal verändert und sind weiter dabei, sich zu verändern. Das sollten wir wieder als Chance begreifen.

Wenn wir unsere Demokratie ernstnehmen und die hier herschenden Freiheitsrechte verteidigen wollen, bleibt uns doch eigentlich nichts anderes übrig als die Freiheit der Entscheidung, was eine Frau auf ihrem Kopf trägt (oder nicht trägt) zu respektieren und es nicht als Symbol einer Religion, welcher dann auch immer (Hindu.., altmodische Christen..., ...) zu begreifen. Ich würde mir sehr wünschen, dass die Medien in diesem Sinne zur Völkerverständigung beitragen würden und nicht immer nur sensationslüstern  gängige Vorurteile plattwalzen.
Das Verhüllen an sich, um nicht sexuelle Begierde auszulösen... an diesem Denkmuster stoße ich mich als Frau viel häufiger. Tatsächlich scheint es mir nach über 40 Lebensjahren Erfahrung weit eher so zu sein, das umso mehr Begierde ausgelöst wird, je mehr man verhüllt!  Das das Verhüllen von Körperteilen die Moral hebt, ist jedenfalls ein Ammenmärchen.
Ansonsten kann ich nur daür werben, aufeinander zuzugehen. Ich kenne gottlob inzwischen viele Muslimas - mit und ohne Kopfbedeckung- und es sind alles Frauen so wie ich, die nur versuchen, ihre Familie organisiert zu bekommen, ihren Kindern den bestmöglichen Weg zu ebnen und nebenbei sich einen Rest von Würde und privater Freizeit zu bewahren. Würde ich jedoch nur das Bild der Medien kennen, würde ich vermutlich denken, das alle Muslime radikale Fanantiker mit archaischer Familienkultur wären.
Despotische eifersüchtige Männer gibt es im übrigen bei den Christen und Atheisten genau so oft wie bei den Muslimen.

JuLa03.12.2009 | 00:08

An Abla: Ok, warum sehe ich dann jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit kleine Kinder (3-8 Jahre alt) mit Kopftuch? Weil diese Mädchen das gerne tragen? Ich finde es insgesamt einfach seltsam, dass es anscheinend zwei Islams gibt. Den der angeblich friedlich ist und den, von dem man leider nur Schlimmes liest, sieht und hört. Ich meine das gar nicht angriffslustig, ich finde es eben komisch. Ohne Ironie.

MM13.11.2009 | 12:09

Nee,nee,das soll heißen,dass nunmehr höchstrichterlich festgestellt wurde,dass nun niemand mehr behaupten kann,Kopftuch etc. sei eine aus dem Koran herleitbare Vorschrift.Nicht mehr,aber auch nicht weniger!

abla06.11.2009 | 17:50

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