Moscheebau ohne Konflikte?

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum!
Die Internetseite der Deutschen Islam Konferenz beschäftigt sich mit dem Thema "Moscheebau". Schreiben auch Sie Ihre Sicht der Dinge und diskutieren Sie mit!
- Haben Sie schon einmal eine Moschee besucht? Was waren Ihre Eindrücke?
- Wie sollten muslimische Bauherren Ihrer Meinung nach die Nachbarschaft, in der eine neue Moschee entsteht, in den Neubau einbinden?
- Welche Art von Moschee ist für welchen Bauplatz in Deutschland passend? Unauffällig in einem größeren Mietshaus versteckt? Repräsentativ-klassisch mit goldener Kuppel und Minarett? Modern mit Glasfassade?
- Wie wichtig ist für Sie als Muslim eine Moschee in der Nähe und welche Aufgaben sollte sie erfüllen?
Bitte beachten Sie, dass nur Beiträge mit klarem Bezug zum Thema berücksichtigt werden können!
Sie können uns Ihre Beiträge rund um die Uhr schicken. Diese veröffentlichen wir Montag bis Freitag.
RSS-Feed für Kommentare in dieser Diskussion
Resultate 1 bis 20 von insgesamt 59 (3 Seiten)
"Die Minarette sind die Speerspitzen des Islam", kommt das nicht bekannt vor? Diese Aussagen stammen neben anderen unfreundliche Worten von einem türkischen Politiker! Warum wird oft gegen den Willen der einheimischen Bevölkerung den Muslimen und deren Organisationen soviel Toleranz entgegen gebracht, die wir in muslimisch-islamischen Ländern vergeblich suchen?
Hermann Ullrich, 14.03.2010 | 18:31
Zu Lothar Walter kann ich nur sagen du sagst du bist gegen Moschee bau also gegen eine einrichtung für Muslime wo sie beten hmm... andererseits sagst du du bist gläubig. Dann versteh ich nicht warum Christen einen Ort zum beten haben uns zwar überall in jedem kleinsten Dorf oder in der größten Stadt. Wir Muslime müssen dafür in die nächste Stadt fahren und haben nicht die Chance einfach mal so in die Moschee zu gehen.
PoudMuslima, 12.02.2010 | 16:02
Ich bin kein Moslem sondern ein gläubiger Christ. Und würde daher mit Sicherheit keine Moschee betreten. Ich bin grundsätzlich gegen einen Moscheen Bau außer es wird in der gesamten Islamischen Welt erlaubt Christliche Kirchen zu Renovieren bzw. neue zu Bauen und das Evangelium von Jesus Christus genauso frei zu Verkündigen bzw. ohne Angst von Represalien Missionarisch tätig zu sein wie es hier in unserem Land die Moslems sind.
Lothar
Lothar Walter, 07.01.2010 | 14:54
An Stefan Höschler: Bitte keine Geschichtsverzerrung. Muslime haben mit Hitler gemeinsame Sache gegen die Juden gemacht und sind heute die antisemitischste Gruppe weltweit. Stichtwort: Holocaust-Leugnung etc. Ich finde diesen Vergleich extrem geschmacklos. Muslime wurden noch NIE so verfolgt wie Juden UND auf der Seite muslimmarkt wird offen zum Boykott israelischer Firmen aufgerufen. Also bitte nicht immer diese nervige Nazikeule sobald etwas kritisiert wird.
MM, 26.10.2009 | 17:09
Früher waren es die JUDEN Heute sind es die MUSLIME Das Alte Spiel wir werden niemals schlau. Schande über Deutschland das ich mich für alle Einträge die geschrieben würden schämen muss. Von Menschen verstehen wir nicht viel aber angeblich von Menschenrechten?!
Stefan Höschler, 26.10.2009 | 01:19
Migrationshintergrund kann viele Ausgangssituationen haben seien es wirtschaftliche oder politische Gründe. Da muss man sich überlegen was das für Menschen sind ob Muslime, Christen, Hindus, Atheisten etc. Viele vermissen die Heimat, die Familie, die Kultur, man könnte jetzt platt fordern sie sollen wieder in ihre Heimat zurückkehren - viele möchten das vielleicht auch werden dann aber von der Realität eingeholt - in ihren Heimatländern werden sie ebenfalls schief angesehen, entweder als jemand der es zu was gebracht hat oder eben jemand der es nicht geschafft hat - beides ist mit Schwierigkeiten verbunden. Besonders junge Menschen wissen dann nicht wo sie hingehören, sprechen beide Sprachen schlecht und wissen nicht wo ihre Wurzeln liegen. In Deutschland sind sie Ausländer, in der Heimat der Eltern Deutsche, am Ende fühlen sie sich verloren und nirgendswo akzeptiert - wie soll Integration funktioneieren wenn man sich nicht akzeptiert fühlt, wenn man nicht weiß wo man steht in einer Gesellschaft? Grundlegend ist die deutsche Sprache von Nöten um in der deutschen Gesellschaft seinen Platz zu finden um nicht in einer diffusen Subkultur zu enden. Ich habe leider keine persönlichen Erfahrungen mit Deutsch oder Integratioskursen, aber ich behaupte mal das viele Menschen mit Migratiosnhintergrund eigentlich nicht vor hatten in Deutschland zu bleiben, sondern irgendwann mal wieder in die Heimat wollten und es dann aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen ( wie bereits oben erwähnt) nicht klappt wie sie es sich vorstellen. So, nun hat man einen Migranten der sich in Deutschland nicht zu Hause fühlt und seine Heimat verlassen hat, er/sie spricht die Sprache schlecht wird als "Kanake und Sozial schmarotzer" angesehen und hat im buchstäblichen Sinne keinen Plan von irgendwelchen Migrations oder Integratiosnangeboten - wie geht man auf solche Menschen zu ? Wie vermittelt man ihm, dass er eine Rolle in der deutschen Gesellschaft hat? Wie schafft man Akzeptanz für diese Menschen?
Derick, 12.10.2009 | 13:36
@ Derick.
Sie schreiben, dass ein Moslem kritsch mit sich selbst umgehen muss. Das habe ich weder hier in diesem Forum, noch gestern in "Hart aber Fair" auch nur ein einziges Mal erlebt. Für Moslems sind es immer die anderen die an allem Schuld sind: schlecht integriert - Deutschland ist schuld um nur ein Beispiel zu nennen. Warum ist das in dieser islamischen Kultur so, denken sie etwa sie seien etwas besseres? Niemand bekommt soviel Integrationsangebote wie Muslime und trotzdem ist keine Migrantengruppe so schlecht integriert wie Muslime. Da stimmt doch etwas nicht!
MM, 08.10.2009 | 14:23
Diskussionen beflügeln immer wieder Emotionen die dann vom eigentlichen Thema Moscheebau abweichen. Schlagwörter wie Integration, gar Rassismus und jedwedige Vorurteile und Scheinargumente weden hier zum besten gegeben auf Kosten der Sachlichkeit. Jeder Deutscher Staatsbürger und alle die es werden möchten sollten froh und glücklich darüber sein, dass in Deutschland Gebetshäuser jedwediger Religion gebaut werden, damit jeder sich in unserer mittlerweile pluralistischen Gesellschaft frei entfalten kann. Allgemein muss ich feststellen, dass in vielen Dialogreihen, Veranstaltungen und Kongressen immer wieder die Andersartigkeit oder Grundsatz und Glaubensfragen gestellt werden, die dann immer den gleichen Trugschluß von einem Nebeneinander anstatt ein Miteinander mit sich bringen. Aufklärungsarbeit ist ein Aspekt der von den Muslimen in Form von Verbänden und auch der Arbeit des DIK noch dringend von Nöten ist, Medienpräsenz und auch islamischer Schulunterricht werden inshallah dazu beitragen den mündigen Deutschen Bürger darüber aufzuklären, dass hinter den mittlerweile bezeichneten Migranten Lebensgeschichten stehen die all zu menschlich sind. Ein Muslim sollte kritisch, selbstbewusst, verantwortlich mit sich selber, seinen Mitmenschen und seiner Umgebung umgehen - dies ist ein Ideal das auf alle Menschen zutrifft und leider noch in vielen Hinsichten auf der Strecke bleibt.
Derick, 05.10.2009 | 13:08
Es ist erschreckend mit welchen Maßstäben hier in Deutschland gemessen wird.
In der Türkei werden Christen noch immer verflog, Christliche Klöster werden versucht von Amtswegen zu schliesen.
Und hier in Deutschland werden Moscheen wie wild mit Staatlicher unterstützen und wohlwollend gebaut. Und diese dann noch nach Muslimischen Kriegsherrn die für die Verfolgung Ermordung und Überfälle auf Christen verantwortlich waren.
Was denken sie wenn eine Christliche Kathedrale in der Türkei gebaut werden sollt die nach einem Kreuzritter benannt wird was den los wäre.
Die drei Christlichen Missionare, die im Jahr 2007 in der Türkei brutal ermordet wurden, standen unter polizeilicher Überwachung. Auch andere aktive Christen wurden offenbar bespitzelt. Dies wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Position der Kirchen in der Türkei und die Vorurteile in der Bevölkerung.
Zitat Welt-Online:
"Erniedrigung des Islam“ ist strafbar
Als Rechtspersonen existieren die Kirchen nicht, Eigentum dürfen sie daher nicht selbst besitzen. Missionieren ist zwar streng genommen nicht verboten, aber das Verkaufen und Verteilen von Bibeln ist rechtlich eingeschränkt (nur einige Läden in Istanbul und Ankara dürfen das), und auch die „Erniedrigung des Islam“ ist strafbar. Einer der in Malatya ermordeten Missionare war einige Zeit davor in einer anderen Stadt unter diesem Vorwurf festgenommen worden.
Die Frage, wie man die Frohe Botschaft nach außen verdeutlichen kann, ohne gleich als Agent feindlicher Mächte zu gelten, diese Frage beschäftigt nicht nur evangelikale Missionare, sondern auch die Geistlichen der evangelischen und katholischen Kirche. Seit Jahren versuchen sie, auf die Behörden einzuwirken; oft mit dem Hinweis, dass die staatliche Religionsbehörde Diyanet im Ausland genau diese Freiheiten auch für sich einfordert, nämlich durch das Wort und die Vernunft zu überzeugen. Dafür muss man aber erst einmal sprechen können, ohne um die eigene Sicherheit fürchten zu müssen.
Ganz brisant wird es, wenn es um Bekehrungen geht. Viele Priester haben den einen oder anderen Konvertiten in ihrer Gemeinde, aber die Geistlichen bitten Journalisten stets, darüber nicht konkret zu schreiben – denn wer weiß, was dann passieren könnte."
http://www.welt.de/politik/ausland/article4675965/Missionare-wurden-vor-Ermordung-bespitzelt.html
Man sollte denn Menschen der Islamverbände klarmachen das sie in ihren Heimatländern andern Religion die selben rechte einräumen die sie hier in Deutschland verlangen oder gar einklagen!
Ansonsten wäre ich für einen sofortigen Baustop aller Moscheen in Deutschland.
M.H., 30.09.2009 | 11:33
Dies war, ist und bleibt ein christlich geprägtes Land?
Mein lieber, unsere Alten Germanen haben an alles Mögliche nur nicht an Jesus geglaubt. Es war eben nicht immer ein christliches Land. Es gab mal eine Phase im Mittelalter und bin ich ganz froh, da nicht gelebt zu haben. Die Dinge ändern sich eben und das ist auch ganz gut so.
Für die Aufklärung und auch für die Säkularisierung bin ich jedenfalls dankbar. Erst sie macht es möglich, in einem Liberalen Land leben zu können, und nicht mehr in der Fünfziger-Jahre-Piefgkeit leben zu müssen.
Ich bin gerne Christ und ich sehe überhaupt keine Grund, warum wir uns in Gottes Namen unseren Umgang mit nicht-Christen von irgendwelchen totalitären Regimen abgucken sollen. Das wäre doch wohl so ziemlich das letzte.
Aber die Frage, wie es sich denn als Christ in einem muslimischen Land (oder sonst wo) so integrieren lässt, ist so dumm auch wieder nicht. Sie führt uns auf den richtigen Weg. Wir sollten unsere Integrationspolitik so gestalten, wie wir sie gerne vorfinden würden, wenn WIR mal woanders unterwegs sind.
max, 14.09.2009 | 04:39
also ich habe mir einige kommentare durchgelesen....
bei einem ist mir aufgefallen,
Das was sich hier "unsere" Moslems erlauben sollte sich ein Christ in der Türkei oder Saudi - Arabien erlauben. ...
sagmal geht es ihnen noch recht gut???
wir haben genügende kirchen auch in der türkei ... noch nicht mal ein moslem hat sich darüber beschwert gehabt ....
was erlauben sie sich so darüber zu reden ...????
ja mag wohl sein das wir moslems nicht bei den deutschen ankommen ... das liegt aber leider nicht an uns .... ich finde das ist eine frechheit... wo ist hir religionsfreiheit ... ??woo =??? kann mir das jemand bitte mal erklären??? ihr möchtet keine moscheee in deutschland ja bitte dann verhindert es bitte schön von mir habt ihr die erlaubnis, ich brauch keine moschee um ein moslem zu werden,.... ich bin des vom herzen aus ... ich lade euch zu etwas respekt ein.....
weil wir respektieren euch auch alle...
Kaya, 11.08.2009 | 21:56
Kurzum: Der Islam gehört nicht nach Deutschland. Dies war, bleibt und ist ein christlich geprägtes Land.
Das was sich hier "unsere" Moslems erlauben sollte sich ein Christ in der Türkei oder Saudi - Arabien erlauben.
Warum wird die deutsche Bevölkerung nicht gefragt? Volksabstimmung zu diesem Thema (Bau von Moscheen, ungehemmte Zuwanderung von Moslems etc.).
Kurzum: Armes Deutschland
Maximilian, 30.07.2009 | 17:54
Ich habe mir das hier durchgelesen und muss zu dem traurigen Schluss kommen, dass leider immernoch zuviele Zerrbilder über den Islam und seine Gläubigen kursieren.. und gleichzeitig wird auch seitens der Muslime am Bild der Bundesrepublik gezerrt.
Ich verstehe nicht, wie man so sehr konfliktsuchend argumentieren kann und gleichzeitig der Illusion nachhängt dadurch Konflikte lösen zu können. Natürlich - im Gegenüber die Fehlerquelle zu sehen ist einfach, bequem und hat den schönen Nebeneffekt, dass man sich eines reflektierten Umgangs mit der eigenen Kultur und diejenige der Fremden entziehen kann, mit anderen Worten ist das schlichtweg Fluchverhalten.
Wenn jeder, der hier schrieb, auch nur einen Zehbreit nachgäbe, wir würden uns wundern wozu wir fähig wären.
Vielleicht ist das alles aber auch die Aufregung nicht wert. Der Islam - ein junger Glaube, Deutschland - die junge Republik, da ist doch gegenseitiges Lernen angebrachter als dieses unaufhörliche Rechtfertigen von Standpunkten, die mir manches Mal so vorkommen als seien sie vom Hörensagen ihren jeweiligen Autoren bekannt geworden.
Wir laufen allesamt Gefahr zu bequem zu werden.
Klaus, 27.07.2009 | 21:04
@Gerhard Niemeyer
"Sie mögen in Deutschland geboren sein, Sie mögen einen Deutschen Pass haben, aber auch wenn Sie in Deutschland wohnen, in der deutschen Gesellschaft sind Sie nie angekommen und werden auch nie ankommen."
Und jetzt schauen Sie sich mal hier im Forum um und überlegen mal, warum ich wohl nicht ankomme. Auf keine Beiträge wurde von so vielen Personen gleichzeitig reagiert wie auf meine, denn ich bin eine Muslimin und die meisten haben sich in diesem Forum auf mich gestürzt mit all Ihren möglichen Meinungen, Überlegungen, Befürchtungen, Vorurteilen etc. und was sie noch alles über den Islam gehört haben. Und das passiert tagtäglich auf Deutschlands Straßen.
Es wird von mir erwartet, dass ich wie eine Islamexpertin auf alle Fragen antworte. Als wäre ich dazu verpflichtet! Und in niemandes Privatsphäre wird so schnell und leicht eingedrungen wie in die der Muslime.
Es geht hier lediglich um den Moscheebau in Deutschland und an diesem Thema wird wieder die gesamte Schublade "Islam/Muslime" mit all Ihren Assoziation aufgemacht. Und das nervt!
Um anzukommen bedarf es eines sicheren Hafens. In Deutschland ist dieser leider meistens nicht zu finden. Aber die wenigen positiven Erfahrungen, die man hin und wieder erlebt, lassen auf bessere Zeiten hoffen!
hatice, 22.07.2009 | 19:44
@Migrant
"Ein Immigrant kann nicht "integriert werden", dass würde auch gar nicht funktionieren. Er muss sich aus eigenen Stücken selbst integrieren."
Das ist die arroganteste Äußerung, die ich seit langem gehört habe. Aus Prinzip würde ich eigentlich jemandem, der so einen Stuss schreibt überhaupt nicht antworten, aber ich sehe, dass Sie sich viel Zeit genommen haben, um sich Ihren Beitrag auszudenken, sodass ich mich überwinde, Ihnen zu antworten.
INTEGRATION IST UND BLEIBT EIN BEIDSEITIGER PROZESS.
Sie hängen Ihren gesamten Beitrag hauptsächlich an den zwei Punkten "Schwimmunterricht" und "Klassenfahrten" auf. Das ist richtig langweilig, zumal wir uns hier in einem Forum aufhalten, wo es um den Moscheebau geht. Und zudem finde ich es sehr ethnozentrisch und peinlich bürokratisch, sich ständig an der "Schulpflicht für alle etc." aufzuhalten. Klassenfahrten tragen nicht viel zur schulischen Bildung bei, dies ist auch nicht deren Funktion. Und generell sollte man von den Gesetzen eines EInwanderungslandes erwarten, dass es flexibel ist. Ich verstehe auch garnicht, warum das immer in den Medien so heiß hergeredet wird. Schauen Sie sich doch mal den Alltag an! Die Schüler, die an Klassenfahrt und Schwimmunterricht nicht teilnehmen sind doch keine Außenseiter. Wenn die Teilnahme allerdings so zwingend eingefordert wird, dann kann man erstens nicht mehr von Freiwilligkeit sprechen und zweitens machen Sie die Schüler zum Außenseiter, wenn Sie die Teilnahme als eine Voraussetzung zum "dazugehören" machen!
Dann nehmen eben einige Schüler nicht daran teil, seien Sie doch mal flexibel in Ihrem Kopf!
hatice, 22.07.2009 | 19:35
@Gerhard Niemeyer
"Es ist auch müßig, die nur nach innen gerichtete Sichtweise von Frau Hatice weiter zu kommentieren. Mit diesen Ansichten wird eine Integration nicht nur erschwert, sie wird verhindert."
Eine Integration wird tatsächlich nicht stattfinden, wenn Sie bei jeder Meinungsaußerung Ihres Gegenübers so flüchten wie Sie es jetzt tun. Akzeptieren Sie doch einmal, dass andere Menschen andere Meinungen haben und kommen Sie endlich weg von Ihrem Ethnozentrismus.
Nach innen gerichtet sind Ihre Beiträge. Sie sprechen immer noch über die gleichen Dinge.
"Sie mögen in Deutschland geboren sein, Sie mögen einen Deutschen Pass haben, aber auch wenn Sie in Deutschland wohnen, in der deutschen Gesellschaft sind Sie nie angekommen und werden auch nie ankommen."
Wohlmöglich haben Sie Recht, vielleicht werde ich nie ankommen, weil ich nie das Gefühl haben werde, dass ich hier mit meiner Andersheit akzeptiert werde. Man wird doch nur akzeptiert, wenn man seine eigene Meinung unterdrückt und zu allem immer ja sagt, was einem vorgegaukelt wird. Wenn das Ihr Verständnis von Integration ist, dann werde ich mich nie integieren, da gebe ich Ihnen einmal ausnahmsweise Recht!
"Bemerkenswert ist jedoch, daß in dieser Diskussion nur eine Stimme sich zu Wort gemeldet hat. Ein weiteres Indiz dafür, daß die Vertreter der Muslime in Deutschland sich einer Diskussion verweigern und arrogant jeder Äußerung enthalten."
Es melden sich hier so wenige, wenn viele sie wahrscheinlich diese Diskussionen hier für unnütz halten. Wie Sie ja jetzt wieder bestätigen, ist Ihre Toleranz nicht erweiterbar, sondern beschränkt. Wir haben viel diskutiert, letztlich ohne Ergebnis.
Ein Vertreter der Muslime wird sicherlich nicht auf solch einem Forum sich zu Wort melden! Wo sind wir denn hier? Und warum wird das eigentlich immer verlangt? Wenn Sie ein Informationsbedürfnis haben, trauen Sie sich, auf die Personen zuzugehen! Sie werden Sie schon nicht beleidigen und dann im Gericht ermorden!
hatice, 22.07.2009 | 19:20
In meinem letzten Beitrag in diesem Forum will ich mich inhaltlich gar nicht mehr äußern. Ich habe gesagt, was zu sagen war. Es ist auch müßig, die nur nach innen gerichtete Sichtweise von Frau Hatice weiter zu kommentieren. Mit diesen Ansichten wird eine Integration nicht nur erschwert, sie wird verhindert.
Sie mögen in Deutschland geboren sein, Sie mögen einen Deutschen Pass haben, aber auch wenn Sie in Deutschland wohnen, in der deutschen Gesellschaft sind Sie nie angekommen und werden auch nie ankommen.
Ich will nicht darüber spekulieren, auf welchem Umstand Ihre schroffen Argumente beruhen, sonst werde ich wieder als ein Dahergelaufener Kritiker beschimpft, der sich erdreistet, den Islam oder die Muslime zu kritisieren.
Bemerkenswert ist jedoch, daß in dieser Diskussion nur eine Stimme sich zu Wort gemeldet hat. Ein weiteres Indiz dafür, daß die Vertreter der Muslime in Deutschland sich einer Diskussion verweigern und arrogant jeder Äußerung enthalten.
Es ist an der Zeit, sich der Aufnahmegesellschaft nicht länger zu verweigern, sondern sich auch den für den Islam unangenehmen Dingen zu stellen.
Gerhard Niemeyer
Gerhard Niemeyer, 20.07.2009 | 16:05
Teil 1v2 in leicht gekürzter Form
@hatice
"Ich kann nicht fassen, dass Sie mir jetzt auch noch suggerieren, ich solle dankbar sein, dass ich überhaupt ein Kopftuch tragen, einen Koran besitzen (!) und in die Moschee gehen kann! Was für eine Anmaßung! "
Ich habe nichts dergleichen behauptet. Diese Rechte waren Teil der Antwort auf IHRE Frage, was Deutschland tut um muslimische Immigranten zu integrieren. Die Aufzählung der Rechte ist daher nichts anderes als EIN Beispiel von mehreren für eine selbstverständliche Leistung des deutschen Staates für die Integration von Immigranten.
"... weil ich verdammt noch mal meine RELIGION ausleben möchte, ohne mich bei jedem Dahergelaufenen dafür rechtfertigen zu müssen"
Wenn Sie aber Ihre Kinder von Pflichtveranstaltungen wie dem Schwimmunterricht fernhalten, und dies mit Ihrer Religion begründen, werden Sie einer Diskussion (etwa mit dem Schulrektor) nicht aus dem Weg gehen können.
"Genauso kann auch ich behaupten, dass ich erfolgreich integriert werde, wenn
1.ich nicht jedesmal blöd angeguckt werde v.a. im Sommer, wenn ich mit meinem Kopftuch das Haus verlasse,
2.ich nicht immer danach gefragt werde, warum ich ein Kopftuch trage [...]
3. auch deutsche Eltern einer Partnerschaft mit Menschen mit Migrationshintergrund nicht im Wege stehen."
Ein Immigrant kann nicht "integriert werden", dass würde auch gar nicht funktionieren. Er muss sich aus eigenen Stücken selbst integrieren. Daher macht Ihre Definition keinen Sinn. Es ist nicht die Aufgabe des Staates einen Immigranten zu integrieren. Der Staat muss jedoch die geeigneten Rahmenbedingungen sicherstellen. Und diese Aufgabe erfüllt Deutschland ziemlich gut, wie Sie z.B. an der Erlaubnis Moscheen zu bauen sehen können.
Der Immigrant ist in erster Linie selbst dafür verantwortlich die Sprache zu lernen und eventuell Kompromisse einzugehen. Der Staat steht ihm dabei hilfreich zur Seite (Integrationskurse, Sprachkurse ...).
"Sie können sich doch nicht anmaßen, IHR richtig und falsch auf andere Menschen zu übertragen. Wenn es für mich wichtig ist, dass mein Kind nicht am Schwimmunterricht etc teilnimmt, dann haben Sie doch nicht das Recht gegenteiliges zu behaupten, nur weil es IHREM Weltbild entspricht."
In Deutschland gilt die Schulpflicht, so dass Kinder an jedem Schulunterricht (bis auf Religionsunterricht) teilnehmen müssen. Dieses Gesetz gilt für ALLE.
Migrant, 20.07.2009 | 14:47
2v2
@hatice
"Wie spärlich sind die Teilnahmemöglichkeiten denn, wenn allein die Nicht-Teilnahme an einem 2stündigen Schwimmunterricht zu Ausgrenzung sorgt"
Eltern, die Ihren Kindern die Teilnahme am Schwimmunterricht und Klassenreisen verbieten grenzen ihre Kinder aktiv von den anderen Kindern ab. Sie machen Sie zu Außenseitern. So erschweren diese Eltern bereits die Integration der nächsten Generation. Übrigens ist das der Grund, warum das Verhalten der Eltern bezüglich Schwimmunterricht etc. ein prima Indiz für die (Nicht-)Integration ist.
"[...] denen also die eigentliche Teilhabe an der Gesellschaft verwehrt bleibt, kann man auch keine perfekten Deutschkenntnisse erwarten! "
Das ist nicht ganz korrekt. Natürlich kann man von Einwanderern nicht erwarten PERFEKTE Deutschkenntnisse zu erlangen. Man kann jedoch innerhalb von 1 bis 2 Jahren die deutsche Sprache soweit lernen, dass man in der Gesellschaft wunderbar zurecht kommt (Behörden, Geschäfte, Ärzte). Wenn man dazu schon in dem Land lebt, in dem die Sprache gesprochen wird, geht es noch erheblich schneller. Aber auch hier gilt: Wem das egal ist, bzw. wer sich nicht die Mühe macht die Sprache AKTIV zu lernen, der schafft es nicht. Man kann vom Staat die deutsche Sprache nicht "gelernt bekommen". Der Staat sorgt jedoch auch hier wieder für die nötigen Rahmenbedingungen wie Sprachkurse.
"Eigene Instrumentalisierungen werden aber außer Acht gelassen: Schwimmunterricht, Klassenfahrten, Sexualunterricht etc. bis hin zu "Ehrenmorde" sind auch lediglich Instrumentalisierungen, die viele, auch Sie, benutzen."
Zumindest was mich betrifft gibt es bei dem Thema Schwimmunterricht, Klassenreisen etc. nichts zu Instrumentalisieren. Ich stelle doch keine politischen Forderungen. Ich bin einzig dafür, dass weiterhin für alle die gleichen Regeln gelten. Wenn es also heißt, die Teilnahme am Unterricht ist für jeden Schüler Pflicht, dann gibt es daran nichts zu rütteln. Jeder wird gleich behandelt und es gibt keine Sonderregeln für einzelne Gruppen.
Diese schreckliche Tat in Dresden hingegen wird von vielen tatsächlich politisch instrumentalisiert. Es wird so getan, als ob hier jede Kopftuch tragende Muslima spätestens ab jetzt in Angst leben müsste, weil ein durchgeknallter Rechtsradikaler eine Muslima umgebracht hat. Das man über diese Tat erschüttert ist, ist eine Sache. Eine andere Sache ist, dass einem ganzen Land Fremdenfeindlichkeit und insbesondere Islamophobie unterstellt wird. Außerdem wird so getan als ob der Mord hier toleriert würde. Es wäre gerade die Aufgabe von Herrn Köhler gewesen zu betonen, dass Straftaten wie diese hier nicht toleriert werden. Weder vor der Tat, noch nach der Tat. Doch Herr Köhler tut so, als ob hier die Gesetze zum Schutz für die Muslime verändert werden müssten, weil sie das jetzt nicht leisten würden. DAS ist Instrumentalisierung!
Migrant, 20.07.2009 | 13:08
@Migrant
"Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen. Sehr viele Menschen Instrumentalisieren das grauenhafte Verbrechen in Dresden für politische Zwecke."
Es ist interessant, wie einseitig einige Dinge wahrgenommen werden. Wenn es um Attentate rassistischer Natur geht, werden sofort alle Stimmen laut, es werde für politische Zwecke instrumentalisiert. Eigene Instrumentalisierungen werden aber außer Acht gelassen: Schwimmunterricht, Klassenfahrten, Sexualunterricht etc. bis hin zu "Ehrenmorde" sind auch lediglich Instrumentalisierungen, die viele, auch Sie, benutzen. Komisch, dass es Ihnen garnicht auffällt, wo Sie doch bezüglich des Dresdener Falles so hellhörig sind!
hatice, 18.07.2009 | 01:13
Schreiben Sie uns Ihre Meinung: